Wenn nun Usufructi & Leasing zwischen Verheirateten nicht rechtsgültig sind bzw. gekündigt werden können, wie kann ich im Fall, dass meine Frau vor mir verstirbt, verhindern, dass mich ihr missratener Bruder oder ein anderer von dem Grundstück vertreibt... Kann ein notarieller Vertrag diese Unsicherheit beseitigen ? oder ändert ein notarieller Vertrag nichts an der unklaren Rechtssituation.
Die Kernfrage lautet: Wie sicher sind die Rechtsinstitute Leasing-Vertrag und Usufruct?
1. DisainaM hat schon geschrieben, warum Leasing-Verträge zwischen Eheleuten keine Absicherung bringen. Weil die entweder schon während der Ehe von der thail. Ehefrau einseitig gekündigt werden koennen oder gar noch 1 Jahr nach der Scheidung, wenn die Zerrüttung evident geworden ist.
2. Usufruct-Vereinbarungen gelten über den Tod der usufruct-Geberin hinaus. Koennen also von den Erben der thail. Frau nicht mehr postmortal gekündigt werden.
Was kann denn bei den Usufruct-Vereinbarungen vor dem Tod durch die usufruct-Geberin gekündigt werden?
Die usufruct-Eintragung im Chanot durch das Land-Office. Die so ca. 60-70 Baht unter Eheleuten kostet. Klar, die kann natürlich jederzeit von der usufruct-Geberin gekündigt werden, sofern sie Bock darauf hat.
Viele meinen ja, daß die usufruct-Eintragung ins Chanot der eigentliche Kern des usufructs wäre. Weit gefehlt. Es ist bloß der Wurmfortsatz, Dekor. Schoenwetter-Regelung. Falsch-Denke der Cheap Charlies.
Das usufruct muß die Ehefrau dem Farang-Ehemann vorher in einem privatrechtlichen Vertrag (vor dem Notar, oder vor dem RA) zubilligen. So ein Vertrag kostet auch Geld, so ca. 5.000 Baht. Das ist ein gerichtsfester Vertrag, soll heißen, davon kann die Ehefrau nicht einfach zurücktreten. Durch den usufruct-Vertrag vor dem Public Notary wird Dir ein einklagbares Recht eingeräumt. Ein Recht, welches Dir über den Tod der usufruct-Geberin hinaus zusteht.
Wenn also nach Abwicklung der
beiden Vorgänge: Abschluß Privatvertrag zwischen A + B, sowie katasteramtlicher Eintrag von B in das Chanot von A, A durch irgendwelche Einflüsterungen versuchen sollte, B wieder aus dem Chanot austragen lassen zu wollen, würde B zum Gericht gehen, und bewirken, daß A von so Plänen Abschied nimmt.