Nach Thailand auswandern nach Erhalten der deutschen Staatsbürgerschaft?

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kart672

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Hallo zusammen,

meine Stieftochter (die Tochter meiner Frau) lebt seit 2012 mit uns hier in Berlin und hat hier deutsch gelernt, ihren mittleren Schulabschluss, sowie eine Ausbildung abgeschlossen. Seit 2 Jahren arbeitet sie nun und zahlt Steuern.

Sie wird in Kürze wahrscheinlich die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen, hier in Berlin kann man die ja parallel zur thailändischen Staatsbürgerschaft inne haben.

Nun ist es so, dass es die junge Dame wieder zurück in ihr Heimatland zieht. Erstens ist sie hier nie richtig warm geworden, und zweitens hat sie dort einen Partner, mit dem sie gerne zusammen ziehen möchte.

Meine Frage lautet nun: Kann es theoretisch passieren, dass man ihr die deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkennt, wenn sie sich kurze Zeit nach der Einbürgerung hier wieder in Deutschland abmeldet und ihren Lebensmittelpunkt nach Thailand verlagert?
 
Helli

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Hallo zusammen,

meine Stieftochter (die Tochter meiner Frau) lebt seit 2012 mit uns hier in Berlin und hat hier deutsch gelernt, ihren mittleren Schulabschluss, sowie eine Ausbildung abgeschlossen. Seit 2 Jahren arbeitet sie nun und zahlt Steuern.

Sie wird in Kürze wahrscheinlich die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen, hier in Berlin kann man die ja parallel zur thailändischen Staatsbürgerschaft inne haben.

Nun ist es so, dass es die junge Dame wieder zurück in ihr Heimatland zieht. Erstens ist sie hier nie richtig warm geworden, und zweitens hat sie dort einen Partner, mit dem sie gerne zusammen ziehen möchte.

Meine Frage lautet nun: Kann es theoretisch passieren, dass man ihr die deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkennt, wenn sie sich kurze Zeit nach der Einbürgerung hier wieder in Deutschland abmeldet und ihren Lebensmittelpunkt nach Thailand verlagert?
Zunächst einmal, die thail. Staatsbürgerschaft behält sie nicht, weil DE das so erlaubt, sondern der Grund ist, dass Thailand keine Staatsbürgerschaft "zurück nimmt". Einmal Thai, immer Thai. Das ist nicht nur in Berlin so, sondern bundesweite Praxis!

Zum Anderen, die deutsche Staatsbürgerschaft verliert sie nicht, es sei denn, sie selbst gibt sie wieder zurück! Sie ist noch jung und sollte die evtl. mal besseren Möglichkeiten eines deutschen Passes nutzen, man weiß doch nie, was die Zukunft bringt! Die thail. Behörden werden sie deshalb nicht "belästigen". Für einen evtl. Besuch bei Euch in Berlin ist dann ja auch der ganze Visum-Zirkus hinfällig.

Allerdings dran denken, dass der Pass alle 10 Jahre neu über die Botschaft organisiert werden muss.
 
K

kart672

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Hallo Helli, vielen Dank dafür. Super gute Informationen.
 
Dieter1

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Meine Frage lautet nun: Kann es theoretisch passieren, dass man ihr die deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkennt, wenn sie sich kurze Zeit nach der Einbürgerung hier wieder in Deutschland abmeldet und ihren Lebensmittelpunkt nach Thailand verlagert?
Nein das kann nicht passiern. Der Entzug der deutschen Staatsbuergerschaft ist nach dem Grundgesetz gar nicht moeglich.
 
Koelner

Koelner

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Wenn sie hier nie warm geworden ist und sich in Deutschland abmeldet, was sie ja eh dann muss, hat die Staatsangehörigkeit eines anderen Landes eh null Vorteile. Die sehe ich in dem Fall nur innerhalb der EU.

Ist also in dem Fall am Ende egal. Und das sie mit ihrem Partner/Ehemann mal nach Deutschland zieht (für den braucht sie dann ja wieder ein Visum + dann mal die Aufenthalts-/Niederlassungserlaubnis mit all den Auflagen) ist eher unwahrscheinlich. Dt. Krankenversicherungsschutz und H4 gibt es im Ausland auch null.

Der dt. Reisepass hilft auch nicht beim Reisen, wenn der Mann Thai ist.
 
atze

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Dt. Pass in Tasche, schadet nie.
 
chrima

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Meine Frage lautet nun: Kann es theoretisch passieren, dass man ihr die deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkennt
Nein, eine Niederlassungserlaubnis kann nach einem Aufenthalt von mehr als 6 Monaten außerhalb der BRD erlöschen, aber bei der Staatsangehörigekeit wird das bisher nicht praktiziert. Da brauchst du dir überhaupt keine Srgen zu machen.

Nein das kann nicht passiern. Der Entzug der deutschen Staatsbuergerschaft ist nach dem Grundgesetz gar nicht moeglich.
Da schreibt Wikipedia was anderes:

Der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit ist hingegen nach Art. 16 Abs. 1 S. 2 GG zulässig; dieser darf jedoch nur auf Grund eines Gesetzes eintreten und zudem nur dann gegen den Willen des Betroffenen, wenn er dadurch nicht staatenlos wird.
Staatenlos wir jemand mit einer doppelten Staatsangehörigkeit nicht, wenn er ausgebürgert wird. Die Diskussion zur Ausbürgerung der IS-Kämpfer mit Doppelpaß gab es kürzlich auch.

Wie gesagt, gegenwärtig keine Ausbürgerung, aber nach Grundgesetz durchaus zulässig, dazu bräuchte es eventuell einer Gesetzesänderung. In Österreich hat die FPÖ versucht tausende Doppelstaatler auszubürgern.
 
Dieter1

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Wie gesagt, gegenwärtig keine Ausbürgerung, aber nach Grundgesetz durchaus zulässig, dazu bräuchte es eventuell einer Gesetzesänderung.
Und da es diese nicht gibt nach GG eben nicht moeglich.

Ziehst du dir die Hose mit der Kneifzange an?
 
franki

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Aus dem Wikipedia-Artikel:

...Außerdem ist es z. B. möglich und zulässig, dass eine durch falsche Angaben erschlichene Einbürgerung widerrufen wird...
Ich habe mal von einer Thailänderin gehört, der wurde die deutsche Staatsangehörigkeit wieder entzogen, weil sie sich beim Einbürgerungsantrag beim Geburtsdatum vertan hatte. Ganz ohne böse Absicht und Hintergedanken - sie wusste es selber wohl nicht ganz genau - in Thailand wurde es noch vor einigen Jahrzehnten mit dem Meldewesen nicht so genau genommen. Da ist aber bei ihr ein Dokument aufgetaucht, in dem ein anderes Geburtsdatum angegeben war.
 
HeinrichSaal

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Nein das kann nicht passiern. Der Entzug der deutschen Staatsbuergerschaft ist nach dem Grundgesetz gar nicht moeglich.
Der Entzug ist zwar nicht möglich, aber ein Verlust kann Kraft eines (bereits bestehenden) Gesetzes unter bestimmten Bedingungen eintreten. Entzug und Verlust sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
 
freiberger

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Für die Dieter trifft also dieses hier Zu:

Unter Umständen können Sie wieder eingebürgert werden. Kontaktieren Sie hierzu Ihre Auslandsvertretung.
 
F

ffm

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Ich habe mal von einer Thailänderin gehört, der wurde die deutsche Staatsangehörigkeit wieder entzogen, weil sie sich beim Einbürgerungsantrag beim Geburtsdatum vertan hatte. Ganz ohne böse Absicht und Hintergedanken - sie wusste es selber wohl nicht ganz genau - in Thailand wurde es noch vor einigen Jahrzehnten mit dem Meldewesen nicht so genau genommen. Da ist aber bei ihr ein Dokument aufgetaucht, in dem ein anderes Geburtsdatum angegeben war.
In dem Fall wurde ihr die Staatsbürgerschaft nicht entzogen, sondern der Einbürgerungsvorgang wurde unwirksam, weil sie falsche Angaben gemacht hatte, unwissentlich oder nicht. Sie war also nie deutsche Staatsbürgerin.
 
HeinrichSaal

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Schwebend schon, bis dieser Zustand verloren ging. Bei einem deutschen Pass bzw. bei einer deutschen Passinhaberin wird ja auch nur lediglich davon ausgegangen (= vermutet), dass der Inhaber bzw. die Inhaberin deutsche(r) Staatsbürger/deutsche Staatsbürgerin ist.
 
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