Zum Thema, wie auch schon an anderer Stelle gepostet:
Es sind meistens nur die Auslaender, die Thaksin staendig zum Thema machen. Ist so eine Art Phobie. Damals wie heute, wie morgen.
Primaer fuer viele Thais, mit denen ich so spreche, war/ist, dass die Regierung von Thai Rak Thai bzw. nun Phuea Thai gebildet wird. Der Name Thaksin selbst faellt sehr selten. Es geht meine Erfahrungen nicht um die Liebe zu Thaksin und dessen Rueckkehr um jeden Preis, sondern das die vormalige Regierung nach Ansicht vieler illegitim war, was ja durch das Wahlergebnis bestaetigt wurde.
Mancher Thai wird sicherlich die Meinung vertreten, dass Thaksin durch den Militarputsch Unrecht getan wurde, aber nicht, dass diese eine Person wesentlich fuer die Zukunft von Phuea Thai und Thailand ist. Naturerlich wurde Thaksins Popularitaet im Wahlkampf als Tool eingesetzt aber letztendlich geht es um doch nur um Thailand und seine Buerger.
Derzeit werden laut thailaendischer Presse dahingehend Erwaegungen gestellt, Thaksin ausschliesslich als Aussenhandelsdeligierten im Exil einzusetzen. Man ist sich sicherlich durchaus bewusst, dass eine kurzfristige Rueckkehr Thaksins nach Thailand und in die Regierungsgeschaefte nur kontraproduktiv sein kann. Darueber sind sich sicherlich alle Entscheidungstraeger in der Phuea Thai bewusst, wie auch Thaksin selbst. Trotz aller staendigen Unkenrufe haben wir es nicht mit kompletten Idioten zu tun, denn wie waere es ihnen sonst gelungen, erneut das Zepter in die Hand zu bekommen. Thailand ist schliesslich nicht die USA, wo auch schon mal Vollidioten bis in die hoechsten politischen Hierachien aufsteigen koennen.
Derzeit gilt es fuer die neuen Machtinhaber darum, mit auesserstem Fingerspitzengefuehl zu handeln. Es ist ein Seiltanz, bei dem es gilt, die Person Thaksin so wenig wie moeglich in's Spiel zu bringen. Sicherlich wird man in bei der einen oder anderen Frage im Hintergrund konsultieren und zwar in Bezug auf politische Fragen und nicht wie die Person Thaksin schnellstmoeglich wieder offiziell in die thailaendische Politik auf thailaendischem Boden integriert werden kann.
Ueber wichtige politische Fragen muss endlich wieder durch die Regierung vertreten durch das Parlament entschieden werden und nicht durch irgendwelchen Mob, egal welcher Couleur, auf der Strasse. Das ist laengst ueberfaellig. Wie immer auch nun bei schwierigen Themen, ob nun Kambodschakonflikt, Sueden, Strafverfolgungen etc. durch das THAILAENDISCHE PARLAMENT entschieden wird, es ist dessen Aufgabe Entscheidungen zu treffen. Wer der Meinung ist, dass in irgendeiner Weise gesetzwidrig gehandelt wird, der muss dieses zur Anzeige bringen, damit sich die JUDIKATIVE damit befassen kann.
Mit Mob sollte umgegangen werden, wie mit Mob umzugehen ist. Das Land wird durch eine Regierung regiert und nicht durch Strassenpoebel. Es muss oberste Aufgabe der Legislative, der Exekutive und der Judikative sein, den Landesfrieden zu schuetzen, da dies nur im Interesse der Majoritaet sein kann. Mit Bullies, egal welchen Namen sie auch tragen moegen, ist mit entsprechender Haerte umzugehen. Dieses wird der einzige Weg fuer Thailand sein, aus der seit Jahren angespannten politischen Lage herauszukommen.
Diejenigen, die sich nun aus selbstgerechten Gruenden wuenschen, dass die Phuea Thai auf die Schnauze faellt, nun die sollen zum Teufel gehen und mit nacktem Arsch direkt auf dem Hoellenfeuer plaziert werden, wo es am heissesten ist. Ach ja, tut Euch einen Gefallen. Kommt von Eurer krankhaften Thaksin-Phobie runter oder wenn Ihr es nicht alleine schafft, dann sucht professionelle Hilfe. Wird sicherlich von der Krankenversicherung getragen.
