Ein Gast ist im allgemeinem Sprachgebrauch eine Person, der sich temporär bei einem fremden Gastgeber aufhält. Urlauber, Studenten, Besucher, und Zeitvertragsarbeiter sind demnach Gäste.
Ist prinzipiell richtig. Jedoch ist es üblich, dass man bei einer Privatparty (was ein souveränes Land wie Thailand im Vergleich ja ist) seine Gäste selber einlädt. Ich wäre jedenfalls nicht erfreut, wenn plötzlich wildfremde Leute auftauchen, die sich vielleicht sogar noch schlecht benehmen und meine für die Party gekauften Fressalien und Getränke deshalb nicht reichen.
Wenn sie aber selber etwas mitbringen (in deinem Falle als Arbeitgeber tätig werden), sieht die Sache zumindest nicht mehr ganz so schlimm aus (Analogie Gastarbeiter, Unternehmer).
Thailand reagiert also nur so, wie ich als Privatperson auf meiner eigenen Party auch handeln würde. Vielleicht wird durch diesen etwas abstrusen Vergleich meine Denkweise etwas verständlicher.
Möglicherweise hast du dir die australische Immigrationspraxis noch nicht genauer angeschaut!?
Doch, habe ich. Australien kam für mich als Auswanderland nämlich vor einigen Jahren ebenfalls in Frage, weil ein Freund dort
ebenfalls hingezogen ist. Es wäre für mich mit meinem Status auch kein Problem. Aber ich sprach von der Allgemeinheit. Für mich ist es ja auch kein Problem, in Thailand zu wohnen.
Aber ein ungebildeter Arbeitsloser hat in Australien halt nicht mehr Möglichkeiten als in Thailand. Und gerade solche Thais bekommen auch kein Visum für Deutschland, weil sie keine Rückkehrbereitschaft ohne Geld bieten können. Ein Deutscher kann aber (abgesehen vom Flugpreis) in jhedem Fall ohne Visa für 1 Monat nach Thailand einreisen. Und mit Visarun auf Ewig bleiben.
Aber ich denke, wir reden etwas aneinander vorbei. Denn wie ich den nachfolgenden Texten entnehmen konnte geht es wohl eher um verheiratete Farang-Unternehmer.
Aber wenn man 8 Jahre in Thailand bleiben konnte... was ist dann das Problem. Dass man einmal im Jahr mal kurz über die Grenze zur thailändischen Botschaft muss und evtl. etwas Geld auf dem Kono nachweisen muss? Das ist doch praktisch eine Daueraufenthaltsgenehmigung.
Und ich frage mich: welche Gesetze diskriminieren Ausländer denn?
Vor allem, wenn man mit einer Thai verheiratet ist, kann man auch Haus und Land kaufen.
Dass man nicht arbeiten darf finde ich persönlich vernünftig und sehe das absolut nicht als Diskriminierung an. Wir kommen auch zurecht, ohne dass ich hier arbeite.
Ich kenne zudem kaum Ausländer, die die thailändische Staatsbürgerschaft haben möchten (damit gibt man ja auch etliche Reiseerleichterungen ab).
Was fehlt noch? Das Wahlrecht?
Ok, eine Sache gibt es vielleicht: dass man in einigen Freizeitparks als Farang etwas mehr Eintritt zahlen muss. Da gibt es aber einen kleinen Trick, der schon zweimal funktionierte. Meine Frau kaufte die Tickets, Verkäuferin sah mich an und gab Farang-Ticket raus. Frau sagte: "er ist aber Thai"
Verkäuferin lächelte, glaubte es natürlich nicht und sagte, ich solle doch mal etwas auf thai sagen.
Ich brachte meinen vorgeübten Satz heraus.
Sie lachte und selbst, wenn sie immer noch nicht daran glaubte, fand sie die Idee wohl so gut, dass ich dann doch das Thai-Ticket bekam.
So, wollte meine Stellungnahmen nur noch mal loswerden.
Im Prinzip ist es mir ja egal, ob sich hier jemand nicht wohl fühlt.
Ich tue es jedenfalls und habe bislang noch kein Hindernis wahrgenommen.
Und gerade das deutsche Rechtssystem hat mich endgültig aus Deutschland vergrault. Denn wenn man nicht genug Geld hat, kann man auch nicht bis zur letzten Instanz durchhalten, auch wenn man im Recht ist. Nicht, dass es hier besser ist, aber hier behauptet es ja auch keiner (im Gegensatz zum selbstbeweihräucherten Deutschland).