Menschenrechte in Burma, egal ?

Diskutiere Menschenrechte in Burma, egal ? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Jahrelang stellten sich europäische Konzerne auf den Standpunkt, solange die Militärregierung in Burma nicht die Menschenrechte achtet, werden...
DisainaM

DisainaM

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Jahrelang stellten sich europäische Konzerne auf den Standpunkt, solange die Militärregierung in Burma nicht die Menschenrechte achtet, werden keine Investitionen vorgenommen.
Als Burma schließlich in den ASEAN Verbund aufgenommen wurde, hagelte es natürlich Kritik von westlicher Seite.
Doch nun scheinen sich die Zeiten zu ändern.
Zuerst begannen amerikanische Konzerne ihre Aktivitäten in Burma zu aktivieren, und nun scheint sich langsam die Spirale in Gang zu setzen.
Frei nach dem Motto, Menschenrechte machen keine Börsenkurse, herrscht immer mehr die Angst vor, wer zu spät in Burma Marktanteile sichert, verliert den Wettlauf, und wird bei dem Konzentrationsmonopoly zum Übernahmekandidaten.

Daher sind nun bei der dänischen Carlsberg Gruppe
die Weichen auf Investitionen in Burma gestellt.

http://www.nationmultimedia.com/new/bu04.shtml
 
R

RenéM

Gast
@ DisainaM,

ein land wie burma ,mit wenigen touristen und einheimischer bevölkerung ohne kaufkraft, zu boykottieren, ist wohlfeil ( z.b. heinecken ).

bei china - auch nicht unbedingt ein vorreiter in sachen menschenrechte - ist man schon nicht mehr ganz so konsequent.
insofern hatte burma für einige konzerne wohl bestenfalls  eine feigenblatt - funktion.

nunmehr , die schamgrenze schwindet, will natürlich niemand der letzte sein.

es ist von global player´s wohl auch zuviel verlangt, ihren absatz von dieser thematik abhängig zu machen. leider.

gruß

RenéM
 
C

Chainat-Bruno

Gast
@ DisainaM
du als top kenner der thaiszene solltest doch wissen, das die ASEAN sich nicht gleich wie die eu verhällt.
die ASEAN mischt sich nicht in innerpolitische begebenheiten ein. das war auch der grund, warum burma aufgenommen wurde.
die ASEAN hat vorwiegend den handel zum ziel. Die ASEAN wird sich nicht in innerpolitische querellen einmischen.

DisainaM, berichtige mich bitte, sollte es sich geändert haben.

chainat-bruno
 
DisainaM

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Hallo Bruno,
klar, Du hast vollkommen recht, das war auch der Grund, warum sich ASEAN auch nicht um die Konsequenzen scherte.

Anders verhielt es sich auf westlicher Seite.
Während die offizielle Politik leise Kritik übte,
von der Presse etwas lauter, galt es unter den westlichen Konzernen, keine Geschäfte mit Diktatoren und Menschenrechtsverletzer zu machen.

Der Grund lag darin, daß der Imageverlust in den westlichen Verkaufsmärkten nicht riskieren wollte.

(die Presse gibt schnell eine negative Imagemeldung bekannt, wie z.B. Harribo zahlte keinen Pfennig für Zwangsarbeiter, und schon boykottierten viele Käufer die Produkte)

Darum hielten sich die Konzerne im Falle von Burma seit der letzten freien Wahl an einen
indirekten Boykott.
Nun aber, fängt der Umschwung an, und CARLSBERG BIER machte den Anfang.
 
C

Chainat-Bruno

Gast
wären wir konzernchefs, so würden wir wohl auch jeden erdenklichen neuen markt für uns gewinnen zu probieren. sind wir doch ehrlich, die kohle zählt und nicht die menschenrechte.

was der leise boykott von den westmächten angeht, so finde ich, auch die dürften sich nicht überall in die innere politik mischen. jede regierung auf der welt hat seine eigenen probleme, die sie versucht, unter den tisch zu kehren. werde keine beispiele bringen, da sonnst wieder einige leute sich im nationalstolz verletzt fühlen.
aber ist doch so, schau dir die kohlregierung an, der hatte doch auch gegen korruption in anderen ländern gewettert und was ist zur zeit bei ihm los???

chainat-bruno
 
DisainaM

DisainaM

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Hi Bruno,
Deine Meinung ist genau auf der Linie der halben Erdbevölkerung - Staaten haben kein Recht, sich in die inneren Angelegenheiten von anderen Staaten einzumischen.
Das war z.B. das Argument von China, als es in der Tibet-Frage kritisiert wurde, war aber auch das Argument, das die Europäer nichts in Jugoslavien zu suchen hatten, egal welcher Völkermord da gerade ablief.
Schwierig zu sagen, wer Recht hat, und wer irrt.

Klar kann man sagen, das der Weg in Ost-Timor glücklich gelaufen war, weil Indonesien wegen der Folgen der Asienkrise auf die IMF Kredite angewiesen war, und deshalb die Wahlen in Ost Timor überhaupt zulassen mußte.

Auf der anderen Seite ist die Art der amerikanischen Außenpolitik, die jetzt bestimmte Staaten als - "Schurkenstaaten" bezeichnet
auch ein schwieriger Fall.
Nur weil z.B. der ehemal. Präsident von Pannama
Noriega, gegen US Gesetze verstieß, marschierten die Amis in Pannama ein, knallten die Präsidentengarde ab, nahmen Noriega fest, um ihn anschließend vor einem US Gericht für den Rest seines Lebens in einen US Knast zu werfen.

Darum muß man sagen, die Ideen von einer Gerechtigkeit hören da auf, wo Machtpolitik anfängt, nur es liegt an jedem einzelnen von uns, ob wir dabei mitmachen.
 
DisainaM

DisainaM

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P.S. Manchmal sind diese Sprachfilter, die unschöne Worte rausfiltern wollen schon ein Graus !
Ein M-A-R-S-C-H  ist kein A...., und sollte
deshalb nicht zensiert werden.
 
C

Chainat-Bruno

Gast
I know, it is not both right.
Way inspection or pure speeches, both is wrong.
but where is the good one and where is the bad one??
chainat-bruno
 
Thema:

Menschenrechte in Burma, egal ?

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