Ich habe in meinem Leben 2 x die Entscheidung getroffen, meine jeweilige Ehe zu verlassen... die erste Ehe hielt 15 Jahre und wir hatten 3 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren.
Auch für mich war es ein langer Entscheidungsprozess, der sich über 2-3 Jahre hinzog. Zum einen waren es Wunschkinder und ich spürte die immense Verantwortung.
Die entscheidende Frage, die ich mir laufend stellte, war: darf ich meine Vorstellung zu leben, wie ich es möchte, über das Wohl der Kinder stellen, die einen imaginären Anspruch auf eine intakte Familie haben....
Meine Frau hatte sich nach 9 Jahren, mit der Geburt des dritten Kindes, so kolossal verändert, dass ich nicht mehr mit ihr klar kam.
Ich habe versucht, mit ihrer Veränderung zu leben... habe aber auch mit ihr darüber geredet, dass ich gehen werde, wenn sich nichts ändert. Auch eine Eheberatung hatten wir besucht...
Im Januar 1999 habe ich alleine 14 Tage Urlaub in Kanada gemacht um mir über meine Zukunft klar zu werden... aus diesem Urlaub habe ich sie angerufen und ihr mitgeteilt, dass ich nicht mehr nach Hause kommen werde....
Ich zog ins Hotel und nahm nichts mit, außer, was ich im Koffer hatte.... kurze Zeit später nahm ich mir eine kleine Wohnung in der Nähe der Kinder.... und 3 Monate später waren die Kinder - völlig unerwartet - bei mir....
und so lebten wir 7 Jahre zusammen...
Erst machte mir die Mutter der Kinder Probleme mit Jugendamt und Aufenthaltsbestimmungsrecht...usw.
Doch als ich ihr eine kräftige Abfindung von damals 250 TDM anbot, war Ruhe im Schacht...alles mit notarieller Beurkundung...auch mit den Bedingungen...und keinen weiteren wirtschaftlichen Verpflichtungen... und plötzlich war an allen Ecken und Enden Frieden... die Kinder konnten täglich entscheiden, bei wem sie sein wollten... und wir hatten einen freundschaftlichen Umgang... bei dem es auch den Kids nie gelang uns gegenseitig aus zu spielen.
Warum ich das alles schreibe:
um @ Papa Möglichkeiten auf zu zeigen, die er gehen kann...
denn wenn man in seiner Situation ist, dreht man sich permanent im Kreis....
Mich hat damals ein einziger Satz aus dem Teufelskreis befreit:
Lebe Dein Leben heute, gestern ist vorbei und morgen kommt vielleicht nie...
Jahre später bei der 2. Scheidung wartete ich keine Jahre mehr... da sah ich bereits nach 2 Jahren, dass es nicht meine Richtung war, in die es ging.... und ging bereits 6 Monate nachdem ersichtlich war, dass sich nichts ändern würde...
Das Leben ist viel zu kurz....
und die Belohnung für den Mut, zu gehen, erhielt ich mit 50 Jahren... plötzlich und völlig unerwartet begegnete mir mein Engel auf der Hochzeit eines meiner besten Freunde, der seit über 22 Jahren in Thailand lebt...
So lange man nicht handelt, ist der Leidensdruck nicht groß genug.
Es geht auch nicht um die Frage, ob die Beträge, die @ Papa an seine Schwiegereltern bezahlte, hoch oder niedrig waren...
Er befindet sich in einer für ihn belastenden Situation... und nur er selbst kann und muss den Weg finden, diese Situation zu verändern... Das kostet Geld aber man benötigt auch Mut... und bei vielen Männern ist der fehlende Mut der einzige Grund, weshalb sie lieber die unbefriedigende Lebenssituation weiter ertragen, statt zu gehen....