meine Geschichten

Diskutiere meine Geschichten im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; werde hier hie und da eine Geschichte hier einsetzen, die ich so oder wenigstens annähernd so in Thailand erlebt habe ja ja, kaum angemeldet im...
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Tingtong_Jack

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werde hier hie und da eine Geschichte hier einsetzen, die ich so oder wenigstens annähernd so in Thailand erlebt habe
ja ja, kaum angemeldet im Forum und schon den "grossen Literaten" gespielt :lol:
also los, den Finger flink über der Tastatur kreisen lassen und dann im Sturzflug runter und auf eine Taste gahauen :rofl:


Die Schlange
Ich gehe so vor mich hin, nichts böses im Sinn.
Plötzlich sehe ich vor mir eine Schlange. Würde mal sagen, dass sie eine Länge von vielleicht sieben Meter hatte.
Nun war guter Rat teuer. Wie verhält man sich in so einer Situation?
Erstmals blieb ich stehen und dachte, die verschwindet schon in allerkürzester Zeit.
Aber weit gefehlt. Beinahe bewegungslos verweilte sie am selben Ort.
Nach ein paar Minuten wollte ich mich umwenden und zurückgehen.
Aber was war das?
Hinter mir auch eine Schlange, aber nur etwa 4 Meter lang.
Links von mir befand sich eine Mauer.
Also nach rechts ausweichen.
Aber auch dort war eine Schlange zu sehen.
Meine Nerven begannen zu vibrieren, mein Puls beschleunigte sich etwas.
Was war nur los heute?
Die Sonne brannte auf meine spärlichen Haare und dies machte die Sache noch unangenehmer.
Nochmals überdenken, was die beste Lösung ist.
Früh am Morgen und schon Stress.
Da, die Schlange hat sich ein wenig von mir weg bewegt, doch diejenige hinter mir kam sofort bedrohlich näher.
Also zwei Schritte nach vorn und aufgepasst, damit ich nicht auflaufe.
Nach zehn Minuten des Verharrens hatte ich die Nase voll und bewegte mich vorsichtig zwischen den Schlangen zurück zur Strasse.
Gehe ich halt morgen nochmals hin, vielleicht sind dann weniger wartende Leute vor der Bank anzutreffen
Ich will doch nicht bis zum Nachmittag warten
 
raksiam

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Tolle Geschichte. Spannung pur :rofl: :rofl:
 
resci

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und mir liefs schon eiskalt den Buckel runter

resci
 
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Tingtong_Jack

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freut mich ungemein dass meine Geschichte Anklang gefunden hat :-)
da @ReneZ mir den Link zu seiner "Maus" gewiesen hat, war es selbstverständlich Pflicht, mich mal durchzulesen
hat mir gefallen :super:
ist auch eine kleine Story mit ungeahntem und überraschendem Ende
da will ich natürlich nicht "hinter dem Berg stehen" und euch eine weitere Geschichte nicht vorenthalten, die ihr aber bitte nicht euren kleinen Kindern erzählt :rolleyes:


Heisse Nacht
Kurz vor Mitternacht.
Es ist heiss.
Ich und meine Freundin liegen nackt (bitte nicht weitersagen) auf dem Bett.
Ich spüre ihren heissen Körper und beginne vor Hitze zu stöhnen.
Nun hält auch sie es nicht mehr aus.
Wir sprechen darüber und beide sind einverstanden.
Sie beugt sich über mich und streckt die Hand danach aus.
Da es dunkel ist schlägt ihr Versuch fehl und sie greift daneben.
Sie versucht es erneut, aber wieder nicht gefunden.
Ist ja auch nicht gerade gross das Ding.
Ihr Körper ist feucht und sie liegt nun quer über mir.
Ich halte es kaum noch aus.
Ich gebe ihr Anweisungen, damit sie in die richtige Richtung greift.
Ihre feuchte Hand berührt mich an der Seite und mir wird noch heisser.
Nur gefunden wurde nichts.
Ich mache die Bemerkung, dass ich das Ganze selber erledigen könne, aber sie ist partout dagegen.
So ist sie nun mal, meine Kleine.
Wieder spüre ich ihre Bewegungen.
Sie rutscht etwas weiter nach unten.
Verzweifelt greifen ihre Hände nach allem, was sie ertastet.
Nur ist das gesuchte leider immer noch nicht dabei.
Jetzt reicht es ihr.
Sie steht auf und macht Licht.
Da erblickt sie das gesuchte Ding.
Schnell die Hand danach ausgestreckt und ihre Finger umschliessen nun endlich die Fernbedienung für die Klimaanlage und sie stellt die Temperatur auf 25°C ein.
Jetzt sollte einem geruhsamen Schlaf nichts mehr im Weg stehen.
Ist doch toll, so eine Fernbedienung, nur sollte dieses Ding etwas grösser sein, damit man es auch im Dunkeln gut finden kann.
 
raksiam

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Wow bitte weiter so. Ich freue mich schon auf deine nächsten Geschichten. :riesigfreu: :riesigfreu: :riesigfreu:
 
ChangLek

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.....sehr feinsinnig muß ich schon sagen..... :bravo:
 
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Tingtong_Jack

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Tod des Angreifers

früher Abend, die Sonne machte sich bereit um sich ein wenig auszuruhen
wie üblich waren Türen und Fenster weit geöffnet, damit ein wenig kühle Luft meinen Adoniskörper umschmeicheln konnte
ich wollte mich gerade gemütlich vor den Fernseher setzen, als es geschah
der Angriff kam völlig überraschend
aus den Augenwinkeln konnte ich den Gegner in allerletzter Sekunde gerade noch erkennen und mich mit einer schnellen Drehung aus dem Gefahrenbereich entfernen
mit einem blitzartig geführten Schlag (Bruce Lee lässt grüssen) versuchte ich den Gegner zu treffen
dieser jedoch war extrem flink und mein Schlag ging ins Leere
schon war er aus meinem Gesichtsfeld verschwunden
ich drehte mich um die eigene Achse, um Paroli zu bieten, aber vergebens
wieder konnte ich nur kurz erkennen, wie er hinter mich auswich
er war klein aber ungemein schnell
trotz angestrengtem Ausschau halten, war er verschwunden
aber ich war gewarnt
nun wendete ich mich wieder zu der Flimmerkiste und konsumierte die thailändische Komik in all ihrer Natürlichkeit
immer wieder machten meine Augen einen Rundgang durch das Zimmer
nach einiger Zeit jedoch wurde ich fahrlässig und beachtete mehr den Film als die Umgebung
die Strafe meiner Nachlässigkeit wurde mir sofort entgegengebracht
diesmal kam der Gegner von hinten
da meine Augen sich auf die Filmszenen konzentrierte, war dieser Angriff teilweise erfolgreich
es traf mich am rechten Schulterblatt, aber nicht mit voller Brutalität
mit einem Satz sprang ich vom Stuhl und schlug zu
wieder erfolglos
trotz angestrengtem Umherschauen war er verschwunden
als hätte er sich in Luft aufgelöst
nun galt es, eine Strategie zu erstellen
als erstes Fenster schliessen
Ventilatoren auf Hochbetrieb, da der Schweiss in kleinen Bächen den Körper verliess
wollte ja nicht unbedingt einen nassen Boden, da ein Ausrutscher im entscheidenden Moment ein Fiasko bedeuten konnte
zur Sicherheit legte ich ein geeignetes Schlagwerkzeug griffbereit neben mich auf die Lehne
ich setzte mich so hin, dass mein Rücken keine Angriffsfläche darstellte
noch etwas den Raum abdunkeln, so dass ich gerade die Umgebung gut genug erkennen konnte, ohne geblendet zu werden
es verging eine Zeit des Wartens
und dann sah ich den Gegner auf mich zukommen
aber wie gesagt, diesmal war ich gewappnet
ich verhielt mich wie in Starre gefallen
dann kam der Angriff auf meinen linken Arm
kurz bevor er mich verletzen konnte, schlug ich unbarmherzig zu und tötete ihn mit einem einzigen, brutal geführten Schlag
jetzt konnte ich mich endlich wieder dem Film zuwenden

diese Mücke wird niemals mehr mein Blut anzapfen
 
songthaeo

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Chiang Dao
bitte eine zu fliegenden Termiten/Ameisen.Es gibt viel mehr als Muecken :computer:
 
Stalker

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:super: :super: :super:

Das ist veröffentlichungsreif ...

Stalker
 
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Tingtong_Jack

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Buriram
ich sollte vieleicht noch erwähnen dass meine Geschichten bereits in einem anderen Forum zu lesen sind
aber etwas Schmunzeln kann niergendwo Schaden anrichten und darum habe ich mit gedacht, dass es nicht falsch sei, diese auch hier zu posten :computer:
leider braucht es bei mir immer lange Zeit bis ich wiedermal was aufschnappe oder erlebe aus dem ich dann eine neue Geschichte "spinnen" kann :lol:

mal eine Geschichte die wirklich so erlebt wurde


Somtam
Su (meine Freundin) und ich begaben uns zum Markt.
Da sich bei ihr der Hunger meldete, bestellen wir Essen.
Patsiju oder so ähnlich wird meine Speise benannt, breite Nudeln mit Gemüse und Fleisch.
Schmeckt gut.
Sie bestellt sich Somtam, dass ich zu der Zeit noch nicht kannte.
Das Somtam wird serviert.
Oh mein Gott, was für ein Geruch.
Ich bin froh, noch nicht viel einverleibt zu haben da mein Mageninhalt am liebsten den Rückweg antreten will.
Nun schliesse ich den Riechkolben mit meinen Fingern.
Das aber ist doch wirklich unanständig, so was sollte ich doch nicht machen.
Su macht mich darauf aufmerksam, dass es beleidigend wirken könnte.
Also Finger weg von meinem geplagten Lufteinlass.
Die Köchin reagiert mit einem Lächeln.

Zu Hause suche ich im Internet nach geeigneter Literatur“.
Nun wird mir einiges klar, Somtam beinhaltet fermentierte Fischsosse.
Fisch riechen ist für mich schon eine Plage.
Beinahe täglich nun Somtam.
Will mal nicht so sein, umklammere mein Riechorgan mit zwei Fingern und probiere ein wenig.
Brrrrrrrr, Bääääääääh, Schauder.
Wieder benehme ich mich nicht gerade so, wie es der Anstand gebietet.
Nun spricht die Herstellerin dieses stinkenden (Entschuldigung) Etwas ein paar Worte zu Su.
Sie ist verständlicherweise leicht verärgert.
Ok OK, will mich bessern und setze mich so hin dass der Geruch mich nicht erreichen kann.
Wie es hier nun mal so ist, sind innert kürzester Zeit die meisten Leute im Dorf über mein Verhalten informiert.
Gelächter ist zu hören.
Die Köchin wedelt mir noch die nach Somtam riechende Luft zu.
Soll ich jetzt die beleidigte Leberwurst spielen?
Nein, jetzt wird auf Rache gesinnt.
Da mir mein Sohn noch diverses aus der Schweiz schicken will, bestelle ich auch etwas "räsen" Appenzellerkäse.
Das ist das am stärksten riechende Milchprodukt der Schweiz.

Erklärung:
Für alle, die nicht wissen wie sich das Käsearoma auf die Geschmacksnerven auswirkt, eine kurze Anleitung zur Herstellung dieses Wohlgeruchs.
Dazu sind absolut keine Vorkenntnisse als Käser nötig
Als erstes zieht ihr euch feuchte Socken über die am weitesten vom Kopf entfernten Körperteile.
Danach schlüpft ihr in ältere, aber wasserdichte Gummistiefel.
Nun das wichtigste... während ca. einem Monat dürft ihr dieselben nicht von den Füssen entfernen.
Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit ist es endlich soweit.
Entfernt die Gummistiefel von euren Füssen (ev. mit Hammer und Meisel)
Nun haltet euch die übriggebliebenen Reste der Socken unter eure Nase.
Nach dem Aufwachen aus der Ohnmacht brauchen die deformierten Nasenschleimhäute vermutlich einige Zeit, um sich zu erholen :fertig:
Anmerkung: sollten irreparable Schäden auftreten wird kein Schadenersatz geleistet.
Auch werden weder Stiefel noch Socken ersetzt
Erklärung Ende

Endlich bringt der Postbote das erwartete Paket.
Den Käse kann man schwach durch die Verpackung riechen.
Wunderte mich ehrlich, dass die Post das Paket nicht vernichtet hat.
Doppelt eingeschweisst und trotzdem ist dieser Wohlgeruch deutlich wahrnehmbar.
Mhhmmmm...
Su bittet mich, dieses Schweizer Produkt doch draussen meinem Körper zuzuführen.
Kein Problem für mich.
Ich bewahre den Käse incl. der Käserinde in einem Kunststoffgefäss auf.
Nun, irgendwann bleibt leider nur noch die Rinde übrig.
Jetzt ist die Zeit meiner Rache in Reichweite gerückt.
Gefäss einige Zeit der Sonne ausgesetzt, damit sich das Aroma voll entfalten kann.
Dann zum Markt, Somtam-Shop.
Die Neugierde hat die Inhaberin gepackt und sie fragt mich, was sich in der Box befindet.
Ich öffne diese und halte sie ihr unter die Nase.
Die kulinarischen Aromen werden eingeatmet.
Ein Schrei lässt die Luft erzittern.
Mit einer Geschwindigkeit, die ich ihrem Körper nie zugetraut hätte, flieht sie nach hinten.
Sie fuchteln mit den Armen in der Luft und die Leute schauen erstaunt zu ihr.
Nun ist die Zeit für mich gekommen, um ein Gelächter anzustimmen.
Nach einigen Minuten traut sie sich wieder etwas in die Nähe.
Mit ungewohnt lauten Worten macht sie ihrem Unmut Luft.
Nun muss Su die Dolmetscherin spielen.
Ich frage die Somtam-Zubereiterin, ob ihr dieser Duft zusagt.
Su übersetzt mir die vielen entgegengeworfenen Worte mit einen einfachen "nein".
Gut für mich (in diesem Moment), dass ich der thailändischen Sprache nicht mächtig bin.
Ich mache ihr nun klar, das Somtam für mich in etwa so riecht, wie sie den Geruch des Käses einstuft.
Jetzt bekomme ich ein Lächeln zugeschickt, das ich selbstverständlich erwidere.
Mehr als eine Stunde lang wird noch geredet und gelacht.
Und immer wieder riechen die Leute an der Käsebox, jedoch öffnen durfte ich sie nicht mehr.
 
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Tingtong_Jack

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Die Entscheidung

Es war drückend heiss, als ich beinahe bewegungslos vor dem Haus sass und mich ein wenig umschaute.
Mein nichts speziell suchender umherirrender Blick erfasste sie.
Sie stand einfach so da, schlank, allein.
Ihre Erscheinung zog meine Blicke immer wieder zu ihr hin. Meine Kehle fühlte sich plötzlich trocken an, meine Augen wurden unstet, meine Wangen waren vermutlich etwas gerötet.
Meine Gedanken drehten sich nur noch um sie.
War es Voraussehung, dass sie allein vor mir stand, brauchte sie Gesellschaft?
Je mehr ich sie anstarrte desto unsicherer wurde ich, was ich als nächstes unternehmen sollte.
Ich konnte schon nicht mehr klar denken.
Zweifel stieg in mir auf, ob ich das richtige machen werde.
Es gab für mich nicht allzu viele Möglichkeiten, was in so einem Fall zu tun sei.
Sollte ich nun meinem Instinkt nachgeben oder meine um sie kreisenden Gedanken einfach ignorieren?
Den einfachen Weg gehen oder erst mal abwägen, was besser ist?
Eine Entscheidung musste getroffen werden, nur dasitzen und anstarren schien nicht der Zweck des Lebens zu sein.
Meine Finger machten unbewusste Bewegungen.
Ich berührte ihren Hals, er fühlte sich kühl an.
Dann legte ich meine Hand an ihren Bauch, er war feucht.
Ich hielt sie fest.
Eine gewisse Erregung machte sich in mir bemerkbar.
Ein leichter Schleier wie der Nebel an einem frühen Oktobermorgen lag über meinem Denken.
Meine Lippen berührten sie aber ich konnte nichts aus ihr herauslocken.
Endlich hatte ich einen Entschluss gefasst, die Entscheidung war gefallen.

Ich stand auf und holte nochmals eine volle kühle Flasche Bier aus dem Kühlschrank.
Jetzt stand die andere Flasche nicht mehr allein auf dem Tisch, und ein bisschen mehr betrunken sein wird wohl nicht allzu viel Schaden anrichten.
 
songthaeo

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Ich bedanke mich mal mit 'ner Gegengeschichte :bravo:





 
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Tingtong_Jack

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Angriff der Bestien

Endlich verlassen die Arbeiter den Bau und es ist auch für mich an der Zeit, den Weg nach Hause (im Isaan) anzutreten.
Etwas ironisch gemeint, da ich die kurze Strecke mit dem Auto zurücklege.
Das Auto parkiere ich auf einem kleinen Nebenweg, der nach ca. 30 Meter endet.
Auto verlassen und Türe abschliessen.
Während ich mich umdrehe, springt mich unerwartet eine etwas gedrungene Hündin an und schnappt nach mir. Ihre Krallen hinterlassen Spuren auf meiner Haut.
Schon sehe ich eine andere Hündin, die auf mich zurennt und mit voller Geschwindigkeit an mir hochspringt. Ich halte meine Arme abwehren gegen sie, damit sie mein Gesicht nicht erreicht. Kurz zugeschnappt aber ohne Folgen für meinen Arm.
Da kommt auch noch ein magerer Rüde mit leicht tänzelnden Schritten und springt über die ältere Hündin an mir hoch. Das Maul geöffnet, so dass die Reisszähne im Licht aufleuchten.
Ich drehe mich zur Seite, um die Hunde abzuschütteln.
Leichter gesagt als getan.
Schon schnappt die ältere Hündin nach meinem T-Shirt und die Jüngere will sich mein rechtes Bein vornehmen.
Der Rüde steht auf seinen Hinterbeinen und versucht, sein Maul in die Nähe meiner Nase zu bringen.
Da naht unerwartet Hilfe von der jungen Hündin.
Sie schnappt nach dem Rüden und beide beginnen sich anzubellen und dann springen sie aufeinander los.
Ich nutze die Gelegenheit und begebe mich über die Strasse zum Haus.
Die ältere Hündin folgt mir unmittelbar.
Da passiert mir ein Missgeschick.
Ich stolpere und falle zu Boden.
Sofort sind die Hunde über mir und es geht so richtig los.
Gebell und Gejaule ist zu vernehmen
Meine Freundin und ihre Mutter schauen, was los ist.
Mit Tränen in den Augen liege ich am Boden und versuche mich zu wehren.
Die ältere Hündin jault wie ein kleines Welpen, die Jüngere leckt mir das Gesicht, während der Rüde nach meiner Hand schnappt.
Da lachen die beiden Zuschauer.
Ich kann kaum aufstehen, so muss ich lachen.
Meine Tränen sind vom Lachen.
Es ist doch immer wieder schön, wie ich von unseren Hunden begrüsst werde, wie sie ihre Freude ausdrücken, dass ich wieder zu Hause bin.
 
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Willkommen

Früher, als ich noch in der Schweiz lebte, war sie willkommen und wir haben zusammen oft schöne Stunden verbracht.
Stunden, die ich zum Teil nicht vergessen will.
Sonnenschein, Regen, Hagel, Schnee, Sturm oder sonstige Unbill hat sie nie davon abgehalten, geduldig zu warten bis ihr Einlass gewährt wurde, und ich war nicht der einzige den sie besuchte.
Ihre Anwesenheit war aber nie von langer Dauer.
Nun lebe ich in Thailand und bin nicht sehr überrascht das sie seit einigen Tagen auch hier vor der Tür steht.
Trotz ihrer Nähe wirkt sie nicht störend und wird oft gar nicht bewusst wahrgenommen.
Oder man versucht es ein wenig zu verdrängen, was aber nicht so einfach ist.
Nicht überall ist sie willkommen, bei anderen wiederum ruft sie Ungeduld hervor.
Es wird viel über sie gesprochen, meistens positiv, jedoch sind in letzter Zeit auch vermehrt negative Äusserungen zu vernehmen.
Früher war sie irgendwie mehr beliebt und ihre Anwesenheit bedeutete, wenigstens für mich meistens eine gute Zeit.
An und für sich mag ich sie auch heute noch, betrachte ich sie aber aus anderen Augen, da die vielen vergangenen Jahre mich doch etwas ruhiger gestellt haben.
Mit dem fortschreitenden Alter ist es auch nicht mehr so wichtig.
Es gab Zeiten da liess ich mich von ihr stark beeinflussen, was mich doch hie und da etwas nervös gemacht hatte.
Sie kostete mich auch immer mehr und das war etwas das mir nicht so gefallen hat.
Nun, dieses mal wird sie mich nicht viel kosten, da ich ihr den Einlass zwar gewähre aber sonst ihretwegen nicht viel unternehme.
Es werden ruhige Tage sein, ohne Stress, ohne rastlosem hin und herwandern zwischen den verschiedenen Einkaufsläden.
Einfach nur ein wenig Gefühl aufkommen lassen, Gefühl von Liebe und Geborgensein, von Frieden und Zusammengehörigkeit.

Und weil Weihnachten bei den meisten von euch auch wieder vor der Tür steht wünsche ich allen noch schöne und besinnliche Festtage.
 
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