…. Unsere Begeisterung fand kein Ende. Ich weihte Micha in mein Vorhaben ein, mit Na den kompletten Rest des Urlaubs zu verbingen. "Bist Du verrückt dich so früh festzulegen und den Liebeskasper zu spielen." "Papalapap, sie gefällt mir, ich mach das einfach, etwas besseres kommt mir bestimmt nicht unter." "Wie Du willst, mir passiert so etwas auf keinen Fall." Diese Worte halte ich ihm heute noch vor. Warum?!?! ….
So langsam begann die Dämmerung. Es musste stark auf die 18 Uhr zugehen. Ich hatte nie einen Plan, welche Stunde geschlagen hatte. Außer das es um 18 Uhr düster wird. So muss Urlaub sein. Keinen Gedanken an die Heimat verschwenden und einfach in den Tag hinein leben. Wir kehrten zum Bungalow zurück. Na hatte sich geduscht und ein wenig abgekühlt. Ich tat dies ebenfalls und warf mich ins abendliche Outfit. Nun ging es los nach Chaweng. Erster Zwischenstopp im Dejavu. Happy Hour bis 21 Uhr, lecker Long-Island-Ice-Tea. Die Zeit reichte für zwei bis drei solcher Galonen. Bei vier kommt man schon ins Wanken, deshalb nur drei. Kaum zu glauben 150 Baht pro Kelch. Gar nicht dran zu denken was dieser in der Heimat kostet. Ich unterhielt mich ein wenig mit Na. Sie schilderte mir ihre Erfahrungen über Europa. Frankfurt kenne sie ganz gut. War zuletzt vor drei Monaten dort. Zu Besuch bei einem Bruder. Ihre Schwester lebe in Berlin. Hat einen Italiener geheiratet, der ein Restaurant betreibt. Das sind ja viele Familienmitglieder in meiner Heimat. Dachte mir nichts. Zufälle gibt’s. Ihr gefiel Deutschland ganz gut. Bestens, somit hat sie ein Bild davon, das wir nicht im Schlaraffenland wohnen. So wie die Touris hier ihr Geld raus hauen, kann schnell ein falsches Bild entstehen. Sie konnte sogar ein paar Wörter auf deutsch. Mir gefiel es und in der Sympathieleiste stieg ihr Stellenwert.
Micha drängte weiter zu gehen, schließlich hatte er noch keine Begleitung. Also gut, es ging auf zum Havanna-Club. Diese Prozedur in den Abend zu starten wiederholte sich fast jeden Tag (Dejavu/Havanna). Der Alkoholspiegel stieg. Ich legte nahe das bei gleichem Konsum in den darauf folgenden Tagen, ich noch zum Alkoholiker mutieren würde. Einige Singa und Sambuca rutschten über die Theke. Na hatte das, ich nenne es Bedürfnis, mich ständig zu säckeln. Wenn sie das kann, kann ich es auch. Gesagt getan, bei jedem säckel, tutete ich ihr an die Bubs. So lief es dann ständig ab. Säckel, tut, ein lautes uuuiii und anschließend klatsch (das war die Backpfeife). Man kann sich auch anstellen. Austeilen aber nicht einstecken können. Die Barbesitzerin hatte in der Zwischenzeit ein Auge auf Micha geworfen und bezirpte ihn. Ich fand es lustig, denn ihr Freund saß drei Plätze weiter. Na schwang sich an die Stange und tanzte für mich. Einfach wahnsinn, sie beherrscht ihr Handwerk.
Der Weg führte uns weiter die Partystraße entlang. Mal hier rein, mal da rein. Micha spekulierte Mä wieder an gleicher Stelle vom Vortag zu treffen. Sie hatten am Nachmittag nichts festes ausgemacht. Und sie da, so traf es auch ein. Anscheinend haben die meisten hier ihre Stammplätze. Micha’s und meine Wege trennten sich für den Abend. So gegen zwei Uhr wollte Na wieder zum Bungalow. Meine Müdigkeit war zwar noch nicht fortgeschritten doch für heute sollte es reichen. Kurz was von Burger King mitgenommen ging es dann heimwerts. Na hatte jeden Abend das Bedürfnis fast food zu essen. Ich weigerte mich, denn davon haben wir in der Heimat genug. Bevorzuge lieber die kleinen Suppen- und Barbecuestände. In Chang Mon angekommen stand Micha‘s Motorbike schon da. Er befand sich gerade beim Schäferstündchen. Dies war bei unserem Bungalow manchmal heikel, denn wir hatten ein gemeinsames Etablissement mit zwei Schlafgemachen. Es kam vor das Micha beim "bum bum" herein schneite und meinen weißen Popo in Aktion sah. Peinlich, peinlich. "Sandwich" "Ach ne, danke diesmal nicht". Nein, sowas käme natürlich nicht in Frage.
Bei Cola und Bürger unterhielt ich mich ein wenig mit Na. Sie schien keine guten Erfahrung in der Vergangenheit gemacht zu haben. Ihr Urteil über Deutsche "They speak lie". Das hörte sich hart an, kann doch nichts dafür, was meine Vorgänger so angestellt hatten. Sie berichtete mir von Pattaya. Sie arbeite dort in einer Disco und käme urpsrunglich aus Chaiyapum. Pattaya wäre voll von Sexbomben. Da bin ich mal gespannt. Schließlich wollten Micha und ich für drei Tage dort die Gegend unsicher machen. Ich erinnerte mich noch an die Worte des Kollegen aus Dortmund. "Das ist zu viel für Euch Jungs". Das wollen wir doch erstmal sehen. Na hatte inzwischen alle Burger King Utensilien vertilgt. Nun hieß es die Kalorien wieder abzutrainieren. So gegen vier fragte sie mich ob sie zurück zur Bar könne. Dies wäre ihr letzter Tag dort gewesen und sie müsse noch einiges klären und packen. Kein Problem wir fuhren los.
Das Nachtleben war schon lange beendet, ausser der Solobar natürlich. Die Rolladen des Havanna-Club standen noch offen. Eine kleine Privatparty schien gerade ihr Ende zu finden. Na wollte nochmal bestätigt wissen das sie ab der nächsten Nacht bei mir schlafen könne. Klar, sehr gerne ich hole Dich morgen Mittag ab. Sie verschwand im Haus. Völlig unvorbereitet sprang die Barbesitzerin hinter mir auf Moped. "Was soll das denn" "Leo, leo", kam nur von Ihr. Panisch fuhr ich lieber los, nicht das Na mich noch mit einer anderen sieht. Die Barbesitzerin, ihr Name ist Coi, hatte ganz schön ein in der Krone. Ich mußte mich stark konzentrieren um das Gleichgewicht halten. Sie schwärmte von Micha und fragte, ob er schon schläfe. "Klar ,kannst ihn aber ja wecken". Ich mußte schmunzeln da Mä bei ihm war. Das gibt ein Spektakel. Man bin ich ein Arsch.
Angekommen und auf dem Weg die Treppe rauf rief ich ihn sofort. Micha komm schnell raus. Ich hab da eine Überraschung. Die Tür zu seinem Gemach öffnete sich. Nur mit einer Short und kleinen Äuglein stand er vor uns. Coi vergeudete keine Zeit und knutschte ihn ab. Er wußte gar nicht wie ihm Geschah. In Panik geraten schloß er die Tür, so daß Mä nichts mitbekam. "Bist du bescheuert, was soll das denn?" "Nachschub". Die Situation erheiterte mein Gemüt. Das hätte er sich nicht erträumen lassen. "Das kann ich doch nicht machen, Mä bringt mich um." "Da hast Du recht." Coi, gestand ihm ihre Zuneigung." "Alles schön und gut, aber tomorrow". Gott sei Dank bemerkte sie nicht ,aufgrund ihres Alkoholspiegels, das im Schlafzimmer schon jemand lag." Oh, oh das hätte gekracht. Ich entschloss mich die Situation zu entschärfen und den leicht verstörten Kollegen zu befreien. Kurz mit Coi geredet. Sie war einverstanden das "Meeting" auf morgen zu verschieben. Ich fuhr sie nach Hause.
Fortsetzung folgt ......
... Michas besuch im Krankenhaus ....
... Speisen wie im alten Rom ...
... E-Mail-Postfach das sich gewaschen hatte