Zum anderen gehört es zur Landessitte sich bei VIPs, Vorgesetzten und Höherstehenden einzuschleimen um sich damit Vorteile zu verschaffen. Beim Ansehen spielen dabei reine Äußerlichkeiten eine Rolle. Jemand der in einem Anzug gekleidet mit einem Mercedes vorfährt erhält eine ganz andere Behandlung und Beachtung als jemand der in Jeans und T-Shirt vorbeikommt. Das ist ein kleines gesellschaftliches Experiment das jeder Expat einmal ausführen sollte.
Während das "Ansehen" früher vor allem durch Verdienste und Stellung bestimmt wurde, geht es heute fast nur noch um Geld und materielle Dinge. Generell werden in Thailand Brieftaschen und Luxusmarken angebetet. Jeder der sich Ansehen verschaffen möchte kann das käuflich erwerben, bzw. mit etwas Geschick vortäuschen. Aber Vorsicht mit letzterer Variante, denn darin sind die Thais selbst Weltmeister.
Das ist in dieser verallgemeinenden Form schlicht falsch.
Es mag sein, dass die juengere Generation sich ueber Luxusartikel definiert, schlichte, aeltere Gemueter ebenfalls.
In der Mitte der Gesellschaft, also weder Khun Somchai noch Sutep, gibt es ein feines Gespuer, wer Nong und wer Pee ist.
Das ist meist nach wenigen Minuten geregelt.
Das erschliesst sich den Zugereisten nur meist nicht, weil sie sich grenzenlos ueberlegen waehnen und die Bereitschaft in eine fremde Kultur einzutauchen gen 0 tendiert.
Hrm folgt in Thailand, gerade am unteren Ende der Gesellschaft, einer eigenen Gesetzmaessigkeit. Jemand der das professionell betreibt erreicht bestenfalls eine Erfolgsquote von 50%, und das ist schon gut.
Expats, autodidaktische Itler etc. werden sich da mit 10% begnuegen muessen.
Ach ja, das noch: Nachtreten ist unsportlich. Wenn ihr nicht so verbohrt waeret, wuerdet ihr Richard eine Premiummitgliedschaft ausserhalb der AGBs anbieten. Mehr Kompetenz in Sachen Thailaendischer Gesellschaft ist in der Forenscene kaum zu finden.