Manchmal kommen sie wieder!!!

Diskutiere Manchmal kommen sie wieder!!! im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Hallo UAL, nein das war es nicht habe gerade nochmal Rücksprache mit Mia gehalten. Es hieß wohl LeLimit. Sie sagte aber im gleiche, Atemzug...
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Der-Hilfesuchende

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UAL" said:
@ Label, :-)

handelte es sich bei dem Hotel zufälligerweise um das "Cheewing Palace"? :???:
Hallo UAL,

nein das war es nicht habe gerade nochmal Rücksprache mit Mia gehalten. Es hieß wohl LeLimit.

Sie sagte aber im gleiche, Atemzug, dass wir im Januar nicht dort wohnen werden, sondern in dem von Dir genannten.

Hast Du da Infos für mich ? Wäre :super:

Grüße

Micha
 
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Ein großer Tag stand bevor. Eher für Micha, denn zwei Ereignisse standen an. Zum einen traf er zum ersten mal seine „vielleicht“ Schwiegereltern (er fand es nicht witzig, das ich mich darüber amüsierte) und zum anderen stand sein Geburtstag an. Wir nahmen uns vor nachts, also kurz vor zwölf, in der hauseigenen Disco im Hotel hineinzufeiern. Jaeb hatte uns einen Fahrer organisiert. Jemand aus ihrem Dorf hätte sich bereit erklärt uns aus Chaiyaphum abzuholen und wieder Retour zu bringen. Abfahrt also 13 Uhr. Zuvor ging ich mit Noi eine Kleinigkeit im Hotelrestaurant speisen. Die Karte beinhaltete ein großes Arsenal an Köstlichkeiten. Für jeden Gaumen was dabei. Vor allem sehr preiswert. Ich probierte die Green-Curry-Soup, die sich als köstlich heraus kristallisierte. Am Tisch nebenan schien ein älterer Farang geschäftlich tätig zu sein. Seine Thaifrau dolmetschte für in. Noi berichtete mir, das im Laufe der Zeit mehrer Farangs hier geschäftlich tätig werden. Vor allem in Khon Kaen ihrer Heimatstadt. Chaiyaphum sei im Vergleich eine Kleinstadt. Nun, das werde ich ja sehen, dachte ich mir. Gegen 1 Uhr trudelte auch unsere Mitfahrgelegenheit ein. Jaebs Söhne sowie ihre Schwester und eine weitere Freundin nahmen uns in Empfang. Ein Pick-up sollte uns nach Pong Nok bringen. Jaebs Schwester legte uns Nahe in der Fahrerkabine Platz zu nehmen, da es auf der Ladefläche heiß werden könnte. Farangs wären so etwas schließlich nicht gewöhnt. Wir verzichteten darauf und setzten uns nach hinten. Auf der Ladefläche dienten zwei Bänke als Sitzfläche. Gegen die pralle Sonne schütze ein Dach. Mit dem Fahrtwind ließ es sich gut aushalten. Bevor es aber nach Pong Nok ging hielten wir an einer nahe liegenden Schule für Gehörlose. Der Sohn von Jaebs Freundin ging hier in so eine Art Internat. Die Einrichtung sah sehr interessant aus. Spielmöglichkeiten für die Kiddis gab es zu genüge. Als wir stoppten strömte eine Horde Schüler uns entgegen. Wir waren anscheinend die ersten Farangs, die sie erblickten. Jeder wollte uns mal die Hand schütteln.







Nachdem der Sohneman eingesammelt wurde ging es dann erstmal zum nächstliegenden Supermarkt. Da der Ernährer also Micha zu Besuch kam, sollte fürstlich gespeist und getrunken werden. Jaeb und Konsorten kauften Fleisch, Gemüse und kühle Getränke ein. Und wer musste das ganze bezahlen. Na klar der Micha. Was ja nur einen kleinen Betrag beanspruchte.









Alle Besorgungen erledigt ging es dann nach Pong Nok. Der Fahrtweg erstreckte sich an die zwei Stunden. Tja mit der Uhrzeit hatte es Jaeb nicht so. Die Umgebung versetzte mich ein wenig in diese Kriegfilme aus Vietnam. Eines stand fest, wenn mich hier jemand zurück lassen würde, ich wäre heute noch nicht zu Hause. Ich wartete nur darauf das Rambo aus einem dieser Tümpel mit seinem Gewehr sprang. Die Fahrt erwies sich als ziemlich holprig. Kein Wunder, wir kurvten über unbetonierte Wege. Eine Baustelle versperrte uns kurzweilig den Weg. Was dort gebaut wurde, konnte ich nicht erkennen. Zumindest keine Asphaltierung der Straße.





























Nach zwei Stunden durchschüttelter Reise trafen wir in Pong Nok ein. Der Anblick dieses Dorfes ließ uns ein wenig erstarren. Gut wir hatten damit gerechnet, aber das es so ärmlich aussah nun nicht. Eine Bretterbude nach der anderen zierte die Straße. Ich kam mir vor wie im wilden Westen, fehlte nur noch der Saloon. Ein Bild von Jaebs Haus habe ich leider nicht zur Freigabe für die Öffentlichkeit. Kurz beschrieben sah es wie die üblichen Bauten aus. Ein zwei Etagen Haus aus Brettern, zur Hälfte stützend auf Stelzen, so daß das Wohnzimmer unten offen Stand. Micha hatte monatlich etwas Geld für Jaeb überwiesen. Jetzt wusste er auch wozu es diente. Es Fernseher plus DVD-Player inklusive Mikrofon zum Karaoke singen befand sich im Wohnzimmer. Micha galt im Dorf als Farang Nr. 1. Wen wunderts, wahrscheinlich ernährte er das ganze Dorf. Nein, so schlimm ist es nicht, aber ich machte mir Späßchen daraus. Viele Freundinnen von Jaeb erkannte ich wieder. Es schien als käme halb Samui aus Pong Nok. Einige der Mädels trafen wir während unseres Urlaubs im Mai. Jaebs Schwester hatte auch einen deutschen Freund, der zur Zeit auch in Deutschland verweile. Die Familienmitglieder begrüßten uns. Ich durfte bloß nicht die Hand darreichen wie in der Heimat. Immer schön die Hände falten und brav Sawaatdi Khap entgegenbringen. Noi teilte mir mit, das dies ein Zeichen der guten Gäste sei. Sie zwickte mich immer im richtigen Zeitpunkt. Bei den vielen Personen, die uns umkreisten konnte ich nicht mehr einordnen wen ich schon begrüßt hatte. Nach und nach kamen die Familienmitglieder zu uns und banden uns ein Stück Kordel um den Arm. Es bringe Glück teilte Noi mir mit. Nun ja, nach einer halben Stunde ähnelte ich Wolfgang Petry.

Die Armut der Leute beängstigte mich und zugleich erweckte es Bewunderung. Es ließ mich vor Augen halten wie gut es mir eigentlich ging. Hier kämpfen die Menschen täglich ums Überleben und trotzdem scheinen sie gewissermaßen zufrieden zu sein. Kaum zu glauben mit wie wenig man auskommen kann. Und ich jammer manchmal wegen Lapalien. Micha und ich guckten uns nur fassungslos an. Die ganze Situation ging uns an die Nieren. Im laufe des Nachmittags/Abends bereiteten die Frauen das Essen vor. Immer mehr Dorfbewohner strömten zu uns und labten sich am Bier. Wir kamen uns wie Ausserirdische vor. Alles saß um uns herum und diskutierte. Informationen wurden ausgetauscht. Ich verstand immer nur Gereleman. Zum Wasserlassen begab sich ein Thai an einen Stützpfeiler des Hauses und entleerte sich."Sieh mal Micha", rief ich "der pinkelt in sein Wohnzimmer." Jaebs Schwester fragte mich ob alles in Ordnung sei. Sie kannte anscheinend den versteinerten Blick von Farangs die ihre Mias in der Heimat besuchten. Bisher hatte ich nur die Touristenbranche mitbekommen. Farangs die ihre Kohle quasi zum Fenster raus warfen. Dies ist der andere Teil Thailands, die Realität. Viele Frauen strömen aus dem Hinterland in die Touristenhochburgen um genügend Geld zum Unterhalt der Familien zu verdienen.

Mit der Zeit kamen wir mit einigen ins Gespräch. Nun gut, die meisten von Jaebs Freundinnen beherrschten Englisch. Immerhin verbrachten sie einige Zeit auf Samui. Das ein und andere Bier rinn in meine Kehle. 9 Flaschen Chang Bier a 0,7 kosteten 350 Baht. Günstig, günstig. Anscheinend schaute jeder Dorfbewohner vorbei und genehmigte sich ein Bier. Die Zeit verging. Jaeb zeigte uns ihren Chili-Anbau. Hinterm Haus befand sich eine Art Plantage. Nicht sehr groß aber für eine kleine Ernte reichte es. Das Zeug ist wirklich sauscharf. Ich habe einen großen Beutel mitbekommen und meine Dosierungen sind minimal. Das Zeug treibt einen sofort auf den Beuler. Jaebs Schwester präsentierte uns das neue Motorbike. Die Finanzierung erstreckte sich über eine Ratenzahlung.

Gegen 9 Uhr abends wurden wir dann wieder Richtung Chaiyaphum gebracht. Das Erlebte musste erstmal sacken. Noi erzählte mir das ihre Stadt etwas größer sei. Ich sollte mir keine Sorgen machen. In Khon Kaen wäre alles asphaltiert. So so, dann bin ich mal gespannt dachte ich mir im Stillen. Um 23 Uhr trudelten wir dann in die Disco ein. Passend um in Michas Geburtstag zu feiern. Wie üblich orderten wir wieder Sang Som mit Cola. Die Nacht schritt voran. Micha trat in sein neues Lebensjahr. Gegen 1 Uhr beschlossen wir mal die Lokalität zu wechseln. Jaeb führte uns in eine Art Scheunenparty. Ich kenne diese Art Feten nur von Dörfern bei uns auf dem Lande. Eine Live-Band brachte die Menge zum kochen. Micha und ich kamen uns fehl am Platz vor. Immerhin waren wir die einzigen Weißhäutigen. Jaeb und Noi hatten ihren Spaß. Die Menge tanzte, sang und feierte bis der Arzt kam. Zwischenzeitlich wurden kleine Spielchen auf der Bühne veranstaltet. Karaoke wurde gesungen. Typische Isaan-Lieder trällerten durch die Boxen. Eigentlich ähnelte dies dem Oktoberfest nur halt Thai like. Gegen drei Uhr begab ich mich mit Noi zurück ins Hotel. Ich war ziemlich erschöpft. Micha und Jaeb blieben noch eine Weile. Wir verabschiedeten uns, denn die beiden wollten nicht mit nach Khon Kaen kommen. Wir beschlossen uns zwei Tage später in Bangkok wieder zu treffen. So endete die Nacht in Chaiyaphum.


Scheunenparty

 
MadMovie

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@ Label 1907,

vielen Dank für die Impressionen von Chaiyaphum und Umgebung.
Einige deiner Fotos erinnern mich sehr an die Pads (unbefestigte Straßen) in Namibia :rolleyes: und bringen mich auf die Idee, im Febr. ´06 dort mal ein Fahrzeug zu mieten - am besten Four Wheel Drive! :-) :wink:
 
Jim Thompson

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MadMovie" said:
Einige deiner Fotos erinnern mich sehr an die Pads (unbefestigte Straßen) in Namibia :rolleyes: und bringen mich auf die Idee, im Febr. ´06 dort mal ein Fahrzeug zu mieten - am besten Four Wheel Drive! :-) :wink:
@MM, wo denn? In Namibia? Ich denke, Du willst nach Thailand zum Casting ...? :lol: :wink:
 
alhash

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9 Flaschen Chang Bier a 0,7 kosteten 350 Baht. Günstig, günstig.
Nein nicht günstig, zumal ihr es aus dem Supermarkt geholt habt. Beispiel: 1 Kiste a 12 Flaschen = 335 Baht, oder vom örtlichen Shop 3 mal 3 Flaschen a 100 Baht = 300 Baht, wer hat Euch übers Ohr gehauen ;-D

Der Anblick dieses Dorfes ließ uns ein wenig erstarren. Gut wir hatten damit gerechnet, aber das es so ärmlich aussah nun nicht.Die Armut der Leute beängstigte mich
passt irgendwie nicht zu dem folgenden:

Viele Freundinnen von Jaeb erkannte ich wieder. Es schien als käme halb Samui aus Pong Nok. Einige der Mädels trafen wir während unseres Urlaubs im Mai.
Was haben die Mädels wohl in Samui gemacht, oder wird dort kein Geld mehr verdient :nixweiss:

Sorry, habe heute meinen Mäkeltag ;-D
AlHash
 
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Hallo,

Anmerkungen und Kritik sind immer erwünscht. :wink:
Du hast Recht alhash es könnten auch 12 Flaschen gewesen sein in der Preisklasse. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr so genau daran erinnern. Ich hatte vorher nicht geplant einen Reisebericht zu verfassen, deswegen ergeben sich kleine Gedächtnisslücken.

2 Freundinnen von Jaeb und ein ich sag mal homosexuellen kannten wir aus Samui. Natürlich haben sie dort Geld verdient, aber wie so oft haben sie einen Farang kennen gelernt, der monatlich einen gewissen Betrag überweist und nicht möchte das seine Herzdame in der Branche weiter arbeitet. Jaebs Schwester zum Beispiel hat ebenfalls einen deutschen Freund, der kurz zuvor in Pong Nok einen Besuch abstattete und den Eltern präsentiert wurde. Sie war vorher auch kurzweilig auf Samui.

Pong Nok ist wirklich ein ärmliches Dorf. Ich habe kein vernünftiges Haus gesehen. Natürlich verdienten die Mädels verhältnissmäßig sehr gut Geld auf Samui, aber wie viele können Thaimädels nicht sonderlich gut mit Geld umgehen. Die einen sparen und die anderen werfen es aus dem Fenster. Als Anmerkung sei gesagt das ich diese Erfahrungen gemacht habe. Eine Familie ist natürlich auch nicht gerade günstig zu ernähren.

Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht in die Unstimmigkeiten bringen. :wink:

Werde heute abend versuchen fortzuführen. Spätestend morgen geht es dann weiter.

Schönen Tag noch.

Gruß
Label
 
MadMovie

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Jim Thompson" said:
MadMovie" said:
in Namibia :rolleyes: und bringen mich auf die Idee, im Febr. ´06 dort mal ein Fahrzeug zu mieten
@MM, wo denn? In Namibia? Ich denke, Du willst nach Thailand
Du hast Recht, Jim T., war missverständlich ausgedrückt - das "dort" bezog sich auf die Umgebung Chaiyaphum - Khon Kaen.
 
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Der Tag begann für mich und Noi sehr früh. Na ja nicht so wirklich, aber für Urlaubsverhältnisse schon. Wir checkten um 9 Uhr aus und orderten ein Taxi, das uns nach Khon Kaen kutschieren sollte. Micha und Jaeb lagen zu dem Zeitpunkt noch in den Kojen.

Die Fahrt erstreckte sich über 2 Stunden. Kann auch etwas weniger gewesen sein. Noi gab mir zwei Hotels zur Auswahl. In ihrer Behausung zog ich es nicht vor zu nächtigen. Ohne Air Condition hätte ich es nur im äußersten Notfall ausgehalten. Eine Kostprobe dessen bekam ich in Samui, als eine Nacht die Air Condition ausfiel. Dies galt es zu vermeiden. Ich entschied mich für ein Royal Hotel. Der komplette Name fällt mir jetzt leider nicht mehr ein. Der Preis pro Nacht belief auf 1300 Baht. Vom Ambiente her gefiel mir das Hotel sehr gut. Eine etwas gehobenere Lokalität. Gegen 11 Uhr bezogen wir das Hotel. Noi lag mir Nahe ein Auto zu mieten. Ihr zu Hause wäre eine halbe Stunde entfernt. Wir wären mit einem Gefährt flexibler. Einen Verleih gab es direkt zum Hotelservice. Preis pro Tag 1.300 Baht. Ich musste nur meinen Reisepass vorzeigen um ein Auto zu mieten. Das ganze ging ziemlich schnell von statten. Was für ein Modell dieser Wagen jetzt war, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Ein vier Türer, gleichzusetzen mit einem beispielsweise Opel Astra. Ich bestand auf einen Automatikwagen. Linksverkehr kannte ich aus Groß Britannien, doch das Lenkrad auf der anderen galt es neu zu erkunden.

Ich nahm mit Noi im Auto Platz. Sie fragte mich ob ich auch wirklich eine Fahrerlaubnis habe. Ich wirkte nicht gerade Sicher vor Noi. Wie sollte es auch, ich musste mich erstmal an die andere Seite gewöhnen. Bei den Taxifahrten in Los kam es mir oft vor beim Fahrer einsteigen zu wollen. Meine letzte Fahrt mit einer Automatik Einrichtung liegt schon etwas zurück. Die ersten gefahrenen Meter wirkten erschwerlich. Ich Depp bremste auch noch mit dem linken Fuß. Das führte zu einem ruckartigen Stopp. Habe halt kein Gefühl im Linken. Noi guckte mich nur änstglich an und stellte mir erneut die Frage; „you can drive.“ Als Scherz setzte sie noch drauf selber zu fahren. Meine Nackenhaare stellten sich auf. Ein Tiefschlag für jeden Mann. Als ob Frau besser fahren könne ?. Das hatte bisher noch keine zu mir gesagt. Ich plapperte die Worte vor mich her. Soll ich fahren. Ha das wäre doch gelacht. Nach kurzem Überlegen erinnerte ich mich wieder. Mit rechts bremsen Junge. Noi wirkte wirklich besorgt, denn das Parkhaus hatten wir noch nicht verlassen.

Eigentlich planten wir das Shooping Center in Khon Kaen zu besuchen, doch auf Bitte von Noi nahmen wir Kurs auf ihre alte Arbeitsstelle. Ab 12 Uhr hätte ihre Freundin Mittagspause, die sie gerne besuchen wollte. Also gut dachte ich mir, dann sehe ich ihr vorheriges Arbeitsfeld. Das Fahren gelang mir ganz gut. Der Linksverkehr störte eigentlich nicht, ausser der Tatsache, das alle Verkehrteilnehmer wie die Henker kutschierten. Das Steuer auf der linken Seite ist wirklich gewöhnungsbedürftig, zumal die Scheibenwischer öfter als der Blinker in Aktion traten. Noi schien im Getümmel ein wenig die Orientierung verloren zu haben, denn der Weg zu Panasonic war ihr entfallen. Kurzer Hand wegen des Zeitdrucks auch rechtzeitig zur Pause zu erscheinen, orderten wir ein Tuk Tuk das voraus eilte. Gegen viertel vor eins trafen wir dann endlich ein. Das Gelände war wirklich sehr gut bewacht. Das ganze ähnelte einer Dokumentation, die ich zuvor mal im Fernsehen sah. Wir mussten an der Pforte warten. Alles schien unter Geheimhaltung zu stehen. Große Fabrikhallen sowie eine Kantine ließen sich erkennen. Eine Mauer umzäunte das Grundstück. Noi hatte hier zuvor sechs mal die Woche gearbeitet. Von morgens 8 bis abends 20 Uhr. Eine Stunde Pause von 12-13 Uhr diente zur Entspannung. Meine Güte, dachte ich mir nur, bei uns wäre das kaum denkbar. Ein harter Job wie mir schien. Ihre Freundin traf nach weiteren fünf Minuten ein. Noi hatte zuvor für sie ein wenig frisches Obst besorgt. Ihre Freundin, der Name ist mir entfallen, stand kurz vor der Entbindung. Der kugelrunde Bauch ließ sich schwer kaschieren. Die beiden tauschten sich ein wenig aus. Viel Zeit hatten sie nicht, denn eine Überzeihung der Pause war nicht gedultet.

Anschließend ging die Fahrt weiter und ich sollte Mama und Papa kennen lernen. Nicht zu vergessen ihr kleiner Sohn King. Auf dem Weg kreuzten wir eine Elektrofirma. Noi berichtete mir das ich Bruder dort arbeite. Er befände sich gerade in einer Lehre als Elektriker. Zwanzig Minuten trafen wir ein. Das Stadtviertel ähnelte nicht Pong Nok, es war wie Noi zuvor erwähnte etwas gehobener. Trotzdem die Behausung bestand zwar zur Hälfte aus Stein im Gegensatz zu Jaebs Haus, aber nicht komfortabler. Direkt nach Einschaltung des Parkzustands strömte meine Kleine ihren Eltern entgegen. Ihre Mutter wirkte überrascht. Es sei dazu gesagt, das Noi nichts von ihrem Besuch erzählt hatte. Deswegen die Freude umso größer. Ich begrüßte alle Anwesenden. Immer freundlich die Hände gefaltet und Sawatdii Khap. Ihre Erzeuger wirkten sehr sympathisch und stellten sich als gastfreundlich heraus. Für sie wie für mich eine neue Erfahrung, denn nach Nois Aussage schien ich der erste Farang gewesen zu sein der ihr Heim zu Gesicht bekam. Nachdem ich alle Familienmitglieder und Freunde kennen gelernt hatte, schlich sich bei mir ein wenig Langeweile ein. Was sollte ich jetzt den ganzen Tag anstellen. Noi war mit dem kommunikativem Austausch beschäftigt. Kein englisch sprechender Mensch kreuzte meinen Weg. In Pong Nok hatte ich zumindest Micha. Ich hätte mir am liebsten einen trinken können, aber das Auto sollte heute noch zum Einsatz kommen. Ich legte mich also in eine Hängematte und ruhte ein wenig. Die Moskitos in den ländlicheren Regionen scheinen auf Farangblut sehr heiß zu sein. Im Laufe des Tages zierten mich einige Stiche.

Meine Magen knurrte ein wenig. Noi gab ihrem Bruder die Aufgabe, er als einziger über Besuch informiert hatte sich einen Tag Urlaub genommen, ein bisschen einzukaufen. In der Zeit sollte ich das Haus eines Holländers zu Gesicht bekommen. Eine Freundin hatte ein halbes Jahr zuvor hier im Dorf geheiratet. Sie lebe jetzt in Holland. Ihr Mann erbaute ein Haus für die Familie. Nun ja, Geschwister hatte sie anscheinend nicht und der Vater schien in die heiligen Jagdgründe eingegangen zu sein. Somit bewohnte Mutter alleine das Gebäude. Als ich den Palast erblickte viel ich aus allen Wolken. Welcher Fürst bewohnte denn dieses Gebilde, strömte der erste Gedanke durch meinen Kopf. Beim meinem nächsten Besuch im Januar werde ich ein Bild nachreichen. Ein großes gemauertes Haus mit sehr ansehnlicher gepflasterter Terasse und einem Springbrunnen ließ beim Anblick Neid aufkommen. So etwas hätte ich auch gerne. Die Inneneinrichtung stellte sich als luxuriös heraus. Noi und ich nahmen auf der Couch Platz und sahen uns auf DVD die Hochzeit der Töchter an. Mein Gott was der Bräutigam alles über sich ergehen lassen musste. Während der Vorführung vielen mir die Äuglein zu. Das Gedudel der Musik wirkte einschläfernd auch mich.

Nach einer Stunde gab es endlich etwas zu Essen. Nois Familie besaß leider keinen Fernseher. Wie süchtig die Thais danach sind sah ich bei Jaeb. Ich fragte Noi wie teuer so ein Gerät wäre. 3-5000 Baht gab sie mir zur Antwort. Ich grübelte ein wenig nach. Soll ich einen kaufen oder nicht. Wäre bestimmt ein gutes Willkommens-Geschenk. Nicht lange gezögert wie ich nun mal bin, entschloss ich einen anzuschaffen. Für meine Noi würde ich doch alles tun. Sie freute sich über meine Entscheidung und wir fuhren zum nächstliegenden Geschäft. Ich beschaffte ein Exemplar für knapp 4000 Baht. Was machst Du nur für einen Käse, dachte ich mir im Stillen. Die braucht dich nur mit den Rehaugen anzusehen und Du wirfst alles über Bord. Der Fernseher wurde uns später gebracht. Die Familie freute sich. Danach sah ich auch keinen mehr wieder, das heißt alle verbrachten Ihre Zeit im Haus vor der Flimmerkiste. Tja und wieder eine gute Tat pro Tag, schwebte mir durchs Gedächtnis. Der Tag dümpelte vor sich hin. Langsamer als sonst, anscheinend verging die Zeit hier im Schneckentempo. Ich griff zum Telefon und kontaktierte Micha. Wir tauschten ein wenig Neuigkeiten aus. Die Fernsehaktion übermittelte er einem Freund in der Heimat. Dieser Antwortete entsetzt, wie will der den denn nach Hause kriegen. Ne ne, erwiderte Micha, der ist für die Familie. Man kann euch auch nicht alleine lassen, die letzten Worte des daheim gebliebenen.

Gegend Abend beschlossen wir ein wenig Tanzen zu gehen. Noi fragte mich ob wir ein paar Freunde mitnehmen können. Kein Problem sind ja noch Plätze im Auto frei. Wir führen ein Stücken, denn ihre Klicke befand sich etwas außerhalb ihres Stadtteils. Als die Horde Einstieg entwickelten sich einige Sorgenfalten auf meiner Stirn. Ich hatte an höchstens 4 Personen Gedacht. Die Zahl erhöhte sich auf sieben. Drei vorne und fünf hinten. Man man, hoffentlich geht das gut dachte ich mir. Zu Hause wäre der Lappen weg. Ein hoher Lärmpegel entwickelte sich. Alles auf Thai. Ich stoppte kurz an einer Tankstelle um Sprit nachzufüllen. Micha rief während dessen an. Das Gequatsche ging mir auf die Nerven. Ich konnte mich kaum konzentrieren. Micha fragte nur was bei mir los wäre. Der Tankwart verlangte den Schlüssel und teilte mir mit den Deckel zu öffnen. Keine Ahnung wo der Schalter dafür war. Noi unterhielt sich mit ihren Kameraden. Die Situation überforderte mich ein wenig. Ich stieg aus setzte mich an die Seite und ließ dem Treiben freien Lauf. Ich gab Noi 300 Baht, mit der Bitte sich darum zu kümmern. Nach einem kurzen durchschnaufen ging es weiter. Wir trudelten in Khon Kaen City ein. Das Geplapper nahm kein Ende. Jetzt ging auch noch Nois Telefon. Ich fragte sie nach dem Weg, schließlich konnte niemand anderes mir das Verständlich erklären. Meine Geduld schien am Ende. Ich brüllte nur noch herum. Rechts, links, geradeaus, wo lang denn. Sie telefonierte weiter und registrierte meine Hilflosigkeit nicht. Mit den Nerven am Ende stoppte ich kurz und wies die kleine Dame in die Schranken, das es unverschämt wäre mich hier ahnungslos durch die Gegend fahren zu lassen. Sie zeigt Einsicht und versprach Besserung.

Die Nacht verbrachten wir in einer Discothek. An den Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Es war eine lange Straße mit sämtlichen Tanzläden aneinander gereiht. Da Nois Freundinnen und Freunde nicht mit Geld überseht waren, fühlte sie sich verpflichtet alle Getränke zu bezahlen. Das Spielchen konnte ich mir nicht ansehen und bezahlte dies. Noi tanzte mit einer Freundin auf einem erhöhten Tanzsockel. Sie beherrschte einen erotischen Tanzstil. Mir gefiel dies sehr, aber da war ich nicht der einzige. Ein Thaiman warf einen Blick auf sie. Er bemerkte mich zwar, sah dies aber nicht als Gefahr an. Er versuchte mein Verhältnis zu ihr ein wenig zu erkunden und gestikulierte mit mir anzustoßen zu wollen. Na ja, was solls, ich ging auf das Spielchen ein. Bin ja ein freundlich gesinnter Mensch. Seine Annäherungsversuche Noi gegenüber nahmen Formen an. Tja nicht mit mir. Dem Mann müssen die Grenzen aufgezeigt werden. Ich baute mich kurz entschlossen vor dem Thai auf. Er wirkte ein wenig eingeschüchtert. Bisher wirkte ich klein in meiner Sitzhaltung. Jetzt ragte ich zwei bis drei Köpfe über ihm. Sein Mut schien entwichen und er nahm etwas Abstand. Insgesamt kam es mir vor das ich so ziemlich der größte in dem Laden war. Nach drei Stunden beschloss ich die Nacht enden zu lassen. Meine Müdigkeit nahm überhand. Noi erging es ebenfalls. Wir setzten ihre Freundinnen am Busbahnhof ab.

Ein Pärchen blieb sitzen. Noi teilte mir mit das die beiden im Hotel übernachten würden. So so, dachte ich mir, die müssen ja doch Geld haben. Wir parkten im Parkaus des Hotels. Ich fragte Noi wie sie sich das jetzt vorstellen würde. Sie sollte das Zimmer nicht für die beiden bezahlen. Ich hatte mich geirrt. Sie beabsichtigte die beiden in unserem Zimmer mit schlafen zu lassen. Das Maß war voll. Die kleine Dame hatte meine Geduld diesen Tag zu sehr beansprucht. Bist Du verrückt entgegnete ich ihr. Wir sind doch nicht im Camping-Lager. Ich teilte ihr mit das es auf gar keinen Fall in Frage kommen würde. Ich hatte keinen Bock mehr auf jegliche Diskussionen, schloß das Auto ab und begab mich aufs Zimmer. Noi folgte 10 Minuten später alleine. Ich stellte mich stur. Sie versuchte den Arm um mich zu legen und fragte „are you angry“. Ja und wie gestand ich ihr. Was für eine Feststellung. Sie versprach keine weiteren solcher Zwischenfälle ohne meine Einwilligung. Die beiden wären auf dem Weg nach Hause. Sie habe ihnen Geld für den Bus gegeben. Ihre Hand flutschte unter die Bettdecke in meine erogene Zone. Zuerst wehrte ich mich, aber wie soll man da auf Dauer wieder stehen. Ich ließ mich breit schlagen. Typisch Mann. Frau baut Mist und so kommt alles wieder ins Lot. Mein Unmut hätte ein wenig länger anhalten können. Nachdem wir uns geliebt hatten viel ich in den Schlaf. Als ich zwischenzeitlich aufwachte lief der Fernseher. Irgendein Fussballspiel schimmerte auf dem Kasten. Ich blickte zu Noi rüber. Zu meinem Erstaunen verfolgte sie dem Geschehen. Wie Du magst das Gekicke fragte ich sie. „ I like“, entgegnete sie mir. Kaum zu glauben ein Frau die freiwillig Fussball schaut. Ein nervenaufreibender Tag endete.


So, nun werde ich mich mal outen. Ein Bild von mir und Noi. Vielleicht könnt ihr dann nachvollziehen warum ich kopflos durch die Gegend laufe.




 
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:bravo: :bravo: Könnte mich nach Deinen Erzählungen mal wieder
:bravo: :bravo: wegschreien !! :hilfe:
 
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Ach hab noch eins vergessen zu sagen :

HELLO HANDSOME MAN :lol: :rofl:
 
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Handsome!!!!!!
ich weiß gar nicht was Du willst, bis auf den Sonnenbrand und das kaum wegretuschierbare Doppelkinn ist doch alles paletti ;-)

Aber mein lieber Freund und Wegbegleiter, wie Du immer zu sagen pflegst, nüchtern siehst Du unmöglich aus. Deswegen werden wir das im Januar nachholen, damit mein optisches Erscheinungsbild dir besser zusagt.

:cool:

p.s. bei weiteren Anmerkungen deinerseits werde ich mich gezwungen sehen ein paar unvorteilhafte Fotos von Dir zu veröffentlichen :rofl: ;-D
 
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Haatyao

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@label1907

ja ja, das mit dem scheibenwischer kenn ich auch.

als ich ma in thailand auto gefahren bin hat das zur allgemeinen erheiterung ungemein beigetragen. die thais die dabei waren applaudierten nach dem 5. o. 10 mal immer lauter. und machten sich einen riesen spass daraus.

"farang baa"

bis ich dann erklärte das das steuer und auch der scheibenwischer in deutschland auf der anderen seite ist.
danach wurde dann nur noch gelacht.

bis dahin
haatyao
 
MadMovie

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Label1907" said:
bei weiteren Anmerkungen deinerseits werde ich mich gezwungen sehen ein paar unvorteilhafte Fotos von Dir zu veröffentlichen
Sicher ist der Hilfesuchende auch ein handsome man, aber weitere Fotos vom Urlaub (Chaiyaphum, Khon Kaen) wären mir fast noch lieber! :lol: ;-)
 
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Hier noch nachträglich ein paar Bilder.


Jaebs Familie im Wohnzimmer


Meine Wenigkeit mit Jaebs Freunden/Freundinnen aus Pong Nok. Der Homosexuelle und das Mädel links neben mir trafen wir vorher auf Samui


Bei dem Dackelblick konnte ich niemals nein sagen







Gruß
Sven
 
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MadMovie" said:
Label1907" said:
bei weiteren Anmerkungen deinerseits werde ich mich gezwungen sehen ein paar unvorteilhafte Fotos von Dir zu veröffentlichen
Sicher ist der Hilfesuchende auch ein handsome man, aber weitere Fotos vom Urlaub (Chaiyaphum, Khon Kaen) wären mir fast noch lieber! :lol: ;-)

@MadMovie

Bin da voll und ganz Deiner Meinung ! ! !

Gruesse

Micha
 
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Volker

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Ja das ist wirklich ne huebsche Frau :super:
 
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Die Frau ist nicht nur hübsch, sondern schaut auch offen und ehrlich aus.
Danke für die heitere Geschichte.
Armut habe ich auf den Bildern bisher nicht gesehen, dafür eine überdurchschnittliche Sauberkeit.

Ich mache mir nur Sorgen um die Message, die du rüberbringst. Ein Fernseher als 1. Gastgeschenk, Taxidienste und Rechnungsübernahme für alle? Ich glaube deinen Kumpel hättest du für sowas ausgelacht. :O
Die Konsequenzen wirst nicht nur du spüren, sondern auch andere Farangs in der Gegend - befürchte ich.
Sowas macht unbescheiden, ich denke da an JoergN und seinen Isaanbesuch oder an meinen Kumpel, dessen LAG ihn nach nur 4 Tagen ohne weiteres Vorspiel mit "Du baust ein Haus für mich!" überraschte.
Naja es ist dein Game, viel Spaß dabei Uwe
 
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Hallo Uwe,

Du hast Recht die Armut kommt von den gezeigten Bildern nicht rüber. Ich versichere Dir aber das es wirklich anders war.

Noi wirkt auch in natura sympathisch und ehrlich. Ich bezeichne sie mal als Rohdiamanten. Sie ist noch sehr jung und unerfahren. Von daher kann ich mir Abzocken wie es manch andere tätigt nicht vorstellen . Ich genieße es aber mit Vorsicht. Bisher hat sie mir gegenüber keine Geldforderungen gestellt. Ja ja ich weiß was nicht ist kann ja noch kommen, aber ich versuche das erstmal optimistisch zu sehen.

Ob ich meinen Freund dafür ausgelächt hätte?!?! Bisher habe ich das nicht getan obwohl er schon einiges an Summen überwiesen hat. Ob ich eine schlechte Message rüber bringe. Ich denke mal nicht im Vergleich zu anderen. Was ist ein Fernseher, ein paar Getränke und eine Taxirechnung???? 120 Euro vielleicht. Ja schon klar für Menschen im Issan eine Menge und so fängt das an. In Nois Stadteil haben schon andere für weitaus schlimmere Message gesorgt. Wie der Holländer zum Beispiel. Ein Haus für 1.500.000 Baht. Ein Hochzeitring für 500.000 Baht. Da kann ich noch froh sein das die sich für mein kleines Präsent gefreut haben. Ich gebe Dir aber vollkommen Recht, man sollte nicht zuviel mit Geld um sich werfen. Da ich bisher noch keinen Lottogewinn verbuchen kann, war das ein Einzelfall von mir. Ansonsten hätte Noi das zahlen müßen. Die Eltern halten immer schön die Hand auf wenn es ums finanzielle geht. Wie es in Thailand oft abläuft, sind die Kinder die Altersversorgung.

Noi hat schon Vorstellungen wie sie ihr Leben sieht. Sie möchte gerne wie viele andere ins Ausland. Nun ja wer kann es ihr verdenken. Sie hat aber meiner Ansicht eine gute Einstellung. Sie möchte gerne arbeiten und für ihre Familie sorgen. Später mal das Haus der Eltern ausbauen. Ich habe ihr verklickert das es einiges an Zeit benötigt dieses Vorhaben zu bewerkstelligen. Sie akzeptiert dies. Möchte arbeiten und sparen. Ich habe ihr versucht zu vermitteln das wir nicht im Schlaraffenland leben. Der Holländer habe genug Zeit gehabt sich ein gutes Kapital anzueignen. Da er die 40 überschritten hat, sind das einige Jahre mehr mir gegenüber. Ich habe Noi eine Auftsellung meines Verdienst gegeben und durchgerechnet was davon überbleibt am Ende des Monats. Ich denke das sie weiß was sie erwarten könnte. Wen ihr das nicht reicht, kann sie immer noch einen anderen Weg einschlagen.

Gruß
Sven
 
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Schöne Story :super: - und ebenso willkommen in den Khon Kaen Area. Meine Frau kommt ja aus Ban Phai (40km südlich), kenne die Ecke auch ein wenig - abseits der Strassen kann es da in der Tat recht rustikal werden.

Da schleife mal an dem Rohdiamnten weiter, dass es bald ein "Brilli" wird -> Hochzeit :lol:

Juergen
 
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Ein neuer Tag brach an, somit auch die Abreise aus Khon Kaen. Ich und Noi erwachten ziemlich früh, da wir uns noch Tickets für den Flug nach Bangkok ordern mussten. Gegen 9 Uhr standen wir auf. Auf dem Hotelgelände gab es ein Reisebüro. Über die Flugzeiten hatten wir uns einen Tag zuvor erkundigt. Wir planten die Maschine um 14.30 Uhr zu nehmen. Kosten pro Person 2000 Baht. Den Weg mit dem Bus wollte ich auf keinen Fall erneut bestreiten. Micha und Jaeb fuhren einen Tag zuvor nach Bangkok. Also packten wir unsere Sachen und checkten aus. Zu der Zeit brauchten wir keinen Gedanken über eine ausgebuchte Maschine verschwenden. Wir bekamen die Tickets ziemlich schnell, so dass uns noch genügend Zeit zum Frühstücken oder besser gesagt Mittagessen blieb. Ich fragte Noi am Rande wieviel Geld sie und ihre Familie monatlich benötige um über die Runden zu kommen. Nach ihrer Rechnung wären 10.000 Baht eine ausreichende Summe. Ich grübelte ein wenig nach. Meine Zuneigung zu ihr erreichte ein fortgeschrittenes Stadium. Vor drei Monaten hatte ich Micha für verrückt erklärt Jaeb monatlich Geld zu überweisen. Jetzt erst konnte ich ihn verstehen, denn ich würde es schwer Ertragen Noi nach Samui zurückkehren zu lassen. Dies bedarf einer genauen Überlegung. Ich fragte Noi vorsichtig was sie davon halten würde nach meiner Abreise in Khon Kaen zu verweilen, ob sie Samui vermissen würde, was sie von ihrer Arbeit dort halten würde. Sie überlegte eine Weile und erwiderte mir, dass sie gerne bei ihrer Familie und ihrem Sohn bleiben möchte. Die Insel vermisse sie zwar, aber die Freude überwiege mehr. Die Arbeit habe ihr keinen Spaß gemacht, doch es sei gutes Geld. Ich fragte swas sie davon halten würde in Khon Khaen arbeiten zu gehen und ich ihr eine monatliche Unterstützung zukommen ließe. Sie fand dieses Angebot sehr reizvoll, ging aber nicht sofort darauf ein. Sie stellte mir die Gegenfrage ob ich dies auch wirklich wolle. Sie wirkte skeptisch und glaubte diese Worte nicht, denn nach ihrer Erfahrung ging sie davon aus nach meiner Heimkunft nichts mehr von mir zu hören und sie ohne alles dastände. Oh, oh, mein Fazit, dies Bedarf einiger Überzeugungskraft, aber nicht jetzt. Die Zeit drängte und wir orderten ein Taxi das uns zum Flughafen brachte.

Dies sollte erst Nois zweiter Flug werden. Der Airport gehört nicht zur größeren Kategorie, dadurch sehr angenehm. Drei Maschinen flogen pro Tag nach Bangkok. Ich checkte mein Gepäck ein. Nois Utensilien beschränkten sich auf Handgepäck. Wir nahmen im Wartebereich Platz und ließen die Zeit verstreichen. Ich ging zwischenzeitlich auf Toilette um der Natur freien Lauf zu lassen. Als ich wieder kam, schaute Noi vertieft in ein Magazin. Ich knippste ein paar Fotos von ihr. Je mehr desto besser, so habe ich zu Hause ein paar Erinnerungen die mich aufbauen. Da der Flug kurz bevor stand krammte ich meinen Reisepaß aus der Tasche, das heißt ich versuchte es, denn er schien nirgends auffindbar. Ich Depp, das war wieder typisch. Hektisch entleerte ich meinen Rucksack. Nach längerer Überlegung fiel mir ein, das ich ihn bei meinem Toilettenbesuch auf dem Papierspender habe liegen lassen. Entgeistert eilte ich zum Örtlichen und meine darauf folgende Erkenntnis ließ schlimmes vermuten. Nicht da. Noi bemerkte meine Sorge konnte sie aber nicht einordnen. Ich gestand ihr meinem Vorfall. Sie legte mir Nahe Ruhe zu bewahren und ging zum Informationsschalter. Mit breitem Grinsen kehrte sie zurück. Farang Ding Dong. Oh wie war, zum Glück hatte jemand meinen Reisepass aufgefunden und entsprechend abgegeben. Ich hatte schon Befürchtungen durch den Verlust meinen Rückflug nicht antreten zu können. Obwohl, es wäre ein guter Grund gewesen den Urlaub zu verlängern.

Der Flug dauerte zirka eine Stunde. Kurz vor der Landung in Bangkok entwickelten sich Turbolenzen. Noi wirkte sehr besorgt. Fliegen ist nicht ihre Königdisziplin. Ein schwules Pärchen (1 Mann Thai, 1 Mann Farang) sprangen wie von der Terantel gestochen auf und gestikulierten zwei Bullenreiter. Oh Schreck sah das peinlich aus. Nois Augen verkleinerten sich, sie befürchtete nicht gutes. Nach 2 Minuten endete das Spektakel und wir setzten sicher auf die Landebahn auf. Ein Taxi brachte uns anschließend nach Bangkok. Micha hatte mir und Noi zuvor ein Hotelzimmer reserviert. Zum Schlafen reichte es, doch insgesamt kann ich es nur als Butze bezeichnen. Silom City In Hotel. Noch einmal werde ich dort bestimmt nicht nächtigen. Der Taxifahrer hatte auch einige Probleme das Etablissement zu finden. Wir ruhten uns anschließend ein wenig aus. Micha meldete sich kurz darauf und wir vereinbarten einen Treffpunkt.


Dichter Verkehr in Bangkok

Gegen 18 Uhr kreuzten sich unsere Wege. Wir tauschten einige Informationen und Neuigkeiten aus. Da Micha einen Tag schon hier verbrachte, schlug er vor zu Otto zu fahren, einem deutschen Restaurant. Die Bedinungen, also Thaifrauen tragen sogar Dirndl teilte er mir mit. Er hatte den Abend zuvor mit Jaeb dort gespeist. Er versuchte ihr das deutsche Essen schmackhaft zu machen. Anscheinend vergeblich wie er mir berichtete. Sie stand kurz davor sich zu übergeben. Ah ha, was hast Du ihr denn serviert, fragte ich ihn. Haxe mit Sauerkraut und Klößen. Ach Du große Neune, wie konnte er nur. Anstatt mit leichter Kost zu beginnen verpasste er ihr direkt so etwas Schweres. Selbst ich stehe nicht sonderlich auf Haxe. Fettiges Fleisch ist halt nicht jedermanns Sache. Wir fuhren also mit dem Tuk Tuk zu Otto. Ich muß dazu sagen, dass dieses Gefährt Lebensgefährlich ist. Nicht nur der Fahrstil, sondern auch die Abgase der anderen Autos verursachen so ziemlich schlechte Atemluft.

Das Ambiente des Restaurant gefiel mir ganz gut. Wir tranken nur eine Kleinigkeit. Jaeb bestand auf Thaifood und nachdem sie sich mit Noi unterhalten hatte, legte meine Kleine keinen großen Wert auf deutsches Essen. Der Geschäftsführer ein Mann Mitte dreißig namens Patrick gesellte sich zu uns. Wir unterhielten uns ein wenig bei einem Weizenbier. Er berichtete uns erst 10 Monate bei Otto zu arbeiten. Er hatte den Job eher zufällig bekommen. Das Stellengesuch wurde in Deutschland ausgeschrieben. Den Entschluss nach Thailand zu gehen hatte er nach reiflicher Überlegung gefällt. Er berichtete uns ein westliches Gehalt zu bekommen. Seitdem er hier verweilt spiele er kein Lotto mehr. Oh ja, das konnte ich verstehen. Manche haben halt Glück.

Im Anschluss gingen wir dem Wunsch der Mädels in Bezug auf Thaifood nach. Wir besuchten einen kleinen Laden. Restaurant oder eher gesagt Pommes Bude mit integrierter Karaoke-Einrichtung. Wie uns der Besitzer mitteilte waren wir die ersten Farang Gäste. Das konnten wir uns gut vorstellen, denn von alleine hätten wir den Weg hier nicht her gefunden. Das Essen erwies sich als sehr köstlich. Zwei Ladyboys, nicht sonderlich attraktiv, trällerten während dessen ein paar Karaoke-Songs. Noi und Jaeb juckte es in den Fingern und sie übernahmen das Kommando. Die beiden vertieft in ihrem Element sangen uns das ein und andere Stück.


Deliziöses Mahl


Ladyboys bei der Karaoke


Gestärkt führte uns der Weg zu Phat Pong 1. Eine Straße mit sämtlichen Shopping-Ständen und Discotheken. Die Mädels hatten das Bedürfnis, man mag es kaum glauben, in eine Table-Dance Bar zu gehen. Dem Wunsch mussten wir natürlich nachgehen. Wir pilgerten also in ein entsprechendes Etablissement. Die üblichen Szenen spielten sich ab, obwohl diesmal empfand ich es als Ekelhaft. Noi und Jaeb wirkten ebenfalls schockiert. Eine Frau zum Beispiel zog eine Schnurr mit Rasierklingen aus ihrer erogenen Zone. Eine andere füllte von einer vollen Flasche Cola den Inhalt in ein leeres Exemplar. Ein andere wiederum schoss ein rohes Ei aus ihrer Öffnung in einen Behälter. Omelett fertig. Ich belasse es bei dieser Schilderung, denn das ganze war wirklich nicht ansehnlich. Noi teilte mir mit dieses zuvor noch nicht gesehen zu haben. Sie hatte nichts verpasst.




Nach dieser Vorführung wollte mir Micha unbedingt eine Bar zeigen. Er zog mich quasi dort hin. Zu meinem erstaunen startete in der Bar eine Elvis Presley Live Vorstellung. Micha kannte natürlich meine Begeisterung zu Elvis und seiner Musik. Der Imitator erwies sich als sehr gut nur der optische Eindruck ließ zu wünschen übrig. Ich schätze den Thaisenior auf Mitte 60. Die Menge fieberte begeistert den Klängen mit. Noi konnte nicht viel zu meinem bedauern mit Rock’n Roll anfangen. Nach der Darbietung wechselten wir die Lokalität. Diesmal gefiel es den beiden besser. Sie stehen halt mehr auf Soul. Ich und Micha besuchten das WC. Mich wunderte ein bisschen das Eis im Pinkelbecken. Als ich gerade mein Geschäft erledigte, spürte ich von hinten zwei Hände. Was für eine Tucke ist das denn, dachte ich mir im Stillen. Ich wollte mich gerade umdrehen und einen Handkantenschlag ansetzen, als eine Stimme erklang :“ Ok, ok, please relaxe. Wie konnte ich das verstehen, welcher Idiot versuchte mich da Anzugraben. Zu meinem Erstaunen, lag ich völlig falsch. Ein Servicemitarbeiter versuchte mich ein wenig zu massieren. Während des Händewaschens renkte er mir den Nacken ein und reichte ein feuchtes Tuch. Das nenne ich mal Kundenbindung, obwohl ich es zuerst anders verstanden hatte. Micha machte zuvor die gleiche Erfahrung. Wir guckten uns nur kopfschüttelnd an.


Elvis Imitator, leider schlecht zu erkennen



Ein bis zwei Cocktails rinnen in unsere Kehle. Eine äußerst attraktive, quatsch eine Sexbombe saß uns gegenüber an der Bar. Sie bemerkte unsere Blicke und spielte mit ihren Reizen. Beim ablutschen und verzehren ihrer Kirsche durchströmte mich eine Gluthitze. Micha erging es ebenso. Sie hatte Spaß uns zappeln zu lassen. Sie schüttelte ein wenig mit dem Kopf als sie Jaeb und Noi erblickte. Meine Kleine bemerkte mein Schmachten und klopfte mir auf die Schultern mit den Worten. I know you. Sie wirkte nicht begeistert, verständlicher Weise. Micha und ich beschlossen zu gehen, denn die Frau konnte gefährlich werden. Ich widmete also meine ganze Aufmerksamkeit Noi. Wir nahmen Kurs aufs TK einer Disco die uns aus Pattaya bekannt war. Noi krammte nach ihrer ID-Card. Zu ihrem bedauern fand sie sich nicht auf. Dull wie sie manchmal ist, hatte sie diese verloren. Es musste bei der Fahrt mit dem Tuk Tuk passiert sein. Obwohl so ein Gefährt eigentlich nur für zwei Personen Gedacht ist beanspruchten wir es zu viert. Noi saß aussen und hatte ihre ID-Card in der Potasche. Anscheinend raus gerutscht. Also blieb uns ein Besuch verwehrt. Da die Nacht schon länger zu Gange war, beschlossen wir nach einem Besuch bei Mc Donalds ins Hotel zurück zu kehren. Mein vorletzter Tag endete.

 
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Manchmal kommen sie wieder!!!

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