Offenbar gibt es dabei einen Unterschied zu Vietnam.
Dort nehmen die Gläubigen ihre Opfergaben nach den Ende der Zeremonie wieder an sich.
Das kommt darauf an, von welcher Zeremonie die Rede ist, bei #43 scheint es ja eher um die Gabe an die Moenche gegangen zu sein, welche dann ihren "spirituellen Draht" zum Gluehen bringen, etwas in der Art wohl.
Unterschied zu Vietnam kann ich nicht beurteilen, da ich Vietnam nicht kenne diesbezueglich, aber vielleicht ist der Unterschied doch gar nicht so gross wie von Benni dargestellt...
In Thailand nie. Auch alle Gaben am Hausaltar und Geisterhäuschen werden nie nach einiger Zeit selbst verwendet.
Sicherlich gibt es in Thailand auch Einheimische , die nach Bennis Prinzip verfahren, ob das nun mehr als 10, 20 oder 50 % sind, sei dahingestellt, die Darstellung von Benni insofern nicht brutal falsch.
Ein paar Beispiele :
Wenn wir am Chao Por Paya Lae Shrine in Chaiyaphum
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vorbeifahren und reichlich Obst , Getraenke und Schweinskopp mitnehmen, so essen wir das Obst spaeter zuhause natuerlich auch selbst, Schweinskopp verschenken wir meist in der Nachbarschaft , die das dann weiter zur Mahlzeit verarbeiten.
Wenn wir zum grossen chin.Tempel AngSila fahren
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und eine grosse Schale Obst mit Getraenk auf den "Altar" stellen , dann nehmen wir die Lebensmittel , nachdem die Raeucherstaebchen heruntergebrannt sind, ebenfalls wieder fuer uns selbst mit nach Hause.
Aehnliches gilt bei uns auch fuer den "Hausaltar", den zentralen "Altar" innerhalb der Wohnsiedlung oder dem "Geisterhaeuschen" im Garten eines Grundstuecks .
Dann gibt es noch "Altare" z.B. auf Schulgelaende, wo zig geoeffnete Limo-flaschen stehen, die Limo holen die Schueler/Studenten dann natuerlich nicht mehr ab, ich wuerde vermuten , dass der "Hausmeister" die mittlerweile ohnehin unbrauchbar Limo in den Ausguss schuettet und nicht extra einen Baum mit bunter Schleife deswegen aufsucht....
Bei dem Satz von Benni
Die meisten Thais würden Speisen und Getränke, die sie dem Toten "mitgeben" niemals nachher konsumieren.
sollte man halt die Betonung auf "dem Toten" legen, kenne ich eigentlich nur in Zusammenhang mit Zeremonien , wo sagen wir mal ein Verstorbener explizit bedacht wird,
z.B. wenn in unserem Falle dem verstorbenen Schwiegervater gesondert etwas aufgetischt wird, wie auf nachfolgenden Bild die Mahlzeit auf der Matte...
diese Mahlzeit wird dann nicht gegessen , sondern z.B. in der Erde anschliessend vergraben o.ae..