Eintracht erringt den Herbstmeistertitel - Kuru sichert Erfolg mit seinem 14. Treffer
Da rieben sich die 400 einheimischen Fans in der Schüco-Arena die Augen: Fast vier mal so viele Gästefans feierten nach dem Schlusspfiff mit ihrer Mannschaft den verdienten 1:0 Arbeitssieg die Herbstmeisterschaft der Regionalliga Nord.
"Ob es nun verdient ist oder nicht, Hauptsache wir haben die drei wichtigen Punkte heute gesichert" resümierte Michael Krüger nach dem Spiel in der Pressekonferenz.
Die Partie begann mit vielen Aktionen im Mittelfelfeld und Fehlpässen auf beiden Seiten. Erst in der 13.Minute gab es die erste echte Tormöglichkeit in der Partie als Kuru erstmals in den Strafraum der Bielefelder eindrang und aus 8m abzog. Den Abpraller bekam Graf vor die Füße - doch dieser verzog. In der Folgezeit taten sich die Braunschweiger weiterhin schwer gegen die aggressiv spielenden Arminen. Trotz einer leichten Feldüberlegenheit war meist schon vor dem Strafraum des Gegners Endstation. Einzig Daniel Graf sorgte über die rechte Seite mit zwei Kontern in der 35. und 37. Minute für Verwirrung im Strafraum. Den Schlusspunkt in den ersten 45 Minuten setzte Martin Amedick mit einem Kopfball nach Flanke Kosta Rodrigues, der jedoch über das Tor ging. Insgesamt hatten die 1897 Zuschauer in der ersten Halbzeit eine Partie mit wenig Höhepunkten gesehen, bei der Eintracht eine leichte Spielerische Überlegenheit zeigte.
Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst so aus, als würde sich an dem Spielgeschehen nicht viel ändern. Die Tatsache jedoch, dass Krügers Mannen konzentrierter und engagierter in die Zweikämpfe gingen, weckten bei dem Blau-Gelben Anhang wieder Hoffnungen. Zu engagiert zeigte sich jedoch Lars Fuchs, der nur zwei Minuten nach seiner gelben Karte an der rechten Seite das Bein stehen ließ und hinter von Glück sagen konnte, dass Schiedsrichter Felix Zwayer ihm nicht den gelb-roten Karton zeigte. Seine sofortige Auswechselung, für ihn kam Jürgen Rische, brachte zusätzlichen Schwung in die Braunschweiger Offensivbemühungen. Endlich ging es schnell durch Patrick Bick und Kosta Rodrigues nach vorne. Zwischen der 60. und 70. Minute schnürten die Blau-Gelben die Gastgeber sogar zeitweise im eigenen Strafraum ein. Zwei mal retteten die Blau-Weißen nach Flanken von Martin Amedick vor dem einköpfbereiten Nermin Celikovic und Daniel Graf. Nach dieser Druck-Phase kamen die Arminen wieder besser ins Spiel und erzielten eine ganze Reihe von Eckbällen. So kamen die Arminen nach ihrem siebten Eckball zu ihrer größten Möglichkeit. Der Kopfball flog knapp über die Latte von Stuckmanns Tor.
Die Braunschweiger versuchten nun durch schnelle Konter doch noch zum Erfolg zu kommen.
Und sie wurden belohnt: In der 76. Minute schnappte sich Kuru in der Mitte des gegnerischen Strafraum den Ball, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und hämmerte den Ball aus 15 m zum Tor des Tages in die Maschen. Nun mobilisierten die Arminen ihre letzten Reserven, kamen aber nicht zu ernsthaften Einschussmöglichkeiten. Auf der anderen Seite hätte Celikovic in der 86. Minute vorzeitig alles klar machen können. Nach einem Flankenlauf von Siegert setzte er den Ball völlig frei stehend aus 10m neben das Tor. Nach den Abpfiff von Felix Zwayer rissen die 1500 mitgereisten Eintracht-Fans ihre Arme in den Himmel und feierten den hat erkämpften, aber verdienten 1:0 Erfolg.