Ich bin nicht in der Situation, nach Thailand auswandern zu wollen, daher beschäftigen mich solche Fragen, wieviel man zum Leben braucht nicht wirklich.
Aber, würde ich jetzt auswandern wollen, dann würde ich die ganzen Überlegungen völlig anders aufziehen:
Die grundlegende Frage wäre nicht, was kostet was, sondern was genau kostet mein ganz persönlicher Lebenstil den ich derzeit im DACH habe, wenn ich dann in Thailand lebe. Und zwar: Ohne Beschönigungen, wie etwa dass ich statt meiner heißgeliebten Marlboro Sargnägel in Zukunft irgend ein billiges Kraut rauche (theoretisch, denn ccc ist Nichtraucher).
Ich vermute, wenn man das konsequent durchrechnet, wird man am Ende feststellen, dass das Leben im LOS bei weitem nicht so billig ist, wie es manchmal dargestellt wird. Es kann schon deutlich billiger sein, aber was die Vertreter dieser Lebensweise vergessen hinzuzufügen ist eben, es ist nur dann deutlich billiger, wenn man Abstriche bei seinen bisherigen Ansprüchen macht.
Was bei diesen Berechnungen meist unterschlagen wird, sind die Kosten für Visaruns, die sich genauso summieren wie die gelegentlichen Flüge ins DACH und unvorhergesehene Ausgaben, die im DACH oft durch das soziale Netz abgefangen werden, im LOS aber voll die Haushaltskassa belasten.
Wenn man damit kalkuliert, dass die Kosten für die persönlichen Bedürfnisse im LOS die selben sind, wie im DACH, dann wird man am ehesten auf der sicheren Seite sein.
Was meines Erachtens aber nie und nimmer funktioniert, ist, einen konkreten Betrag zu nennen, mit dem man im LOS auskommen kann. Das scheint mir reine Theorie, die schon deswegen in der Praxis nicht funktionieren wird, weil nicht jeder wirklich richtig mit Geld umgehen kann und weil die allerwenigsten auf diverse liebgewonnenen Hobbies oder Goodies verzichten wollen.
So wie jeder Mensch verschieden ist, braucht auch jeder einen anderen Betrag um seinen Lebensunterhalt in Thailand zu finanzieren. Wenn man sich an den vordergründig niedrigen Beträgen orientiert, die hier genannt werden, wird aus dem Lebensunterhalt für viele eher ein gefühltes Vegitieren.