Hm, Butter und Restefettwurst verbinde ich eher mit absoluten Notzeiten, denn mit "Deutscher Esskultur". Letztere ist heutzutage eher durch eine angenehme Vielfalt gekennzeichnet. Und Thailand ist zumindest in seinen Metropolen gar nicht so weit weg davon.
Nebenbei, dort wo sich die Thailänder tatsächlich um
Deutsche Esskultur bemühen, findest Du so gut wie keine Deutsche - vermutlich ist es denen da zu teuer.
Das ist schon komisch, was mancher so als Erinnerung gespeichert hat. Die Bezeichnung "Gute Butter" kam ja nicht irgendwoher, das war das Pendant zu Margarine = "schlechte, billige Ersatz-Butter" (die Zutatenlisten vieler Margarine-Sorten beweisen das ja noch heute nachdrücklich).
Butter konnte sich in den Jahrzehnten nach dem Krieg noch lange nicht Jeder leisten, sie war mehr als doppelt so teuer und hat mit dem Status einer "Restefettwurst" nun wirklich nichts gemein.
Mit "deutscher Esskultur" verbinde ich aber eher die Art und Weise, wie man die Nahrung vom Teller o.ä. in den Mund bekommt.
Ja, die Deutsche Küche ist vielfältiger geworden, aber mehr durch die Einflüsse der unmittelbaren europäischen Nachbarn, als durch Fernost o.ä. und das Bemühen unserer thailändischen Gastgeber um diese Deutsche Küche ist leider im Regelfall ein vergebliches (und hat mit den Preisen nach mM nicht viel zu tun). Das fängt schon bei der Beschaffung der notwendigen Zutaten an. Ein Restaurant-Kunde, der ein Filet-Steak vom Rind genießen möchte, lässt sich nur einmal mit einem durchgebratenen Stück "Leder" abspeisen.