Leben in Bangkok für 18.000 Baht?

Diskutiere Leben in Bangkok für 18.000 Baht? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Hallo Thailand-Freunde, ich würde gerne in Bangkok 6 Monate arbeiten (Praktikum) und habe auch schon ein Angebot von einer Firma, die mich...
S

Stefan42

Gast
Hallo Thailand-Freunde,

ich würde gerne in Bangkok 6 Monate arbeiten (Praktikum) und habe auch schon ein Angebot von einer Firma, die mich nehmen würde.

Heute kam das Angebot: 18.000 Baht pro Monat.

Ich hab geringe Ansprüche, war auch schon öfter in Thailand und rundrum auf Reisen (das letzte Mal nach meinem Studium für 4 Monate) und weiss, wie hoch die Kosten für´s Reisen und Leben als Touri so sind.

Aaaaber: Reicht das für:
- ein Appartment, das nicht groß sein muss und Nebenkosten
- abends mal weggehen - nicht in die Touriburgen, sondern abseits
- 2-3 Mal im Monat am Wochenende mal günstig abseits ins Land (kann auch der letzte Mistbus sein, egal, hauptsache Land und Leute)
- Transport
- Allgemeine Sachen ?

Nur so: Ich möchte in Thailand leben und arbeiten, weil mir die Kultur gefällt und ich die Menschen super lieb gewonnen hab. Thailändische Freunde und Bekannte wären in Bangkok vorhanden und könnten mir auch helfen.

So ungefähr ist meine Rechnung bis jetzt, wenn was grob nicht stimmt, könntet Ihr mich dann bitte korrigieren?

Appartment 7.000
Essen 4.500
Trinken 2.000
Transport 2.000
Kippen 1.200
7eleven 2.000
am Wochenende raus (2-3x) 4.500
Versicherung 1 1.000
Sicherheitskalkül (10%) 2.500
insgesamt 26.700

Es wäre super, wenn ihr mir schreiben könntet, ob das
- ein gutes Angebot ist
- die Rechnung ungefährt stimmt
- oder das Ganze Eurer Meinung unrealistisch ist

Mir ist auch klar, dass ich eine Menge drauflegen muss.

Danke für Eure Hilfe im Voraus

Liebe Grüße aus (noch) Erding
Stefan
 
J

Johann43

Gast
Stefan 42,

für thail. Verhältnisse sind 18 Baht monatl. eine gute Bezahlung.
Davon leben in BKK ganze Familien und fahren noch ein Auto. Wenn Du wie Thai leben kannst, dann ist das völlig ausreichend.

Besaonders sind mir die Hohe Kosten für ein Apparment aufgefallen. Man bekommt heute noch Zimmer für 1.500 Baht. Legst Du aber europ. Niveau an, dann wirst Du es auch bezahlen müssen.

Gruss Johann
 
moselbert

moselbert

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Johann43" schrieb:
...
für thail. Verhältnisse sind 18 Baht monatl. eine gute Bezahlung.
Davon leben in BKK ganze Familien und fahren noch ein Auto. Wenn Du wie Thai leben kannst, dann ist das völlig ausreichend.
...
Den Betrag werde ich mal meinen Stiefsöhnen vorschlagen. Dann brauche ich wenigstens nicht mehr soviel Geld monatlich rüberzuschicken. ;-D

Ich weiß, Du meinst 18000 Baht. ;-)
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Hallo Stefan!

Korektur deiner Liste:

,bekommst du in Rangsit schon für 3.000 Bath möbiliert und ca.500 Bath Nebenkosten


lässt sich durch Entwöhnung einsparen

? ,ist doch schon im Essen und Trinken enthalten
am Wochenende raus (2-3x) 4.500
Kann billiger kommen ,wenn da keine Dirndel im Spiel sind

Also die 18.000 Bath sind drin
und fast jeder hat noch ein Sicherheitspolster aus Europa.

Gruss

Otto
 
x-pat

x-pat

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Stefan,

Als ich meine Firma vor elf Jahren gründete war mein Privatbudget auch nicht viel höher. Allerdings waren 18,000 THB damals noch 1,200 DM. Man kann zwar auch heute noch mit 18,000 THB im Monat über die Runden kommen, aber üppig ist das nicht. Du wirst dabei grössere Kompromisse mit der Unterkunft eingehen müssen und ein billiges Apartment ausserhalb des "Zentrums" von Bangkok suchen müssen. Das bringt höhere Transportkosten und längere Transportzeiten mit sich. Als Praktikantengehalt sind 18,000 THB für Thai Verhältnisse jedoch überdurchschnittlich. Zum Vergleich: Ein Berufsanfänger mit abgeschlossenem Studium verdient in Bangkok durchschnittlich 16,000 THB, ein höherer Angesteller verdient ca. 30,000 THB, ein Midlevel Manager ca. 50,000 THB. Haltung eines "normalen" westlichen Lebensstandards (Condo/Auto) liegt bei ca. 50,000-60,000 THB. Eine Familie mit Schulkindern (international school) gibt das doppelte aus.

X-Pat
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Hallo X-Pat!

Du weisst ja auch ,dass in BKK eine Verkäuferin oder einfacher Fabrikarbeiter gerade mal um die 6.000 Bath ,oder weniger verdient ,ein einfacher Polizist so um die 8.000 und ein einfacher Lehrer gerade mal 12.000.

Wieso setzt du den Berufsanfänger so hoch an :nixweiss:
Auch Akademiker führen in Thailand ein Taxi oder arbeiten dei der Hausüberwachung(Securiti)

Otto
 
x-pat

x-pat

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Hallo Otto,

Die genannten Gehälter sind für qualifizierte white-collar worker. Das ist das Level was wir (IT Branche) unseren Angestellten bezahlt haben. Meiner Erfahrung nach sind diese Gehälter einigermassen repräsentativ für Bangkok. Mehr Informationen zu diesem Thema sind auf www.ethailand.com und www.thaivisa.com zu finden.

X-pat
 
H

Holgernator01

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Hallo Stefan,

bei der Apartmentmiete kommt es natürlich darauf an, wo du deine Zelte aufschlägst.
Meine Mia hat für ihr Apartment mit AC 2500,- THB + NK bezahlt.
Das Zimmer war ok. :-) Die AC frißt natürlich jede Menge Strom.
Wenn du dich natürlich von den Garküchen auf der Straße ernährst, kannst du eine Menge Kohle sparen. Bist du auf europäisches Essen angewiesen, dann wird es etwas teuer.
Ich für meinen Teil könnte mit 18k BHT zurecht kommen (ohne große Sprünge zu machen). :-) :-)
 
C

Chak

Gast
Stefan42, hör nicht auf Otto, der ist unser Super-Geizkragen hier. X-Pat's Meinung ist sicherlich maßgeblicher aufgrund seiner Erfahrung und vom Standpunkt eines eher westlichen Lebensstils.
18.000 Baht scheinen mir sehr knapp bemessen, da muss man in vielen Bereichen sicherlich thaistyle leben.
Hast du eigentlich hier schon einmal gelesen? Da wird bei 26.200 Baht noch von einem bescheidenen Lebensstil gesprochen.
 
C

Chonburi's Michael

Gast
Hallo Stefan

Das Geld 18.000 Baht sollten reichen.

Wohnung 3.500 - 4.500 Baht
Betreibskosten 500 Baht
Taeglicher Bedarf: 300 Baht x30 = 9.000 Baht
Rest ?????

Ein Tipp: Wenn du kommst bezahle die Miete 6 Monate im Voraus so hast du wenigsten immer ein Dach ueber den Kopf. Dann hast du es leichter dein Geld einzuteilen.
 
M

MrLuk

Gast
@Stefan42,

Die Sache ist ganz klar: hast du nur 18.000, dann wirst du auch mit diesem Geld über die Runden kommen. Du würdest auch mit 10- oder 15 tausend klarkommen, ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen. Hast du aber Reserven, und rechnest mit etwa 25.000+, dann brauchst du dich auch nicht groß anstrengen um dieses Budjet aufzuarbeiten.

Meiner Erfahrung nach gibt man bei solchen Unternehmungen immer etwas mehr aus als geplant, oft sogar viel mehr. Es gibt immer was schönes zu kaufen, oder man lädt mal die neuen Freunde ein, und, und, und...

Außer dem absoluten Kii Niau, der tägliche Buchhaltung betreibt und alles hart kalkuliert, kommt KEINER mit einem knapp kalkulierten Budjet in einer Stadt wie Bangkok aus!!! Die ganzen Spekulationen, was die Thais so verdienen und mit wieviel die klarkommen, sind Milchmädchenrechnungen die eh nicht aufgehen können. Wir sind keine Thais, sind nicht dort aufgewachsen und haben einen anderen Lebensstandard, das läßt sich einfach nicht vergleichen. Und alleine der Fakt daß wir "Reserven" haben, macht den ganz großen Unterschied.

Auch ein "Otto" käme mit 18.000 Baht im Monat nicht einmal in der Pampa aus, wenn er seine Imobilien, "Spielsachen", Trips und seine anderen kleinen Bedürfnisse mit einrechnen und monatlich amortisieren müßte.

Nach der Erfahrung ist man auch in dieser Hinsicht klüger. Erst nachher weiß man wieviel man tatsächlich gebraucht- und ausgegeben hat. Nämlich dann wenn man das verbratene Geld durch die Zeit teilt, die man dort verbracht hat...
 
S

Stefan42

Gast
@alle: Herzlichen Dank für Eure Antworten, das hat mich beim Entscheiden - ob oder nicht - ein gutes Stück weiter gebracht.

Eine weitere Frage:

Ist es Eurer Meinung unverschämt, einfach ein bisschen mehr zu verlangen (so 20-25.000? Macht man das in Thailand bei einem Gehaltsangebot sowieso oder überhaupt nicht? Sind die womöglich sogar beleidigt und ziehen das Angebot zurück?

Hängt immer noch ein wenig in der Luft:
Euer Stefan
 
C

Chak

Gast
Was für eine Art Firma ist denn das, Thais? Und was für eine Art Job?
 
tira

tira

Senior Member
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Stefan42" schrieb:
..... einfach ein bisschen mehr zu verlangen (so 20-25.000? .....
hallo stefan,

wie dir einige vorposter bereits erläutert haben, ist die dir angebotene summe für thaiverhältnisse,
schon ein gutes geld. würde versuchen mit dem über die runden zu kommen und nicht den bogen überspannen
und damit die jobmöglichkeit als solche gefährden.

gruss :cool:
 
S

Stefan42

Gast
@Chak:

Das ist die Wright Company Asia http://www.wrightco-asia.com, welche ihren Ursprung sicher nicht in Thailand hat. Die suchen für Grossfirmen hochrangige Führungskräfte und vermitteln diese.

Firmensitz: im Lang Suan Balcony 3 (Nähe Lumphini Park).

Job-Beschreibung:

---snips aus der Email----
... And you will taking care of development our websites (now we got 20 websites registered).

Basicly the main responsibility for internship would be
1. Data Entry
2. Program Testing
3. General office work
Other tasks will assigned after the first week when you learn more about our organisation.
----snips aus der Email---- Ende

Ich bin diplomierter Volkswirt (guter Schnitt) und habe seit 5 Jahren nebenbei und seit 6 Monaten Vollzeit ein kleines Geschäft mit Programmierung und Webdesign am Laufen. Ich wollte einfach in Asien nochmal Erfahrung sammeln, bevor ich in die Geschäftswelt in Deutschland einsteige.

Liebe Grüße
Stefan
 
M

MrLuk

Gast
@Stefan42

Mein Tip: diskutiere das Angebot nicht. Arbeite gut, gib dein Bestes und informiere dich nebenbei diskret was die Kolegen so verdienen. Nach einem oder zwei Monaten (nach dem du dich eingearbeitet-, bewährt- und wirklich sehr gute Arbeit geleistet hast, kannst du ja mal um den Brei reden bei deinem Vorgesetzten. So in der Art: "mein Job gefällt mir sehr gut, ich verstehe mich ganz prima mit den Kolegen, ich möchte mich ehrlich gesagt voll in die Sache engagieren für die Zeit die ich hier bin....und dann ganz dezent eine kleine Bedrücktheit ausdrücken. Vielleicht eine Bemerkung über deine Familie die du im Ausland versorgen mußt, oder etwas ähnlich "sensibilisierendes". Aber nicht zuviel Körpersprache und kein ewig langes Gequatsche (Zwei Sätze plus eine kleine Verlegenheit, ein Zögern reicht vollkommen aus) zum Einsatz bringen. Dann wieder auf gefasst schalten (um ihn nicht noch unbedacht in Verlegenheit zu bringen) und dann seine Reaktion abwarten. Das wäre in ungefähr die asiatische Methode...

Wenn der Vorgesetzte dann nicht versteht was du ausdrücken willst, dann wird's natürlich peinlich... :rolleyes: :lol:
 
S

Stefan42

Gast
Mein Chef dort wäre sowieso ein Amerikaner wie es aussieht...
Mein Problem ist: Mache ich es überhaupt oder nicht?

Viele Grüße
Stefan
 
I

Iffi

Gast
@Stefan,

lies dir bitte noch mal MrLuk's Posting durch. Satz für Satz. :cool:

Mal abgesehen vom Gehalt ist dies nämlich keine schwarz/weiss Angelegenheit, sondern eine horizont-erweiternde Gelegenheit, die ungeahnte Früchte in der Zukunft tragen könnte.
 
S

Stefan42

Gast
@MrLuk

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Entschuldigen Sie, ich war vorher ziemlich unter Zeitdruck.

@iffi

ich verstehe, was Du meinst. Du meinst es auch sicher gut mit mir. Ich weiss auch, was MrLuk mir sagen will.

So würde ich es auch machen, wenn ich nicht ein Problem hätte:
Mein angespartes "Vermögen" reicht nach jüngsten Rechnungen (wenn man die hohen Startkosten und die Wiedereintrittskosten ins normale Leben in Deutschland inklusive Arbeitssuche usw. mit einrechnet, was man meiner Meinung nach schon machen sollte) nicht aus, um mir das Ganze - auch beeinflusst durch die Meinungen, die mir hier und in den anderen Foren grosszügigerweisse zur Verfügung gestellt werden - mit diesem Gehalt leisten zu können.

Deswegen auch der Satz mit dem amerikanischen Chef - bei einem Asiaten kann man sich nach MrLuk voll reinhängen und eigentlich damit rechnen, dass das Gehalt erhöht wird. Ich mag Arbeiten ziemlich gerne und könnte mich halbwegs darauf verlassen oder wenigstens berechtigt darauf hoffen. Bei einem Westler ist es - natürlich nur tendenziell - aber auch drin, dass das eher nicht passiert.

Nur so zur Erklärung und

vielen Dank nochmal an alle für die liebe Hilfe!!!

Viele Grüße
Stefan
 
x-pat

x-pat

Senior Member
Dabei seit
06.11.2003
Beiträge
7.717
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3.700
Ort
Chiang Mai
Stefan42" schrieb:
Ich bin diplomierter Volkswirt (guter Schnitt) und habe seit 5 Jahren nebenbei und seit 6 Monaten Vollzeit ein kleines Geschäft mit Programmierung und Webdesign am Laufen. Ich wollte einfach in Asien nochmal Erfahrung sammeln, bevor ich in die Geschäftswelt in Deutschland einsteige.
Hallo Stefan,

Mache es, es lohnt sich! Ich habe selbst ein (Neben-)Studium in Wirtschaftswissenschaften gemacht und ich habe nie so viel über Betriebswirtschaft gelernt wie in meinem ersten Jahr in Asien, obwohl meine erste Firma nach einem Jahr pleite war. Es ist wirklich eine empfehlenswerte Erfahrung. Bei einem Headhunter lernst du darüber hinaus verschiedene Industrien kennen. Du hast vielleicht sogar die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit den Kandidaten und kannst neue Kontakte in Asien knüpfen, die von grossem Wert sein können. Dafür lohnt es sich schon den persönlichen Luxus für eine begrenzte Zeit herunterzukurbeln.

Was Verhandlungen mit Amerikanern angeht, da bist du am besten von vorne herein über deine Erwartungen und Qualifikationen völlig offen. Die sind ganz anders als die Thais und auch anders als Deutsche. Bei den Amerikanern ist wichtig: viel Reden, Kompetenz betonen, Entscheidungsdruck erzeugen, schnell handeln.

Viel Erfolg!

X-Pat
 
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