waanjai_2
Senior Member
Themenstarter
Zunächst, es steckt viel Allgemeingültigkeit darin, nur die Ausgangslagen sind für die Angelsachsen halt besser, weil die eine Weltsprache von Kindheit an sprechen, die zudem in Thailand auch gesprochen wird/sollte. Das führt dazu, daß die räumliche Segregation bei den Deutschsprachigen ins Ghetto-hafte auswächst.was macht Dich so sicher, dass dies vor allem und besonders für Menschen "aus dem deutschsprachigem Kulturraum" gilt? Ich hätte hier eher auf Allgemeingültigkeit getippt.
Und an welchen Indikatoren machst Du ein Ausbrechen aus diesem Muster fest?
Um für andere die Machbarkeit zu unterstreichen und den (lohnenden?) Weg dorthin zu skizzieren: wie hast Du es denn geschafft, Dich der offensichtlichen Mehrheitshaltung zu entziehen?
Die Antworten werden sicher dem Einen oder Anderen helfen, Resignation und Hilflosigkeit bei der Bewältigung dieser Herausforderung gar nicht erst aufkommen zu lassen. Der I-Punkt wäre ein kurzer Abriss des Konzeptes, das die friedliche Koexistenz des deutschen Vereins- und Sicherheitsdenkens mit der kulturellen Identifizierung im Zielland sicherstellt.
Man kann dagegen steuern. Nachdem sich wohl abzeichnete, daß meine thail. Freundin wohl mehr bedeuten würde, habe ich mich aufgemacht, die Musik ihrer Heimat zu verstehen. Ähnlich wie es ja auch viele der ersten Generation Nittayaner hinsichtlich der Religion gemacht haben und heute gute Kenner des Buddhismus sind.
Ich also den Weg der Musik gewählt. Und hier mich für Neues interessiert. Man braucht hier nicht allen wohl gesetzten Worten zu glauben, man sieht es an den Taten. So schlage ich vor, einmal die Musikthreads danach zu untersuchen, wie sehr da retrogrades Musikinteresse vorherrscht. Mein Gott, auch ich wäre beinahe bei Woodstock persoenlich dabei gewesen, aber ich hänge doch der Musik vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte nicht hinterher. Habe mich deshalb bereits in Deutschland für bestimmte thailändische Künstler stark interessiert und diese gar gesammelt. Weil es aus Deutschland so wunderschoen schwer war, reizte es mich immer mehr. Heute bin ich z.B. einer von 3-4 Farangs weltweit, die das komplette Werk von Jintara Poonlarb vollständig haben. Das sind mehr als 65 Alabams.
So kann der Sammlertrieb z.B. ein wichtiger Motor bei der Assimilation an eine neue, ehemals fremde Kultur werden. Jedenfalls als soziales Verhalten effektiver als abends in seinem Haus die "Wacht am Rhein" zu trommeln. Dieses rückwärts gewandte Fan-Verhalten bedeutet für mich kulturelles Absterben. Leben ist jedoch die ständige Neuerung. Wird kulturelle Integration zum Hobby, dann kann man gar auf dieser Basis Freunde in Thailand finden, Gleichgesinnte halt. Wie ich einen Freund, der früher in D Radio-Moderator war. Jetzt sind wir beide in Udon zu Event Junkies geworden und planen unverdrossen die Herausgabe des Udon Event Calendars.
Wenn wir schon nicht arbeiten dürfen, so dürfen wir doch unseren Hobbies froenen. Der eine mag mehr Jintara, Siripon Ampaipong, Tai Orrathai, Tuktan Chollada, Phai Phongsatorn oder Monkan Gankon, also Loogthung, der andere mehr Carabao, Pongsit Kampee. Satien Tummeur, also Lieder des Lebens, oder Job2Do, also Reggae. Man muß einfach mal anfangen hinzuhoeren.







