So kam dann schließlich die eigentliche Abendbrotzeit. Bei uns ist das immer etwa dann, wenn es dunkel wird. Treffen in Restaurants werden standardmäßig für 18:00 organisiert.
Der leckere Bohnensalat mit Zwiebeln - natürlich auf europäische Art zubereitet: Also mit Zitrone, Olivenoel, prik thai und Salz.
Marisa (Nick: Plim) ißt standardmäßig alles, was Farang ißt. Solidaritäts-Esser.
Nun einmal ein Blick auf das Essen meiner Frau rechts neben mir: Man sieht frischen Bambus, einen frisch zubereiteten prik plaa, Buap und Makrut. Erbsen und andere Blätter, deren Namen ich vergaß zu erfragen. Rechts davon stehen die Reisstroh-Koerbe mit dem Klebereis.
Ganz rechts unten auf dem Tablett sieht man, was ich dann schnell ganz aufgegessen habe. Den erst kürzlich in einer Gemeinschaftsaktion hergestellten Bambus priau. Leckerer als jedes Sauerkraut, sage ich.
Für meine Frau ist so ein Gemüsegericht nix Besonderes. Veganes Essen nicht aus Kalkül, sondern aus Tradition. Natürlich - außer dem Bambus - alles aus dem eigenen Garten. Und: Nicht vergessen - im Isaan hatten die Leute früher auch nicht so viel Geld, um sich ständig Fleisch leisten zu koennen. Zu den Zeiten wurde allerdings die "ahan Isaan" wesentlich geprägt.
Wanderer, kommst Du nach Udon, dann frage Dich z.B. zum Restaurant "Krua Khun Nid" durch. Ein Restaurant der Küche des Isaans. Immer gut besucht.