Heute 'mal keine Pilze.
Dennoch erneut ein Abendbrot - für 5
Hier ein für das Essen im Isaan in mehrfacherweise typisches:
Gut, es gab heute wieder ein BBQ. Spareribs und selbstgefangenen Süßwasserfisch.
Aber auf dem Bild sieht man mehr!
1. Es wird vornehmlich mit den Fingern gegessen! Fingerfood, wie dies bei den Amis heißt? Auch nicht.
Die Menschen im Isaan sind auch nicht alle gleich. Unterscheiden sich hiermit gar nicht von den anderen Bevölkerungsgruppen dieser Welt.
Es gibt allerdings - grob vereinfacht - mind. 2 Untergruppen.
Die einen essen am liebsten Fisch vor Fleisch, weil sie den Fisch halt kennen, immer hatten (im Reisfeld oder in den Seen) plus pag pag - also Gemüse und Salate. Nur Fleisch - so wie das den Farangs unterstellt wird - bloß nicht. Wenn die wüßten, das das früher auch nur Sonntags gab.
Dann gibt es diejenigen, die schon von früher her Fleisch gewohnt sind. Eigene Schweine oder Rinder hatten. Das prägt auch die Präferenzen.
Jedenfalls sieht man hier 3 x Fingerfood und 1 Besteck-Food. Das bin ich. Ich liebe heiße Folienkartoffeln und ist auch immer nützlich, um die richtige Aussprache des Englischen zu verdeutlichen.
2 Paar Hände essen Fisch, 1 Paar essen Bambus. (Warum die Rigatoni von gestern auf dem Tisch sind, weiß eigentlich keiner. Außer, dass immer alles, was gestern nicht weggefuttert wurde, heute wieder auf den Tisch kommt.)
Auf die spareribs, da kommen wir evtl. noch drauf zu sprechen.
Zunächst, die 2 kg wurden hier gegrillt.
Soweit zu den spareribs, die eben überwiegend für mich waren. So schien es.
Es stellte sich nämlich heraus, dass der Nachtisch, das Obst, in diesem Fall die jackfruit, das Interessante an diesem Abend war. Da der wasa ja verabsäumt hatte, den Knigge jeglichen gepflegten Jackfruit-Essens inkl. Tortenbodenunterlagen vorzustellen, blieb hier nur Bauern-Posse.
Hier sieht man, wie es geht mit dem Entkernen der Inhalte und der Herausnahme der die Kerne unmittelbar umgebenden Gewebe.
Ach ja, ich vergaß, die Hunde interessierten sich ebenfalls mehr für die spareribs - aber das ist nicht so kulturübermittelnd wie alles andere.
Hier geht es weiter mit dem Entkleiden.
Ich hoffe, das nächste Mal kann jeder selbst ein großes Stück Jackfruit auseinander nehmen und essen. Das gehoert schließlich zum lebenspraktischen Sinn dieses threads.
