Kronprinzessin in der BRD

Diskutiere Kronprinzessin in der BRD im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn hält sich seit dem 19. Februar 2002 zu einem privaten Besuch in Deutschland auf. Berichten zufolge will sie...
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Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn hält sich seit dem 19. Februar 2002 zu einem privaten Besuch in Deutschland auf. Berichten zufolge will sie 4 Wochen lang am Geothe-Institut ihre Sprachkenntnisse vervollkomnen. Weiter stehe auch ein privates Essen mit Bundespräsident Johannes Rau auf dem Programm. Die thailändische Kronprinzessin wird am 21. März 2002 wieder zurück in Bangkok erwartet. (jinjok/royal tv news)

Letzte Änderung: Jinjok am 22.02.02, 16:31
 
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Aus dem Göttinger Tageblatt vom 26.02.2002

Thailändische Prinzessin lernt Deutsch

Viele Gespräche, zahlreiche Abstimmungen und häufiger Besuch diverser Delegationen: Der Besuch der Kronprinzessin ist ausführlich vorbereitet worden. Die vom Institut vorgeschlagene Unterkunft in einer fußläufig zu erreichenden Pension wurde auf Tauglichkeit getestet. Die Termine für öffentliche Auftritte und kulturelles Vergnügen mussten abgestimmt werden. Die Sicherheit von Unterkunft und Studienort wurden überprüft. Alles entsprach schließlich der Etikette und den Bedürfnissen von Maha Chakri Sirindhorn – übrigens alles Vornamen, denn in Thailand werden Nachnamen ausschließlich für den Pass benutzt.

Mit kleinem Gefolge ist die Kronprinzessin angereist. Lediglich eine so genannte Hofdame und eine Begleiterin hat sie mit gebracht. Letztere hat bereits Ende der 50-er Jahre am Goethe-Institut Deutsch gelernt und ist inzwischen Professorin für Germanistik in Thailand. Auch Maha Chakri Sirindhorn bringt bereits einige Vorkenntnisse mit, die sie in Gruppen- und Einzelunterricht am Goethe-Institut verbessern will. Die Kronprinzessin wird sich am 26. Februar in der Dorntze im Alten Rathaus in das Goldene Buch der Stadt eintragen. pek
 
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Aus dem Weser Kurier vom 28.02.2002

„Richtig nette“ Königstochter will lernen

Kronprinzessin aus Thailand besucht Deutschunterricht im Göttinger Goethe-Institut

Von unserem Mitarbeiter Reimar Paul

Göttingen. „Die sieht ja gar nicht aus wie eine Königstochter“, raunte gestern ein Zuschauer. Beim Empfang der Stadt Göttingen hatte die thailändische Kronprinzessin Maha Chakri Sirindhorn statt eines pompösen Gewandes ein schwarzes Kostüm und flache Schuhe gewählt, statt Diadem eine schlichte Spange im Haar. Beim Eintragen ihres Namens in das Goldene Buch der Stadt wirkte sie eher verlegen.

Die mehrsprachige Prinzessin (Chinesisch, Englisch und Französisch) will in Göttingen vor allem ihre Deutschkenntnisse aufbessern. Im Goethe-Institut hatte sie den vierwöchigen Deutschkursus Mittelstufe I buchen lassen. „Seit Jahresanfang gab es bei uns kaum ein anderes Thema, alle Mitarbeiter waren in heller Aufregung“, erzählt eine Lehrerin des Institutes. Wochenlang sei am Stundenplan getüftelt, seien Kollegen wie Mitschüler auf die Ankunft Ihrer Königlichen Hoheit vorbereitet worden.
                               
Mit einer Hofdame und einer weiteren Begleiterin hat sich Maha Chakri Sirindhorn in einer kleinen Pension im besten Göttinger Wohnviertel einquartiert. Die Prinzessin gilt als Frühaufsteherin, bereits um fünf Uhr soll für die hohen Gäste das Frühstück angerichtet sein. Sicherheitsleute der  thailändischen Botschaft hatten das Haus und den rund einen Kilometer langen Weg zum Goethe-Institut, den die Prinzessin zu Fuß zurücklegt, zuvor ausgiebig unter die Lupe genommen.

Während ihres Aufenthaltes in Göttingen will die Prinzessin auch die Umgebung erkunden.  Vertreter der thailändischen Botschaft, der Stadt Göttingen und des Goethe-Institutes haben das Programm für die Kultur- und Politikinteressierte Besucherin gebastelt. Die Universität kündigte Zusammenkünfte der Kronprinzessin mit Göttinger Agrar- und Geowissenschaftlern und mit Vertretern des Seminars für Indologie und Buddhismuskunde an.

Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn kam am 2. April 1955 als drittes Kind des thailändischen Königspaares auf die Welt. Sie studierte an verschiedenen Universitäten Geschichte und Geografie, legte hervorragende Abschlüsse hin und unterrichtet heute beide Fächer als Professorin. 1932, als eine Gruppe Offiziere und Beamter einen Staatsstreich unternahm, hatte sich sich Thailand von einer absoluten zur konstitutionellen Monarchie gewandelt. Für ihren König Bhumibol Adulyadej empfinden die Thai eine von westlichen Beobachtern bisweilen als unterwürfig bezeichnete Hochachtung.

Respekt müssen die Thai auch den Portraits der Königsfamilie etwa auf Banknoten oder Briefmarken bezeugen. Wer einen Geldschein mit dem Konterfei des Königs zerreißt, begeht eine Straftat.  Auf so viel Etikette besteht Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn in Göttingen und im Deutschkurs mit Schülern aus rund einem Dutzend Ländern nicht. „Sie wirkt ganz locker“, meint die Mitarbeiterin im Goethe- Institut. Die Kronprinzessin habe „richtig nett gegrüßt“.
 
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Aus der Saarbrücker Zeitung vom 02.03.2002

Eine Prinzessin aus Asien lernt Deutsch

Die thailändische Königstochter Maha Chakri Sirindhorn lebt und studiert in Göttingen - "Sie wirkt irgendwie ganz locker"

- Von REIMAR PAUL, Göttingen -

Äußerlich macht Maha Chakri Sirindhorn gar keinen fürstlichen Eindruck. Statt eines königlichen Gewandes trägt die thailändische Kronprinzessin ein einfaches schwarzes Kostüm und flache Schuhe, statt eines Diadems eine schlichte Spange im Haar. Beim Empfang durch Göttingens Oberbürgermeister Jürgen Danielowski (CDU) und beim Eintrag ihres Namens in das Goldene Buch der Stadt wirkte die Prinzessin mit dem netten Lächeln eher verlegen. Doch ihr zurückhaltendes Auftreten wirkte bezaubernd. Ihr Land liegt in Südostasien, zwischen Myanmar, Laos, Kambodscha und Malaysia. Die Hauptstadt ihrer Heimat ist die Millionen-Metropole Bangkok.

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, war die 46-Jährige adelige Frau bereits vor einer Woche zu ihrem als Privatbesuch deklarierten Aufenthalt in die niedersächsiche Universitätsstadt gereist. Im Goethe-Institut hatte sie vorab den Deutschkurs Mittelstufe I belegen lassen. "Seit Jahresanfang gab es bei uns kaum ein anderes Thema, alle  Mitarbeiter waren wegen der Prinzessin in heller Aufregung und zum Schweigen gegenüber Journalisten verdonnert", erzählt eine Lehrerin des Institutes. Mit einer Hofdame und einer weiteren Begleiterin hat sich Maha Chakri Sirindhorn in einer einfachen Pension einquartiert. Die Prinzessin gilt als Frühaufsteherin, bereits um fünf Uhr soll für die Gäste das Frühstück angerichtet sein. Sicherheitsleute der thailändischen Botschaft hatten das Haus und den rund einen Kilometer langen Weg zum Goethe-Institut, den die Prinzessin zu Fuß zurücklegt, zuvor ausgiebig inspiziert. Während ihres Aufenthalts in Göttingen will die Prinzessin auch die Umgebung erkunden, geplant sind unter anderem Ausflüge zu einer Burg in Nörten-Hardenberg und ins Kloster Bursfelde. Die Universität Göttingen kündigte unter anderem Treffen der Kronprinzessin mit Geowissenschaftlern und Vertretern des Seminars für Indologie und Buddhismuskunde an.

Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn wurde am 2. April 1955 als drittes Kind des thailändischen Königspaares geboren. Sie studierte an verschiedenen Universitäten Geschichte und Geographie und unterrichtet heute beide Fächer als Professorin. Die Prinzessin spricht noch weitere Fremdsprachen, sie wandert und schwimmt und engagiert sich in Thailand in Gesundheits- und Bildungsprojekten. Am 24. Juni 1932, als eine Gruppe im Westen ausgebildeter Offiziere und Beamter einen Staatsstreich unternahm, wandelte sich Thailand von einer absoluten zur konstitutionellen Monarchie.

Für ihren König Bhumibol Adulyadej, der im Jahr 1946 den Thron bestieg und damit der am längsten amtierende Monarch auf der Welt ist, empfinden die Thai eine für den westlichen Blick ungewöhnliche Hochachtung. Respekt müssen die Thai auch den Porträts der Königsfamilie etwa auf Banknoten oder Briefmarken bezeugen. Wer einen Geldschein mit dem Konterfei des Königs zerreißt, begeht eine Straftat. Auf so viel Etikette besteht Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn zumindest bei ihrem Aufenthalt in Göttingen nicht. "Sie wirkt irgendwie ganz locker", erzählt die Mitarbeiterin im Goethe-Institut. "Gestern kam sie auf mich zu und sagte mir einfach ´hallo´." Text
 
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Aus den Nürnberger Nachrichten vom 14.03.2002

Königspaar kam 1960, nun folgt Prinzessin Sirindhorn
Die 46-Jährige besichtigt Kaiserburg und Albrecht-Dürer-Haus – Besuch bei der Firma Eschenbach Optik – Fahrt nach Bamberg

Sie ist bekannt für ihr soziales Engagement, liebt Sprachen und zeigt sich an Deutschland interessiert: Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, drittes Kind des Königspaares Phumiphol und Sirikit von Thailand, wird anläßlich eines Bayernbesuches am Sonntag, 17.März, fünf Stunden in Nürnberg verbringen.

Wenn die 46-jährige Kronprinzessin kommt, wird das offizielle Zeremoniell weit weniger spektakulär sein als beim Staatsbesuch ihrer Eltern im Sommer 1960. Alteingesessene Nürnbergerinnen und Nürnberger erinnern sich: Vom 31. Juli bis 2. August 1960 weilte das thailändische Königspaar in der Noris. Am Bahnhof (damals wie heute eine große Baustelle) wurden Sirikit und Phumiphol, so berichtet die Stadtchronik, „von der Bevölkerung mit Jubel und herzlichem Beifall begrüßt. Eine Gruppe thailändischer Studenten bringt dem Herrscherpaar besondere Ovationen. Die Gäste fahren in Limousinen am Grand Hotel vor, wo ihnen Zehntausende zujubeln, so dass sich das königliche Paar an ihren im 3. Stock gelegenen Fenstern nicht weniger als zehnmal zeigen muߓ.“

Kronprinzessin Sirindhorn besichtigt am Sonntag von 8 bis 10 Uhr die Firma Eschenbach Optik, genauer gesagt das Technikzentrum in der Andernacher Straße 29 b. Die 46-Jährige ist stark interessiert an der Herstel lung von Lupen, Lesegläsern und Sehhilfen für das Rote Kreuz in Thailand. Dann besichtigt sie mit OB Ludwig Scholz die Kaiserburg und das Albrecht-Dürer-Haus. Nach dem Empfang im Historischen Rathaussaal wird sich der königliche Gast aus Thailand im Bratwurst-Häusle stärken: Wirt Werner Behringer sperrt extra sein Lokal auf, das sonntags normalerweise zu ist. Gegen 13 Uhr geht es weiter nach Bamberg und Coburg. H.M.
 
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Stefan642002

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@Jinjok
Danke für den Tip werde auf jeden Fall hingehen und mir die Prinzessin
ansehen und vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ein paar Wörter mit ihr zu wechseln.Habe einen großen Respekt vor der Prinzessin da sie in Thailand sehr beliebt ist und sich sehr für die Bevölkerung angagiert.
Stefan
 
N

Niko

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Leider verpasst, wie schade.
Bericht von der Mainpost am 16.03.2002

Nachtrag: War auf dem Titelblatt

Letzte Änderung: Niko am 16.03.02, 13:28
 
R

Rob

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Hallo !
Heute war die Prinzessin in Ansbach.
Sie besichtigte das markgräfliche Schloss und wurde
anschliessend auf einem Empfang in der Orangerie
begrüsst.
Sie reist mit kleinem Stab (in einem schwarzen Reisebus)
und wirkt sehr natürlich und freundlich.
Übergebe an Nürnberg ......
Robert
 
S

Stefan642002

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Heute besuchte die Kronprinzessin Nürnberg.Sie besuchte die Kaiserburg,das albrecht Dürrer Haus,das Rathaus und zum Schluß das Bratwursthäusle.Es hatten sich viele Thailänder und Einheimische zu ihrem Empfang eingefunden.Sie hatten Bilder und bemalte Thailandflaggen mitgebracht.Nach zwei Stunden Wartezeit erschien die Prinzessin.Sie strahlte ein königliches Flair aus und man spürte förmlich das sie eine große Persönlichkeit ist.Sie wirkte auf mich ein bißchen Scheu und doch so natürlich und sehr freundlich.Sie sprach mit ihren Landsleuten und nahm Geschenke und Spenden entgegen.
Es war für mich ein großartiges Erlebniss und hat meinen Glauben zu Thailand noch mehr gestärkt.Ein paar Bilder von ihrem Besuch findet ihr hier.Princess
 
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Aus dem Fränkischen Tag vom 18.03.2002

Königliche Hoheit im HerzogsPark

Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand hielt Hof in Herzogenaurach - Festliches Diner mit Ehrengästen

HERZOGENAURACH. Mit hohem und wahrhaft königlichem Besuch machte das Hotel HerzogsPark am Samstagabend seinem Namen alle Ehre. Mit ihrer Königlichen Hoheit, Maha Chakri Sirindhorn von Thailand, hatte das Haus einen Abend und eine Nacht lang eine echte Prinzessin zu Gast.


von Eva Schmelmer

Gespannt und zugleich geduldig harrten die zahlreichen Ehrengäste und Journalisten im Foyer des Hotels HerzogsPark des Momentes, da sich die Aufzugstür öffnete und die "Royal Highness" sich den zahlreichen Ehrengästen zeigte. Wer jedoch eine exotisch gekleidete "typische Thailänderein" aus dem Reiseprospekt erwartete, wurde enttäuscht, als die Aufzugstür sich öffnete. Die Prinzessin kam "in zivil", im türkisblauen Kostüm und mit kleinem "Hofstaat", ihr Auftritt war eher unprätentiös. Trotzdem betrat sie unter einem regelrechten Blitzlichtgewitter der Fotografen die Halle, wo sie begrüßt wurde vom königlichen Botschafter von Thailand, Surapong Jayanama und seiner Gattin, von Regierungspräsident Karl Inhofer, Regierungsdirektor Helmut Eichler von der Bayerischen Staatskanzlei, Landrat Franz Krug, Bürgermeister Hans Lang mit Gattin Helga, dem Vorstandsvorsitzenden von adidas- Salomon, Herbert Hainer, sowie den Gastgebern, der Inhaberin des Hotels HerzogsPark, Brigitte Baenkler-Dassler, und Hoteldirektor Wolfgang Leyrer.

Dann trug sich ihre königliche Hoheit in das goldene Buch der Stadt Herzogenaurach ein. Ein anschließender Sektempfang bot den Gästen Gelegenheit zum Gespräch mit der Prinzessin.

Anschließend begaben sich die Gäste in die Gaststube im Untergeschoss, wo bereits ein deftiges fränkisches Spezialitätenbüffet bereitstand.

Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand war einer Einladung der Bayerischen Staatskanzlei nach Bayern gefolgt und hatte sich Franken als Ziel ihrer Reise ausgesucht. Aufgrund der guten Beziehungen von HerzogsPark-Inhaberin Brigitte Baenkler-Dassler zur thailändischen Honorargeneralkonsulin Barbara Steinle wurde Herzogenaurach und der HerzogsPark zur ersten Station der Prinzessin, wo sie am Samstagabend zu einem festlichen fränkischen Büffet-Diner eingeladen war. Die nächtliche Residenz für den hohen Besuch war die Garibaldi-Suite des Hauses, deren Abricot-farbiges Interieur dem Gast sehr gefiel, wie die PR-Ateilung des Hotels verlauten ließ.

Die Präsenz der Prinzessin betone die traditionelle Freundschaft und die Gemeinsamkeiten zwischen Thailand und Deutschland, würdigte Landrat Franz Krug in seiner Tischrede den hohen Besuch. Als moderne, sich dynamisch entwickelnde Nationen zeichneten sich beide Länder aus durch den Reichtum ihres historischen Erbes, die kulturellen und landschaftlichen Schönheiten sowie ihre Gastfreundschaft, so Krug. Der Landrat lobte das ausgewählte und vielseitige Besuchsprogramm der Prinzessin.


Bamberg und Regensburg

In der Tat wird Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn in den wenigen Tagen, die sie noch in Franken weilt, ein wahres Mammutprogramm absolvieren. Bereits morgen reist ihre königliche Hoheit weiter nach Kloster Banz und nach Nürnberg. In den nächsten zwei Tagen stehen dann als Stationen noch Würzburg, Rothenburg ob der Tauber, Vierzehnheiligen, Bamberg und Regensburg auf dem Programm.
Wie Frau Dr. Ampar als Übersetzerin und Begleiterin der Prinzessin dem FT verriet, war diese zuvor seit Mitte Februar bereits in Göttingen, wo sie vier Wochen lang einen ganztägigen Deutschkurs im Goetheinstitut absolviert hatte. "Gemeinsam mit den regulären anderen Kursteilnehmern hat sie jeden morgen von 8 bis 13 Uhr gelernt und am Nachmittag noch zusätzlich Privatstunden genommen", so Dr. Ampar. Die deutsche Sprache und Kultur interessiere ihre Königliche Hoheit sehr, erzählte Dr. Ampar auf Nachfragen des FT. Nicht zuletzt aus diesem Grund würde sie Deutschland nunmehr bereits zum dritten Mal besuchen.

"Auch ihre früheren Besuche hatten große Begeisterung im Land ausgelöst", erinnerte sich Klaus Inhofer in seiner Tischrede, "so wie auch heute in Ansbach", wohin der Regierungspräsident die Prinzessin am Nachmittag begleitet hatte. In besonderem Maße verlieh Inhofer seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Tochter von König Bhumipol und Königin Sirikit von Thailand erneut in Bayern bzw. in Franken zu Gast sei.

"Bayern kennt man nur, wenn man auch Franken kennengelernt hat", schmunzelte Inhofer. In Anerkennung ihres großen kulturellen Interesses schenkte er der Prinzessin eine Auswahl von CDs mit Bayerischer bzw. Deutscher Musik.

Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, über deren genaues Geburtsjahr sich geheimnisvoll unterschiedliche Jahresangaben ranken, hat in Thailand Geschichte, Literatur und Sprachwissenschaft studiert und schloss ihre Studien mit zahlreichen Auszeichnungen ab. Seit 1979 lehrt sie an der Chualongkorn Universität, erwarb 1987 ihren Doktortitel im Fach Pädagogik und nimmt regelmäßig an Kongressen in Thailand und im Ausland teil.

Reisen, Literatur, Musizieren, Malen und Sport zählen zu den Hobbys der vielseitig interessierten Prinzessin.

Doch nicht nur der Kultur ist sie sehr zugetan. In ihrer Heimat engagiert sie sich für vielfältige soziale Projekte und ist unter anderem Vizepräsidentin des Thailändischen Roten Kreuzes. "Sie möchte aktiv helfen bei Problemen wie Armut, Hunger oder mangelhaftes Bildungssystem, die es in unserem Land gibt", berichtet Frau Dr. Ampar. "Deshalb besucht sie jede Woche verschiedene Projekte, ob in Schulen oder landwirtschaftlichen Betrieben, um die Arbeit vor Ort mit zu betreuen."


Gedichte zur Reise

Kulturelles und soziales Interesse verbinden sich sogar, denn über ihre Reisen verfasst die Prinzessin Gedichte und Kurzgeschichten, deren Erlöse einer Stiftung zugute kommen, die bedürftige Studenten in Thailand unterstützt.
Auch Samstagabend bei Tisch machte sich Königliche Hoheit emsig Aufzeichnungen in einem Notizbuch, bevor sie sich dann, wie die anderen Gäste dem kulinarischen Teil des Abend zuwandte.

Einen guten Grund, noch einmal wiederzukommen gebe es, sagte der adidas-Salomon- Vorstandsvorsitende Herbert Heiner, denn zu seinem Bedauern war es der Prinzessin offenbar nicht möglich gewesen, die "World of Sport s zu besuchen". Zu gerne hätte sie doch das Unternehmen mit einem kompletten Running-Equipment ausgestattet...
 
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Aus demFränkischen Tag vom 18.03.2002

Ein königlicher Stadtrundgang

Die thailändische Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn besuchte Bamberg

Wer am Sonntagnachmittag in der Altstadt spazieren ging, konnte Zeuge eines fernöstlich-fränkischen Zusammentreffens werden: Ihre königliche Hoheit Prinzessin Dr. Maha Chakri Sirindhorn von Thailand besuchte auf ihrer sechstägigen Franken-Tour für wenige Stunden Bamberg.

Nahezu 100 Thailänderinnen und Thailänder erwarteten gespannt den Besuch ihrer Prinzessin. Mit Fähnchen und Blumensträußen bildeten sie ein Spalier für die sehr beliebte Tochter des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej und der Königin Sirikit. Gegen halb drei kam Prinzessin Sirindhorn dann bei der Brudermühle in einem schwarzen Bus an und wurde von OB Herbert Lauer empfangen. Auf dem Weg ins Alte Rathaus, wo sie sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug, zeigte sie sich sehr offen und volksnah und nahm sich Zeit für ihre wartenden Landsleute.

Im Rokokosaal folgte dann die offizielle Begrüßung durch den Oberbürgermeister, der die Gelegenheit nutzte, der Prinzessin in wenigen Worten die über 1000 Jahre gewachsene Stadt näher zu bringen.

Bei der anschließenden Domführung zeigte sich die Adelige, trotz ihres engen Zeitrahmens, vor allem am Papst- und Kaisergrab sehr interessiert. Nachdem sie drei Kerzen entzündet hatte, blieb noch Zeit für Abstecher in die Alte Hofhaltung und den Rosengarten der Neuen Residenz. Die schönen Aussichten entlockten auch ihren Begleitern manches "Ah" und "Oh".

Maha Chakri Sirindhorn wurde am 2. April 1955 als drittes Kind des Königspaares geboren. Sie spricht mehrere Sprachen, darunter Französisch und Deutsch. Als Repräsentantin des Königshauses widmet sie sich vielen Wissensgebieten, speziell der Gesundheit und Hygiene, Bildung und Landwirtschaft. Sie setzt sich auch stark für behinderte Menschen ein, denen sie mit Hilfe der Informationstechnologie zu einem unabhängigeren Leben verhelfen möchte.

Von Bamberg aus ging ihre Reise weiter nach Vierzehnheiligen und Banz, wo sie übernachtete. Seit Freitag und noch bis Mittwoch reist die Prinzessin durch Franken. Die bayerische Staatskanzlei legte bei der Programmgestaltung Wert auf eine Mischung aus Moderne und Tradition.

Prinzessin Sirindhorn schreibt über ihre Reisen Bücher, die sich in Thailand sehr gut verkaufen. Auch in Bamberg war ein kleines Notizbuch ihr ständiger Begleiter, so dass Bamberg wohl bald Einzug in die Literatur Thailands finden wird. Vorher berichtet schon das thailändische Fernsehen über den königlichen Besuch in Bamberg - ein Kamerateam begleitet die Prinzessin.
Carsten Köppl
 
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Aus der Nürnberger Zeitung vom 18.03.2002

Die königliche Hohheit Prinzessin Sirindhorn von Thailand besichtigte mit Ludwig Scholz Kaiserburg und Dürerhaus
Agnes Dürer zeigte der Prinzessin ihre Küche
Die Tochter von König Bhumibol und Königin Sirikit
trug sich wie ihre Eltern im Goldenen Buch ein

Hoher Besuch hatte sich am Sonntagmorgen bei der „Geisterschicht“ von Eschenbach Optik in der Andernacher Straße angesagt. Ihre königliche Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn aus Thailand zeigte sich beeindruckt von den automatischen Robotersystemen, die über Nacht ohne menschliches Zutun Rohlinge optischer Linsen produzieren. Dass Eschenbach Optik auf dem Besuchsprogramm der Prinzessin stand, ist kein Zufall. Immerhin finden die im fernen Nürnberg gefertigten Höhenmesser, Ferngläser, Lupen und Sehhilfen auch im thailändischen Königshaus Verwendung.


Bei kaiserlichem Wetter empfing Oberbürgermeister Ludwig Scholz die königliche Hoheit auf der Kaiserburg. Dem von einem Polizeiauto eskortierten Bus entstieg eine Frau mittleren Alters in leger geschnittenem dunkelgrauen Hosenanzug und hellblauen Sportschuhen. Der Oberbürgermeister erwies sich als kenntnisreicher Führer durch die Zeugen der Nürnberger Vergangenheit.

Auf dem Weg zum Albrecht-Dürer-Haus scherzt Prinzessin Sirindhorn, als man ihr die Geschichte vom Heiligen Georg erzählt: „Ein Umweltschützer war er wohl nicht, ansonsten hätte er kein so seltenes Tier getötet“. Einem Journalisten, der fragt: „Majestät, Sie schreiben alles auf?“ kontert sie lachend: „Genau wie Sie“. Doch in der Tat, nahezu ununterbrochen flitzt ihr Stift über die Seiten eines roten Buches: Prinzessin Sirindhorns Reiseerlebnisse finden ihren Niederschlag in Büchern, deren Verkaufserlös humanitären Zwecken zufließt. In nicht ferner Zeit wird man demnach ein Buch kaufen können namens „Königliche Deutschlandimpressionen“ oder mit einem anderen Titel, verspricht die thailändische Deutschlehrerin der promovierten Erziehungswissenschaftlerin.

Agnes Dürer kam im historischen Gewand zurück in ihr Haus, um den Gast aus königlichem Geblüt in feinstem Oxford-Englisch zu begrüßen und in ihre Küche zu geleiten. Sehr zur Freude der Prinzessin, die selbst gerne kocht, obwohl es sich für sie in ihrer Heimat nicht schickt. Sich im Ausland über Konventionen hinwegzusetzen, ist für sie Alltag, zum Erstaunen so mancher ihrer Untertanen hier zu Lande. So ist eine junge Frau aus Thailand, die eigens zu Ehren der Prinzessin ein traditionelles Kleid angezogen hat, ganz entsetzt bei dem Gedanken, ihr die Hand zu geben. Das sei ganz unmöglich, man verneige sich mit vor der Stirn aneinander gelegten Handflächen.

Prinzessin Maha Sirindhorn malt und zeichnet selbst mit beachtlichem Erfolg. Nicht verwunderlich also, dass sie die Präsente für ihre Eltern an der Wirkungsstätte des großen Meisters Albrecht Dürer selbst im Tiefdruckverfahren herstellt und zwar seine Motive Hase und Äffchen, die asiatischen Sternzeichen des Königspaares.

Wie ihre Eltern König Bhumibol Adulyadej und Königin Sirikit anlässlich deren Staatsbesuches im Jahre 1960 trug sich auch die Tochter in das Goldene Buch der Stadt ein. Ludwig Scholz überreichte dem 3. Kind des thailändischen Herrscherpaares im Historischen Rathaussaal eine Farbkopie des historischen Dokumentes, die Prinzessin dankte dafür mit strahlendem Lächeln.

Uschi Aßfalg
 
G

gruffert

Gast
Prinzessin Maha Chakri ist zweifellos mit das Beste was Thailand heute zu bieten hat, und ein Lichtblick in den manchmal trueben Zukunftsaussichten des Landes. Ihr Besuch wird hoffentlich dazu beitragen, das Bild von Thailand und seiner Frauen in einigen Koepfen etwas zu veraendern.
Die Tatsache, das die Tochter des Koenigs, die nach dem Koenig sicherlich das meiste Ansehen beim Volk geniesst, fuer einen Monat nach Deutschland kommt - wohl nicht nur um Deutsch zu lernen, was Ihr ein privater Sprachlehrer im Palast schneller und effektiver beibringen koennte - sondern um Deutschland, seine Menschen und das was es an kulturellem Wertvolles zu bieten hat kennen zu lernen, sollte aber auch einigen Expats etwas zu denken geben, die nicht aufhoeren, sich ueber die Fremdenfeindlichkeit der Thais auszulassen.

Guenther
 
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Aus dem Fränkischen Tag vom 19.03.2002

Eine schlicht gekleidete und hoch gebildete Frau

Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn aus Thailand besuchte die Basilika Vierzehnheiligen und Kloster Banz

BAD STAFFELSTEIN. Die thailändische Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn besuchte am Sonntag die Basilika Vierzehnheiligen und Kloster Banz. Aufmerksam ließ sie, die aus Nürnberg und Bamberg kam, die vielen Eindrücke auf sich einströmen.


von K.-L. Ostertag-Henning

Eine bewusst schlicht gekleidete Frau, schwarzer Hosenanzug, große Umhängetasche, weiße Tennissöckchen, sitzt in der ersten Kirchenbank von Vierzehnheiligen und schreibt in ihr rotes Memo-Buch - konzentriert füllt sie Seite um Seite. Einsam sitzt sie in der Bank, allein auch die ältere Dame mit kerzengeraden Rücken in der nächstfolgenden Bank, erst ab der dritten Reihe mehren sich die Besucher, die vierte Bankreihe ist dann gefüllt. Derweil erklärt Pater Guardian Claus Scheifele vom Altar aus die "Fourteen saints" berichtet die "apparitions", lässt auch den Bauernkrieg nicht aus, beschreibt den Balthasar-Neumann-Bau und beendet die Geschichte bei den Franziskanern. Immer wieder wendet er sich an die einsame Frau in der ersten Reihe, "Royal Highness", adressiert er. Und sie schreibt.

Thronfolgerin mit Gefolge

Oder sollen wir über den Sonntag in Vierzehnheiligen anders berichten? Etwa so: Höchster Besuch in der Basilika Vierzehnheiligen. Durch das eigens geöffnete Hauptportal führte Pater Guardian Claus Scheifele Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand in den prächtigen Kirchenraum, das Juwel Balthasar Neumanns am Obermain. Ihre Königliche Hoheit, dritte Tochter von König Bhumipol Adulyadej und Königin Sirikit von Thailand, vom Herrscher mit dem Titel Somdetch Phra Debaratanarajasuda Chao Fa Maha Chakri Sirindhorn ausgezeichnet und damit zur Thronfolge befähigt, kam zusammen mit ihrer 19-köpfigen Begleitung, angeführt von Herrn Khunying Araya Pibulnakarintr und Frau Professor Dr. Ampha Otrkul. Zur Begleitung gehörten ebenso die Mitarbeiter der thailändischen Botschaft Berlin mit Botschafter Surapong Jayanama und Madame Nativipa Jayanama an der Spitze.
Bleiben wir bei der einfachen Schreibweise. Absperrungen in Vierzehnheiligen, ab und zu patrouillert ein Polizeiwagen. Warten. Ihre Königliche Hoheit absolviert einen Informations- und Arbeitsbesuch in Bayern. Morgens High Tech in Nürnberg, Empfang im Bamberger Rathaus, Fußweg durch die Bamberger Altstadt, Führung durch den Dom.

Mit Orgelmusik begrüßt

Dabei kommt der Zeitplan des Protokolls ins Rutschen. Mit einstündiger Verspätung trifft die Delegation in Vierzehnheiligen ein. Pater Guardian empfängt, Basilikaorganist Georg Hagel lässt mit einer Bach-Toccata die Macht der Orgel ertönen. Die Delegation nimmt Platz, streng nach Protokoll: In der ersten Reihe die Königliche Hoheit, dahinter Professorin Ampha Otrakul (sie spricht glänzend Deutsch, übersetzte auch Goethes Faust für Thailand), anschließend das Gefolge. Pater Guardian erläutert ausführlich in Englisch die Basilika, führt um den Altar, in die Kerzenkammer und auch in die Votivkammer.
Pater Claus, der einstige Afrika-Missionar, erklärt auch die Beichtstühle und schließt den Sitz des Beichtigers auf: Interessiert lässt sich Prinzessin Sirindhorn die Funktion von Beichte und Absolution erklären. Austausch von Gastgeschenken, Eintrag in das Gästebuch von Vierzehnheiligen und dann führt Pater Guardian noch durch die Klausur der Propstei mit ihren prunkvollen Sälen.

Immer größere Verspätung

Aus der einstündigen Verzögerung wird mit dem dichtgedrängten Programm eine zweistündige Verspätung, mit der Fahrt nach Banz und der notwendigen Ruhepause gar eine dreistündige: Kaffee und Tee, für 16 Uhr als Erfrischung vorgesehen, werden erst nach 19 Uhr gereicht...
Banz - die letzte Station einer anstrengenden Tagesreise. Vor dem Portal empfangen Jürgen und Elke Warnke zusammen mit dem Leiter der Hanns-Seidel-Bildungshäuser, Michael Möslein, die thailändische Delegation um Prinzessin Sirindhorn.

Festlicher Empfang im Kaisersaal, protokollgerecht die Sitzordnung an den Kaffeetischen. Jürgen Warnke, ehemals Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, kennt Thailand gut und hat Bundespräsident Karl Carstens auf seinem Staatsbesuch bei König Bhumipol in Thailand begeleitet.

Ein Elefant aus Porzellan

Warnke spricht die traditionell guten Beziehungen zwischen dem Land der Thai und Deutschland an und wünscht eine Vertiefung. Er erklärt die Hanns-Seidel-Stiftung und erläutert die Rolle der deutschen politischen Stiftungen, die mit staatlichen Geldern wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit fördern. Elke Warnke erinnert sich an die herzliche Aufnahme im königlichen Palast während des Staatsbesuches. Damals betreute Prinzessin Sirindhorn die deutschen Damen, die - eine besondere Ehre - sogar den weißen Elefanten füttern durften. Als Dankgeschenk wird ein Porzellanelefant überreicht.
Michael Möslein stellt pointiert und in rücksichtsvoller Kürze die Geschichte von Banz dar, als Kloster, herzogliche Residenz und Bildungsstätte der Hanns-Seidel-Stiftung. Für die thailändische Delegation spricht Generalkonsulin Barbara Steinle; sie dankt der Staatskanzlei für die vielfältigen Stationen der Reise mit Einblicken in Wirtschaft und Kultur.

Eindrücke gesammelt

Prinzessin Sirindhorn sammelt in ihrem roten Memo- Buch die Informationen und Eindrücke. Eine hochgebildete Frau, die Pali, Sanskrit, Kambodschanisch und Englisch spricht, französisch dichtet, Chinesisch, Deutsch und Latein lernt, Kinderbücher und wissenschaftliche Arbeiten schreibt. In vielen Universitätsbereichen gebildet, mit Master of Art- und Doktordiplom, als Universitätslehrerin und in Projekten der inneren Entwicklung des Landes beschäftigt, übernimmt die 46jährige auch im staatlichen Bereich Aufgaben.
Bescheiden füllt Prinzessin Sirindhorn ihr Memo-Buch - in Vierzehnheiligen und Banz ebenso wie zuvor in vielen Ländern der Erde. Der Inhalt des roten Büchleins fließt schon jetzt ein in die Politik des Staates Thailand, vielleicht später noch intensiver, denn Prinzessin Sirindhorn im engsten Zirkel möglicher Thronfolger steht.

In Banz übernachtet

Schließlich, um 20 Uhr, dann das festliche Abendessen als letzter offizieller Tagesordnungspunkt. Und nach der Ruhe in der Banzischen Franz- Josef-Suite ging das Informations- und Besuchsprogramm am Montag weiter, Coburg und Rödental warteten...
 
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Aus dem Obermain-Tageblatt vom 19.03.2002

Prinzessin Sirindhorn und ihr rotes Buch

Hoher Besuch aus Thailand in Vierzehnheiligen und Kloster Banz: Ihre Königliche Hoheit Maha Chakri Sirindhorn reist durch Bayern

IERZEHNHEILIGEN/KLOSTER BANZ

Eine bewusst schlicht gekleidete Frau, schwarzer Hosenanzug, große Umhängetasche, weiße Tennissöckchen, sitzt in der ersten Kirchenbank von Vierzehnheiligen und schreibt in ihr rotes Memo-Buch. Konzentriert füllt sie Seite um Seite. Einsam sitzt sie in der Bank, allein auch die ältere Dame mit kerzengeradem Rücken in der nächstfolgenden Bank, erst ab der dritten Reihe mehren sich die Besucher, die vierte Bankreihe dann gefüllt.

Derweil erklärt Pater Guardian Claus Scheifele vom Altar aus die "Fourteen saints", berichtet die "apparitions", lässt auch den Bauernkrieg nicht aus, beschreibt den Balthasar-Neumann-Bau und endet die Geschichte bei den Franziskanern - immer wieder wendet er sich an die einsame Frau in der ersten Reihe, "Royal Highness" adressiert er sie. Und sie schreibt.
Oder sollen wir den Sonntag in Vierzehnheiligen anders berichten: "Höchster Besuch in der Basilika Vierzehnheiligen (päpstliche Basilika minor). Durch das eigens geöffnete Hauptportal führte Pater Guardian Claus Scheifele Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand, in den prächtigen Kirchenraum, dem Juwel Balthasar Neumanns am Obermain."
"Ihre Königliche Hoheit, dritte Tochter Ihrer Majestäten König Bhumipol Adulyadej und Königin Sirikit von Thailand, vom Herrscher mit dem Titel Somdetch Phra Debaratanarajasuda Chao Fa Maha Chakri Sirindhorn ausgezeichnet und damit zur Thronfolge befähigt, kam zusammen mit ihrer 19-köpfigen Begleitung, angeführt von Herrn Khunying Araya Pibulnaka-rintr und Professorin Ampha Otrkul. "
"Zur Begleitung gehörten ebenso die thailändische Botschaft Berlin mit Seiner Exzellenz, Botschafter Surapong Jayanama und Ihrer Exzellenz, Madame Nativipa Jayanama, an der Spitze, wie die thailändische Vertretung in München, Generalkonsulin Barbara Steinle und der Protokollchef der Bayerischen Staatskanzlei, Regierungsdirektor Helmut Eichler."

Ab und zu ein Polizeiwagen

Bleiben wir bei der einfachen Schreibweise. Absperrungen in Vierzehnheiligen, ab und zu patrouilliert ein Polizeiwagen. Warten. Ihre Königliche Hoheit absolviert einen Informations- und Arbeitsbesuch in Bayern. Morgens High Tech in Nürnberg, Empfang im Bamberger Rathaus, Fußweg durch die Bamberger Altstadt, Führung durch den Dom. Da kommt der Zeitplan des Protokolls ins Rutschen.
Mit einstündiger Verspätung trifft die Delegation in Vierzehnheiligen ein. Pater Guardian empfängt, Basilikaorganist Georg Hagel lässt mit einer Bach-Toccata die Macht der Orgel ertönen. Die Delegation nimmt Platz, streng nach Protokoll: In der ersten Reihe die Königliche Hoheit, dahinter Professorin Ampha Otrakul - sie spricht glänzend Deutsch, übersetzte auch Goethes Faust für Thailand. Anschließend nach protokollarischer Sitzordnung das Gefolge. Pater Guardian erläutert ausführlich in Englisch die Basilika, führt um den Altar, in die Kerzenkammer und auch in die Votivkammer.
Pater Claus, der einstige Afrikamissionar, erklärt auch die Beichtstühle und schließt den Sitz des Beichtigers auf: Interessiert lässt sich Prinzessin Sirindhorn, die Buddhas Worte in thailändische Verse goss, die Funktion von Beichte und Absolution erklären. Austausch von Gastgeschenken, Eintrag in das Gästebuch von Vierzehnheiligen und dann führt Pater Guardian noch durch die Klausur der Probstei mit ihren prunkvollen Sälen.
Aus der einstündigen Verzögerung wird mit dem dichtgedrängten Programm eine zweistündige Verspätung, mit der Fahrt nach Banz und der notwendigen Ruhepause gar eine dreistündige: Kaffee und Tee, für 16 Uhr als Erfrischung vorgesehen, werden erst nach 19 Uhr gereicht.

Empfang im Kaisersaal

Banz. Die letzte Station einer anstrengenden Tagesreise. Vor dem Portal empfangen Jürgen und Elke Warnke zusammen mit dem Leiter der Hanns-Seidel-Bildungshäuser, Michael Möslein, die thailändische Delegation um Prinzessin Sirindhorn.
Festlicher Empfang im Kaisersaal, protokollgerecht die Sitzordnung an den Kaffeetischen. Jürgen Warnke, ehemals CSU-Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, kennt Thailand gut und hat Bundespräsident Karl Carstens auf seinem Staatsbesuch bei König Bhumipol in Thailand begeleitet.
Warnke spricht die traditionell guten Beziehungen zwischen dem Land der Thai und Deutschland an und wünscht eine Vertiefung. Er erklärt die Hanns-Seidel-Stiftung und erläutert die Rolle der deutschen politischen Stiftungen, die mit staatlichen Geldern wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit fördern.
Elke Warnke erinnert sich an die herzliche Aufnahme im königlichen Palast während des Staatsbesuches. Damals betreute Prinzessin Sirindhorn die deutschen Damen, die - eine besondere Ehre - sogar den weißen Elefanten füttern durften. Als Dankgeschenk wird ein Porzellanelefant überreicht.

Intensiv und vielseitig

Michael Möslein stellt pointiert und in rücksichtsvoller Kürze die Geschichte von Banz dar, als Kloster, herzogliche Residenz und Bildungsstätte der Hanns-Seidel-Stiftung. Für die thailändische Delegation spricht Generalkonsulin Barbara Steinle; sie dankt der bayerischen Staatskanzlei für die vielfältigen Stationen der Reise mit Einblicken in Wirtschaft und Kultur. Und sie hat, elegant Jürgen Warnke aufnehmend, auch einen Wunsch: Könnte nicht die Hanns-Seidel-Stiftung sich für eine verstärkte Aufnahme von thailändischen Praktikanten in der deutschen Wirtschaft einsetzen? Jetzt notiert Jürgen Warnke.
Prinzessin Sirindhorn sammelt in ihrem roten Memo-Buch die Informationen und Eindrücke. Eine hochgebildete Frau, die Pali, Sanskrit, Kambodschanisch und Englisch spricht, französisch dichtet, Chinesisch, Deutsch und Latein lernt, Kinderbücher und wissenschaftliche Arbeiten schreibt. In vielen Universitätsbereichen gebildet, mit Master of Art und Doktordiplom, als Universitätslehrerin und in Projekten der inneren Entwicklung des Landes beschäftigt, übernimmt die 46jährige auch im staatlichen Bereich Aufgaben.
"Sie ist erstaunlich intensiv in ihrer vielseitigen Arbeit", erinnert sich Elke Warnke. Deutschland kennt sie, wie viele Länder aller Erdteile, aus häufigen Besuchen, zuletzt während der Weltausstellung vor zwei Jahren.

Bayern ins Herz geschlossen

Der Informations- und Arbeitsbesuch in Bayern? "Königin Sirikit hat Bayern ins Herz geschlossen", weiß der Chef der Protokollabteilung der bayerischen Staatskanzlei. Und High Tech und kulturelle Glanzlichter liegen im Freistaat nahe beieinander.
Bescheiden, unprätentiös, füllt Prinzessin Sirindhorn ihr Memo-Buch - in Vierzehnheiligen und Banz ebenso wie zuvor in vielen Ländern der Erde. Der Inhalt des roten Büchleins fließt schon jetzt ein in die Politik des Staates Thailand, vielleicht später noch intensiver, denn Prinzessin Sirindhorn steht im engsten Zirkel möglicher Thronfolger.
Schließlich, um 20 Uhr das festliche Abendessen als letzter offizieller Tagesordnungspunkt. Und nach der Ruhe in der Banzischen Franz-Josef-Suite geht das Informations- und Besuchsprogramm am Montag weiter, Coburg und Rödental warten.-ost-
 
H

Harakon

Gast
Jinjok: Vielen Dank, dass du die Berichte hier hereinkopierst... Schoen, mal etwas anders ueber Thailand zu lesen :)

... Und ich aergere mich immernoch sehr, dass ich es versaeumt habe, sie einmal persoenlich mitzuerleben... Fast weniger wegen ihr selbst, so spektakulaer gibt sie sich ja gar nicht, sondern wegen der vielen Leute, die da waren... Ich glaube auf dem einen Bild ist auch die Verkaeuferin von dem Asia-Laden hier zu sehen :)

8-)
 
Jinjok

Jinjok

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Harakon,
Die Kronprinzessin hat natürlich alle meine Sympathien. Im Gegensatz zu ihrem Bruder reist sie immer wieder in andere Länder um sich zu informieren und um zu lernen. Letztes jahr war sie in China und Kanada, wo sie ihr Chinesisch und Französisch verbessern konnte. Auch wenn die Königin sie immer wieder anhält in der Öffentlichkeit nicht Chinesisch zu sprechen, ob ihrer derzeitigen Fähigkeiten.

Jedenfalls sieht man den Kronprinzen nicht bei vergleichbaren Aktivitäten. Ich weiß nichts über die Zeit vor 2000, da existierte Thailand noch nicht in meinem Bewußtsein. Schade ist nur, daß die Prinzessin Deutschland als graues Land mit kahlen Bäumen und Sträuchern kennenlernte.
mfg jinjok
 
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Aus denNeumarkter Nachrichten vom 20.03.2002

Hoheit aus Thailand
Prinzessin zu Gast in Regensburg

REGENSBURG (ddp/bay) – Wo sie hinkommt, fliegen ihr die Herzen ihrer Landsleute zu – auch wenn diese schon seit 25 Jahren in Deutschland leben. Die thailändische Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn ist auf Bayern-Tour.

Fünf Wochen hat Sirindhorn in Deutschland verbracht, davon vier Wochen als Schülerin am Göttinger Goethe-Institut, um Deutsch zu lernen. Neben Sanskrit, Chinesisch und Latein beherrscht sie auch noch Khmer, Englisch und Französisch.

Die 1955 als drittes Kind des Königspaares geborene Sirindhorn wird in Thailand als inoffizielle Thronfolgerin gehandelt. Im Gegensatz zu ihrem Bruder, der immer wieder mit nicht standesgemäßen Eskapaden für Aufsehen sorgt, und zu ihrer Schwester, die mit einem Ausländer verheiratet ist, führt die Prinzessin ein untadeliges Leben: Als Professorin unterrichtet sie in Thailand Geschichte an der Militärakademie und ist Vorsitzende einiger bedeutender Stiftungen. Und nicht zuletzt sind ihre Reiseberichte Bestseller, durch die „das halbe Volk die Reisen mitmachen kann“, erzählt ein Begleiter.

Nach München, Würzburg, Nürnberg und Bamberg ist Regensburg die letzte Station auf Sirindhorns Bayerntour. Vor allem schätze sie die freundlichen Menschen im Freistaat und auch der bayerischen Kost könne sie durchaus etwas abgewinnen. Interessiert ließ sich Sirindhorn von der Verbindung zwischen Regensburg und Thailand berichten: Der Regensburger Ingenieur Ludwig Rummel baute von 1900 bis 1917 fast 700 Kilomter der Bahnstrecke zwischen Bangkok und Tschiangmai.

Zum ersten Mal traf Sirindhorn in Regensburg Fürstin Gloria von Thurn und Taxis in Schloss Emeram. Die beiden Blaublütigen speisten gemeinsam zu Mittag.
 
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Aus den Nürnberger Nachrichten vom 20.03.2002

Ungewöhnliche Arbeit des Xylographen Rieß
Wächserner König
Phumiphols Porträt wurde für Geldscheine verwendet
VON HARTMUT VOIGT

Die thailändische Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn bekam bei ihrem Nürnberg-Besuch ein äußerst ungewöhnliches Bild ihres Vaters König Phumiphol zu sehen: kein Foto, keine Federzeichnung, kein Ölporträt – der Kopf des Herrschers aus Südostasien war in nur fünf Millimeter flaches Wachs eingelassen. Angefertigt hatte das kleine Kunstwerk der Nürnberger Holzschneider Rudolf Rieß im Jahr 1966. Es war die Vorlage für einen Wasserzeichen-Zylinder, mit dem die thailändischen Geldscheine gekennzeichnet wurden. „Der Kopf ist auf den Zehn-Baht-Noten drauf“, berichtete Rieß, und Sirindhorn hörte den Ausführungen des Xylographen aufmerksam zu: „Ist das wirklich der Ursprung der Wasserzeichen unseres Papiergelds?“, wollte die 46-Jährige während einer kleinen Vesper mit Nürnberger Bratwürsten von dem Fachmann wissen. Rieß konnte dies nachdrücklich bestätigen.

Zwei Wochen hatte er damals mit Spezialwerkzeugen an dem bebrillten Königskopf gearbeitet. Viel Fingerfertigkeit war gefragt, denn die Gefahr eines irreparablen Schnitzers bei der sehr dünnen Wachsschicht war groß. „Ich musste mit äußerster Präzision zu Werke gehen“, berichtet der 66-Jährige, „die Pupille im Auge war beispielsweise nur ein winziger Punkt. Hätte ich diesen falsch gesetzt, hätte der König geschielt.“

Als Vorlage hatte der Kunsthandwerker ein 40 mal 50 Zentimeter großes Foto erhalten, um Phumiphols Gesichtszüge ganz genau studieren zu können. „Der Mann war sehr eitel, wir mussten von ihm verschiedene Ansichten machen – von links, von rechts, mal mit, mal ohne Uniform. . .“ Der Holzschneider arbeitete auf einem Leuchtpult in einem abgedunkelten Raum, von unten strahlte das Licht durch das Wachs. „Es sind ganz wunderbare, elegante Verläufe bei diesem Werk“, schwärmt er noch heute. Nach der Präsentation am Wochenende wanderte die Glasplatte wieder in die Schubladen seiner Werkstatt zurück, zu den anderen Berühmtheiten der „Rießschen Galerie“: etwa dem Erfinder des Buchdrucks Johannes Gutenberg und dem tunesischen Staatspräsident Habib Bourguiba. „Die Prinzessin hat sich gefreut, als ich ihr das einmalige Stück gezeigt habe“, meint Rudolf Rieß, „und damit hat es sich gelohnt, dass ich es aus meiner Werkstatt herausgekramt habe.“
 
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