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Kinder und die Thailaendische sprache

Diskutiere Kinder und die Thailaendische sprache im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; Wenn ihr es schafft, daß er Bücher/Zeitschriften/Internetseiten auf Thailändisch liest, habt ihr vermutlich gewonnen. Ich denke, daß das...
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Harakon

Gast
Wenn ihr es schafft, daß er Bücher/Zeitschriften/Internetseiten auf Thailändisch liest, habt ihr vermutlich gewonnen. Ich denke, daß das Schriftsystem mit vertretbarem Aufwand zu lernen ist. Mit Rosetta Stone (ein Thai-Lern-Programm) ging es jedenfalls für mich "alten Dackel" (smile) relativ leicht, die wichtigsten Zeichen zu lernen. Und Kindern fällt es, denke ich, noch leichter.

Gruß, Harakon 8)
 
Shiai

Shiai

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@ Harakon

Thai-Lern Programm von Rosetta Stone? Was darf man sich darunter vorstellen!
 
Jinjok

Jinjok

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@Harakon
Hast Du das Rosetta Stone Program?
Ich könnte Dir 2 andere im Tausch (Evaluierunskopien ;-) anbieten.
@Shiai
Rosetta Stone ist ein anerkanntes Sprachlern-System und schweineteuer.
mfg jinjok
 
J

Jakraphong

Gast
Wenn ich ganz ehrlich bin, hat mich dieses Rosetta-Stone Programm wirklich enttäuscht. Mehr als "Ein Kind mit einem Ball" kam da bei nicht rüber. Vielleicht habe ich es auch nicht richtig ernst genommen?
Aber das Thema hatten wir ja schon mal.
Da liegt es nun im Regal und verstaubt!
was kann ich tun, immer neue lektionen nachkaufen?
"Ein Mann und ein Mädchen unter einem Flugzeug" ohoh.
Jak
 
S

seven

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@ Jak
Ich halte das Programm für sehr gut. Wenn Du die Lektionen im weiteren Verlauf anschaust, werden die Sätze erheblich komplizierter. Aber vorallem prägt man sich die Redewendungen (um nichts anderes geht es bei Sätzen wie "das Mädchen unter dem Flugzeug") mit dem Bild ein und erinnert sich in den Situationen. Zumindest ging es mir schon einige Male so. Ein großer Vorteil ist ebenfalls die Ausprache von Muttersprachlern und, dass man dazu gezwungen wird die Wörter auch zu lesen. So lernt man alles auf einmal in einer vernünftigen Form und kein "Farang-Thai".
Jeder lernt anders, aber ich habe mit der Methode gute Erfolge gehabt. Dafür kann ich nichts mit Büchern anfangen.
 
H

Harakon

Gast
Jak: Beschäftige dich ruhig nochmal damit! Das Ding ist schon gut. Was mir sehr fehlt, ist ein bißchen theoretischer Hintergrund. Ich lerne zwar, alles Mögliche zu sagen, aber ich weiß manchmal nicht, was die einzelnen Wörter bedeuten. Da hilft es dann, sich die gleiche Lektion mal auf Deutsch anzuhören ;-) Und wenn man richtig Thai lernen möchte, braucht man sicher auch noch andere Quellen. Zum Beispiel Bücher ;-)

Alles in allem aber sehr gut zum Lernen, auch zum Lernen der Schrift.

Gruß, Harakon 8)
 
K

Kali

Gast
@ Harakon
...wenn Du willst, schau hier einmal nach. Also, ich komme sehr gut damit klar, bin nur manchmal etwas zu faul
 
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xenusion

Gast
aus wissenschaft.de 1.3.2002:

Wie ein Gehirn mit zwei Sprachen fertig wird

Ein Mensch kann problemlos mit zwei Sprachen gleichzeitig aufwachsen. Er kann sich in jeder dieser Sprachen so sicher bewegen, dass Außenstehenden nicht in den Sinn kommt, er habe noch eine zweite Muttersprache. Während man früher befürchtete, das Gehirn eines Kindes könnte durch Zweisprachigkeit überfordert werden, sieht man heute eher die Chancen. Doch immer noch ist rätselhaft: Wie schafft es das Gehirn in zwei Sprachen zu leben? Ein Forschungsteam der Universität Magdeburg ist dieser Frage mit neuen Untersuchungen ein Stück näher gerückt.



Ihre Erkenntnis ist, dass Zweisprachige die gerade nicht "angesagte" Sprache offenbar so ausblenden können, dass die Wortbedeutungen dieser Sprache, sofern sie denn auftauchen, nicht verarbeitet werden. Ihre Studie haben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht.

Das Team um Thomas Münte hat ein Sprachexperiment mit zweisprachigen Versuchspersonen, die katalanisch und spanisch sprachen, durchgeführt. Während des Experimentes haben sie mit Hilfe des funktionellen Magnetresonanzbildgebungsverfahrens (fMRI) die Gehirnaktivität beobachtet. Den Probanden, die zwischen 18 und 30 Jahren alt waren, wurde an Computerbildschirmen jeweils eine Reihe von Wörtern präsentiert. Diese waren entweder katalanisch, spanisch, oder es handelte sich um Pseudowörter, die zu keiner Sprache gehören. Die Versuchspersonen sollte nun bei den spanischsprachigen Wörtern einen Knopf drücken. Ausschließlich spanisch sprechende Versuchspersonen bildete die Kontrollgruppe und hatte die gleiche Aufgabe.

Beide Versuchsgruppen - die zweisprachige und die einsprachige – bewältigten diese Aufgabe ohne größere Schwierigkeiten. Allein wenn katalanische Wörter vorkamen, die im Sprachgebrauch sehr häufig sind, zeigten die Zweisprachigen eine leichte Verunsicherung.

Die Beobachtung der Gehirnaktivität ergab, dass bei den Zweisprachigen das so genannte posteriore inferiore Frontalareal deutlich aktiver war als bei den Einsprachigen. Vor allem bei den auftauchenden katalanischen Wörtern wurde diese Region stärker aktiviert. Sie ist wichtig für die phonologische Verarbeitung und der vor der tatsächlichen Aussprache auftretenden Probelautung.

Beim Lesen, so nehmen Thomas Münte und seine Kollegen an, können prinzipiell zwei unterschiedliche Prozesse wirksam werden. Der eine Prozess ist die lexikalische oder Wortschatz-Route. Hierbei wird nach der Erfassung der Schriftform des Wortes gleich der Weg zum Wortschatz und damit zur Bedeutung beschritten. Ohne erst den Zwischenschritt der Lautung zu nehmen, wird hier also das Wort gelesen und sofort von seiner Bedeutung her erfasst. Bei der sublexikalischen oder auch Buchstabe-zu-Laut-Route hingegen wird der Buchstabe erst einmal in eine phonologische Form umgewandelt. Die Buchstabenfolge erhält eine, noch etwas unspezifische, Lautform, bevor sie Zugang zum Wortschatz bekommt. Bei den Zweisprachigen im Experiment, so vermuten die Magdeburger Wissenschaftler, wird vermutlich die Buchstabe-zu-Laut-Route eingeschlagen. Dadurch wird verhindert, dass das Katalanische - die in diesem Fall nicht-erwünschte Sprache - sich über die Bedeutung des Wortes die Vorrangstelle erobert.

Weitere Meldungen zum Thema Sprache finden Sie im Archiv von wissenschaft.de.

Doris Marszk
 
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xenusion

Gast
aus wissenschaft.de 13.10.:

Der ehemalige Mathelehrer bestimmt die Sprache beim Kopfrechnen

Zweisprachige Menschen rechnen nicht in ihrer Muttersprache oder der vorherrschenden Sprache ihrer Umgebung. Sie nutzen beim Kopfrechnen vielmehr die Sprache, in der sie die entsprechenden Rechenarten erlernt haben. Das berichtet die Zeitschrift "Spanish Applied Linguistics" in einer Sonderausgabe.



Die Psychologin Jyontsna Vaid von der A&M-Universität in College Station (Texas) hat über fünfhundert zweisprachige Studenten danach befragt, in welcher Sprache sie rechnen. Außerdem wollte sie wissen, wann die Studenten ihre zweite Sprache erlernt haben, wie gut sie diese beherrschen und was im Matheunterricht ihrer Grundschule gesprochen wurde. Dabei fand sie, dass die Studenten beim Kopfrechnen vor allem die Sprache ihres ehemaligen Mathelehrers benutzen.

Die Forscherin schlägt vor, in Texas Unterricht zweisprachig anzubieten: Studenten aus zweisprachigen Grundschulen schneiden in Test zum Allgemeinwissen oft besser ab als Kommilitonen, die Unterricht in nur einer Sprache erhalten hatten. In Texas sprechen viele Menschen neben Englisch auch noch Spanisch.


Andreas Wawrzinek
 
X

xenusion

Gast
Na Freunde,

war ein bisschen viel zu Lesen, was? Aber mich beschäftigt das Thema schon lange. Es deutet vieles darauf hin, dass die intellektuellen Fähigkeiten bilingual aufwachsender Kinder sich stärker ausprägen. Beispielsweise bei den Thai-Chinesen, die vermutlich deshalb erfolgreich einige Wirtschaftssparten in Thailand besetzen konnten. Sehr zum Missfallen vieler Thais...

Es grüsst Xenu


und hier noch einer, 8.3.2001:

Sprache und Erinnerung sind untrennbar
Erinnerung ist mit der Sprache verknüpft. Wer im Laufe seines Lebens seine Sprache wechselt, der wird auch dann, wenn er die neue Sprache gut lernt, seine Erinnerungen in der alten Sprache bewahren. Dies ist das Ergebnis verschiedener Studien mit zweisprachig (bilingual) lebenden Menschen, die Robert W. Schrauf von der Northwestern University in einem Aufsatz in der Zeitschrift "Culture & Psychology" zusammengefasst hat. Vor allem für die Alzheimer-Forschung könnte diese Erkenntnis von Interesse sein.

"Die Datenlage deutet darauf hin, dass sich bei zweisprachig und bikulturell lebenden Menschen das Gefühl entwickelt, in zwei Welten zu leben. Es bedeutet vielleicht sogar, zwei Personen in zwei verschiedenen Welten zu sein", erklärt Schrauf. Die Erinnerungen, die sich auf die Erlebnisse in Kindheit und Jugend im alten Heimatland beziehen, sind mit der ersten Sprache verbunden. Und zwar auch dann, wenn sie unter veränderten Bedingungen in einem neuen Land – in einer neuen Sprachwelt – abgerufen werden.

Dies könnte, so Schrauf, bei der Behandlung von Alzheimer-Kranken wichtig werden. Würde man die Erinnerung eines Alzheimer-Patienten in seiner Muttersprache wachrufen, könnte dies zu spezifischen, detaillierten und gefühlsmäßig bedeutsamen Informationen über die persönliche Vergangenheit führen, meint Schrauf. Es könnte überhaupt ein Fenster zu einer Vergangenheit aufgestoßen werden, die sonst dunkel bliebe.

"Zu wissen, wer man ist, ist eng verknüpft mit den eigenen Geschichten aus der Vergangenheit. Da kann die Identifikation von Schlüsselfaktoren, die zum Ausgraben der eigenen Erinnerungen beitragen, für die Beurteilungen der kognitiven Behinderungen hilfreich sein. Diese Schlüsselfaktoren können auch zur Entwicklung von angemessenen ´Erinnerungs´-Therapien für Alzheimer-Patienten beitragen, so Schrauf.


Doris Marszk
 
N

nuum23

Gast
@all
also mein Sohn ist fast 7 und wurde 2-sprachig erzogen Deutsch/Portugiesisch. Er versteht alles in portugiesisch, spricht aber nicht viel und nicht gerne und besteht darauf, daß ich in Deutsch mit ihm rede...Klar ist das ganze leichter als Deutsch und Thailändisch, aber wenn man konsequent ist klappts. Wichtig ist die beiden Sprachen von Anfang an strikt zu trennen. Am besten wie es "normal" laufen sollte: Mama in ihrer Muttersprache, Papa in seiner...

Chris
 
MenM

MenM

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good old europe
Hallo @lle,

Gut zu sehen das diesen thread noch "lebt"
Ein paar monate sind seit mein aufruf vergangen und unseren
Kevin geht es gut. Sprechen tuter viel, nuer verstehen wir es noch nicht. Er wird in 3 sprachen grosgezogen, so ist halt unser leben, mit Thailaendisch scheint es gut zu klappen, er versteht ja in Thai was von ihm verlangt wird. Also soweit so gut.

Wie geht es denn andere Thai/Euro familien mit kinder ?
Wird da auch vom mama Thai ´reingeloeffelt" oder nuer die "Farang"sprache ?

MFG
8)
 
N

Niko

Gast
Ich bin immer der Meinung für das Kind ist es besser richtiges Deutsch zu hören und Thai als schlecht ausgesprochenes deutsch.

Meine Frau hat am anfang , Theerawat war ca. 6Monate hier. Dem Theerawat seinen Satz den er richtiog ausgesprochen hatte einfach dotal rumgetreht und in falsch verbessert. Seitdem hat sie Thai und ich deutsch mit ihm zu sprechen und beim kleinen Kevin wird es genauso gemacht.
Bekannt von uns haben nun schon im Kindergarten das Problem das das Mädchen so Gramatisch schlechte Sätze spricht (halt orginal thai/deutsch) was kann die dazu das Ihre Mutter den ganzen Tag das falsche deutsch in die reinflöst.
Die bar Sätze die sie Abends vom Vater mitbekommt bringen nicht viel.
Mann sollte sich immer Merken. Das was mal falsch Gelernt wurde bekommt man sehr schwer wieder weg. Also bei uns bleibt es so meine Frau spricht Thai und ich Deutsch. Und ich bin mir zimmlich sicher das wir damit auf dem richtigen Weg sind.
 
Talkrabb

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Wir sind mit unserem knapp zwei jahre alten Sohn seit vier Wochen zu Besuch bei der Familie meiner Frau in Thailand.

Inzwischen hat er seinen Sprachschatz fast verdoppelt (damit hatten wir gerechnet) UND die ganze Familie hat seinen deutsche Wortschatz gelernt (damit hatten wir nicht gerechnet :-)
 
Ampudjini

Ampudjini

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mittendrin
Bin selbst zweisprachig erzogen worden, von Anfang an (gleich nach der Geburt durfte ich thailändisch hören :round:
War und ist kein Problem für mich, so dass ich jetzt keine der beiden Sprachen richtig beherrschen würde. Hab jetzt nämlich Deutsch Leistungskurs :)

Allerdings ist ews richtig, dass ich leider kein thai lesen+schreiben kann. Bin ja schon froh wenn ich ein "goh gai" irgendwo im Satz erkenne.

Es gibt bei uns an der VHS auch keinen Kurs, habe aber auf jeden Fall nicht vor ewig als Thai-Analphabet durch die Welt zu laufen.

Habe aber noch nen andren Trick: meine Mutter erkennt viele Buchstaben, kann aber nicht thai sprechen. Und so helfen wir uns gegenseitig indem sie mir die Buchstaben oder Wörter sagt und ich den Sinn errate. Is sehr mühsam, aber so ernährt sich ja bekanntlich auch das Eichhörnchen.
 
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Harakon

Gast
Bist du tatsächlich richtig zweisprachig aufgewachsen oder war Deutsch trotzdem deine erste Sprache?

Jedenfalls wenn du im LK auch noch erfolgreich bist, dann brauch ich ja für meine Kinder keine Angst haben ;-)
 
Ampudjini

Ampudjini

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mittendrin
Ja war wirklich parallel. Habe am Anfang allerdings nicht thai geredet, nur verstanden. Mein Vater sprach thai aber ich antwortete auf deutsch. Keine Ahnung warum. Irgendwann ging das mit dem sprechen auch los.

Geduldig bleiben, wenn es net gleich erfolgreich ausschaut.
Ich denke das kommt dann von selbst, man sollte niemanden zwingen.

Irgendwann später habe ich es als tolle "Geheimsprache" entdeckt, die Gefahr in D über jemanden in thai zu reden der es versteht ist doch recht gering ;-)

Und wie gesagt, die Großeltern und Verwandten in T freuen sich wahnsinnig, wenn man sich mit dem "Farang"-Kind unterhalten kann.
Natürlich spreche ich nicht perfekt, und man wird wohl auch typische farang fehler raushören aber ich hatte im alltag bisher nie probleme, außer mir hat jemand aus der zeitung vorgelesen. Da hab ich manchmal kein Wort verstanden. :(

Das lustige jetzt ist nur, dass ich oft nicht mehr weiß welche Sprache ich gesprochen habe, wenn ich mit meinem vater geredet habe.

In Thailand ist es noch komplizierter, wenn ich gar nicht mehr weiß was ich für meine Mutter übersetzen muss und was schon deutsch oder englisch war...
 
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Gerhard

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Hallo allerseits,

erlaube mir mal als Neuling, diese alte aber interessante Diskussion wieder hochzuholen.

Es ist eigentlich schon alles gesagt, aber ich denke, weitere Beispiele aus dem wirklichen Leben können das Ganze noch etwas untermauern.

Meine These: Kinder mit zwei Sprachen zu überfordern, schafft man gar nicht. Höchstens sind viele Eltern damit überfordert, den Kindern genügend Anreize zu geben und die Sprachen ordentlich auseinander zu halten.

Bekannte von mir haben ein Kind aus früherer Ehe der Frau, das zuerst - weiß nicht genau, ich glaube - 8 Jahre in Thailand gelebt hat. Dann in die deutsche Schule und nach wenigen Jahren konnte sie besser lesen als ihre deutschen Mitschüler. Jetzt hat sie Deutsch-Leistungskurs (so ein Zufall, genau wie die zweisprachige Ampudjini...)

In meinem Bekanntenkreis sehe ich immer wieder Thaifrauen, die in „falschem" Deutsch zu ihren Kindern sprechen. Das ist in diesem Zusammenhang der einzige Fehler, den man machen kann!! Wurde zwar hier schon geschrieben, aber man kann nicht oft genug darauf hinweisen. Meine Frau und ich müssen solchen teilweise wohlmeinden Müttern („Kinder nicht überfordern") regelmäßig die Leviten lesen. Es sind übrigens die gleichen Frauen, die staunen, wie mühelos unsere Kinder beide Sprachen lernen.

Ganz wichtig noch, und wissenschaftlich erwiesen: Wer als Kind mit zwei Sprachen aufwächst, lernt später weitere Sprachen sehr viel leichter als andere Kinder.

Mein Ideal war eine Familie, die ich mal kennenlernen durfte: japanisch-ungarisches Ehepaar in der französischen Schweiz. Ihr Kind hat mit 3 Jahren 3 Sprachen beherrscht, weil die Eltern allerdings auch etwas dafür getan haben. Während ich mich mit dem Vater auf deutsch unterhielt und ich etwas verunsichert war, weil uns das Kind merkwürdig ansah, sagte er lächelnd: „Mach dir nichts draus, für das Kind ist es ganz normal, daß jeder Mensch eine andere Sprache spricht."

So würde ich am liebsten auch meine Kinder erziehen.

Gerhard
 
K

Kali

Gast
Nun stellt sich für uns das Problem für Kinder nicht mehr - das Alter hat eben auch seine Vorteile.
Nach anfänglich starken Unsicherheiten habe ich mich darauf konzentriert, einigermaßen Thai zu sprechen. Wurde mir im Bekanntenkreis auch schon als purer Egoismus ausgelegt:"Warum, du mußt sehen, daß Deine Frau deutsch spricht...".
Doch zahlt es sich jetzt langsam aus.Abgesehen von dem Nachteil, daß unsere Thai-Bekannten in dieser Hinsicht überhaupt keine Ambitionen haben - Schwägerin und Schwager sprechen ein Kauderwelsch aus Thai-Englisch-Deutsch, was für die Kinder natürlich ein didaktischer Vorteil ist: sie wachsen dreisprachig auf... ;-D
Meine Methode zahlt sich deswegen aus, da ich Suay jetzt auch die Erklärungen in Thai geben kann, vor allen Dingen schreibt sie sich alles in der Thai-Lautschrift auf (in diesem Zusammenhang finde ich das Programm 'Phuut Thai' sehr gut; beinhaltet auch die Thai-Lautschrift für die deutschen Begriffe)- so haben wir auch noch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ich will nicht wieder Ampudjins Eichhörnchen zitieren...
Leider gibt's hier auf dem Land auch nicht so etwas wie Sprachkurse.
 
Thema:

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