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Kein neuer Pass ohne ID Card?

Diskutiere Kein neuer Pass ohne ID Card? im Behörden & Papiere Forum im Bereich Thailand Forum; Okay, das Problem ist zwar noch lange nicht akut aber trotzdem... meiner Partnerin wurde bei der letzten Passverlängerung gesagt, dass sie für...
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Tel

Gast
Okay, das Problem ist zwar noch lange nicht akut aber trotzdem... meiner Partnerin wurde bei der letzten Passverlängerung gesagt, dass sie für eine Neuausstellung unbedingt ihre thail. ID Card braucht. Die ist allerdings schon lange abgelaufen (lebt schon seit fast 10 Jahren in D)...
Ist das wirklich so? Ich hätte gedacht der Pass wäre ein mindestens gleichwertiges Ausweisdokument. :???:
 
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waanjai

Gast
Wenn Du einmal in Deinen oder Ihren Reisepaß schaust, wird Dir auffallen, dass ja dort gar keine Anschrift enthalten ist. Also ist das kein Dokument des klassischen "Meldewesens". Auch kannst Du Dir leicht vorstellen, dass man nicht wegen jeder Änderung im Personenstand (z.B. wenn man Witwe(r) wird, aber nicht vor hat, erneut zu heiraten) den Reisepaß aktualisiert, der ohnehin nur bei einem Grenzübertritt benötigt wird (d.h. in Europa noch seltener).

Also verlangen die Thais dasselbe wie die dt. Behörden von uns: Aktualisierung des Melderegisters vor Paßausstellung und das heißt bei uns "Bundespersonalausweis" und in Thailand halt "Identity Card". Diese ID-Cards werden gleichzeitig und möglichst synchron mit dem Tabien Baan - Hausregister - gepflegt.

Die Thailändische Passport Division hat die Anforderungen an eine Neuaustellung eines Passportes sehr deutlich auf ihrer Website beschrieben.

In Deutschland kann man bei den thailändischen Auslandsvertretungen ebenfalls einen neuen thailändischen Reisepass beantragen. Da soll es lange Zeit so locker vom Hocker hergegangen sein, dass man da Reisepässe auf dem Mädchennamen der Frau verlängert oder neu ausgestellt bekam. Das war und ist ganz praktisch für Leute, die aus welchen Gründen auch immer, die in D erfolgte Eheschließung in Thailand nicht haben registrieren lassen. Auf den thailändischen Meldeämtern war dann die Personenstandsänderung der Ehefrau - zumindest im Computer - nicht bekannt. So konnte man ewig Jungfrau bleiben - nur melderechtlich natürlich. :-) Jetzt spielen die Thais dieses Spielchen nicht mehr mit und verweigern neue Reisepässe ohne aktualisierte ID-Card. Denn die sind auch nicht mehr so blöd und erkennen schon die Diskrepanz zwischen dem alten Reisepaß der Ehefrau (inkl. Namensänderung nach Eheschließung wegen Aufenthaltserlaubnis) und der ID-Card einer angeblich unverheirateten Thailänderin. Die Computerisierng geht auch in Thailand zügig weiter.
 
T

Tel

Gast
Hmm, so ganz versteh ich das noch nicht. Mal ganz grundsätzlich - ich kann doch nur an meinem tatsächlichen Wohnort gemeldet sein. Zumindest melde ich mich hier ab, sollte ich wegziehen. Wenn ich also keinen festen Wohnsitz in D (oder sonstwo) mehr habe, wie kann ich dann dennoch gemeldet sein? Und vor allem wo?
 
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waanjai

Gast
Tel" schrieb:
Hmm, so ganz versteh ich das noch nicht. Mal ganz grundsätzlich - ich kann doch nur an meinem tatsächlichen Wohnort gemeldet sein. Zumindest melde ich mich hier ab, sollte ich wegziehen. Wenn ich also keinen festen Wohnsitz in D (oder sonstwo) mehr habe, wie kann ich dann dennoch gemeldet sein? Und vor allem wo?
Mal ganz grundsätzlich. Solange Du in D irgendwo Deinen Wohnsitz hast, wirst Du in aller Regel Dich auch irgendwo anmelden (müssen). Warum? Weil Du z.B. eine Steuerkarte haben möchtest um Geld zu verdienen, oder eine Inlands-Rente beziehen möchtest, wählen gehen möchtest, ein Auto zulassen möchtest, Dich in einer Polizeikontrolle ausweisen möchtest, irgendwann einmal einen neuen Reisepaß haben möchtest. Willst Du das alles nicht, dann kannst Du Dich aus D "abmelden" - im doppelten Sinne.

Gehst Du dann nach Thailand mit Non-Immigrant Visum (als Geschäftsmann, als Angestellter oder als Ehemann einer thailändischen Staatsbürgerin) dann darfst Du Dich alle 90 Tage bei der Immigration "melden" (wird jetzt in Thailand immer mehr auch umgesetzt). Du siehst - "gemeldet" bist Du immer. Außer Du ziehst in eine Ecke dieser Erde, wo es so etwas noch nicht gibt.
 
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Tel

Gast
waanjai" schrieb:
Mal ganz grundsätzlich. Solange Du in D irgendwo Deinen Wohnsitz hast, wirst Du in aller Regel Dich auch irgendwo anmelden (müssen). Warum? Weil Du z.B. eine Steuerkarte haben möchtest um Geld zu verdienen, oder eine Inlands-Rente beziehen möchtest, wählen gehen möchtest, ein Auto zulassen möchtest, Dich in einer Polizeikontrolle ausweisen möchtest, irgendwann einmal einen neuen Reisepaß haben möchtest. Willst Du das alles nicht, dann kannst Du Dich aus D "abmelden" - im doppelten Sinne.
Solange ich meinen Wohnsitz in Deutschland habe, ganz genau. Wenn ich den nicht habe, ob befristet oder nicht, bin ich hier auch nicht gemeldet. Und es wäre mir auch neu, dass ich das muss um einen Reisepass zu erneuern... zumal ja da eben NICHT Adressen etc drin stehen. Wozu auch?

Gehst Du dann nach Thailand mit Non-Immigrant Visum (als Geschäftsmann, als Angestellter oder als Ehemann einer thailändischen Staatsbürgerin) dann darfst Du Dich alle 90 Tage bei der Immigration "melden" (wird jetzt in Thailand immer mehr auch umgesetzt). Du siehst - "gemeldet" bist Du immer. Außer Du ziehst in eine Ecke dieser Erde, wo es so etwas noch nicht gibt.
Richtig, und zwar in Thailand. Meine Partnerin ist natürlich in D gemeldet, wohnt ja schließlich hier - von daher erschließt sich mir nicht der Sinn der ID-Card... die ja augenscheinlich ein thailändische Adresse aufweisen muss die es dann de facto garnicht gibt. ;)
 
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waanjai

Gast
:O Jetzt verstehe ich endlich den Drall in Deinem Posting.

Vergessen wir zunächt einmal die Pflichten eines deutschen Reisepaßinhabers, der zwar in D nicht gemeldet ist aber zumindest dort mit seiner Partnerin wohnt.

Deine Partneriin hat bei der Beantragung eines nationalen Visums für D auch einen "Auszug aus dem Hausregister" vorlegen müssen. Das ist das thailändische Äquivalent zu unserem Einwohnermelderegister.
Das Tabien Baan (Hausregister) hat in der Tat auch so seine Schwächen. Z.B. das es nicht unbedingt sehr zutreffend den Mittelpunkt der Lebensbeziehungen widergibt. So bleiben Kinder oftmals ein halbes Leben lang als Bewohner des Hauses Ihrer Eltern registriert, obwohl das längst nicht mehr stimmt. Viele ziehen nach Bangkok, bleiben aber immer noch bei den Eltern in der Provinz registriert. (Ein Grund, warum die Einwohnerzahl von BKK so schlecht zu ermitteln ist). Eine weitere Eigenart des thailändischen Meldesystems verstärkt die Thais darin, dort gemeldet zu bleiben, wo sie es einmal waren: In Thailand sind die Vermieter diejenigen, die verpflichtet sind, die Hausbewohner anzumelden, nicht die Hausbewohner. Da dies ganz schön stressig sein kann, wird es oft unterlassen.

Zurück zur ID Deiner Partnerin. Wenn die Karte inzwischen abgelaufen ist, so geht sie zum alten Amphoe und bekommt am selben Tag eine neue. Inzwischen sogar maschinenlesbar. Sie ist in ihrer Eigenschaft als thailändische Staatsbürgerin dort weiterhin "gemeldet". Und will Sie einen neuen Reisepaß haben, dann wird Sie gezwungenermaßen diese neue ID-Card dann bei der Passport Division vorlegen müssen. Auch wenn im Reisepaß gar nichts von der Meldeadresse in Thailand drin steht.

Wo wir dann wieder bei der Frage angekommen sind, was in D von jemanden verlangt wird, wenn er einen neuen Reisepaß haben will :-)

.... und Du hast Recht, in D braucht man da nicht unbedingt einen gültigen Personalausweis dafür. Alter, abgelaufener Paß reicht aus plus persönliches Erscheinen zwecks Identitätsprüfung und Unterschriftsleistung. Identitätsprüfung wird dann wohl heißen: Sie gucken ins Melderegister rein? Oder nur auf das alte Paßbild?
 
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Tel

Gast
waanjai" schrieb:
Zurück zur ID Deiner Partnerin. Wenn die Karte inzwischen abgelaufen ist, so geht sie zum alten Amphoe und bekommt am selben Tag eine neue. Inzwischen sogar maschinenlesbar. Sie ist in ihrer Eigenschaft als thailändische Staatsbürgerin dort weiterhin "gemeldet". Und will Sie einen neuen Reisepaß haben, dann wird Sie gezwungenermaßen diese neue ID-Card dann bei der Passport Division vorlegen müssen. Auch wenn im Reisepaß gar nichts von der Meldeadresse in Thailand drin steht.

Wo wir dann wieder bei der Frage angekommen sind, was in D von jemanden verlangt wird, wenn er einen neuen Reisepaß haben will :-)
Naja, das mit dem 'am selben Tag' wird sich noch erweisen, da zwischenzeitlich noch Scheidungsurteile, Namensänderungen etc. eingearbeitet werden müssten... Das mach ich besser in einem separaten Thread.
Offensichtlich lässt sich das mit der ID Card ja nicht umgehen, auch wenn sich für mich kein Sinn daraus ergibt. 8)
Was mich nur stutzig macht ist, dass sie ihren jetzigen Pass anno 98 wohl noch einfach so hier im Konsulat bekommen hat..
 
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waanjai

Gast
Tel" schrieb:
Offensichtlich lässt sich das mit der ID Card ja nicht umgehen, auch wenn sich für mich kein Sinn daraus ergibt. Was mich nur stutzig macht ist, dass sie ihren jetzigen Pass anno 98 wohl noch einfach so hier im Konsulat bekommen hat..
Also in diesem Thread reden wir bislang davon, was in Thailand von der dortigen Passport Division verlangt wird, um einen neuen Reisepaß zu bekommen. Schließlich hattest Du mit dem Eingangs-Statement eröffnet:
"Okay, das Problem ist zwar noch lange nicht akut aber trotzdem... meiner Partnerin wurde bei der letzten Passverlängerung gesagt, dass sie für eine Neuausstellung unbedingt ihre thail. ID Card braucht." - was deren Forderung ist.

Wenn Du einen neuen Reisepaß hier in Deutschland bei den thailändischen Auslandsvertretungen beantragen willst, dann ticken die Uhren ohnehin erst einmal anders. Es gibt hier im Thread detaillierte Handlungsanweisungen wie bei einer solchen Beantragung zu verfahren ist. Einfach einmal kurz durch das Inhaltsverzeichnis scrollen. Du wirst dann auch finden, dass die thailändischen Auslandsvertretungen immer alternativ eine Kopie der ID-Card oder des Hausregisters verlangen. Da das Hausregister kein "Verfallsdatum" kennt, ist das also immer zu gebrauchen. Das einzig Dumme dabei ist, dass das Hausregister meistens den gleichen Sachstand hat wie die ID-Card. Ist die ID-Card auch sachlich nicht mehr richtig (neben der schlichten Tatsache, dass sie abgelaufen ist), dann wird halt der neue Reisepaß gemäß dem im Hausregister (noch) aufgeführten Namen ausgestellt. Sollte in der Zwischenzeit eine Namensänderung und/oder Personenstandsänderung eingetreten sein, dann darfst Du aber diese Änderung nachträglich auch im Reisepaß vornehmen lassen (passiert dann gleich in D). Sind zwei Vorgänge - aber Du hast ja noch Zeit, schriebst Du. :-)
 
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Tel

Gast
vielen Dank, das ändert die Sachlage natürlich schon ein wenig. Ja, da wir hier in D leben hatten wir auch vor, den Pass dann hier zu beantragen und unnötige Reisetätigkeit zu vermeiden. Aber wie gesagt, *eigentlich* würden wir davor noch heiraten wollen (auch kein MUSS, aber bekanntermaßen nicht ohne Vorteile) - was wiederum eine Namensänderung nach sich zieht.
Nach Durchsehen aller Unterlagen weiß ich jetzt aber, dass die Vorehe NICHT auf dem örtlichen Amphoe registriert ist, sehr wohl natürlich bei der Botschaft.
Die Frage ist jetzt - dennoch Vorehe plus Scheidung registrieren lassen oder nicht? Eigentlich müsste es die Ehefähigkeit ja auch so geben?
 
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waanjai

Gast
Tel" schrieb:
Nach Durchsehen aller Unterlagen weiß ich jetzt aber, dass die Vorehe NICHT auf dem örtlichen Amphoe registriert ist, sehr wohl natürlich bei der Botschaft.
Die Frage ist jetzt - dennoch Vorehe plus Scheidung registrieren lassen oder nicht? Eigentlich müsste es die Ehefähigkeit ja auch so geben?
Schön wär´s. Aber überleg´ mal: Deine Zukünftige braucht als thailändische Staatsbürgerin eine thailändische Ehefähigkeitsbescheinigung (bzw. was dafür in D benötigt wird. Details will ich hier ausklammern, weil ein eigenes Thema, genannt "Befreiung von der Beibringung eines EFZ). Da kann das deutsche Standesamt nicht einfach hingehen und sagen: Ach sieh´ mal einer guck, hier haben wir ein rechtskräftiges dt. Scheidungsurteil, also ist alles ok. Nein, die benötigten Dokumente sind Dokumente aus Thailand und heißen bei niemals verheirateten Frauen: "Ledigkeitsbescheinigung" und bei schon einmal verheirateten Frauen "Familienstandsbescheinigung". Nicht älter als 6 Monate etc.. Bevor die thailändischen Behörden diese neue "Familienstandsbescheinigung: geschieden, wieder heiratsfähgig" jedoch ausstellen können, müssen auch diese über die Vorehe und ihre spätere Auflösung informiert sein.
Gestern habe ich Dir bereits einen Link gepostet, aus dem hervorging, wie das abzuwickeln ist.
Da stand auch geschrieben, wie man das durch eine bevollmächtigte Person in Thailand für einen machen lassen kann. Jetzt, wo klar ist, dass Ihr das nicht selbst in Thailand machen wollt :-)
 
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matthi

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@Tel

Glaub es einfach. Es ist so. Die Vorehe und die Scheidung muss auf dem Amphoe und dem Zentralregister in BKK registriert werden, damit anhand dieser Unterlagen das Konsulat die Eheunbedenklichkeitsbescheinigung ausstellt. Das OLG ist bestens informiert und weiss (leider :fertig: ) was nötig ist. Wir haben das jetzt alles hinter uns.
 
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Tel

Gast
Ich glaube das durchaus - grundsätzlich geht es mir erstmal darum diesen ganzen Wust etwas zu ordnen und einen Überblick über die tatsächlich nötigen Schritte zu bekommen.
Daher die Frage nach der Registrierung der Vorehe... wenn die nirgends festgestellt wurde, dürfte doch einer Ehefähigkeitsbescheinigung nichts im Wege stehen - oder übersehe ich da irgendwas?
 
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waanjai

Gast
Tel" schrieb:
Ich glaube das durchaus - grundsätzlich geht es mir erstmal darum diesen ganzen Wust etwas zu ordnen und einen Überblick über die tatsächlich nötigen Schritte zu bekommen.
Daher die Frage nach der Registrierung der Vorehe... wenn die nirgends festgestellt wurde, dürfte doch einer Ehefähigkeitsbescheinigung nichts im Wege stehen - oder übersehe ich da irgendwas?
Da hast Du sicherlich Recht. Und sprichst auch ganz aus der Seele des deutschen Mannes, der seine in D geschlossene Ehe mit einer Thailänderin in Thailand nicht gemeldet hat. Warum auch? So eine fehlende Registrierung bringt doch nur Vorteile? Nach einer gescheiterten Ehe verbringt man die ehemals Geliebte schlicht zurück nach Thailand, wo sie dann wieder heiratsfähig ist. "Umtausch ohne Risiko".

Moralisch ist der Ex-Ehemann ohnehin aus dem Schneider. Hat halt mit der Registrierung der Ehe in Thailand nicht so geklappt. Hat zwar die Familie mehrfach besucht, aber es fand sich dafür nun wirklich keine Zeit. :nixweiss:

Übrigens hat dieses Recycling auch nur Vorzüge. Sie kann schließlich wieder als "ledig, nie zuvor verheiratet" gelten. Hat sie doch nun wieder alle Optionen offen. Und mit Scheidungsfolgen-Ansprüchen in D ist auch nichts - sie gilt ja inzwischen wieder als nie verheiratet. Prima.

Da sogar die thailändischen Auslandsvertretungen in D in diesem frauenfeindlichen Spiel mitmachen - die sind schließlich bereit, neue Reisepässe nur auf der Grundlage von veralteten ID-Cards oder Hausregister-Auszügen auszustellen - welcher dt. Ex-Ehemann sollte sich da moralisch beschwert fühlen? Als Ex einer Ehefrau, die inzwischen erfolgreich abgeschoben, "ganz von vorne wieder anfangen kann" fühlt der sich doch sogar noch als moralisch denjenigen überlegen, die als Sextouris nach Thailand kamen.

Nicht, das es keine Versuche gegeben hätte, die deutschen Ehemänner und insbesondere die thailändischen Frauen aufzuklären. Entsprechende Meldungen über Aushänge in thailändischen Wats hier in D wurden hier im Forum aber eher abgebügelt. Solange die thailändischen Auslandsvertretungen in D noch nicht einmal in der Lage waren, verbindliche Entscheidungen des thailändischen Verfassungsgerichts - in Sachen Familienname nach Eheschließung - zeitgleich mit ihren innerthailändischen Partnern umzusetzen, kann von dort kaum eine frauenfreundliche Verwaltungspraxis erwartet werden. :-)
 
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matthi

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Rein logisch betrachtet, wo ist der Unterschied, ob sinngemäss auf den Papaieren aus LOS steht unverheiratet oder geschieden, nicht verheiratet. Da kann man lange überlegen. Tatsache ist, dass den dt. Behörden die Vorehe hier in D schliesslich bekannt ist. Da wird auf korrekt formulierte Papiere aus LOS bestanden.
 
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@waanjai

was soll die unsinnige Moralpredigt? Du weißt doch ganz genau, dass dies hier absolut nicht zutrifft. Ich versuche lediglich den Aufwand so gering wie möglich zu halten - irgendwie unverständlich?

matthi" schrieb:
Rein logisch betrachtet, wo ist der Unterschied, ob sinngemäss auf den Papaieren aus LOS steht unverheiratet oder geschieden, nicht verheiratet. Da kann man lange überlegen. Tatsache ist, dass den dt. Behörden die Vorehe hier in D schliesslich bekannt ist. Da wird auf korrekt formulierte Papiere aus LOS bestanden.
Tatsächlich steht in den geltenden Papieren 'geschieden' - da sie in grauer Vorzeit schon mal in LOS für kurze Zeit verheiratet war. Insofern noch mal die Frage - Schritt überspringen oder nicht?
 
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waanjai

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matthi" schrieb:
Rein logisch betrachtet, wo ist der Unterschied, ob sinngemäss auf den Papaieren aus LOS steht unverheiratet oder geschieden, nicht verheiratet. Da kann man lange überlegen. Tatsache ist, dass den dt. Behörden die Vorehe hier in D schliesslich bekannt ist. Da wird auf korrekt formulierte Papiere aus LOS bestanden.
Nach unseren eigenen Regeln, kann man nur einen Zeitraum lang im Leben "ledig" sein, später ist man immer nur "geschieden" (sofern man nicht gerade verheiratet oder verwitwet ist). Und das ist nicht nur logisch ein großer Unterschied, sondern auch faktisch.
Warum? Geschiedene Personen haben zumeist Verpflichtungen, Sorgerechte und Sorgepflichten. Seien es laufende Unterhaltsverpflichtungen oder Unterhaltsverpflichtungen im Falle der Not (des früheren Ehepartners). Gerade die letztere kann plötzlich nach vielen vielen Jahren eintreten. Aber schon laufende Unterhaltsverpflichtungen machen deutlich, dass die korrekte Bezeichnung des Personenstands sehr bedeutsam ist. Auch ich persönlich würde schon Wert darauf legen, offiziell mitgeteilt zu bekommen, ob mein zukünftiger Partner solche Verpflichtungen aus Vorehen hat oder nicht haben kann, weil er ledig ist. Was würden wir zetern, wenn es anders wäre. :-)
 
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waanjai

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Tel" schrieb:
Tatsächlich steht in den geltenden Papieren ´geschieden´ - da sie in grauer Vorzeit schon mal in LOS für kurze Zeit verheiratet war. Insofern noch mal die Frage - Schritt überspringen oder nicht?
Ich würde es einfach ´mal probieren. :-) Wenn weder dem deutschen Standesamt noch dem OLG auffällt, dass in den thailändischen Dokumenten von vor 10 Jahren schon die Frau als geschieden bezeichnet wird, obwohl das deutsche Scheidungsurteil erst neueren Datums ist, dann wären "die es ja selbst schuld, oder"? Dabei rede ich noch nicht einmal über die verschiedenen Namen in den Dokumenten.

Es wird aber gar nicht erst so weit kommen, weil das deutsche Standesamt darauf bestehen wird, dass die "Familienstandsbescheinigungen", die man zur Befreiung von der Beibringung eines Ehefähigkeitszeugnisses einreichen muß, nicht älter als 6 Monate alt sein dürfen. "Ledigkeitsbescheinigungen/ Familienstandsbescheinigungen" aus anno pief helfen da nicht. Und wenn Ihr neue Bescheinigungen - unter bewußter Vernachlässigung der Vorehe in D - ausstellen laßt, dann begeht sie natürlich nur ein kleines Urkundenfälschungsdelikt oder heißt das nur "Erschleichung"? Ich würde ´mal unter anderem Namen bei einem Standesamt nachfragen, ob man da etwa eine gemeinsame Erklärung abgeben müsse, das alle gemachten Angaben wahrheitsgemäß seien.

Ernsthaft, die "sogenannte" Ledigkeitsbescheinigung vom Zentralregisteramt in Bangkok sieht folgendermaßen aus: Da werden alle Daten aller Vorehen aufgelistet. Wenn nun das OLG feststellt, dass die Vorehe in D dort nicht aufgeführt ist, ist für die klar, dass die Vorehe in Thailand total unbekannt ist. Dann kommt ´ne Rückfrage. Und ab dann spätestens wird es ungemütlich...
 
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Alles klar, das macht Sinn. Also doch etwas mehr Arbeit. Ich denke schaden kann's jedenfalls nicht, wenn man irgendwann mal alle Papiere usf. auf einem korrekten Stand hat. Obwohl, Heirat und Scheidung gleichzeitig eintragen zu lassen stelle ich mir schon lustig vor...8)
 
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matthi

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Bei uns, genauer gesagt Ban, war es kein Problem. Alles mit ensprechender Vollmacht zur Schwester geschickt. Ging alles einfach.
 
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