Erstmal danke das Du sachlich bleibst und Dich erklärst, dazu sind hier leider sehr wenige bereit.
zu mir, ja ich habe Tiere getötet und zwar mit dem Messer und Beil ( Hühner,Gänse, Fische ) und mit dem Spaten ( Wildunfall mit Reh ), geschlachtet ( Schwein und Rind ).
Mit Deiner Ausbildung zum Jäger und mit landwirtschaftlicher Erfahrung im Rücken kaufe ich Dir Deine Einstellung ab, gerade diesen Hintergrund hatte ich nicht vermutet. Als Jäger wirst Du die Vorurteile und kruden verweichlichten Kritiken der normalen Fleischkonsumenten oder Vegetarier zur Genüge kennen die aus der Stadt kommen und mit dem Tod von Tieren nur äußerst abstrakte Erfahrungen haben.
Also komme ich zur ausführlicheren Erklärung.
Menschen nutzen die Fähigkeiten von Tieren vielfältig zum eigenen Vorteil unter Berücksichtigung von deren speziellen Fähigkeiten, als da z.b wären. Jagd, Bewachung, Blindenhund, Spürhund, Transport von Menschen und Lasten, als Zugtiere landwirtschaftlicher Geräte, Affen zur Kokosnußernte, in historischen Armeen bei der Kriegsführung, zur Beweidung, als Produzenten von Seren, Wolle, Federn, Milch und Eiern und letztlich durch deren Tod das Fleisch und diverse Körperteile wie Knochen und Innereien.
Bei einigen Verwendungen gehen Nutzung und Spaß fließend ineinander über, die moralische und auch tatsächliche Verantwortung des Menschen gegenüber dem Tier ist stark unterschiedlich entwickelt und zwar sowohl innerhalb bestimmter Kulturen als auch zwischen verschiedenen Kulturen. Stichworte hierzu, industrielle Tierhaltung, mechanisierte fließbandartige Schlachtung und Tiertransporte, Tierversuche für medizinische und sonstige Zwecke, Schächtung, Sportlicher Wettbewerb wie Reiten, Voltogieren, Rennveranstaltungen und letztlich auch Kämpfe zwischen Tieren.
Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kulturen mit unterschiedlich ethischen Grundlagen die das Verhältnis zwischen Mensch und Tier wesentlich prägen, komme ich für mich zum Ergebnis das es jeweils nur eine persönliche Entscheidung sein kann wie man sein Verhalten und seine Einstellung dem Tier gegenüber, in allen Bereichen die es betrifft, definiert und lebt.
Allgemeingültig kann eine persönliche Einstellung niemals sein die sich auf Ethik oder Moral stützt, von daher kann ich also nur für mich sagen was ich mag oder nicht mag. Das Ergebnis ist das ich selbst persönlich keine Tierkampfveranstaltung unterstütze aber in anderen Kulturen zu respektieren habe als dort gelebte Realität wie z.b. den Hahnenkampf in Thailand. Besonders bestürzen können mich Hahnenkämpfe in Thailand schon deswegen nicht weil ich die Märkte dort kenne wo jeden Tag die rücksichtslose Behandlung von Tieren durch die Thais mir sichtbar und völlig alltäglich vor Augen geführt wird.
in Thailand ist das Leben eines Kampfhahnes schon eher ein Privileg und glückliches Schicksal.