Internetschmarotzer...

Diskutiere Internetschmarotzer... im Computer-Board Forum im Bereich Diverses; Quelle: WDR III v. 11.11.04
K

Kali

Gast
Einen Internet-Schmarotzer hat die Polizei auf einer Bielefelder Straße überführt. Der 42 Jahre alte Mann saß im geparkten Auto mit einem Laptop auf dem Schoß, teilten die Beamten am Mittwoch (10.11.04) mit. Auf kritische Nachfragen einer Polizeistreife gab er zu, auf Kosten anderer Leute im Internet zu surfen. ............
Quelle: WDR III v. 11.11.04
 
Tomad

Tomad

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Tja, kann einem wirklich leid tun der Knabe - bei der Kälte im Auto zu hocken
. Vielleicht hat er ja eine Standheizung. Aber ob das dann billiger kommt :nixweiss: .

Ich bleibe lieber bei


Thomas
 
A

amnesius

Gast
Naja, irgendwie sind die Leute aber auch selbst schuld.

Ich meine wer die Tür offen stehen läßt, der muss sich nicht wundern, wenn jemand mal reinschaut.

Man kann mit ein paar Handgriffen das WLAN so absichern, das Schwarzsurfer draussen bleiben müßen. Zwar müßte man sich dazu mit dem Thema oder der Anleitung befassen oder noch besser einen "Profi" das einrichten lassen.

Zu teuer? Zu umständlich? Dann halt kein WLAN verwenden, oder zumindest nachher nicht meckern.

Zudem, 90% der WLAN Betrieber, die ohne Verschlüsselung arbeiten würden es eh nie merken wenn mal jemand auf Ihre Kosten surft.

Ausser, es steht irgendwann die Polizei vor der Tür und möchte gerne einen Blick auf das MP3 oder DIVX Archiv werfen..

-Stefan
 
E

Exote

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Wie @amnesius bereits schrieb, ist wirklich jeder selber schuld, wer Aussenstehende über WLan auf seine Kosten surfen lässt. Bei Flate Rate fällt das zwar nicht ins Gewicht, jedoch lässt sich über das offene Tor auch noch einiges mehr anstellen.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, mit Laptop durch die Strassen meiner Stadt zu kurven. Unglaublich, welche Scheunentore da offen stehen. Selbst auf dem Flughafen stehen ungeschlossen Türen offen, die nichts mit Public WLan zu tun haben. :hilfe:

Na ja, was soll’s. So kann man unterwegs wenigsten den Weg ins Internetcafe sparen. ;-)

Exote
 
M

martinus

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so kannst gehen:
- erst ne teure Standheizung gekauft und dann
- auf anderer Leute Kosten bei den Onlineverbindungen sparen wollen :lol:-O-Mat

Dem unbedarften PC-Nutzer wird es viel zu leicht gemacht, ein WLAN einzurichten.
In der Hinsicht sind die Vertreiber etwas verantwortungslos, weil sie die Hardware massiv bewerben, ja fast jedem aufdrängen wollen indem es für nen Appel und ein Ei unter die Leute geworfen wird, ohne sich um die Sicherheit zu scheren.
Ich kann unbedarfte User schon verstehen, denn wer will schon wissen, was ein ipconfig /all-Befehl alles anzeigt oder was eine MAC- oder IP-Adresse ist.

Ich hab meins abgeschaltet und werde es nur bei Bedarf aktivieren, will schließlich nicht, daß meine Ausfahrt von parkenden Autos verstopft wird.

Martin
 
phimax

phimax

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vor'm Monitor
Die Vorschreiben haben es schon geschrieben: Som nam na ;-D

Wer zuhause mit WLAN arbeitet, hat i.d.R. wieviele Rechner?
Siehste :P

Zwei einfache Maßnahmen sollten reichen, um die Hobby-Fremdsurfer in der Kläte stehen zu lassen: Verschlüsselung, Feste IPs, SSID verstecken.

Was meinen die Profis dazu? Liege ich sehr daneben?
 
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amnesius

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@Phimax

Du liegst richtig. Allerdings reicht eigentlich schon die Verschlüsselung einzuschalten. Mindestens 128Bit allerdings.

Das hält die Hobbyhacker fern.

Alle Profis hälst Du mit den von Dir genannten Maßnahmen nur 5 min länger auf, dich beim einrichten aber bestimmt 1h.

Mal Hand aufs Herz, was hat ein Profihacker für ein Interesse grade Dein WLAN zu hacken?

SSID abstellen ist keine gute Idee, dann können manche WLAN Karten sich nicht mehr mit dem WLAN verbinden, da sie das Profil (Verschlüsselung, IP usw.) anhand der SSID ablegen. Ich kenne einige Treiber, bei denen man die MAC Adresse des Accesspoints nicht hinterlegen kann.

Grüße

Stefan
 
M

martinus

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@ amnesius

ja, es soll Leute geben, die sich in ihrer Freizeit "fahrend in einem bequemen Wagen"* mit Warsurfen befassen.
Anschließend werden die GPS-Daten fein säuberlich auf einem PDA festgehalten.
Das scheint deren einzige Art von Befriedigung zu sein - ich kenne da deutlich mehr, z.B. hier bei Nittaya zu posten oder zumindest mitlesen.

Ganz sicher ist man wirklich nicht, nicht mal an einem Kabel.

* ist glaub ich ein Gedicht von Heinrich Böll

Martin
 
A

amnesius

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@martinus

Sicherlich gibt es solche Leute. Von mir aus sollen sie wissen , das ich WLAN daheim habe. Was solls, ich bin da nicht paranoid.

Mein WLAN ist WEP 128 Bit verschlüsselt, das hält die Hobbyhacker aus meinem Netz.

Natürlich kann man den WEP Schlüssel knacken, nur dazu muss man eine Megabyte Traffic mitschneiden und dann mit speziellen Programmen mitschneiden. Da ich meist keine grossen Downloads mache, müßte er schon eine ganze Weile rumstehen und Daten mitprotokollieren.

Die sogenannten Wardriver die mit Laptop, und GPS rumfahren um WLANs in Karten einzutragen machen mir keine grosse Angst.

Schau Dir mal die Karten von denen an, meist fahren sie in größeren Stadten durch größere Strassen und suchen an Flughäfen oder in Einkaufscenteren nach WLANs.

Die machen sich meist nicht die Mühe Wohngebiete z.t. mit Mehrfamilienhäusern Strasse für Strasse abzufahren.

Was machts wenn irgendwo auf einer Karte mein WLAN mit SSID und dem Zusatz WEP Verschlüsselung auftaucht, wenn rundherum 20 Netze ohne Verschlüsselung erscheinen?

Warum sollte jemand mein verschlüsseltes Netz hacken wollen, wenn es doch rundherum einige unverschlüsselte Netze gibt?

Ok, mein Netzwerk hat noch andere Sicherungsmaßnahmen, das aber wohl eher durch meinen Spieltrieb, als aus Notwendigkeit.

Man muss halt einfach das Aufwand/Nutzen Verhältnis betrachten. WEP Verschlüsselung mit 128 muss sein. Alles darüber hinaus ist dann abhänging von der Bedrohungslage und dem Sicherheitsbedürfnis des Users oder der im Netz gelagerten Informationen.

Für ganz Paranoide empfehle ich die Wohung von innen mit Kupferfolie zu tapezieren (Wände, Böden, Fenster, Türen und Decken), die Enden nach innen umzubiegen und zu verlöten.
Fenster mit Kupfergittern elektromagnetisch abzudichten und alle nach aussen führenden Leitungen glavanisch zu trennen oder evtl auf den Leitern transportierte elektromagnetische Signale mittels Hochpassfiltern auszulöschen.

Achja, vorher den Mobilfunkvertrag kündigen, denn mit telefonieren im Gebäude is dann nix mehr.

Ich würd zudem die Microwelle abschaffen, wenn die ein Leck haben sollte wirds unschön.. :super:

Nicht zu ernst nehmen..

Grüße

Stefan
 
alhash

alhash

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@amnesius

ich geh' gleich in einen Bunker ;-D

Leider bin ich noch nicht paranoid :lol:

Gruß
AlHash
 
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amnesius

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@alhash

Nicht paranoid zu sein heisst ja noch lange nicht das sie nicht hinter Dir her sind.. :-P

-Stefan
 
Peter-Horst

Peter-Horst

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@all,

das Problem ist nicht unbedingt, das jemand "für ume" auf fremden Anschlüssen rumsuft, sondern wenn über diese Anschlüsse dann Internetstraftaten begangen werden. Denn das wird erstmal der IP Inhaber zur Rechenschaft gezogen.

Gruß Peter

P.s.: Wer offene WLAN betreibt, lässt auch die Haustür offen stehen.
 
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martinus

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@ amnesius
Warum sollte jemand mein verschlüsseltes Netz hacken wollen, wenn es doch rundherum einige unverschlüsselte Netze gibt?
genau, das ist der springende Punkt, davor hab ich auch keine Angst.

Und bevor ich meine Wände mit Folie tapezieren würde, täte ich meine Festplatte in den Schmelztiegel werfen. :lol:

Das eigentliche Problem sind jedoch die Straftäter, die andere Leute und deren Unwissenheit nur benutzen.
Es sollte noch eine gehörige Portion Sicherheitsdenken unter die Leute gestreut werden.
Es geht mir nicht darum, ob Volumen, Stunden oder die Bandbreite anderer benutzt wird, sondern nur rein um die offenen Scheunentore für Kriminelle.

Martin
 
Tomad

Tomad

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martinus" schrieb:
Es sollte noch eine gehörige Portion Sicherheitsdenken unter die Leute gestreut werden.
Das ist zwar prinzipiell sicher richtig, aber wer soll´s machen?

Der Hersteller, der seine Produkte verkaufen will? :nixweiss:

Auch in Firmen habe ich Dinge erlebt :hilfe: , aber Sicherheit kostet halt Geld und sei´s nur für den Mitarbeiter der diese gewährleisten soll. Und sie tritt im Tagesgeschäft meist nicht in Erscheinung - sondern erst wenn´s irgendwo gekracht hat.

Thomas
 
O

odysseus

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Servus :-)
Ich schalte einfach, wenn ich nicht mehr im Netz bin, :round: mein Welan den Strom ab. Und ohne Strom wird wohl sich nicht mehr ;-D viel Bewegen.
 
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martinus

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@ tomad
...Sicherheit kostet halt Geld...
Das kostet richtig Geld und gute Konzepte sind ohne Zweifel teuer. Privatleute können sich diesen Aufwand nicht leisten.
(2 Authentifizierungsserver, Zertifikate, Lizenzen für Token, 24 Std. Betreuer, usw).
...wer solls machen?...
Das hängt dann wieder an jedem einzelnen selbst und den leichtsinnigen Gedanken:
Bei mir ist eh nix zu holen!

Deshalb find ich es garnicht schlecht, wenn sich dieser Aufgabe die einschlägigen PC-Magazine annehmen, die verdienen schließlich auch ihr Geld mit Infos rund um den PC.
Alternative das Fernsehen, schließlich muten die uns all Rutsch ihre Werbung zu.

Beides finde ich OK, aber letztendlich muß es jeden WLAN-Betreiber selbst interessieren und die Sicherheitslücke annehmen. Leider wissen es die Wenigsten, welche Paragrafenlawine im schlimmsten Fall auf ihn zurollen könnte.

Martin
 
Tomad

Tomad

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@martinus

Natürlich hängt es von jedem selbst ab was er dafür tut. Es ist ja auch ok wenn sich PC-Zeitschriften damit befassen. Nur müssen diese dann auch gekauft, gelesen, verstanden und Konsequenzen daraus gezogen werden.

Wieviele der User wollen sich aber überhaupt damit beschäftigen? Der PC soll ja das Leben erleichtern, vielleicht noch ein wenig Spass bringen und in manchen Fällen die aktuellen Werbedaten aufweisen. Die Werbung machts ja auch vor, dass eigentlich eh alles von alleine läuft.

Thomas :wink:
 
altf4

altf4

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japp .. und DM und consorten zeigen wie man ganz freiwillig den leuten die infos ausser tasche ziehen kann (punktesysteme und und )
und die sind bei weitem genauer und lukrativer...

wer in fremden netzen surft macht sich ja nur indireckt strafbar ...
vondaher stellt das weniger ein problem dar ...

wen manns GANZ genau nimmt macht sich DER strafbar der das zulaesst !
stell mal dein auto auffn parkplatz und schliess nicht ab.
wenns einer in gruen sieht .. sieht man und spuert der geldbeutel WER sorge zu tragen hat .. hehe

ergo: es schaded nur einem
-> dem provider ...

naja und dem der keine bandbreite mehr hat weil vor der tuer einer ein ddrive-in Icafe aufgemacht hat ..
hehe
 
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amnesius

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@ALTF4

Das Eindringen in ungeschützte Netze ist nicht strafbar, das ist korrekt.

Natürlich kommt die Polizei bei Straftaten zuerst zum Anschlussinhaber. Kann der beweisen, das eine Andere Person über seinen Anschluss die Straftat begangen hat, dann ist er zumindest nicht mehr dringend tatverdächtig.

Aber welche Beweise gibt es, bzw welche Relevanz haben die Beweise?

LOGFILES, werden von den meisten WLAN Routern nicht aufgezeichnet. Zudem ist ein selbst aufgezeichnetes Logfile nicht besonders beweiskräftig, da leicht fälschbar.

Das Problem stellt sich nicht nur bei "Schwarzsurfern" im WLAN sondern insbesondere auch bei geteilten Internetanschlüssen in WG's oder unter Nachbarn. Egal ob WLAN oder Kabel.

Die Jungs von der Eintracht Grün/Weiss laufen immer zuerst beim Anschlussinhaber auf.

Zudem in meiner Strasse würden mehr als 2 sinnlos rumparkende Autos sofort auffallen.

Was viel schlimmer ist, 100m Luftlinie von mir entfernt ist ein Studentenwohnheim. Grade deswegen muss ich mein WLAN etwas mehr absichern. Bei dem Studentenpack weiss man ja nie.. :-P Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Nur damals gabs noch kein WLAN und man surfte im Internet noch mit Lynx...

Grüße

Stefan
 
Thema:

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