Thailand hat das grosse Problem, dass es voellig abgedrehte Wesen magnetisch anzieht, was natuerlich auch die Botschaft weiss. Somit besagt der Deutsche Hilfsverein ja auch, dass er zwecks Hilfe fuer unverschuldet in Not geratene Deutsche geschaffen wurde. Jeder Fall wird somit ueber ein Gremium geprueft und dann entschieden ob und wie geholfen werden kann.
Ist ein zweischneidiges Schwert. Spricht sich herum, dass jedem leicht und schnell geholfen wird, dann bringt dies schnell einen Stein in's Rollen und foerdert die Fahrlaessigkeit. In Sachen Eigenverantwortung hapert es ja bekanntlich bei den Meisten. Scheisse bauen und dann erwarten, dass es Andere ausbuegeln, da es ja so etwas wie Menschlichkeit und soziale Verpflichtung gibt.
Wo besteht jetzt Gemeinsamkeit mit besagtem Michael? Er ist Deutscher. Ansonsten handelt es sich um einen Abgetickten, von denen es hier im Lande zuhauf gibt. Hat er keine Familie, keine Freunde? Sollte doch eigentlich jeder normale Mensch haben und zwar auch diese, die einmal in eine Notlage geraten. Hat jemand nicht. Jetzt stellt sich die Frage, warum nicht? Wirklich niemanden, der Sympathien hegte aus der Zeit als er noch nicht ganz unten war? Jetzt braucht er dringend Hilfe und mancher bemitleided ihn. Ist er aber wirklich das Mitleid wert? Vielleicht ist er ein echtes Arschloch oder warum ist da niemand, der ihn wirklich kennt und der ihm wirklich helfen will?
Vor ein paar Jahren bekam ich einen Anruf von einem Deutschen aus einem Gefaengnis, der mir sein Leid und die ungerechte Behandlung klagte. Konnte mir aber noch nicht einmal sagen, in welchem Gefaengnis er sass. Ich fragte ihn, ob er sich mit der Botschaft in Verbindung gesetzt haette. Er antwortete ja, aber die machen nichts. Wendete mich dann selbst an die Botschaft. "Ist Ihnen einen Herrn L., der hier im Gefaengnis sitzt, bekannt?". Erst verneinte man, doch kurz darauf kam ein Rueckruf. "Ja, kennen wir und er steht bei uns unter seelischer Betreuung. Wartet auf seinen Prozess wegen Verstoss gegen das Aufenthaltsgesetz. Voellig mittellos und seine Mutter in Deutschland lehnt jede Hilfe ab.". Die eigene Mutter ist nicht bereit dem Sohn beizustehen. Nun Grethchenfrage. Warum nicht? Erwaechst hieraus nun fuer voellig Fremde eine Pflicht oder moralische Verantwortung zur Unterstuetzung. Auf welcher Basis. Ein Mensch ist in Not. Okay, jemand Unbescholtenes ist in eine Notlage geraten. Jemand, den ich kenne, von dem ich weiss, dass er eigentlich absolut kein verantwortungsloser Drifter, Scammer, Nassauer oder was auch immer ist. Mal schauen, was man machen kann. Ressourcen sind nicht natuerlich nicht unbegrenzt und somit bleibt nichts anderes uebrig zu selektieren. Ist auch fair, denn wenn ich meine Resourcen fuer Arschloecher aufbrauche, wie sieht es dann fuer die aus, denen wirklich Hilfe zusteht, weil sie tatsaechlich voellig schuldlos in Not geraten sind?
Wie sieht Michaels Geschichte aus? Wer ist er, was hat er so getrieben und was hat ihn nach Thailand in die Notlage gebracht? Egal, egal, er ist in Not. Macht dieses Sinn, ist dies Gerechtigkeit? Hat er vielleicht seine Mutter bestohlen, seine Freundin jeden Tag im Suff verpruegelt? Wer kan die Frage beantworten. Er verdient Hilfe weil er lediglich Mensch bzw. Deutscher ist? Sorry, dem kann ich absolut nicht folgen, weil ich nicht bereit bin Fehlverhalten von anderen grundsaetzlich auszubuegeln. Jeder ist in erster Linie fuer sich und sein Leben verantwortlich. Wer als "guter" Mensch in Not geraet, der kann meist damit rechnen, dass ihm ungefragt geholfen wird wenn Leute mitbekommen, dass er in Not geraten ist. Karma im Buddhismus. Tam di, rab di. Dies ist wesentlich speziell hier im Lande, waehrend in Sozialstaaten eher die Philosophie vertreten wird, dass Hilfe der Gemeinschaft jedem GRUNDSAETZLICH zusteht, egal was er auch getrieben hat. Das wird dann als Rechtsstaat bezeichnet obwohl es doch eigentlich ein Unrechtssystem zu Lasten der Unbescholtenen ist.
Wer ist Michael? Hat er die Hilfe von Anderen verdient? Wer kann die Frage beantworten? Wo ist seine Familie, wo sind seine Freunde? Hat er nicht? Warum nicht?
Helfe der Kobra und sie wird Dich zum Dank in die Finger beissen. Koennen sicherlich viele ein Lied von singen. Jeder Gefallen raecht sich. Leider all zu menschlich.
Meint jemand tatsaechlich, dass Michael Hilfe verdient, dann soll er sie ihm gewaehren und nicht darauf pochen, dass sie ihm von anderen gewaehrt werden sollte. Es gibt sicherlich Situationen, in denen ich selbst helfen wuerde und in anderen nicht. Kein Grundsatz. Es kommt immer darauf an. Kann mich jemand ueberzeugen, dass Michael wirklich Hilfe verdient? Kann jemand dies, dann helfe ich ihm. Wenn nicht, dann helfe ich lieber den Tieren auf der Strasse, denn da bin ich ueberzeugt, dass ich immer richtig liegen werde. Bei Menschen aber nicht.