hello_farang" said:
[...]
Learning by doing, ein einfaches Prinzip.
Chock dii, hello_farang
So hatte ich auch einmal gedacht, so anfangs

.
Die Realität holt einen jedoch schnell ein. Die Einkaufssituation ist hier in BR 1:1 vergleichbar mit der in TH, wie überhaupt sehr viele Dinge so gut wie identisch sind.
Du bist auf dem Weg zur Kassenschlange, der Einkaufswagen gefüllt mit den Dingen des wöchentlichen Bedarfes. Grosser Supermarkt, 30 Kassen, einige mit spezieller Ausprägung, in etwa vergleichbar mit einem großen BigC.
Je Kasse im Schnitt ca. 2 Wagen vor dir, gelangweilte Kassierinnen gähnen ungeniert in deine Richtung. Du fängst an zu rechnen: Jeder Wagen beinhaltet in etwa 30 einzelne Artikel, jeder Artikel verschlingt inkl. Be- und Entladen des Bandes ca. 20 sec, also summasummarum mit einer Zeitvorgabe für eine kleinen Klön mit Kassiererin 15 min Wartezeit pro Wagen.
Mit 2 aufgeweckten, aber schnell gelangweilten 4,5 jährigen Zwillingen in Begleitung kann dieser Zeitraum sehr spannend werden.
Also entlang an der Batterie der Kassen, bis schließlich eine gefunden ist, wo 1. nur ein Wagen vorsteht und 2. dieser bereits halb entladen ist.
In froher Erwartung einer schnellen Abwicklung beziehst du deine Position direkt dahinter, kann ja jetzt nicht mehr lange dauern... schock...der Kunde vor dir hat die wöchentliche Papierausgabe der Sonderangebote in der Hand und diskutiert der Vorschrift entsprechend jeden einzelnen Artikel mit dem Verkäufer.
Was du bisher nicht wusstest, ist, dass in BR die "Beweislast" beim Kunden liegt und dieser erst dem Kassierer aufzeigen muss, dass der designierte Artikel auch sonderangebotig ist.
Schließlich hast du es doch geschafft, die Kasse gehört dir. Flugs den Einkauf auf dem Band deponiert, der Scanner piepst im Gleichklang der Artikel vor sich hin, bis... ach, Orangen müssen in der Obst- und Gemüseabteilung gewogen werden, Äpfel nicht, die werden an der Kasse verwogen? Ja, macht Sinn...
Egal, wieder etwas gelernt, und auf schnellen Rollen saust auch schon eine der studentischen Aushilfskräften auf ihren Inlinern mit den Orangen in Richtung besagter Abteilung.
In the meantime passiert natürlich gar nix, nur ein herzhafter Gähner der Kassiererin unterbricht die schon fast peinliche Stille.
Zumindest hast du jetzt Zeit, einige der DIN A4 großen Plastikbeutel, die, als Paket frisch aus der 40 Tonnen Presse kommend, vor dir zur eigenhändigen Verpackung liegend, auseinander zu fummeln.
Wenn dann der letzte Artikel begutachtet, gescannt und sicher im Beutel verpackt im Einkaufswagen liegt, geht es an das Bezahlen. Bargeld, klar, soll doch schnell gehen.
287,86 R$, gegebene 300 R$, macht in Differenz und Rückgeld 12,14 R$, der Rechenkünste der Kasse sei Dank, so das Stoßgebet der Kassiererinnen.
Wenn sich jetzt bloß die Scheine und Münzen so ähnlich sehen würden... haben Sie 2,14 klein... ?