Idyllischer Süden Thailands?

Diskutiere Idyllischer Süden Thailands? im Politik und Wirtschaft Forum im Bereich Thailand Forum; Ist dir entgangen, dass sich Thailand vor 1939 "Siam" nannte?
Dieter1

Dieter1

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Du hast behauptet, das wären islamisierte Thais da unten links. Die haben den Islam aber schon in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts angenommen, als der Begriff Thailand noch ein halbes Jahrtausend unbekannt war.
Ist dir entgangen, dass sich Thailand vor 1939 "Siam" nannte?
 
Loso

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Nein, das habe ja extra angedeutet. Aber dir anscheinend. Die Unruheprovinzen gehören erst fest zu Thailand, seit das Sultanat von Pattani zerfiel. Das ist der Unterschied, also noch gar nicht so lange her. Der Grossteil Süd-Thailands gehörte schon rund 500 Jahre länger zum thailändischen Einflussbereich, als die sich aus dem zerfallenden (oder besiegten) hinduistischen Reich bedienten. Um diese Zeit herum wurde ganz Süd-Thailand rasch islamisiert, und war sowohl ethnisch als auch sprachlich wohl überwiegend malaiisch. Ich würde daher eher von über Jahrhunderte thaiisierten, muslimischen Malaien schreiben, als von islamisierten Thais. Aber das ist vielleicht auch Ansichtssache.
 
Dieter1

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Der Grossteil Süd-Thailands gehörte schon rund 500 Jahre länger zum thailändischen Einflussbereich, als die sich aus dem zerfallenden (oder besiegten) hinduistischen Reich bedienten. Um diese Zeit herum wurde ganz Süd-Thailand rasch islamisiert, und war sowohl ethnisch als auch sprachlich wohl überwiegend malaiisch.
Wenn du meinen Aussagen hinterher googelst, solltest du das Gelesene auch richtig einordnen.

Der Unterschied zwischen den moslemischen Bevoelkerungsmehrheiten in der Provinz Satun und den Unruheprovinzen Yala, Pattani und Narathiwat besteht darin, dass die erstgenannten im Gegensatz zu den anderen Thai sprechen, fuehlen und denken.

Und du machst jetzt genau das, was du als Fehler anprangerst. Du sprichst generell von einem islamisierten Suedthailand 8-) .
 
Loso

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Es ergibt sich für Schnellmerker von selbst, dass mit Süd-Thailand in dem Zusammenhang vom heutigen Süd-Thailand die Rede ist, um die geografische Einteilung klar zu machen. Und du verkennst offenbar völlig, dass die Muslime in Satun bei Übernahme des Islams noch gar nicht Thai gesprochen haben. Da hast du offenbar noch googel-Bedarf.
 
clavigo

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Loso, du großer Experte, du solltest eigentlich wissen dass Srivijaya ein buddhistisches Reich war - auch wenn Regierungstruktur großenteil auf indischer Kultur basierte- und kein hinduistisches. Hinduistischer Einfluss durch das nachfolgende Majaphit-Reich ist auf der malayischen Halbinsel kaum zu spüren gewesen; waren ja auch nur knapp 100 jahre..
 
Loso

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Ja, das ist korrekt. Danke für die Richtigstellung.
 
Conrad

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Der Islam hat wieder zugeschlagen:

Bei einem Bombenanschlag in Thailand sind am Montag mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei explodierte auf einem Markt in der Stadt Yala ein Sprengsatz, der im Benzintank eines Motorrades versteckt war. Bei den Todesopfern handelt es sich um Thailänder. Mindestens 18 Menschen mussten mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Ausländer sind nach Angaben der Polizei keine darunter. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Vermutet wird, dass muslimische Aufständische hinter dem Anschlag stecken. Yala liegt etwa tausend Kilometer entfernt von der Hauptstadt Bangkok in Thailands Süden. Dort sind im Unterschied zum überwiegend buddhistischen Rest des Landes Muslime in der Mehrheit. Immer wieder gibt es dort auch Anschläge. Dem Konflikt fielen seit 2004 bereits mehr als 6500 Menschen zum Opfer. (dpa)

Thailand: Mindestens drei Tote bei Bombenanschlag in Südthailand - Welt - Tagesspiegel
 
Dieter1

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Die meisten Opfer der separatistischen moslemischen Untergrundbewegung sind nicht separatistisch eingestellte Thai-Moslems.

"Dem Konflikt fielen seit 2004 bereits mehr als 6500 Menschen zum Opfer. (dpa)"
 
rolf2

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Die meisten Opfer der separatistischen moslemischen Untergrundbewegung sind nicht separatistisch eingestellte Thai-Moslems.

"Dem Konflikt fielen seit 2004 bereits mehr als 6500 Menschen zum Opfer. (dpa)"
andererseits sind es weltweit verteilt wiederum ne Menge islamistische Terroristen mit sehr vielen Opfern und in wachsender Zahl, also höchst schwierig zu prognostizieren inwieweit deren Zahl wächst, denn der Fundamentalismus und damit die Konflikte scheinen weltweit zu wachsen.
 
C

Chak

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Niemand hat behauptet der moslemische Sueden waere eine klar abgrenzbare Region und somit ist das auch kein Streitgegenstand.

Es gibt 4 Provinzen mit moslemischer Bevoelkerungsmehrheit und das sind Satun, Yala, Pattani und Narathiwat. Anders als in den 3 oestlicher gelegenen Provinzen handelt es sich in Satun nicht um ethnische Malayen, sondern um islamisierte Thais.
Auch wenn sie dort keine Bevölkerungsmehrheit haben mögen, sind die Muslime ziemlich präsent.

Auf dem Weg von Ranong nach Khao Lak ist mir aufgefallen, dass zum einen in jedem Kaff ein Hinweisschild auf eine Moschee gibt, zum anderen kaum eine Frau ohne Kopftuch auf den Mopeds zu sehen war.

Es zeigte sich also abermals, der Islam ist im Süden deutlich verbreiteter, als es dem Touristen gemeinhin auffällt.
 
benni

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auch auf Phuket. War letzte und diese Woche dort
 
Dieter1

Dieter1

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Auch wenn sie dort keine Bevölkerungsmehrheit haben mögen, sind die Muslime ziemlich präsent.

Auf dem Weg von Ranong nach Khao Lak ist mir aufgefallen, dass zum einen in jedem Kaff ein Hinweisschild auf eine Moschee gibt, zum anderen kaum eine Frau ohne Kopftuch auf den Mopeds zu sehen war.

Es zeigte sich also abermals, der Islam ist im Süden deutlich verbreiteter, als es dem Touristen gemeinhin auffällt.
Das stimmt. Zwischen Ranong und Khao Lak stellte ich mal einen moslemischen Restaurantbetreiber vor ein logistisches Problem als ich ein Bier zum Essen verlangte. Diese Moslems waren aber insgesamt sehr zurueckhaltend und hoeflich.
 
socky7

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... Diese Moslems waren aber insgesamt sehr zurueckhaltend und hoeflich.
Das kann man nicht von allen Moslems in Thailand behaupten:

https://www.faz.net/aktuell/politik...griff-von-muslimischen-rebellen-16471729.html

Die Europäer haben mit Islamisten die gleichen Probleme wie Südthailand.
Der Islam ist eben keine Religion des Friedens - wie manche behaupten. Fast alle Terroristen in Europa sind Islamisten. Das sollte den Europäern zu denken geben, auch wenn sich 99 % der Muslime friedlich verhalten. Die Kriminalgeschichte des Judentums und des Christentums sollte jedoch nicht als Rechtfertigungsgrundlage für den Islam herangezogen werden. Ein Verbrechen, welches im Namen einer Religion oder einer Ideologie verübt wird, bleibt ein Verbrechen.

Die Grundlage des Islam ist der Koran, die Hadji (sprich: Haditsch) und die Sharia. Nahezu alle sunnitischen und schiitischen Muslime sowie die Splittergruppen berufen sich auf diese Schriften. Dazu kommen noch verschiedene andere überlieferte Erzählungen. Diese Eingangs genannten Fundamental-Schriften enthalten Dutzende von Gewalt verherrlichenden und rechtfertigenden Aufforderungen, wie mit Ungläubigen zu verfahren ist. Aus der muslimischen Geschichte ist seit dem 7. Jahrhundert überliefert, dass die Ausbreitung des Islam in Nordafrika, Spanien sowie dem Nahen und Mittleren Osten mit Gewalt durchgesetzt wurde. Die Realgeschichte des Islam ist gewalttätig. Nur die frühe Geschichte des Islam - als Mohammed noch keine politische Macht besaß - und eine Phase im Mittelalter (in Andalusien) war verhältnismäßig friedlich. Diese friedlichen Aspekte des sog. aufgeklärten bzw. liberalen Islam werden von den gemäßigten Moslems in den Vordergrund gestellt, weil der Islam angeblich eine Religion des Friedens sei.
Die negativen, blutrünstigen Auswirkungen und Gewalt verherrlichenden historischen Fakten bei der Ausbreitung des Islam werden von den radikalen Islamisten und Moslems herangezogen und bis heute praktiziert. Beide Lager sind ohne Einschränkungen als Muslime zu bezeichnen, weil sie sich unkritisch auf das o.g. Schrifttum beziehen. Die Gewaltaspekte bzw. die Kriminalgeschichte des Islam wird nicht ausreichend thematisiert. Beide Lager unterstellen gleichermaßen, dass die Basisliteratur von Allah kommt und nicht von Menschen gemacht ist. Damit ist klar, dass die Angehörigen beider Lager uneingeschränkt als Muslime zu bezeichnen sind und sich selbst als solche verstehen, weil keiner das Schrifttum in Zweifel zieht.

Die Botschaft und der Inhalt des überlieferten Koran und des o.a. Basis-Schriftums ist Menschen feindlich, irrational und unvernünftig und damit für das friedliche Zusammenleben von Menschen ungeeignet. Solange der Koran nicht reformiert und das Gewaltpotential nicht getilgt wird, kann man beim Islam nicht von einer friedlichen Religion sprechen.
 
Dieter1

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Auf der einen Seite 1% gewaltbereite Islamisten, auf der anderen Seite 99% friedliche Moslems. So sind die beiden "Lager" zu sehen, das kommt hin.

Was man auch nicht vergessen sollte, ueber 90% der Opfer islamistischen Terrors weltweit sind Moslems.
 
Yogi

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Was man auch nicht vergessen sollte, ueber 90% der Opfer islamistischen Terrors weltweit sind Moslems.
Ja, und 99,8% der Täter des islamistischen Terrors sind auch Moslems.
Wäre schön, wenn die ihr Hobby ausschließlich in islamischen Ländern pflegen würden.
 
Dieter1

Dieter1

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Ja, und 99,8% der Täter des islamistischen Terrors sind auch Moslems.
Wäre schön, wenn die ihr Hobby ausschließlich in islamischen Ländern pflegen würden.
Eher 100% und am besten waere es, ihnen das Handwerk zu legen. Solange aber Staaten wie Saudi Arabien, Iran und Pakistan bei Bedarf auf deren Gewaltbereitschaft zurueckgreifen, kann das nicht funktionieren.
 
Micha L

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Auf der einen Seite 1% gewaltbereite Islamisten, auf der anderen Seite 99% friedliche Moslems. So sind die beiden "Lager" zu sehen, das kommt hin.
.
Die sogenannten Friedlichen pflegen aber das geistige Klima, aus dem heraus sich der gewalttätige Islamismus entwickelt. Eine Distanzierung gibt es generell nicht.
Sich für Seinesgleichen schämen, bei uns sehr verbreitet, ist denen scheinbar unbekannt.

Vergessen ist diese Demo islamischer Mitbürger in D gegen den islamistischen Terror.
Die wurde groß angekündigt. Als aber nur rund 200 Leute kamen, dabei hauptsächlich Deutsche die nicht dieses Glaubens sind, war keine Rede mehr davon. Sozusagen eine Nullnummer.
Dann diese "moderne" von einer Frau geführte Islam-Gemeinde in Berlin. Dieses kleine Häuflein wird von den Islam-Verbänden abgelehnt und von Islamisten bedroht.
 
Dieter1

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Die sogenannten Friedlichen pflegen aber das geistige Klima, aus dem heraus sich der gewalttätige Islamismus entwickelt. Eine Distanzierung gibt es generell nicht..
Das ist auch wieder nur ein sehr geringer Teil der Moslems und Distanzierung findet durchaus statt. Das geistige Klima moslemischer Gesellschaften kennst du gar nicht und die moslemischen Einwanderer in D zaehle ich nicht unbedingt zu den Trendsettern ihrer Heimatlaender.
 
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Idyllischer Süden Thailands?

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