Idyllischer Süden Thailands?

Diskutiere Idyllischer Süden Thailands? im Politik und Wirtschaft Forum im Bereich Thailand Forum; Beim Lesen des - von Linksdemokraten (DKP) an der Uni Bochum verhinderten - Vortrages (...
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Beim Lesen des - von Linksdemokraten (DKP) an der Uni Bochum verhinderten - Vortrages ( http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/IMG/pdf/Krauss_Islamismus.pdf ) des Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss - übrigens ein Linker, aber eben nicht DKP-links - habe ich mich trotz nur kurzen Hinweises auf Südthailand gefragt, wie unter Berücksichtigung der Fakten davon ausgegangen weden kann, dass der Süden irgendwann friedlich werden wird.

Es gab ja durchaus Beiträge in diesem Forum, nach denen man den Eindruck haben durfte, dass der Süden Thailands ein Hort friedlichen Zusammenlebens sei und die Regierungsübernahme durch Abhisit hier endlich für Ruhe gesorgt hat.

Insofern wäre die Analyse des Vortragenden ja nicht für die muslimischen Thailänder gültig.

Oder (etwa doch)?

Gruss,
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Samuianer

Samuianer

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Chaweng - Ko Samui
strike" schrieb:
......gekuerzt....
Es gab ja durchaus Beiträge in diesem Forum, nach denen man den Eindruck haben durfte, dass der Süden Thailands ein Hort friedlichen Zusammenlebens sei und die Regierungsübernahme durch Abhisit hier endlich für Ruhe gesorgt hat.

Insofern wäre die Analyse des Vortragenden ja nicht für die muslimischen Thailänder gültig.

Oder (etwa doch)?

Gruss,
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So ist das halt, ich gebe dir einen Rat: "Fahr selber hin und mach DIR selbst ein Bild davon"! Dann weisst DU genau bescheid!

Ich bin bis Januar 2007 schoen regelmaessig alle 3 Monate durch den Sueden gereist... so auch in den 90gern bis '95.

Bei dem Problem handelt es sich um ein recht deutlich begrenztes Gebiet, naemlich um die einst anektiertten etnisch malaiischen Sultanate Kedah und Pattani, Kedah ging aber (bis auf die Provinz Satun) 1907 an das britische Kolonialreich und wurde nach der Unabahaengigkeit Malaysias zum Staat Kedah, Pattani, Yala und Narathiwat, sowie die Provinz Satun blieben Thai.

siehe Karte:



in den Siebzigern, war die treibende Kraft die immer wieder Uebergriffe machte, die PULO - (United Pattani Liberation Organization) am 22.Maerz 1968 gegruendet und nie bedeutend mehr als 300 Mitglieder zaehlte. Die PULO agierte seinerzeit als "kommunistische Organisation" bis zu ihrer "Islamisierung" 1992 wo sie sich in 2 Faktionen teilte!

Tuanku Abdul Kade gilt als der Mann hinter den bewaffneten Ueberfaellen und Sprengstoff-wie Brandstiftungsanschlaegen terrorristischer Art.

Weitere Spaltungen folgten 1995 und 1998 nach den Verhaftungen einiger Schluesselfiguren, folgte weitere Zerstreuung und einege andere Fuehrungsmitglieder gaben selbst auf.


Nichts desto trotz bleibt die PULO unter der Malaybevoelkerung beliebt, man moechte Autonomie, und islamisches Gesetz, das dies eine sher schwer eunzuloesende Forderung darstellt kann wohl Jeder verstehen.

Der Witz ist, das selbst Malaysia an einer Rueckeingliederung nicht interessiert ist.


Erinnere in dem Zusammenhang an den "Aufstand der heiligen Maenner" in 1902 im Isaan.

Lan Na, die Nordprovinz hat sich auch eingefuegt, wahrscheinlich wgen der ethnischen Aehnlichkeit weit problemloser als die Integration von Muslims in ein buddhistisches System!


Die Kernfrage dieses Konflikts, wie vieler anderer Problem dieser Art, wird in dem Artikel von Krauss "Islamismus" ja recht deutlich analysiert.(dein Link)
 
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Samuianer" schrieb:
......... "Fahr selber hin und mach DIR selbst ein Bild davon"! Dann weisst DU genau bescheid!

Ich bin bis Januar 2007 schoen regelmaessig alle 3 Monate durch den Sueden gereist... so auch in den 90gern bis ´95.
............
Hi Samuianer,
da kann ich nicht mithalten.
War lediglich in 2004, 2006 und 2007 mal im nördlichen Süden ( Umgebung Krabi, Rayong, Phuket ).
Habe damals Militär - Check Points wahrgenommen.

Mein "Wissen" um die Problematik beschränkt sich auf Diskussionen in anderen Foren.
Diese Diskussionen waren aber fast ausschliesslich schwarz-weiss - in "unserem" Forum völlig unbekannt ;-) - und arteten zu einer Debatte über den Islam ohne jeden Bezug auf den Süden Thailands aus.
Insofern bin ich für halbwegs objektive und nüchterne Einschätzung der Situation in Südthailand dankbar.

Beim Lesen des erwähnten Vortrages war nur mein Gefühl, dass allein ein Abtreten von Thaksin nicht ausreicht, um Ruhe in die Reihen der fanatisierten Muslime Thailands zu tragen und die möglicherweise berechtigten Forderungen gelassen zu diskutieren.
Aber eventuell ist der thailändische Islam nicht so radikal.

Denn: ich habe in den letzten Jahren einigermassen viel Zeit in einem deutlich muslimisch geprägtem Viertel von Bangkok zugebracht.
Den Muezzin fand ich erfrischend exotisch und weniger anstrengend als in Medan/Indonesien ( ein vieeeel kürzerer Auftritt! ) .
Und ich hatte zumindestens in Phra Khanong nie das Gefühl über das übliche Mass hinaus gefährdet zu sein. In der Bronx oder Brooklyn fühlte ich mich weniger gut ;-)

Wie erleben denn im Süden lebende Expats die aktuelle Situation?
Bekommt man die als Ausländer überhaupt mit?
Ist es besser geworden - falls es denn je schlecht war?

Gruss,
Strike
 
Samuianer

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Chaweng - Ko Samui
strike" schrieb:
Samuianer" schrieb:
......... "Fahr selber hin und mach DIR selbst ein Bild davon"! Dann weisst DU genau bescheid!

Ich bin bis Januar 2007 schoen regelmaessig alle 3 Monate durch den Sueden gereist... so auch in den 90gern bis ´95.
............
Hi Samuianer,
da kann ich nicht mithalten.
War lediglich in 2004, 2006 und 2007 mal im nördlichen Süden ( Umgebung Krabi, Rayong, Phuket ).
Habe damals Militär - Check Points wahrgenommen.
Verstehe, da sind die Checkpoints eher wegen der illegalen Einwanderer aus Myanmar und Schmuggel!

Puket soll, Geruechten zufolge, Waffenschmuggelhochburg fuer die Tamil Tigers gewesen sein!

strike" schrieb:
Mein "Wissen" um die Problematik beschränkt sich auf Diskussionen in anderen Foren.
Diese Diskussionen waren aber fast ausschliesslich schwarz-weiss - in "unserem" Forum völlig unbekannt ;-) - und arteten zu einer Debatte über den Islam ohne jeden Bezug auf den Süden Thailands aus.
Insofern bin ich für halbwegs objektive und nüchterne Einschätzung der Situation in Südthailand dankbar.
Das versuchte ich in dem vorangegangenen Beitrag ja ein wenig zu erhellen!


strike" schrieb:
Beim Lesen des erwähnten Vortrages war nur mein Gefühl, dass allein ein Abtreten von Thaksin nicht ausreicht, um Ruhe in die Reihen der fanatisierten Muslime Thailands zu tragen und die möglicherweise berechtigten Forderungen gelassen zu diskutieren.
Aber eventuell ist der thailändische Islam nicht so radikal.
Waehrend Taksin seiner Amtszeit eskalierte die Situation,warum genau, wird von beobachtern auf "hard handed" zurueck gefuehrt!

Darueber laesst einiges im www. finden!

Will hier nicht wieder auf ganz bestimmte Begebenheiten eingehen.

"fanatisierte Muslime" - keine Ahnung, hier reden einige von "Banden" die unter dem Schleier der PULO agieren!

Erbeutete M16 und andere Waffen sind in Aceh aufgetaucht - vieleicht gibt/gab es einen Verbindung?

Es gab auch eine Zeit da gab es vermehrt "Zwangsansiedlungen" von Arbeitern aus dem Norden, fuer die Gummi-und Obstplantagen

Dem wurde auch Wiederstand entgegengestellt, so auch nicht-islamische Schulen, Einrichtungen..

Es gab da unter der Gruppe "Islam Ismalija" die auch das Bali-Attentat ausgefuehrt hat, in Verbindung mit den "Rebellen" der Philippinen eine Bestrebung ganz Suedostasien zu islamisieren, da sind wir wieder bei der im Artikel angesprochenen "Islamisierung"!

Das Ziel = die Umma, das Kalifat, die Weltherrschaft...auf einen mutmassliche Prophezeiung das wenn das geschehen ist, der Herr wiederkehrt... naja dieser Unsinn halt fuer den sich offensichtlich immer wieder genuegend Leute begeistern lassen!


strike" schrieb:
Denn: ich habe in den letzten Jahren einigermassen viel Zeit in einem deutlich muslimisch geprägtem Viertel von Bangkok zugebracht.
Den Muezzin fand ich erfrischend exotisch und weniger anstrengend als in Medan/Indonesien ( ein vieeeel kürzerer Auftritt! ) .
Und ich hatte zumindestens in Phra Khanong nie das Gefühl über das übliche Mass hinaus gefährdet zu sein. In der Bronx oder Brooklyn fühlte ich mich weniger gut ;-)
Auch in Marokko bin ich nie irgendwie mit Unannehmlichkeiten aus dem Islam konfrontiert worden, meist mit Menschlischem, all zu Menschlischem, hilfreich, freundlich, oft auch kurios und halt hier und da mal was Aergerliches, wie Ueberall!

In Kaschmir sehr gute Freunde und Bekannschaften gemacht!



strike" schrieb:
Wie erleben denn im Süden lebende Expats die aktuelle Situation?
Bekommt man die als Ausländer überhaupt mit?
Ist es besser geworden - falls es denn je schlecht war?

Gruss,
Strike
Haben hier auf Samui in der Umgebung von Hua Thanon eine recht ordentliche "Muslim-Community", nichts was auffaellig oder stoerend waere!

Diese ethnische Minderheit, die Seezigeuner, sie sprechen Malawi, ein Malay Dialekt, sind meist Fischer, die eng mit ihren Booten und dem Meer ein Dasein frsiten und eher unaufaellig leben.

Wie der Artikel recht gut beschreibt ist diese "Radikalsierung" im Islam wohl fuer die Exzesse verantwortlich zu machen!

Die historischen Errungenschaften der Mauren, Sarrazenen sind nicht von der Hand zu weisen!

(Erste medizinische Fakultaet im 16. Jahrhundert in Isfahan/Persien!)

Nur hat sich aus mir unerklaerlichen Gruenden, nach dem Abzug aus Europa komischerweise im Vergleich, nichts mehr getan, als ist die gesamte Gesellschaft in eine Art Dornroeschenschlaf versunken.


landschaftlich ist der Sueden allemale idyllisch...ich meine auch das es eine Loesung gibt, denn wie du schreibst geht es in Phra Kanong und anderswo ja auch! ;-)
 
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franky_23

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Srike, denke in deinen Gedanken ist grundlegend was falsch was die Geografie betrifft.

Der muslimische Süden beginnt unterhalb von Hat Yai. Der touristische Süden ist ein paar hundert Kilometer nördlicher.
 
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franky_23" schrieb:
Srike, denke in deinen Gedanken ist grundlegend was falsch was die Geografie betrifft.

Der muslimische Süden beginnt unterhalb von Hat Yai. Der touristische Süden ist ein paar hundert Kilometer nördlicher.
Grundlegend?
Naja.
Ich hatte genau deswegen "...War lediglich in 2004, 2006 und 2007 mal im nördlichen Süden..." formuliert.

Gruss,
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J-M-F

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strike" schrieb:
Es gab ja durchaus Beiträge in diesem Forum, nach denen man den Eindruck haben durfte, dass der Süden Thailands ein Hort friedlichen Zusammenlebens sei und die Regierungsübernahme durch Abhisit hier endlich für Ruhe gesorgt hat.
da wahrheitsministerium lässt sowas zwar des öfteren verkünden, aber es gilt das gleiche wie zu taxins zeiten. das militär macht was es will.

vor 1 oder 2 monaten wurden die anschläge wieder mehr, da sich aber auch gar nix geändert hat. mit anschließender alt bekannter verfahrensweise des militärs - mehr truppen - mehr waffen - mehr zu schnellen finger am abzug.
 
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J-M-F" schrieb:
...............
da wahrheitsministerium lässt sowas zwar des öfteren verkünden, aber es gilt das gleiche wie zu taxins zeiten. das militär macht was es will.

vor 1 oder 2 monaten wurden die anschläge wieder mehr, da sich aber auch gar nix geändert hat. mit anschließender alt bekannter verfahrensweise des militärs - mehr truppen - mehr waffen - mehr zu schnellen finger am abzug.
J-M-F,
das ist genau mein Eindruck nach Beiträgen in einem anderem Forum.
Deswegen wäre es interessant Stimmen aus dem wirklichen ( franky_23: zufrieden? ) Süden zu hören.
Da scheint sich aber kaum mehr jemand hinzutrauen.

Gruss,
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Dieter1

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Bangkok / Ban Krut
Gaehn!

Die terroristischen Aktivitaeten in Thailands Grenzprovinzen zu Malaysia werden von der al Kaida nahen "Djemaa Islamija" mit Haupquartier in Indonesien gesteuert.

Die lokale Bevoelkerung will nach meinen Eindruecken nur ihre Ruhe und sonst nichts.
 
strike

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Superior
Dieter1" schrieb:
...................
Die lokale Bevoelkerung will nach meinen Eindruecken nur ihre Ruhe und sonst nichts.
Und soll - laut TIP ( http://thailandtip.de/tip-zeitung/nachrichten/news/der-sueden-viel-geld-kein-kriegsrecht/ ) dabei auch kräftig von der Regierung unterstützt werden:

Der Süden: Viel Geld, kein Kriegsrecht
Premierminister Abhisit plant, das Kriegsrecht im Süden abzuschaffen und die drei Unruheprovinzen mit anderen Notstandsgesetzen zu regieren. Ferner sollen 63 Milliarden Baht in die Grenzregion gepumpt werden.

Good News For The South :-)
 
waanjai_2

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Udon Thani
Alles ganz blendend.

Hier ein aktueller Bericht über die Lage im Süden. Über die Rechte der Bevölkerung unter der Notstands-Verordnung. Alles reine Harmonie.

Und wie schreibt die Quelle: Alles läuft unter Abhisit weiter wie von Thaksin gestartet. Es wird eben alles besser. :-)

http://www.bernama.com/bernama/v5/newsworld.php?id=422156
 
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Chak

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Srike, denke in deinen Gedanken ist grundlegend was falsch was die Geografie betrifft.

Der muslimische Süden beginnt unterhalb von Hat Yai. Der touristische Süden ist ein paar hundert Kilometer nördlicher.
Das ist ein Irrtum. Der muslimische Süden beginnt deutlich weiter nördlich, bei Hat Yai beginnen hingegen die Unruheprovinzen.

Aber wie mir dieses Jahr wieder bewusst wurde (das erste Mal war in Krabi vor ein paar Jahren, als es im Hotelzimmer weder einen Alkohol in der Minibar, noch einen Flaschenöffner gab und nebenan eine Moschee gebaut wurde) ist der Islam auch in den touristischen Gegenden weiter nördlich durchaus präsent und versucht seinen Einfluss auszubauen.

Auf Koh Yao Yai führt der 7 eleven keine Alkohol, es wird dringend empfohlen keinen Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken und die Muslime versuchen die Hotels dazu zu bewegen auch keinen Alkohol auszuschenken, was wohl auch andernorts der Fall ist. Also ganz so easy wie hier oft als Argument gebracht wird, gerade von denen, die sich vor einer Islamisierung Deutschlands so fürchten, ist es mit dem Islam in Thailand dann doch nicht.
 
crazygreg44

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. . Der muslimische Süden beginnt unterhalb von Hat Yai. Der touristische Süden ist ein paar hundert Kilometer nördlicher.
nö. . . kann ich nicht beipflichten, schon in Krabi / Ao Nang fällt auf dass es fast genausoviele Muslime gibt wie Thais. Zwei von drei Resortbesitzern oberhalb des Strands sind Muslime. Weiter oben wird man morgens vom Muezzin geweckt!

Wüsste nicht was daran schlecht ist, der kürzlich verstorbene Ehemann der Schwester meines Buddies war Moslem, sie beide in Bangkok zuhause. Er war aus Surat Thani . . . . . . .
 
clavigo

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Der muslimische Süden beginnt deutlich weiter nördlich,
Das ist wohl doch etwas übertrieben. Der muslimische Bevölkerungsanteil liegt selbst in Hat Yai gerade mal bei 20%, wie auch in Phuket.
Es gibt sogar Historiker die der Meinung sind das der vor 100 - 150 jahren noch höher war vor der chinesischen Einwanderungswelle und von den Miliärregierungen nach WW2 gezielt geförderter Umsiedlung aus dem Norden.

Ich hatte in den 80igern ja mehrfach in der Gegend zu tun, so im Dreieck Thung Song, Kantan und Hat Yai. Da sollte man sich tunlichst nur bei Tageslicht über Land bewegen. Lt. meiner alten Bekannten heute kein Problem.
 
Dieter1

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Das ist ein Irrtum. Der muslimische Süden beginnt deutlich weiter nördlich......
Das ist voellig richtig.

In den Unruheprovinzen Yala, Pattani und Naratiwat leben viele ethnische Malayen, die einen malayischen Dialekt sprechen und sich nicht unbedingt als Thais fuehlen. Auf der bislang friedlichen anderen Seite an der Andaman leben moslemische Thais, die Thai sprechen.

Aber eine deutlich islamische Praegung begegnet einem schon suedlich von Ranong und um Khao Lak.
 
Loso

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"Den" moslemischen Süden gibt es als klar abgrenzbare Region gar nicht, das ist ein Streit um des Kaisers Bart. Ab etwa unterhalb der Linie Ranong-Chumphon steigt der Anteil der muslimischen Landbevölkerung deutlich und kontinuierlich an, wo es schon rein muslimische Dörfer gibt. Lediglich im äussersten Süden ist er so dominant, dass es ausser einem Teil der Beamten (Thais) und Kaufleute (chinesische Thais) fast keine Nicht-Muslime gibt. In Teilen ausserhalb der Unruheprovinzen fällt es oft nur nicht so ins Auge, weil der Islam dort noch so gemässigt ist, wie vor Jahrzehnten in Malaysia, und viele Muslima kein Kopftuch tragen.
 
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"Den" moslemischen Süden gibt es als klar abgrenzbare Region gar nicht, das ist ein Streit um des Kaisers Bart.
Niemand hat behauptet der moslemische Sueden waere eine klar abgrenzbare Region und somit ist das auch kein Streitgegenstand.

Es gibt 4 Provinzen mit moslemischer Bevoelkerungsmehrheit und das sind Satun, Yala, Pattani und Narathiwat. Anders als in den 3 oestlicher gelegenen Provinzen handelt es sich in Satun nicht um ethnische Malayen, sondern um islamisierte Thais.
 
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...Anders als in den 3 oestlicher gelegenen Provinzen handelt es sich in Satun nicht um ethnische Malayen, sondern um islamisierte Thais.
Die Sam-Sam sind zwar keine ethnischen Malaien, sondern ein anderes indigenes Volk, sie als ethnische Thais zu bezeichnen, halte ich aber für irreführend.
Wenn Chak von "der muslimische Süden" schreibt, klingt das für mich schon klar abgegrenzt.
 
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Die Sam-Sam sind zwar keine ethnischen Malaien, sondern ein anderes indigenes Volk, sie als ethnische Thais zu bezeichnen, halte ich aber für irreführend.
Wenn Chak von "der muslimische Süden" schreibt, klingt das für mich schon klar abgegrenzt.
Er wieder 8-) .

Die Thai sprechenden thailaendischen Buerger vom Stamme der Sam Sam hat niemand als "ethnische Thais" bezeichnet.

Der Begriff "ethnischer Thai" wuerde wohl auch die meisten Bewohner des Isaan ausschliessen.

Vom "muslimischen Sueden" zu schreiben ist ansonsten voellig zutreffend und alles andere als "klar abgegrenzt".
 
Loso

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Du hast behauptet, das wären islamisierte Thais da unten links. Die haben den Islam aber schon in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts angenommen, als der Begriff Thailand noch ein halbes Jahrtausend unbekannt war. Ich bin mir nicht mal sicher, ob sie zu dem Zeitpunkt überhaupt Ayutthaya tributpflichtig waren. Vermutlich standen sie eher Malakka näher, weil deren Bewohner vom Herrscher zwangsislamisiert wurden.
 
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Idyllischer Süden Thailands?

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