W
waldi
Gast
Ich glaub, mich tritt ein Schaf!
München, Sonntag, 02.05.2004 um 15.12 MESZ (really a true story)
Da es mich sehr arg hungerte, ich nur Essen und nicht Kochen kann, machte ich mich mit meinen Auto, Marke hiesiger Automobilhersteller, auf den Weg zu meinem Lieblings Call a Pizza Vietnamesen mit asiatischen Meal Pick Up Service, nach Bogenhausen und denke mir dabei eigentlich nichts schlechtes, außer meinen schrumpfenden Bauch in absehbarer Zeit, wieder vollzuhauen.
Kurz vor dem Pharao-Haus in der Cosimastrasse, ...an der Ampel leuchtete das rote Licht, das mir signalisierte, jetzt doch besser stehen zu bleiben. Als ich so Meat Loaf aus dem CD-Player seinem „Out of Hell“ lausche, gucke ich sehr gelangweilt auf die andere, durch Büsche geteilte Fahrbahn.
Schaut mir da doch tatsächlich so ein Schaf voll konzentriert in die Augen!
Mei Waldi, denk ich mir, du hast doch gestern weder gesoffen, noch haste einen geraucht, also was soll das?
Ich blicke zurück auf meinen, nicht mehr ganz frischen CD Player, drossle Meat Loaf, der gerade seine Stimme in ungeahnte Höhen treibt, und rede mir ein, du bist doch mitten in München, zwar net in der Innenstadt, aber doch schon noch im dicht besiedelten Gebiet. Also riskierte ich noch mal einen Blick aus dem geöffneten Fenster.
Steht dieses Schaf immer noch da und ich war mir sicher, das es mich auslachte, obwohl man das schlecht feststellen konnte. Ich war mir inzwischen auch sicher, das es mich nicht nur auslachte, sondern auch noch mit einen provozierenden „Mähhhhh“ aus der Reserve locken wollte. Routiniert wie ich nun mal manchmal bin, überlegte ich fieberhaft, wie ich nun das letzte Wort bei dieser unverschämten Anmache haben könnte.
Ich „bleckte“ zurück, aber anscheinend müssen das die Kollegen von Schafi, (ich nenne ihn mal so, da ich ja seinen richtigen Namen nicht kannte), gehört haben. Plötzlich drückten noch andere, es waren sicher die Spezi’s von Schafi, auch durch das Gebüsch und umstellten mein kleines schwarzes Auto.
Die Ampel meinte es inzwischen gut mit mir, es leuchtete Grün, aber Schafis Kollegen hatten inzwischen mein Auto komplett umstellt und „Mähh’ten“ um die Wette. Als penetrantes, aggressives Mähh’en würde ich es aber nicht bezeichnen, eher ein „Aus Mähh’en“, da sie wussten, das ich nicht weiter fahren kann. Dann sah ich mal genauer durch die Büsche und sah, wie sich hunderte, ja wirklich hunderte Schafe auf der anderen Seite, Richtung englischer Garten bewegte. Na, das ist aber cool, dachte ich... und überlegte, wann ich das letzte Mal türkischen, gut gewürzten Hammelbraten gegessen hatte, mein Hungergefühl war ja noch nicht befriedigt!
Plötzlich war ein Teil der begleitenden, sehr aufmerksamen Security, in Form zweier Hirtenhunde zur Stelle, und forderte Schafi und Co. mittels lauten Bellen wieder auf, doch wieder auf ihre für den Transport gedachte Fahrbahn zu gehen.
Es gab aber gemeinsamen Widerstand, die Security konnte ihre Interessen nicht durchsetzen, wiederum war ich mir sicher, das da Schafi dahinterstecke, der seine Kumpels einfach zu gut im Griff hatte. Außerdem hatte ich mir erlaubt, ihn auf sein provozierendes „Mähhh“, mit einen „Gegen Mähh“ zu antworten. Natürlich musste er da hart durchgreifen und seinen „Status“, den er ja hatte, unter Beweis stellen.
Zum Glück blieb jetzt aber, dieser entstehende, und eventuell eskalierende Aufruhr von Schafi’s Schergen und der immer lauter bellenden Security und ich mit meinem kleinen bayrischen Auto mittendrin, den offiziellen Leitern dieser Wanderung nicht unbemerkt, und somit begaben sie sich auch an den Ort des Geschehens.
Ich atmete auf, als ich einen dieser Leiter dann in meinem Ohr vernehmen konnte. „Mei, du woasst doch, das de nix tern.“ „Logisch!“ antwortete ich ihm ganz gelassen.
Mit, ich vermute mal, niederbayrischer Souveränität, ermannte er Schafi und Co., und siehe da, brav und mit solidarischer Einheit trabten sie wieder auf ihre zugedachte Fahrbahn. Ich konnte aber noch ein verächtliches „Mähh“ von Schafi in meine Richtung hören, da bin ich mir hundert Prozent sicher!
Natürlich war die Ampel jetzt mir nicht mehr wohlgesonnen und zeigte wieder das unerwünschte Rot! Das nächste Grün ließ ich mir aber nicht nehmen und fuhr weiter.
Ich glaube, mich erinnern zu können, die Leiter dieser Wanderung hatten so kleine, blaue Steckerl. (Steckerl ist bayrisch, auf preisisch: Gerten, Stäbe, Peitschen, weiss net so genau, sorry), und ihre Autorität bezweifelte niemand, weder der aufmüpfige Schafi, noch seine ihm treuen Schergen, die Security sowieso net, ....und auch ich, das muss ich zugeben, konnte mich dessen nicht erwehren und beugte mich...
Schönen Sonntag noch, Mädels und Jungs....
Waldi
P.S: diese Wanderung hat wirklich heute stattgefunden und es ist so ähnlich passiert – im englischen Garten in München sind wirklich einige Schäfer mit ihren Herden unterwegs, und irgendwie müssen sie ja dahin kommen.... manchmal ist es erstaunlich, welche „Übereinstimmungen zwischen Mensch und Tier“ man(n) feststellen kann, wenn man nur etwas Phantasie hat....
;-D ;-D ;-D ;-D ;-D
München, Sonntag, 02.05.2004 um 15.12 MESZ (really a true story)
Da es mich sehr arg hungerte, ich nur Essen und nicht Kochen kann, machte ich mich mit meinen Auto, Marke hiesiger Automobilhersteller, auf den Weg zu meinem Lieblings Call a Pizza Vietnamesen mit asiatischen Meal Pick Up Service, nach Bogenhausen und denke mir dabei eigentlich nichts schlechtes, außer meinen schrumpfenden Bauch in absehbarer Zeit, wieder vollzuhauen.
Kurz vor dem Pharao-Haus in der Cosimastrasse, ...an der Ampel leuchtete das rote Licht, das mir signalisierte, jetzt doch besser stehen zu bleiben. Als ich so Meat Loaf aus dem CD-Player seinem „Out of Hell“ lausche, gucke ich sehr gelangweilt auf die andere, durch Büsche geteilte Fahrbahn.
Schaut mir da doch tatsächlich so ein Schaf voll konzentriert in die Augen!
Mei Waldi, denk ich mir, du hast doch gestern weder gesoffen, noch haste einen geraucht, also was soll das?
Ich blicke zurück auf meinen, nicht mehr ganz frischen CD Player, drossle Meat Loaf, der gerade seine Stimme in ungeahnte Höhen treibt, und rede mir ein, du bist doch mitten in München, zwar net in der Innenstadt, aber doch schon noch im dicht besiedelten Gebiet. Also riskierte ich noch mal einen Blick aus dem geöffneten Fenster.
Steht dieses Schaf immer noch da und ich war mir sicher, das es mich auslachte, obwohl man das schlecht feststellen konnte. Ich war mir inzwischen auch sicher, das es mich nicht nur auslachte, sondern auch noch mit einen provozierenden „Mähhhhh“ aus der Reserve locken wollte. Routiniert wie ich nun mal manchmal bin, überlegte ich fieberhaft, wie ich nun das letzte Wort bei dieser unverschämten Anmache haben könnte.
Ich „bleckte“ zurück, aber anscheinend müssen das die Kollegen von Schafi, (ich nenne ihn mal so, da ich ja seinen richtigen Namen nicht kannte), gehört haben. Plötzlich drückten noch andere, es waren sicher die Spezi’s von Schafi, auch durch das Gebüsch und umstellten mein kleines schwarzes Auto.
Die Ampel meinte es inzwischen gut mit mir, es leuchtete Grün, aber Schafis Kollegen hatten inzwischen mein Auto komplett umstellt und „Mähh’ten“ um die Wette. Als penetrantes, aggressives Mähh’en würde ich es aber nicht bezeichnen, eher ein „Aus Mähh’en“, da sie wussten, das ich nicht weiter fahren kann. Dann sah ich mal genauer durch die Büsche und sah, wie sich hunderte, ja wirklich hunderte Schafe auf der anderen Seite, Richtung englischer Garten bewegte. Na, das ist aber cool, dachte ich... und überlegte, wann ich das letzte Mal türkischen, gut gewürzten Hammelbraten gegessen hatte, mein Hungergefühl war ja noch nicht befriedigt!
Plötzlich war ein Teil der begleitenden, sehr aufmerksamen Security, in Form zweier Hirtenhunde zur Stelle, und forderte Schafi und Co. mittels lauten Bellen wieder auf, doch wieder auf ihre für den Transport gedachte Fahrbahn zu gehen.
Es gab aber gemeinsamen Widerstand, die Security konnte ihre Interessen nicht durchsetzen, wiederum war ich mir sicher, das da Schafi dahinterstecke, der seine Kumpels einfach zu gut im Griff hatte. Außerdem hatte ich mir erlaubt, ihn auf sein provozierendes „Mähhh“, mit einen „Gegen Mähh“ zu antworten. Natürlich musste er da hart durchgreifen und seinen „Status“, den er ja hatte, unter Beweis stellen.
Zum Glück blieb jetzt aber, dieser entstehende, und eventuell eskalierende Aufruhr von Schafi’s Schergen und der immer lauter bellenden Security und ich mit meinem kleinen bayrischen Auto mittendrin, den offiziellen Leitern dieser Wanderung nicht unbemerkt, und somit begaben sie sich auch an den Ort des Geschehens.
Ich atmete auf, als ich einen dieser Leiter dann in meinem Ohr vernehmen konnte. „Mei, du woasst doch, das de nix tern.“ „Logisch!“ antwortete ich ihm ganz gelassen.
Mit, ich vermute mal, niederbayrischer Souveränität, ermannte er Schafi und Co., und siehe da, brav und mit solidarischer Einheit trabten sie wieder auf ihre zugedachte Fahrbahn. Ich konnte aber noch ein verächtliches „Mähh“ von Schafi in meine Richtung hören, da bin ich mir hundert Prozent sicher!
Natürlich war die Ampel jetzt mir nicht mehr wohlgesonnen und zeigte wieder das unerwünschte Rot! Das nächste Grün ließ ich mir aber nicht nehmen und fuhr weiter.
Ich glaube, mich erinnern zu können, die Leiter dieser Wanderung hatten so kleine, blaue Steckerl. (Steckerl ist bayrisch, auf preisisch: Gerten, Stäbe, Peitschen, weiss net so genau, sorry), und ihre Autorität bezweifelte niemand, weder der aufmüpfige Schafi, noch seine ihm treuen Schergen, die Security sowieso net, ....und auch ich, das muss ich zugeben, konnte mich dessen nicht erwehren und beugte mich...
Schönen Sonntag noch, Mädels und Jungs....
Waldi
P.S: diese Wanderung hat wirklich heute stattgefunden und es ist so ähnlich passiert – im englischen Garten in München sind wirklich einige Schäfer mit ihren Herden unterwegs, und irgendwie müssen sie ja dahin kommen.... manchmal ist es erstaunlich, welche „Übereinstimmungen zwischen Mensch und Tier“ man(n) feststellen kann, wenn man nur etwas Phantasie hat....
;-D ;-D ;-D ;-D ;-D
ge- oder beschrieben haettest.

