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Ich brauche hilfe bei anerkennung einer Scheidung

Diskutiere Ich brauche hilfe bei anerkennung einer Scheidung im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; Hallo ich habe seit heute ein problem (großes) meine Thailändische Verlobte und ich woll(t)en nächstes Jahr in Thailand heiraten. Wir haben die...
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Loser

Gast
Hallo ich habe seit heute ein problem (großes) meine Thailändische Verlobte und ich woll(t)en nächstes Jahr in Thailand heiraten. Wir haben die Unterlagen bis auf eines zusammen um ein ehefähigkeitszeugniss zu erhalten. Das fehlende ist die anerkennung einer ausländischen Scheidung. Heute habe ich Post aus Berlin bekommen das eine anerkennung nicht in betracht kommt. und wir entweder den Antrag zurücknehmen sollen oder aber einen kostenpflichigen bescheid bekommen würden.

Zu den benötigten informationen. Meine Verlobte war 2 mal verheiratet und zwei Kinder aus erster ehe (wobei das sorgerecht der vater besitzt) die erste Ehe war eine Thai - Thai Ehe hier gibt es keine probleme mit der anerkennung. probleme bereitet die 2 Ehe. Meine Verlobte war in der zweiten Ehe mit einem Engländer verheiratet. Die Ehe ist jedoch auseinandergebrochen bevor beide zusammen in England gelebt haben. Sie war die ganze Zeit in Thailand (wartete auf Visa) und er in England ( kamm für kurze besuche nach thailand).

Das Problem jetzt ist das Berlin die Scheidung nicht anerkennen kann weil es sich um eine sog. privatscheidung vor dem Standesamt in Thailand handelt und kein gemeinsames Recht ermittelt werden kann nach dem eine Scheidung durchgeführt wurde, da sie wohnhaft Thailand und er wohnhaft England. So das nach dem recht des annerkennugs Staates (deutschland) zu urteilen ist. Nach deutschem Recht ist eine Privatscheidung nicht möglich (scheidung nur nach Gerichtsurteil) und deshalb müßte der anerkennungsantrag kostenpflichtig zurückgewiesen werden. :-(

Hat jemand schon gleiche Probleme gehabt oder Tips ? Freue mich auf jede Antwort.

Loser
 
A

Abu

Gast
Loser" schrieb:
Heute habe ich Post aus Berlin bekommen das eine anerkennung nicht in betracht kommt.
Was heißt "Post aus Berlin"? War das bereits ein Bescheid vom zuständigen Oberlandesgericht (welches normalerweise zuständig für die Anerkennung von ausländischen Scheidungen ist)?

Das Problem jetzt ist das Berlin die Scheidung nicht anerkennen kann weil es sich um eine sog. privatscheidung vor dem Standesamt in Thailand handelt und kein gemeinsames Recht ermittelt werden kann nach dem eine Scheidung durchgeführt wurde, da sie wohnhaft Thailand und er wohnhaft England. So das nach dem recht des annerkennugs Staates (deutschland) zu urteilen ist. Nach deutschem Recht ist eine Privatscheidung nicht möglich (scheidung nur nach Gerichtsurteil) und deshalb müßte der anerkennungsantrag kostenpflichtig zurückgewiesen werden. :-(
Ich vermute, daß in einem solchen Fall eine gerichtliche Scheidung nachgeholt werden muß, aber sicher bin ich nicht.

Ich empfehle Dir, Deinen Fall bei den Foren von info4alien.de ( http://www.xonder.at/cgi-bin/yabbserver/foren/F_0134/YaBB.cgi ) zu posten. Am besten wendest Du Dich im Forum "NON-Ausländerrecht" (Familienrecht, Personenstandsrecht, etc.) direkt an Ronny. Ronny ist eigentlich bei der Standesamtaufsicht und dürfte Dir weiterhelfen können.

Abu
 
L

Loser

Gast
Hallo Abu,

Danke für deinen Tip ich werde zum Wochende hin dort mal posten.

Das mit der Post aus Berlin hast du richtig erkannt, die Post ist von der senatsverwaltung. eine offiziell Ablehnung ist es jedoch nicht da sie anbieten den Antrag zurückzunehmen wobei keine Kosten anfallen und der Vorgang als nie geschehen angesehen wird oder aber einen offiziellen Beleg wofür wir dann Bezahlen müßten, jedoch bevor ich das eine oder andere tue werde ich versuchen eine Möglichkeit zu finden das die Scheidung doch anerkannt wird.

Vielen Dank für deine anwort. Mal sehen wie es weitergeht, denn es kann nur aufwärts gehen ;-) denn gestern ist die Welt zusammengebrochen für meine Verlobte und mich da wir die anerkennung nur noch als formsache angesehen haben. Weil ich dachte geschieden ist geschieden doch nun bin ich eines besseren belehrt worden ob wohl es ja offiziell Dokument gibt.
 
A

Abu

Gast
Loser" schrieb:
Danke für deinen Tip ich werde zum Wochende hin dort mal posten.
Hast Du anscheinend nicht gemacht...

Das mit der Post aus Berlin hast du richtig erkannt, die Post ist von der senatsverwaltung.
Mittlerweile habe ich mich schlau gemacht: In Fällen, in den keiner der Ehegatten der geschiedenen Ehe seinen Aufenthalt in Deutschland hat und auch in Deutschland keine neue Ehe geschlossen werden soll, ist für die Anerkennung der Scheidung die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin zuständig. Achtung: Das wird weiter unten noch bedeutsam!

jedoch bevor ich das eine oder andere tue werde ich versuchen eine Möglichkeit zu finden das die Scheidung doch anerkannt wird.
Ich habe mal ein bißchen recherchiert und überlegt und sehe im Moment zwei Ansatzpunkte:

Ansatz 1:

Du hattest geschrieben:
Loser" schrieb:
Das Problem jetzt ist das Berlin die Scheidung nicht anerkennen kann weil es sich um eine sog. privatscheidung vor dem Standesamt in Thailand handelt und kein gemeinsames Recht ermittelt werden kann nach dem eine Scheidung durchgeführt wurde, da sie wohnhaft Thailand und er wohnhaft England. So das nach dem recht des annerkennugs Staates (deutschland) zu urteilen ist. Nach deutschem Recht ist eine Privatscheidung nicht möglich (scheidung nur nach Gerichtsurteil) und deshalb müßte der anerkennungsantrag kostenpflichtig zurückgewiesen werden. :-(
M. E. könntest Du geltend machen, daß für die Scheidung sehr wohl thailändisches Recht anzuwenden war.

Nach deutschem Internationalen Privatrecht ist nämlich in Fällen, in denen beide Ehegatten weder eine gemeinsame Staatsangehörigkeit noch einen gemeinsamen gewöhnlichen Aufenthalt haben, das "Recht des Staates, mit dem die Ehegatten auf andere Weise gemeinsam am engsten verbunden sind", anzuwenden (vgl. § 17 Abs. 1 EGBGB i. V. m. § 14 Abs. 1 EGBGB, http://dejure.org/gesetze/EGBGB/ ).

Haben sich Deine Freundin und Ihr Ex-Mann in Thailand kennengelernt? Haben Sie in Thailand geheiratet? Haben sie sich vor und während der Ehe immer nur oder zumindest überwiegend in Thailand gesehen? Dann würde ich als juristischer Laie sagen, daß die beiden am engsten mit Thailand verbunden waren...

Ansatz 2:

Die Zuständigkeit für die Anerkennung einer Scheidung richtet sich nach Art. 7 § 1 Abs. 2 Familienrechtsänderungsgesetz:
Zuständig ist die Justizverwaltung des Landes, in dem ein Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Hat keiner der Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland, so ist die Justizverwaltung des Landes zuständig, in dem eine neue Ehe geschlossen werden soll; die Justizverwaltung kann den Nachweis verlangen, dass die Eheschließung angemeldet ist. Soweit eine Zuständigkeit nicht gegeben ist, ist die Justizverwaltung des Landes Berlin zuständig.
Wenn Du nun die Heirat von Thailand nach Deutschland verlegen würdest, wäre nicht mehr die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin, sondern die Justizverwaltung in Deinem Heimatbundesland zuständig.

Neues Glück, neues Spiel...


Dennoch rate ich Dir, Deinen Fall bei info4alien.de zu posten. Ich bin nur Laie, Ronny ist Experte...

Abu
 
khon jöhraman

khon jöhraman

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@Abu

bei Deinem 1. Ansatz des letzten Postings ist leider nich das deutsche Internationale Privatrecht (EGBGB) hinsichtlich der Scheidung anzuwenden. Die Ehefrau Thai, der Ehemann Brite! Scheidung in Thailand. Keine Chance das EGBGB - auch nicht hinsichtlich der Anerkennung der Scheidung in Deutschland - anzuwenden.

Auch wenn beim 2. Ansatz die Landesjustizbehörde bzw. OLG des Wohnsitzes zuständig sein sollte, wird dort kaum anders entschieden als von der Senatsverwaltung.

Abrer evt. könnte geprüft werden, oder versucht werden nachzuweisen, dass der "Engländer" zur Zeit der Scheidung seinen Wohnsitz in Thailand hatte. In diesem Falle kann die Scheidung anerkannt werden! Es wurde zwar geschrieben, dass er nach England zurückgekehrt sei, abereinen Versuch ist m.E. wert.

Gruß aus Patty
K.J.
 
S

siajai

Gast
@Loser

Hierhab ich mal ein Forum
über sämtliche Deutschen Rechte gefunden, vielleicht
findste da was.
Viel Glück

:wink:
 
A

Abu

Gast
khon jöhraman" schrieb:
@Abu

bei Deinem 1. Ansatz des letzten Postings ist leider nich das deutsche Internationale Privatrecht (EGBGB) hinsichtlich der Scheidung anzuwenden. Die Ehefrau Thai, der Ehemann Brite! Scheidung in Thailand. Keine Chance das EGBGB - auch nicht hinsichtlich der Anerkennung der Scheidung in Deutschland - anzuwenden.
Khon Jöhramann,

Ich denke doch.

"Das Internationale Privatrecht ist derjenige Teil einer nationalen Rechtsordnung, der bestimmt, welches nationale Recht auf einen Sachverhalt angewandt wird, der Beziehungen zu mehreren Rechtsordnungen aufweist." (http://www.definition-info.de/Internationales_Privatrecht.html )

Eine Scheidung in Thailand zwischen einer Thai und einem Briten in Thailand ist so ein Sachverhalt und welches Internationale Privatrecht sollte die Senatsverwaltung für Justiz als deutsche Behörde verwenden wenn nicht das deutsche Internationale Privatrecht?

Und auf Basis des deutschen Internationalen Privatrechts kann man zum Schluß kommen, daß auf die Scheidung thailändisches Recht anzuwenden ist, wenn entweder der britische Ehemann seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Thailand hatte (was aber anscheinend nicht der Fall war) oder wenn man darlegt, daß die Ehegatten mit Thailand auf andere Weise gemeinsam am engsten verbunden waren, so wie ich es vorschlage.

Abu
 
L

Loser

Gast
Hallo Abu,

Zu deinem Vorschlag mit Heirat hier in Deutschland das OLG Bremen hat auf Anfrage des Standesamtes das gleiche wie die Senatsverwaltung für Justiz mitgeteilt. Anerkennung nicht möglich, aber mein Standesamt will sich schlaumachen mal sehen was die rausfinden wenn die nichts ermitteln können werde ich dann bei info4alien.de posten.

Also ich werde jetzt mal abwarten was das Standesamt herausfindet und auch nocheinmal Berlin anrufen mal sehen ob ich mehr von denen Erfahren kann.

Da das problem ja die Privatscheidung ist werden wir uns auch schlaumachen ob nachträglich eine Scheidungsurteil von einem Gericht in Thailand beigebracht werden kann. Aber da müssen wir erst einmal in Thailand einen Anwalt fragen ob dieses möglich ist. Wenn ja dürfte (vermute ich) die Anerkennung kein problem mehr sein da es gerichtliche Scheidungsurteile nach deutschem Recht ja gibt.
 
D

durban

Gast
hallo looser

ich hatte heuer das gleiche problem wie du.
zwar bin ich aus österreich und da gibt es sicher andere zuständigkeiten und instanzenwege als in deutschland.
hier in österreich ist für eine anerkennung einer scheidung das jeweilige bezirksgericht zuständig. dies ist aber lediglich eine formalität und wird auf jedenfall anerkannt wenn man genügend zeit und alle papiere einreicht.

das problem dabei ist das es zwischen thailand und deutschland wie auch in den meisten anderen eu-staaten im scheidungs recht zu einer rechtskollision kommt.

so wie ich das lese hat deine verlobte in einem meldeamt in thailand geheiratet. genau dort wird auch wieder geschieden. und zwar nicht mittels eines gerichtsurteil sondern via eintrag ins meldebuch.
diese scheidung hat aber in thailand rechtsgültigkeit.(und somit auch in deutschland)und dies muss auch den standesämtern in deutschland bekannt sein. da in jedem standesamt die jeweiligen ehe und scheidungsrechte aufliegen,muss dies der standesbeamte nachprüfen können.

finde heraus wer in deutschland für anerkennungen zuständig ist und gehe zum zuständigen richter, der sagt dir dann welche papiere notwendig sind (heiratsurkunde, scheidungsurkunde mit rechtsgültigkeitsstempel, beides erhältlich am meldeamt in thailand wo eben geheiratet und geschieden wurde.) dies muss dem richter in deutschland vorgelegt werden und dieser fällt dann einen beschluss und erklärt die scheidung dann auch für deutsches recht als gültig.
was aber noch zu beachten ist, dass der ex-ehemann deiner verlobten ein informationsrecht über die wiederverheiratung hat er wird also vom gericht über die heiratsabsicht deiner verlobten informiert. und er hat je nach aufenthaltsort eine einspruchsfrist, ist der aufenthaltsort nicht bekannt wird der richter einen abwesenheitskurator bestimmen der in seinem namen die rechtsagenden übernimmt.

diese infos sind halt jetzt auf österreich bezogen, ob das in deutschland auch so ist kann ich nicht sagen. ich hoffe aber das esnicht alzu verschieden ist.
aber ein nicht heiraten können, dass sollte es nicht geben.
lg
durban
 
L

Loser

Gast
Hallo Durban,

danke für deine Information. Leider ist es (sieht jedenfalls so aus ) in Deutschland nicht so einfach :-( . Die Stelle die Scheidungen anerkennt ist in Deutschland ein OLG in meinem Fall die Senatsverwaltung Berlin und wie geschrieben lehnen die eine anerkennung ab weil da kein gemeinsamer Wohnort vorhanden war kein Recht bestimmbar ist und deshalb nach Deutschem Recht entschieden werden muß. Deutsches Recht kennt solch eine Scheidung nicht und daher Abweisung.

Wie schon geschrieben ich warte erst einmal ab was das Standesamt rausfindet und falls die nicht weiterkommen werde ich wohl einen Anwalt einschalten (müssen).

Habe schon einmal in Thailand nachgefragt ob nachträglich ein Gerichtsurteil möglich ist. Der Anwalt dort meinte jedoch keine chance ( wundert sich jedoch da er bis jetzt noch von keinen Schwierigkeiten gehört hat in seinen Augen anerkennung reine formsache.
 
D

durban

Gast
hi
na ja gemeinsamer wohnsitz, was steht den in der heiratsurkunde,
dort ist der gemeinsame wohnsitz, ausserdem ist der ort der scheidung rechtsgülltig, wie gesagt so ists in aut, du musst denen klar machen dass sie sich um der rechtslage annehmen müssen und dir die gesetztestexte zeigen sollen. dann vergleicht ihr was ihr habt und was wie ausgelegt werden kann.
wie dein anwalt sagt das sollte nur eine formsache sein.
im grunde ist es der richter der nach ermessen da beschluss fasst.
aber du glaubst ja gar nicht was die da auf den gerichten alles keine ahnung haben was rechtens ist. auch auf den standesämtern ist es so.
da muss man selber mit gesetzestexte daherkommen und dennen ihren job erklären.
bei mir wars jedenfalls so. wenn die dann sehen der nimmt sich dieser sache an dann helfen die auch.
lg
d
 
T

Tilak1

Gast
Hi Jungs,
Hab ja in TH geheiratet,versteh ich das richtig,WENNNNNNNN ich mich mal scheiden lassen sollte,und das in TH passiert,in D nicht anerkannt wird??Is nich war!!!!Oder??? :heul: :heul:

Andreas :super:
 
khon jöhraman

khon jöhraman

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Ist doch ganz einfach:

Eine Ehe, die nach Ortsrecht gültig geschlossen wurde, ist weltweit - mit Ausnahme von 2 oder drei Staaten - überall gültig. Anders sieht es mit Scheidungen aus. Die sind in den überwiegenden Staaten nicht einfach ohne Anerkennung gültig.

Kleines Beispiel. Es gibt immer noch Staaten, in denen es keine Scheidung gibt - übrigens bis vor etwa 15 Jahren zählte dazu auch Italien und bis vor etwa 5 oder 6 Jahren Irland in Europa. Wie soll in den Staaten eine ausländische Scheidung gültig sein? Oder in anderen Staaten gibt es Scheidungen durch einseitige Willenserklärungen - z.B. in verschiedenen islamischen Staaten.

Auch im Scheiungsrecht gibt es ein (nationales) Internationales Recht. In Deutschland wäre die Anerkennung einer thailändischen Vertragsscheidung - auch bei unterschiedlicher Staatsangehörigkeit der Ehegatten - möglich, wenn beide bei der Scheidung einen Wohnsitz in Thailand gehabt hätten.

Im vorliegenden Fall gibt es evt. noch eine weitere Möglichkeit. Weiß die thailändische Verlobte, ob der Engländer anschließend nochmals eine Ehe eingegangen ist? Dann hätte in Großbritannien nämlich auch eine Anerkennung durchgeführt werden müssen, oder falls das nicht möglich gewesen wäre, nochmals eine Scheidung durchgeführt werden müssen. Evt. mal in dieser Hinsicht mit Deiner zukünftigen Frau sprechen, ob ihr darüber etwas bekannt ist.

Allgemein möchte ich bemerken, dass eine Pauschalierung, Standesämter und Gerichte hätten in dieser Hinsicht keine Ahnung, doch etwas merkwürdig klingt. Richter und Standesbeamte sind nun auch mal an Gesetze gehalten. Was würdet Ihr später sagen, dass eine Ehe wegen fehlerhaftem Ehefähigkeitszeugnis - in diesem Fall, da die Ehe in Thailand geschlossen werde soll - schwebend unwirksam sei und der Mangel durch spätere Richtigstellung nicht geheilt werden kann, die Ehe damit von Anfang an unwirksam wird? Würdet Ihr dann - zu Recht übrigens - nicht über den Standesbeamten schimpfen und meinen, der hatte doch keine Ahnung?

Gruß aus Patty
K.J.
 
A

Abu

Gast
Loser" schrieb:
Zu deinem Vorschlag mit Heirat hier in Deutschland das OLG Bremen hat auf Anfrage des Standesamtes das gleiche wie die Senatsverwaltung für Justiz mitgeteilt. Anerkennung nicht möglich, ...
Dann kann man diesen Ansatz vergessen...

Loser" schrieb:
... aber mein Standesamt will sich schlaumachen mal sehen was die rausfinden wenn die nichts ermitteln können werde ich dann bei info4alien.de posten.

Also ich werde jetzt mal abwarten was das Standesamt herausfindet und auch nocheinmal Berlin anrufen mal sehen ob ich mehr von denen Erfahren kann.

Da das problem ja die Privatscheidung ist werden wir uns auch schlaumachen ob nachträglich eine Scheidungsurteil von einem Gericht in Thailand beigebracht werden kann. Aber da müssen wir erst einmal in Thailand einen Anwalt fragen ob dieses möglich ist. Wenn ja dürfte (vermute ich) die Anerkennung kein problem mehr sein da es gerichtliche Scheidungsurteile nach deutschem Recht ja gibt.
Ich denke, die Vorgehensweise macht Sinn.

Tilak1" schrieb:
Hi Jungs,
Hab ja in TH geheiratet,versteh ich das richtig,WENNNNNNNN ich mich mal scheiden lassen sollte,und das in TH passiert,in D nicht anerkannt wird??Is nich war!!!!Oder??? :heul: :heul:

Andreas :super:
Das Risiko besteht. Aber Du kannst Dich ja auch in Thailand gerichtlich scheiden lassen oder direkt in Deutschland.

khon jöhraman" schrieb:
Ist doch ganz einfach:

Eine Ehe, die nach Ortsrecht gültig geschlossen wurde, ist weltweit - mit Ausnahme von 2 oder drei Staaten - überall gültig.
Dann muß Deutschland einer der 2 oder 3 Staaten sein! Vgl. z. B. was das Auswärtige Amt auf seiner website zu diesem Thema sagt:
Wirksamkeit der Ehe
Ein bestimmtes Verfahren für die Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen und allein dafür zuständige Behörden gibt es nicht. Daher ist die Frage nach der Wirksamkeit der Eheschließung stets nur eine Vorfrage im Zusammenhang mit der Entscheidung über eine andere Amtshandlung (z.B. Namenserklärung oder Antrag auf Anlegung eines Familienbuchs beim inländischen Standesamt, Eintragung in der Steuerkarte u.ä.). Diese Vorfrage muss von der jeweils zuständigen Stelle im Rahmen einer Entscheidung auf ihrem Zuständigkeitsgebiet in eigener Verantwortung entschieden werden.

Grundsätzlich gilt, dass eine im Ausland geschlossene Ehe in Deutschland als wirksam angesehen wird, wenn die für die Trauung im fremden Staat geltenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten worden sind. Zusätzlich müssen bei beiden Verlobten die nach ihrem jeweiligen Heimatrecht geltenden Eheschließungsvoraussetzungen (z.B. Ledigkeit, Mindestalter, kein unzulässiger Verwandtschaftsgrad u.ä.m.) erfüllt sein.
( http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/konsulat/ehe_html )

Abu
 
khon jöhraman

khon jöhraman

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Abu" schrieb:
........
khon jöhraman" schrieb:
Ist doch ganz einfach:

[highlight=yellow:42ec9f29ef]Eine Ehe, die nach Ortsrecht gültig geschlossen wurde,[/highlight:42ec9f29ef] ist weltweit - mit Ausnahme von 2 oder drei Staaten - überall gültig.
Dann muß Deutschland einer der 2 oder 3 Staaten sein! Vgl. z. B. was das Auswärtige Amt auf seiner website zu diesem Thema sagt:
Wirksamkeit der Ehe
Ein bestimmtes Verfahren für die Anerkennung von im Ausland geschlossenen Ehen und allein dafür zuständige Behörden gibt es nicht. Daher ist die Frage nach der Wirksamkeit der Eheschließung stets nur eine Vorfrage im Zusammenhang mit der Entscheidung über eine andere Amtshandlung (z.B. Namenserklärung oder Antrag auf Anlegung eines Familienbuchs beim inländischen Standesamt, Eintragung in der Steuerkarte u.ä.). Diese Vorfrage muss von der jeweils zuständigen Stelle im Rahmen einer Entscheidung auf ihrem Zuständigkeitsgebiet in eigener Verantwortung entschieden werden.

[highlight=yellow:42ec9f29ef]Grundsätzlich gilt, dass eine im Ausland geschlossene Ehe in Deutschland als wirksam angesehen wird, wenn die für die Trauung im fremden Staat geltenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten worden sind.[/highlight:42ec9f29ef] Zusätzlich müssen bei beiden Verlobten die nach ihrem jeweiligen Heimatrecht geltenden Eheschließungsvoraussetzungen (z.B. Ledigkeit, Mindestalter, kein unzulässiger Verwandtschaftsgrad u.ä.m.) erfüllt sein.
( http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/konsulat/ehe_html )

Abu
Stimmt doch mit dem überein, was ich geschrieben habe. Fast jedert Staat verfügt über ein eigenes (nationales) Internationales Privatrecht. Die meisten davon verweisen wiederum auf das nationale Heimatrecht des ausländischen Ehegatten, zumindest was Eheverbote betrifft. Dass der in Deutschland ansässige Standesbeamte bei Bedarf auch prüft, ob in dem Fremdstaat dessen Vorschriften eingehalten wurden, dient doch nur der Rechtssicherheit. Als klassisches Beispiel kann ich hier Thailand nennen. Thailand schreibt in seinem nationalen Eherecht vor, dass ein ausländischer Verlobter ein konsularisches EFZ vorzulegen hat. Manche Amphoes verzichten (Zahlung, Beziehung?) auf ein solches. Bei Prüfung wird festgestellt, dass die Ehe zumindest schwebend unwirksam ist, da im Eheschließungsstaat nicht das gültige Ortsrecht beachtet wurde. Ein solcher Mangel kann evt. geheilt werden. Würde mich aber nicht darauf verlassen, da dies Auswirkungen auf Namensrecht, Kindschaftsrecht, Erbrecht, Steuerrecht, Rentenrecht, Ausländerrecht usw. usw. hat.

Das kursiv geschriebene hat mir dem vorliegenden Sachverhalt an und für sich nichts zu tun. Habe es nur als vorsorgliche Warnung hier erwähnt.

Gruß aus Patty
K.J.
 
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Abu

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khon jöhraman" schrieb:
Stimmt doch mit dem überein, was ich geschrieben habe.
So was nennt man wohl selektive Wahrnehmung! :lol:

Bitte einfach mal weiter lesen:

Grundsätzlich gilt, dass eine im Ausland geschlossene Ehe in Deutschland als wirksam angesehen wird, wenn die für die Trauung im fremden Staat geltenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten worden sind. Zusätzlich müssen bei beiden Verlobten die nach ihrem jeweiligen Heimatrecht geltenden Eheschließungsvoraussetzungen (z.B. Ledigkeit, Mindestalter, kein unzulässiger Verwandtschaftsgrad u.ä.m.) erfüllt sein.
Ist das groß und fett genug? :lol:

Abu
 
A

Armin

Gast
@Loser

Deine Verlobte braucht eine gerichtliche Entscheidung der Gültigkeit der Scheidung in Thailand. Wie daran zu kommen ist, weiß ich nicht.
Der andere Weg ist über die Britische Botschaft in BKK und darüber ein gerichtliches Scheidungsurteil su erlangen.

Ich weiß von mir, dass eine in Thailand geschlossene Ehe in Deutschland anerkannt ist und auch registriert wird. Jedoch noch lange nicht in D. legalisiert ist. Eine Scheidung in Thailand jedoch nur Gültigkeit hat, nachdem die Scheidung von dem Scheidungsgericht in Berlin geprüft und abgesegnet worden ist.

Viel Glück!
Gruß Armin
 
khon jöhraman

khon jöhraman

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Aschaffenburg und Pa
khon jöhraman" schrieb:
Zusätzlich müssen bei beiden Verlobten die nach ihrem jeweiligen Heimatrecht geltenden Eheschließungsvoraussetzungen (z.B. Ledigkeit, Mindestalter, kein unzulässiger Verwandtschaftsgrad u.ä.m.) erfüllt sein.
( http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/konsulat/ehe_html )

Abu[/quote]

........ Fast jedert Staat verfügt über ein eigenes (nationales) Internationales Privatrecht. Die meisten davon verweisen wiederum auf das nationale Heimatrecht des ausländischen Ehegatten, zumindest was Eheverbote betrifft. .... K.J.[/quote]

Was sind Ledikeit - übrigens kein zwingendes Eheverbot -, Mindestalter (kann bis zu einem gewissen Alter geheilt werden), unzulässiger Verwandtschaftsgrad (ab 3. Grad Seitenlinie zulässig) anderes als Eheverbote. und die habe ich erwähnt. Grundsätzlich ist eine nach Ortsrecht gültig geschlossene Ehe gültig! Aber das schweift alles vom Thema ab. Es geht um die Anerkennung der Scheidung!

Gruß aus Patty
K.J.
 
L

Loser

Gast
:-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-( :-(

Hallo Leute,

Heute habe ich gleich mehrere schlechte Nachrichten erhalten. Mein Standesamt weis nicht mehr weiter sie haben mir geraten noch einmal Kontakt mit Berlin aufzunehmen. In Berlin gab es aber auch nichts neues ausser ein langes Telefongespräch. Indem der Sachbearbeiter mir zum Schluß mitteilte das er rechtlich nur eine Chance sieht. und zwar eine Scheidung in England ansonsten keine Heirat :-(

Ich habe jetzt einen Termin beim Anwalt besorgt sehe aber sehr sehr schwarz. Da laut ihren Ex-Ehemann er keine Schwierigkeiten hat in England zu heiraten. meine hoffnung ist jetzt das mein Anwalt vielleicht kontakt mit ihm aufnehmen kann und es dann doch eine Möglichkeit der Scheidung in England gibt.

Dieses ist natürlich nicht die Lösung die ich bevorzuge das sie mehr als kompliziert ist aber wenn es keine andere gibt.

Das ganze zerrt gewaltig an unseren Nerven und verliere so langsam den glauben an das gute :fertig: . Da meine Verlobte bestraft wird weil sie rechtzeitig die Notbremse gezogen hat. und weil die beiden fehler gemacht haben von denen sie nichts gewußt haben. ( Kein Ehevertrag mit bestimmung des Rechts. sowie Scheidung nicht vor einem Gericht sondern vor einem Standesamt.

Jetzt muß ich warten mal sehen was der Anwalt sagt. Meine einzige Hoffnung ist das er noch einen Weg findet. Sehe aber sehr sehr schwarz.

Losser
 
C

Chak2

Gast
Abu" schrieb:
Tilak1" schrieb:
Hi Jungs,
Hab ja in TH geheiratet,versteh ich das richtig,WENNNNNNNN ich mich mal scheiden lassen sollte,und das in TH passiert,in D nicht anerkannt wird??Is nich war!!!!Oder??? :heul: :heul:

Andreas :super:
Das Risiko besteht. Aber Du kannst Dich ja auch in Thailand gerichtlich scheiden lassen oder direkt in Deutschland.
Ich denke, dazu machen wir doch mal ein neues Thema auf.
 
Thema:

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