Ich will gar nichts sondern zeige lediglich die menschliche Idiotie auf.
Niemand wird gefragt, ob er ueberhaupt geboren moechte sondern andere entscheiden darueber. Es gibt soviel ungewollte Kinder auf der Welt, die keiner haben will, doch dennoch lieber selber zeugen. Weil man kinderlieb ist oder darauf aus ist, dass die eigenen Gene weitergetragen werden? Ist das nicht sehr egoistisch?
Buddhismus ist die Lehre des Verstandes und somit bin ich natuerlich sehr buddhistisch. Ist es nicht erstaunlich wie ich, im Grunde der vermeintliche Menschenhasser darauf aus bin, Leid von anderen zu vermeiden, waehrend Du und andere nach Rechtfertigungen suchen Leid anderen bescheren zu koennen. Das ist in der Tat unbuddhistisch und darum haenge ich diesem auch nicht nach. Leben ist Leid. Leben ist Leid. Leben ist Leid. Der erste Grundsatz in der buddhistischen Lehre. Wer leben schenkt, schenkt somit Leid. Was fuer eine Resourcenverschwendung wo es doch soviele bereits Leidende gibt.
Nur ein Lebewesen, das nicht geboren wird leidet unter Garantie nie. Ist es einmal geboren ist das Aeusserste was rauszuholen ist sich vom Leid zu loesen, was die buddhiste Lehre ja anstrebt. Ist es nicht erstaunlich, dass gerade in der entwickelten Welt soviele an Derpessionen leiden. In den hoechentwickelten USA scheinen viele nicht mehr in der Lage zu sein ohne Psychater und/oder Psychopharmaka ihr Leben bewaeltigen zu koennen. Ob diese Leute wohl froh darueber sind jemals geboren worden zu sein, obwohl es sich noch nicht einmal um echte afrikanische Hungerkinder handelt? Die, die Suizid begehen sehen anscheinend ihr Leben nicht als wertvoll an.
Nun wird jemand auf die Welt gebracht, der von vornherein gehandicapt ist. Er oder sie wird nicht nur nicht auf eigenen Wunsch geboren sondern dazu noch gleich mit einem schwarzen Peter. Natuerlich kann sich dieser Mensch zu einer gluecklichen Person entwickeln aber wohl auch nur dann, wenn er eine wirklich starke Psyche hat. Eine Psyche, die viel staerker sein muss als die eines nicht behinderten Menschen. Es besteht die Gefahr, dass ein Kind zu 50% mit einem Gendefekt geboren wird. Egal, so lange es nur unser eigen Fleisch und Blut ist? Wie kinder- oder menschenlieb sind diese Menschen wirklich?
Es ist leicht fuer Dich als Nichtbehinderter fuer die Behinderten zu sprechen, weil Du ja nicht betroffen bist. Natuerlich wird es fuer jemanden immer nur den Weg geben, das Beste daraus zu machen, wenn er erst einmal ungefragt mit Leben "gesegnet" wurde. Sage mir aber mal, mit welchem Recht entscheiden Menschen eigentlich ueber das Schicksal von anderen, in dem sie Kinder in die Welt setzen? Speziell dazu noch unter schlechten Bedingungen. Sind sie Herren ueber Leben und Tod? Ueber eines sind wir uns sicherlich einig, Leben endet immer toedlich. Eltern nehmen dieses fuer ihren Nachwuchs in Kauf. Aus welchem anderen Grund als rein egoistischen Gruenden? Ist dies, was Du unter human verstehst?
Ich fordere von niemanden etwas ein, kann aber nur empfehlen einmal wirklich den Verstand zu verwenden, soweit dies eben moeglich ist. Hier scheinen dann aber viele sehr schnell an ihre natuerlichen Grenzen zu stossen. Gewollt oder nicht weiss ich nicht, da ich leider nicht ueber die Empahtie verfuegen mich in solche Menschen hineinzuversetzen.
Ist ein Kind bewusst in die Welt zu setzen nicht fahrlaessige Koeperverletzung oder Toetung? Wie kann man im voraus wissen, ob aus dem Nachwuchs jemals ein gluecklicher Mensch werden wird speziell dazu noch unter erschwerten Bedingungen? Kann man nicht? Nun, dann wird wohl das moegliche Leid eines anderen Menschen billigend in Kauf genommen ohne ihm ueberhaupt irgendein Wahlrecht einzuraeumen. Ist das nicht Bullytum pur?
