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Hilferuf - Familiennachzug - Hat jemand neue Infos

Diskutiere Hilferuf - Familiennachzug - Hat jemand neue Infos im Behörden & Papiere Forum im Bereich Thailand Forum; Text Mal wieder eine Bitte an die gut Informierten hier. Vorgeschichte: Phawinee + Jürgen haben am 16.10.03 den Bund fürs Leben geschlossen und...
T

telliman

Gast
Text
Mal wieder eine Bitte an die gut Informierten hier.

Vorgeschichte:

Phawinee + Jürgen haben am 16.10.03 den Bund fürs Leben geschlossen
und sind seither einfach glücklich und gut drauf.
Phawinee hat aus ihrem früheren Leben ein ganz süsses Töchterlein - die Amun(Traube), knapp 5 Jahre alt. Wir hatten schon vor unserer Heirat beschlossen, dass wir auch sie nach D holen werden.
Nun ist es bald soweit und ich bin gerade dabei mich wieder in die Behördenvorschriften einzulesen.
Also erst mal auf die Seite der deutschen Botschaft in Bkk geschaut, welche papiere man einreichen muss - erster Gedanke EASY

FAMILIENNACHZUG von Kindern:
- Geburtsurkunde, uebersetzt und legalisatiert
- Nachweis des Sorgerechts, uebersetzt und legalisatiert

:rofl: erster Gedanke EASY


Die Papiere haben wir ja schon beim letztjährigen Aufenthalt erledigt. Also gleich Mal bei meinem AA in Waiblingen angerufen
und zusätzliche Informationen einholen.

Dort wurden mir folgende Infos mitgeteilt:

1. Wir müssen eine Verdienstbescheinigung bzw. einen Arbeitsvertrag
meiner Frau vorweisen, da sie ja für das Kind aufkommen muss.
Einkommen sollten mindestens ca. € 400,- sein. Meine Frau
arbeitet bisher nicht, macht nur innerhalb der Familie kleinere
Hausarbeitstätigkeiten.
2. Eine Verpflichtungserklärung meinerseits würde nicht mehr akzep-
tiert werden.
3. Zumindest zunächst habe ich eigentlich auch nicht vor, das Träub-
chen zu adoptieren, habe neulich was über die Einbenennung ge-
lesen - ist mir jetzt gerade einfach symphatischer
3. Wir müssen zunächst auf die deutsche Botschaft in BKK und dort
die Anträge stellen. Das wir hier zuerst was machen wurde abge-
lehnt.

Jetzt würde es mich wirklich interessieren wir das andere AA´s behandeln.

Eigentlich wollten wir das ganze in einem Rutsch abhandeln, d.h. nach Bkk fliegen, auf die deutsche Botschaft die Anträge einreichen,
Urlaub machen, zurück auf die Deutsche Botschaft Pass der kleinen mit Visum abholen - Als Familie in D landen.

Wenn die obigen Aussagen des AA´s stimmen können wir uns dass wohl abschminken.

Hoffe, dass irgendjemand in der Gemeinde dass in letzter Zeit auch durchgezogen hat und uns weiterhelfen kann. :hilfe: :hilfe: :hilfe:

Besten Dank im Voraus

Phawinee + Jürgen :wink: :wink:
 
K

Kali

Gast
telliman" schrieb:
...
1. Wir müssen eine Verdienstbescheinigung bzw. einen Arbeitsvertrag
meiner Frau vorweisen, da sie ja für das Kind aufkommen muss.
Einkommen sollten mindestens ca. € 400,- sein. Meine Frau
arbeitet bisher nicht, macht nur innerhalb der Familie kleinere
Hausarbeitstätigkeiten.
2. Eine Verpflichtungserklärung meinerseits würde nicht mehr akzep-
tiert werden.
...
Das ist mir neu :nixweiss: Es steht irgendwo was im Ausländergesetz bzw. den Verwaltungsvorschriften, daß beim Nachzug des Kindes des ausländischen Ehepartners in diesem Fall die Einkommensverhältnisse des deutschen Ehepartners ausreichen. Habe im Moment keine Zeit zum Suchen, heute Abend weiß ich Genaueres.

Habe da so eine Phantasie: Es mehren sich wohl die Fälle, daß hier bei einem Kind, dessen ausländischer Vater noch lebt und eben keinen Unterhalt zahlt, Unterhaltsvorschuß bei der Gemeinde beantragt - und auch gezahlt wird.
Ob dieser Umstand die etwas eigenwillige Interpretation bestehender Vorschriften zuläßt, sei mal dahingestellt.
 
C

CNX

Gast
Was da verlangt wird, ist ja wohl haarsträubend.

Das Recht auf Familiennachzug besteht.

Benötigt wird an Unterlagen ein Mietvertrag, eine Verpflichtungserklärung und eine Verdienstbescheinigung.

Und zwar nicht von der Mutter sondern von Dir. Die Mutter ist ja "nur Hausfrau".

Die anderen Papiere wie Sorgerechtsbescheinigung und Geburtsurkunde sind ja vorhanden.

Würde das AA mal höflich Fragen, wie sie dieses Vorgehen begründen.

Gruss
C N X
 
T

telliman

Gast
@ Kalli
@ CNX

Besten Dank für eure schnellen reaktionen.
tja, ich dachte auch ich spinne nach diesen auskünften.
hoffe nun, dass kali da was gutes findet.

liebe grüsse an euch

phawinee + jürgen
 
M

matthi

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Mönchengladbach
Unterhaltsvorschuss wird nur solange gezahlt, bis der alleinerziehende Eltertnteil wieder heiratet. Da die Kindesmutter hier in D verheiratet ist, zahlt das Jugendamt keinen Vorschuss.
 
I

Isaanfreak

Gast
@telliman,

keine Sorge die Sache klappt schon denn:

Bringt der ausländische Ehepartner minderjährige, unverheiratete Kinder mit in die Ehe, so richtet sich deren Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik nach den allgemeinen ausländerrechtlichen Regelungen über den Kindernachzug.
Ein Nachzugsrecht haben nur Kinder unter 16 Jahren, für die der ausländische Ehegatte das Sorgerecht besitzt. Dies gilt grundsätzlich beim Nachzug zur Mutter, der Nachzug zum Vater kann auf Schwierigkeiten stoßen.
Bei Kindern zwischen 16 und 18 Jahren entscheidet die Ausländerbehörde nach Ermessen. Neben Fällen mit besonderer Härte wird sie allerdings die Führung der ehelichen Lebensgemeinschaft und die Wahrnehmung des Sorgerechts im Inland durch den ausländischen Ehegatten ebenso zu berücksichtigen haben wie die Integrationschance des Jugendlichen.
In der Regel wird eine Aufenthaltserlaubnis nur erteilt werden, wenn der ausländische Elternteil über ausreichenden Wohnraum verfügt und der Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln gesichert ist. Möglich ist auch eine Verpflichtungserklärung des deutschen Ehegatten, sofern dadurch der Lebensunterhalt des Kindes gesichert werden kann.


Gruß Hans
 
W

waanjai

Gast
telliman" schrieb:
1. Wir müssen eine Verdienstbescheinigung bzw. einen Arbeitsvertrag
meiner Frau vorweisen, da sie ja für das Kind aufkommen muss.
Einkommen sollten mindestens ca. € 400,- sein. Meine Frau
arbeitet bisher nicht, macht nur innerhalb der Familie kleinere
Hausarbeitstätigkeiten.
2. Eine Verpflichtungserklärung meinerseits würde nicht mehr akzep-
tiert werden.

Hoffe, dass irgendjemand in der Gemeinde dass in letzter Zeit auch durchgezogen hat und uns weiterhelfen kann.
Ja, wir fliegen am Dienstag nach Thailand um die Kleine abzuholen :-)

Wie Kali schon berichtet hat, wäre das Waiblinger Vorgehen absolut neu. Obwohl sich da gerade Verschärfungen breitmachen. Ich habe für den Antrag auf Familiennachzug (Nationales Visum), den ich im Dezember in BKK abgegeben habe, zunächst eine normale Verpflichtungserklärung abgegeben - wie bei einem Schengen-Visum.
Im letzten Monat, als es um die Bewilligung durch die Ausländerbehörde ging, musste ich erneut eine Verpflichtungserklärung - nun aber für einen längeren Zeitraum - abgeben. Plus erneut Schufa-Selbstauskunft.

Das war's dann endlich. Aber es war immer unstrittig, dass ich als Stiefvater die Verpflichtungserklärung abgeben würde.
 
K

Kali

Gast
CNX" schrieb:
...Das Recht auf Familiennachzug besteht.
So absolut besteht es im Falle des Ehegattennachzug nach § 23 AuslG.
Beim Kindernachzug ist nach dem Gesetz neben dem geforderten Wohnraum und der übrlichen Voraussetzungen die Bestreitung des Lebensunterhaltes aus eigenen Mitteln Vorausetzung. Streng genommen ist von der Möglichkeit einer Verpflichtungserklärung irgendeines gar keine Rede.

...kann hier nachgelesen werden.

Das Waiblinger Vorgehen ist danach sogar gesetzlich vorgegeben. Doch jetzt kommt´s, wie wir alle - die meisten jedenfalls - die Erfahrung gemacht haben: Mein Ausländeramt bestätigte mir, daß dieses sich nach wie vor mit der Verpflichtungserklärung des Ehegatten zufrieden gibt - man hätte da eben keine schlechten Erfahrungen gemacht. Und es wird auch wohl in Zukunft hier weiter so praktiziert.
Die andere Möglichkeit ist natürlich mit der besonderen Härte, insbesondere auch mit dem Bezug zur leiblichen Mutter zu agieren. Denn dann genügt auch nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 7 AuslG) die Verpflichtungserklärung des Unterhaltspflichtigen, nämlich des Ehemannes.
Tut mir aufrichtig leid, daß ich keine bessere Nachricht bringen konnte.
Ich wünsche Euch allerdings alles Gute, vielleicht hilft ja notfalls eine Beratung bei einem Rechtsanwalt, der sich im Ausländerrecht auskennt.
 
C

CNX

Gast
Hallo Kali,

danke für die Information.

Unser AA versteht dieses Vorgehen auch nicht. Wenn dieses Beispiel Schule macht, nach ja ......

Gruss
C N X
 
U

Uwe

Gast
@tellimann

Also, wieso Deine Verpflichtungserklärung nicht genügen sollte, erschließt sich mir auch nicht. Bei allen von mir bearbeiteten Fällen hat stets der Stiefvater sich verpflichtet. Das liegt auch nahe. Eine ausländische Staatsangehörige die sich erst kurze Zeit in Deutschland aufhält, verfügt in der Regel noch nicht über die Sprachkenntnisse um arbeiten zu können. Gerade ein Kind das der Landessprache nicht mächtig ist und das einem anderen Kulturkreis entstammt, bedarf zur besseren Integration (auch der sprachlichen) einer besonderen Fürsorge - und die erbringt auch nach dem geltenden BGB noch immer die Mutter (Papa schafft, Mama zieht auf, mal salopp ausgedrückt).

Also, ich würde einfach den Antrag stellen und an Deiner Stelle die Verpflichtung übernehmen. Notfalls steht Dir der Klageweg offen.

§ 17 I. Ziffer 3 AuslG schreibt vor, daß "der Lebensunterhalt des Familienangehörigen aus eigener Erwerbstätigkeit des Ausländers, aus eigenem Vermögen oder aus sonstigen eigenen Mitteln gesichert" sein muß. Hier ist Krativität gefragt. Gibt es keine eigene Erwerbstätigkeit, muß man einfach sehen, wie die anderen Begriffe (eigenes Vermögen, sonstige eigene Mittel) mit Leben zu erfüllen sind, damit im schlechtesten Fall die bis vor kurzem noch glückliche Mama sich verpflichten kann. Mir schwebte da auch schon einiges vor ...

Aber das ginge hier doch schon zu weit.
 
T

telliman

Gast
@all

erst mal besten dank für eure ausführlichen ratschläge - wir werden nächste woche einen termin auf dem aa haben und dann schaun mer mal.

denke auch, dass wir die geschichte schon hinbiegen werden.

liebe grüsse

phawinee + jürgen :bravo: :bravo:
 
H

Holgernator01

Senior Member
Dabei seit
07.04.2004
Beiträge
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0
Hallo Jürgen,

kann es sein, daß Dein Einkommen (nach Meinung der Behörden) nicht zur Versorgung der Familie ausreicht??
Falls Du mehr als 1600,- Teuro netto hast, wundert mich allerdings die Reaktion der Behörden.
Ich hatte in München überhaupt keine Probleme. Einkommensbescheinigung und die restlichen Papiere wurden von der Einreise meiner Frau herangezogen (obwohl die Bayern sehr konservativ sind)
Grüße aus München
 
C

CNX

Gast
Holgernator01" schrieb:
kann es sein, daß Dein Einkommen (nach Meinung der Behörden) nicht zur Versorgung der Familie ausreicht??
Darf eigentlich auch kein Grund sein, dies zu verweigern.

Habe zum Thema Geld und Verpflichtungserklärung übrigens noch dies gefunden. Auch sehr gut zu wissen.

Bankbürgschaft zur Abgabe einer Verpflichtungserklärung

Vorbemerkung:

Ausländische Staatsangehörige, die in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen und der Visumspflicht unterliegen, müssen bei der jeweiligen deutschen Auslandsvertretung eine Verpflichtungserklärung gem. §§ 82 ff Ausländergesetz (Inhalt s.u.) vorlegen. Diese Verpflichtungserklärung wird durch eine Referenzperson, die in der Bundesrepublik Deutschland lebt, abgegeben. Sofern durch die Ausländerbehörde festgestellt wurde, daß diese Referenzperson aufgrund der Höhe des Einkommens nicht über die ausreichende Bonität verfügt, kann auch eine Bankbürgschaft für anfallende Ansprüche eingereicht werden.

Umfang (Text) der Bankbürgschaft:

Erstattung von Kosten, die ggf. aus der durch Herrn/Frau .... (Referenzperson) einzugehenden Verpflichtungserklärung gem. §§ 82 ff Ausländergesetz geltend gemacht werden. Diese Verpflichtungserklärung soll der Erteilung eines Visums an Herrn/Frau ..., geb. ... (Name des Visumsantragstellers) dienen.

Mindestbetrag:

Es wird ein Mindestbetrag von 1.000,- € für den ersten Monat des Aufenthaltes gefordert. Dieser Betrag ist auch bei Aufenthalten unter einem Monat erforderlich. Für jeden weiteren Monat Aufenthalt erhöht sich der Betrag um 500,-- € (Beispiel: 1 Person, drei Monate Aufenthalt --> 2.000,- €).

In Einzelfällen kann ein höherer Betrag gefordert werden.

Dauer der Bankbürgschaft:

Zunächst muß die Referenzperson bestimmen, in welchem Zeitraum der Besucher einreisen soll. Der Zeitpunkt der Einreise muß innerhalb der nächsten sechs Monate liegen, der Gesamtaufenthaltszeitraum darf drei Monate nicht überschreiten.

Die Verpflichtung aus der Bürgschaft soll mit dem angegebenen Einreisezeitpunkt beginnen. Sie endet drei Monate nach dem Endzeitpunkt des Gesamtaufenthaltes, da diese Zeit benötigt wird, um festzustellen, ob irgendwelche Kosten entstanden sind, die geltend gemacht werden.

(Beispiel: geplanter Aufenthalt v. 01.04. - 30.06. --> die Bürgschaft muß vom 01.04. - 30.09. gültig sein)

Verpflichtung nach §§ 82 ff Ausländergesetz (AuslG):

Nach § 84 AuslG sind die Kosten für den Lebensunterhalt und nach §§ 82 und 83 AuslG die Kosten für die Ausreise der Ausländer zu tragen. Die Verpflichtung umfaßt die Erstattung sämtlicher öffentlicher Mittel, die für den Lebensunterhalt einschließlich der Versorgung mit Wohnraum und der Versorgung im Krankheitsfall und bei Pflegebedürftigkeit aufgewendet werden (z.B. Arztbesuch, Medikamente, Krankenhausaufenthalt). Dies gilt auch, soweit die Aufwendungen auf einem gesetzlichen Anspruch beruhen, im Gegensatz zu Aufwendungen, die auf einer Beitragsleistung beruhen. In der Regel wird die Visumserteilung seitens der Auslandsvertretung von einem Nachweis über bestehenden Krankenversicherungsschutz abhängig gemacht. Die Verpflichtung umfaßt auch die Ausreisekosten (z.B. Flugticket, Begleitung im Falle einer Abschiebung) des/der Ausländers/in nach §§ 82 und 83 AuslG.

Gruss
C N X
 
W

waanjai

Gast
Kali" schrieb:
CNX" schrieb:
...Das Recht auf Familiennachzug besteht.
So absolut besteht es im Falle des Ehegattennachzug nach § 23 AuslG.
Beim Kindernachzug ist nach dem Gesetz neben dem geforderten Wohnraum und der übrlichen Voraussetzungen die Bestreitung des Lebensunterhaltes aus eigenen Mitteln Vorausetzung. Streng genommen ist von der Möglichkeit einer Verpflichtungserklärung irgendeines gar keine Rede.
...kann hier nachgelesen werden.

Das Waiblinger Vorgehen ist danach sogar gesetzlich vorgegeben. Doch jetzt kommt´s, wie wir alle - die meisten jedenfalls - die Erfahrung gemacht haben: Mein Ausländeramt bestätigte mir, daß dieses sich nach wie vor mit der Verpflichtungserklärung des Ehegatten zufrieden gibt - man hätte da eben keine schlechten Erfahrungen gemacht. Und es wird auch wohl in Zukunft hier weiter so praktiziert.
Die andere Möglichkeit ist natürlich mit der besonderen Härte, insbesondere auch mit dem Bezug zur leiblichen Mutter zu agieren. Denn dann genügt auch nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 7 AuslG) die Verpflichtungserklärung des Unterhaltspflichtigen, nämlich des Ehemannes. Tut mir aufrichtig leid, daß ich keine bessere Nachricht bringen konnte....
Im Ergebnis kommt der von Andy Lao am 14.05.04 hier publizierte "Weisungsordner des Landeseinwohneramt Berlin - Abteilung Ausländerwesen" Link unter der Nummer B.20.3.2. "Nachzug von Stiefkindern; Sicherung des Lebensunterhalts" auf Seite 84 zum gleichen Schluss:
"Der Nachzug von unter 16 Jahre alten Stiefkindern ist unter den Voraussetzungen des § 20 Abs.3 Satz 1 zulässig. Die durch den Stiefvater abgegebene umfassende Verpflichtungserklärung wird als Nachweis der Unterhaltssicherung anerkannt, sofern dieser nach den (nachzuweisenden)Einkommensverhältnissen eine solche Verpflichtungserklärung übernehmen kann.
Erläuterung:
Der Stiefvater ist gegenüber seinen Stiefkindern nicht unterhaltspflichtig. Nach Nr. 17.2.3.3. AuslGVwV sind zwar Unterhaltsleistungen eines Dritten für den Familiennachzug nicht ausreichend, nach Satz 4 dieser Vorschrift sind aber u.a. für Fälle des § 20 Abs. 3 AuslG Ausnahmen zulässig. Von dieser Ausnahmemöglichkeit wird Gebrauch gemacht, indem unter entsprechender Anwendung von § 7 Abs. 2 Nr. 2 AuslG der Lebensunterhalt durch die Leistung eines Dritten (hier des Stiefvaters) als gesichert
angesehen wird"

Sollte noch einmal jemand - wie bei telliman geschehen - mit einer anderen Aussage konfrontiert werden, dann hilft vielleicht der obige Text weiter :-)
 
T

telliman

Gast
@cnx
@waanjai,

möchte mir wirklich recht herzlich bedanken bei euch - supergute infos!! :bravo:

mal schauen wie es das AA Waiblingen so sieht - es wird schon klappen.

enjoy your life
telliman
 
T

Tom19

Gast
Hallo,

auch wir stehen jetzt vor der selben Herausforderung wie Phawinee + Jürgen.

Wir haben in Deutschland im April 2004 gerheiratet. Meine Frau hat diese Woche am 17.05. ihre Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Jetzt möchten wir natürlich den in Thailand lebenden 3-jährigen Sohn meiner Frau asap zu uns nach Deutschland (Frankfurt) holen.
Ich habe auch zuerst auf der Homepage der Deutschen Botschaft in BKK nachgeschaut - allerdings habe ich dort nichts konkretes, detailiertes zu Thema Familiennachzug gefunden und deshalb sind wir auch direkt hilfesuchend zur Frankfurter Ausländerbehörde gegangen.

Dort sind wir kurz und knapp mündlich mit der Info "abgespeist" worden, dass wir zunächst bei der Deutschen Botschaft direkt einen Antrag stellen müssen, bevor dann die Ausländerbehörde aktiv wird - und erst dann definiert die Ausländerbehörde genau, welche Unterlagen in Deutschland vorgelegt werden müssen.

Die vorangegangen Infos für telliman sind auch für uns super-hilfreich, allerdings ist der Ablauf des Ganzen noch nicht so ganz klar.

Wir stellen uns den Ablauf so vor:

1. Bei der deutschen Botschaft in BKK müssen für meinen kleinen Stiefsohn folgende Unterlagen vorgelegt werden:


  • - sein Reisepass meines Stiefsohns
    - seine Geburtsurkunde, uebersetzt und legalisatiert
    - der Nachweis das das Sorgerecht bei meiner Frau liegt, uebersetzt und legalisiert
    - den Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubis für meinen Stiefsohn

Hier stellt sich für uns die entscheidende Frage, ob meine Frau, mein kleiner Stiefsohn(?) und ich dazu persönlich bei der Botschaft erscheinen müssen oder ob dies auch z.B. von in Bangkok lebenden Verwandten von meiner Frau erledigt werden kann.

2. Nach Vorlage dieser Dokumente leitet die Deutsche Botschaft den Antrag an die Ausländerbehörde weiter. Jetzt kann es 2 Monate oder
länger dauern (lt. Homepage Deutsche Botschaft BKK) bis die Ausländerbehörde das Visum erteilt. Zwischenzeitlich wird meine Frau bzw. werde ich in Frankfurt angeschrieben und dazu aufgefordert entsprechende Unterlagen (Gehaltsnachweis, Nachweis über genügend Wohnraum etc.) beizubringen.

3. Wenn alles passt bekommt mein Stiefsohn seine Aufenthaltserlaubnis - meine Frau und ich fliegen nach Thailand, gehen zur Botschaft, holen den Paß mit Aufenthaltserlaubnis ab - hohlen den Sohn bei der Großmutter ab und verbringen zusammen erstmals als ´richtige´ Familie ein paar Tage am Meer bevor wir zurück nach Deutschland fliegen.

Sind unsere Vorstellungen über den Ablauf realistisch?

Viele Grüße
Aom & Thomas :computer:
 
W

waanjai

Gast
Als wir vor ein paar Monaten meine Stieftochter nachgeholt haben, verlief es etwa so wie von Dir beschrieben. Wir hatten den Antrag in BKK bereits gestellt, als ich meine Zukünftige mit Heiratsvisum aus Thailand abholte. Natürlich war die Stieftochter der Antragsteller, aber als minderjähriges Kind konnte sie nicht unterschreiben, das tat die allein sorgeberechtigte Mutter.
Wir hatten also den Antrag auf Kindesnachzug bereits vor der Heirat gestellt. Bearbeitet und bewilligt wurde er aber erst von der Ausländerbehörde nach Eheschließung. Das ging dann sehr schnell.

Aus meiner Erfahrung kann ich deshalb nicht abschließend beurteilen, ob Deine Frau persönlich in Bangkok auf der Botschaft erscheinen muss. Da Du den Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung aber von der web-site der Deutschen Botschaft downloaden kannst und bereits hier in D ausfüllen und von Deiner Frau unterschreiben lassen kannst, müsste es aber eigentlich möglich sein, zu vermeiden, dass Deine Frau nach BKK nur zur Abgabe des Antrages fliegen muss. Entweder muß Sie die Verwandte per Vollmacht legitimieren oder das Ausländeramt in Frankfurt beglaubigt die Unterschrift Deiner Frau (als allein sorgeberechtigter Mutter). Sollte es per Vollmacht für Verwandte gehen, dann lade Dir doch den Vollmachtsvordruck von der Seite von Sebastian Kiesow runter (auf die wird auf der website der Deutschen Botschaft verwiesen).

Ich würde in Deinem Fall einen erneuten Anlauf bei der lokalen Ausländerbehörde versuchen. Und zwar mit folgendem Thema: Wie kann ich vermeiden, dass wir extra für die Antragstellung nach BKK fliegen müssen? Der 2. Flug - Abholen des Kindes - kommt ja ohnehin noch.
Dann werden die Sachbearbeiter dort Dir eine der beiden o.b. Alternativen empfehlen.

Hast Du die dann soweit, dass sie schon auf deinen konkreten Fall eingehen, sind Deine weiteren Optionen - die Du dann ausspielen solltest - abhängig von der Dokumentenlage. Sind die Geburtsurkunde und die Sorgerechtsbescheinigung bereits übersetzt, dann - und nur dann - kannst Du die ihnen zeigen und fragen, wie man denn die Genehmigung des Ausländeramtes am schnellsten erreichen könnte.
Im besten Falle, wollen die nämlich - wie bei mir geschehen - gar keine Legalisierung der Papiere; sind mit den übersetzten Urkunden zufrieden (den Rest können Sie ja ohnehin nicht lesen).
Sind die dann hilfsbereit, kannst Du sie darum bitten, doch der Botschaft in Bangkok zu faxen, dass Dein noch zu stellender Antrag auf Kindesnachzug von der Botschaft nach Vorlage der legalisierten oder nicht legalisierten Dokumente genehmigt werden kann. Das nennen die "Vorabzustimmung". Du dürftest dann Deine Verpflichtungserklärung sofort abgeben.

Sind die nicht so hilfsbereit, dann läuft alles in Richtung Beantragung des Visums durch Verwandte mit Vollmacht. Sollte Deine Ausländerbehörde so unfreundlich sein, und noch nicht einmal diese simple Fachfrage beantworten, dann bleibt Dir - neben den hoffentlich noch folgenden Antworten hier - die Deutsche Botschaft, die Du ja auch mit dieser Fachfrage anmailen kannst - - - und die in der Regel innerhalb von 10 Tagen auch antwortet !!!
Nach Stellung des Antrages in BKK kannst Du nach ca. 10 Tagen beim Ausländeramt erneut anrufen und nachfragen, ob der Antrag in D eingetroffen sei. Spätestens nach Eintreffen des Antrages dürftest Du dann Deine Verpflichtungserklärung abgeben dürfen.

Der Zeitraum zwischen Antragstellung und Genehmigung des Antrages durch die lokale Ausländerbehörde ist deshalb variabel:
a. 0 Tage bei Vorab-Genehmigung per Fax an die Deutsche Botschaft
b. 14 Tage bei Antragstellung mit Vollmacht
- jeweils voraussetzend, die beiden Dokumente sind bereits legalisiert und übersetzt -
c. ca. 2 Monate, wenn legalisierte Original Thai-Dokumente verlangt werden und dies durch die Deutsche Botschaft erst noch gemacht werden muss.

Zu Frage 3:
Wenn Du - nach Bewilligung des Visum-Antrages durch die deutsche Ausländerbehörde - zur Botschaft morgens gehst, kannst Du in der Regel den mit Visum versehenen Reisepass des Kindes am selben Nachmittag abholen. :-)
 
T

telliman

Gast
hi tom,

die ganze prozedur ist wirklich von AA zu AA sehr unterschiedlich.
deshalb will ich mich nicht in der theorie weiter dazu äussern.

wir hatten die ganze geschichte eh innerhalb unseres diesjährigen urlaubs geplant und so fliegen wir in 2 wochen nach bkk.

mit der deutschen botschaft in bkk scheint es wohl etwas launisch zu laufen. eine freundin meiner frau die in der nähe freiburgs wohnt, hat von vielen ablehnungen bei nicht persönlichem erscheinen der
mutter und des potentiellen stiefvaters berichtet.
denke, dass es in jedem falle runder läuft wenn du selber dort erscheinst.

da wir demnächst ja dort sind, werde ich dann mehr berichten.

gruss
telliman
 
T

Tom19

Gast
@waanjai
herzlichen Dank für Deine ausführliche Stellungnahme zu unseren Fragen.

@telliman
Euch beiden viel Erfolg bei der Familienzusammenführung. Wir sind schon sehr gespannt darauf, wie es bei Euch läuft.

Daumen hoch!
:super:

Aom & Thomas
 
F

Franky69

Gast
Hallo Jürgen!

Meine Frau und ich haben einen Tag später,als Ihr geheiratet.
Schon vor der Einreise,meiner Frau,Zwecks Heirat hatte ich mit den Herren dort gesprochen.
Als wir geheiratet haben und ihre Aufendhaltsgenehmigung beantragt haben,haben wir beim AA wegen der Familienzusammenführung gesprochen.
Da haben wir dann Formulare ausgefüllt,die dann auch von Deutschland nach Bkk gingen.
-Verpflichtungserklärung hatte ich schon,da Bkk sich wegen des Heiratsvisums angestellt hatte-
Ihre Schwester hat dann den Papierkram mit der Botschaft gemacht.
Ging auch alles easy.
Der Junge ist seit dem 20.Dezember hier.
Ich kann nur sagen,daß es bei uns ohne Probleme ging,wünsch ich Euch auch :wink: .
Cu Frank
 
Thema:

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