Heiraten oder zurück zur Ex-Familie?

Diskutiere Heiraten oder zurück zur Ex-Familie? im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; deguenni, das kennen wir doch alle. gerade mit kind ist die abwägung der eigenen sowie der interessen des kindes nicht einfach. mir fiel nur die...
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antibes

Gast
deguenni,
das kennen wir doch alle. gerade mit kind ist die abwägung der eigenen sowie der interessen des kindes nicht einfach. mir fiel nur die ich-bezogenheit des verfassers auf. er schien weder auf die bedürfnisse der frau noch der tochter einzugehen.
zwei jahre der selbstfindung können nur den ersten kleinen schritt zur lösung darstellen. es schien doch bis vor kurzem, dass sich thz selber nicht sicher ist, welche entscheidung er treffen soll. in einem philipina-forum wäre er bestimmt in anderer richtuing beraten worden.

glücklich die member auf der insel der seligen (gruss an tira, kali, etc. ;-D ) abgesehen. das war ehrlich gemeint.

für alle einen versöhnlichen sonntag :wink:
 
D

Doc-Bryce

Gast
@antibes,
hat du jetzt alles wieder mit deinem rechner hin bekommen?
ansonsten auch noch einen schönen sonntag. natürlich allen anderen membern auch.
 
T

THZ

Gast
Hallo zusammen!
nun melde ich mich wieder zurück. Meine Entscheidung war ja getroffen, mit der Thai zu bleiben. Das wäre soweit alles gut, nur kommt jetzt das Problem mit der 11-jährigen Tochter, die seit 10 Monaten praktisch nicht mehr zu mir kam. Sie sagt, es sei wegen meiner Freundin. Heute war sie nun (alleine) auf dem Jugendamt zu einer Besprechung, was ihr nicht passt bei mir. Dort hat sie das gleiche gesagt. Der Sozialarbeiter vom Jugendamt sagte dann, dass meine Tochter gerne käme, aber nur wenn ich alleine zuhause bin. Er legte mir nun ans Herz, dass meine Freundin jedes zweite Wochenende -wenn die Tochter kommt- vorerst nicht bei mir ist, sondern halt zu einer Freundin oder so geht, auch dort übernachtet. Der Sozialarbeiter weiss aber, dass meine Freundin mit mir wohnt. Das finde ich jetzt eine schwierige Situation. Soll ich nun meine Freundin jedes 2. Wochenende am Samstag wegschicken, bis Sonntag abend? Uebrigens arbeitet sie am Wochenende immer, würde also meine Tochter sowieso nicht viel sehen. Habe das mal mit meiner Freundin besprochen, wie erwartet war sie gar nicht erfreut. Sie sagt ja immer wieder, wenn ich zurück zur Familie will, dann soll ich es bitteschön sagen. Das ist es ja jetzt nicht mehr. Aber sie wird das nicht akzeptieren. Wenn sie an diesen Wochenenden nicht bei mir bleiben darf, dann geht sie ganz. Das kommt nicht gut. Würde mir ganz sicher auch nicht passen, wenn ich in dieser Situation wäre. Ich weiss nicht recht, was ich von der Forderung der Tochter halten soll. Wenn sie kommt, bin ich voll für sie da. Wenn wir zusammen etwas unternehmen, ist meine Freundin eh nicht dabei. Aber jetzt muss ich meine Freundin wegschicken am Wochenende, im Stil von "Du musst gehen, meine Tochter kommt?"
 
M

mipooh

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Kommt Dir wohl selber nicht richtig vor?
Mir auch nicht...
 
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THZ

Gast
Also wenn es umgekehrt wäre, und meine Freundin würde mir sagen: Du, am Samstag kommt meine Tochter. Du kannst dann nicht hierbleiben und auch nicht hier schlafen, dann würde ich mich schön bedanken.
 
Küstennebel

Küstennebel

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an der Küste
Hallo THZ,

da ich so lange nichts mehr von Dir gehört resp. gelesen habe, dachte ich, Du hättest endlich eine vernünftige Basis gefunden... und schon steckst Du wieder in der Klemme.

Das ganze Spektakel wird zum diplomatischen Eiertanz. Natürlich versucht Deine Tochter, Dich für sich zu haben und Deine Freundin genauso, ich weiß, das hilft Dir jetzt auch nicht weiter.

Ich kann die Ansicht Deiner Freundin verstehen, nicht jedes 2. WE irgendwo anders zu verbringen. Das hinterlässt den Eindruck als wenn Du Dich nicht für sie entschieden hättest. Und in dem Machtkampf Partnerin/Tochter hängst Du in der Luft.

Eine Idee von mir: ich glaube, ich liege richtig, dass Deine Tochter nur einige hundert Meter entfernt wohnt. Hol sie ab und unternimm etwas mit ihr, mit 11 Jahren wird Dir das ja wohl nicht schwer fallen, auf kreative Ideen zu kommen, was ihr gefallen könnte. Bring sie abends zurück und mache am nächsten Tag wieder etwas Neues mit ihr - falls Samstag und Sonntag Besuchsrecht gemeint sind.
Wenn Deine Freundin arbeitet, kannst Du sie ja auch mit nach Hause nehmen und vorerst den Kontakt zwischen beiden verhindern.

Vielleicht spielt sich nach einiger Zeit vieles wieder ein und beide finden Interesse aneinander - oder auch nicht. Das wirst Du zum Teil mit steuern können, letztlich aber nicht definitiv entscheiden.

Und denke immer daran, Deine Tochter ist noch ein Kind, sie versteht vieles nicht, so wie wir es begreifen. Sie lebt eher in der Fantasiewelt der Perfektion und muss nun hinnehmen, dass es diese nicht gibt, lass ihr Zeit.

Drücke Dir die Daumen
Grüsse M.
 
T

THZ

Gast
Danke für deine Antwort. Sie lebt wirklich noch in der Welt der Perfektion, das hast du gut geschrieben. Sie ist auch noch mehr kindlich als andere Mädchen in ihrer Klasse. Sie steht dazwischen, das kann ich verstehen. Die heile Welt, die wir bis vor 2 Jahren hatten, ist kaputt. Und natürlich ist die Thai-Welt für sie auch fremd und bedrohlich, mit den 2 Buddhas an der Wand.
Im Prinzip kommt sie ja Samstag abend, so um halb sechs. Und genau dann muss meine Freundin arbeiten gehen. Zurück ist sie so um 23h. Dann ist meine Tochter noch wach. Sie sieht sie dann noch kurz. Am Morgen geht meine Freundin wieder um 9h fort, und dann schläft ja meine Tochter noch. Meine Freundin kommt dann vielleicht um 17h zurück, und dann muss ja meine Tochter auch bald gehen. Sie würden sich wirklich kaum sehen. Aber selbst das findet der Sozialarbeiter zuviel. Ich soll das wirklich auslassen, vielleicht gelingt in einem halben Jahr eine Annäherung.
 
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mipooh

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Ich finde, Du kannst von Deiner Tochter ruhig verlangen, dass sie Dich und somit Deine neue Frau akzeptiert. Wenn sie die Vorstellung hat, Du hättest Dich ihretwegen von ihrer Mutter getrennt, dann rück das gerade.
Du kannst Deiner neuen Frau das auf keinen Fall antun, dass sie ausgeschlossen wird. Der Sozialarbeiter ist ein Schreibtischtäter...
 
Küstennebel

Küstennebel

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an der Küste
Du könntest es ja auch so machen, dass Du zunächst nur am Sonntag etwas mit ihr unternimmst. Da wird das Jugendamt wohl nichts dagegen haben, sag ehrlich, Du willst die Konfrontation und die Probleme für das Kind vermeiden, sag nur nicht, für Dich oder Deine Freundin, sonst bist Du schnell raus.

Und denk immer wieder daran, Deine Tochter ist mit 11 Jahren ein Kind und das soll sie auch noch länger bleiben!!!
 
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Doc-Bryce

Gast
THZ" said:
Aber selbst das findet der Sozialarbeiter zuviel.
der sozialarbeiter sollte sich selbst mal in die situation versetzen. was manchmal in deren köpfen abläuft möchte ich gerne mal wissen.
aber die lösung von @küstennebel ist garnicht so schlecht.
 
Küstennebel

Küstennebel

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an der Küste
@mipooh,

kann mich Deiner Meinung leider nicht so ohne weiteres anschließen.

Ich habe auch "kleinere" Kämpfe mit meiner Expartnerin durchgemacht und man darf nicht vergessen, dass die Sachbearbeiter (richtiger Begriff: Schreibtischtäter :super: ) einem das Leben ganz schön schwer machen können und wenn es hart auf hart kommt, dann zieht man schnell den Kürzeren, egal, ob das nun gerecht oder ungerecht, sinnvoll oder nicht ist. Und dann kann es sogar sein, dass man sein Kind erst einmal gar nicht mehr sieht. Das hat nichts mit Logik zu tun, das ist aber die Wahrheit.

Ich habe damals gerade noch die Kurve gekriegt, aber es war wirklich haarig. Und das nur, weil ich zu meiner Ex gesagt hatte, ich hätte den Eindruck, dass es ihr in unserer Beziehung nur darum gegangen wäre, einen zahlungskräftigen "Vater" für das Kind zu finden und dass unsere Tochter (damals 2 Jahre alt) auch gut bei mir wohnen könnte. Dann kam das Jugendamt ins Spiel, mit Vorschriften wie 2 Stunden alle 14 Tage unter Aufsicht der Mutter mit dem Kind spielen dürfen u.ä. Scherzen.

Es ist immer besser, man hält sich diese Hobbypsychologen vom Hals und versucht den diplomatischen Weg. Ist für alle Parteien besser, muss aber jeder für sich entscheiden, denn er muss ja auch mit den Konsequenzen leben.
 
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mipooh

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Für mich wären da noch offene Fragen. Erste, wie kommt eine 11-jährige auf die Idee zum Jugendamt zu gehen und sowas anzuleiern?
Aber eins ist schon richtig, sind die erstmal mit drin, muss man gut überlegen was man sagt.
Nur denke ich, der Gesprächspartner wäre nun die Tochter und wenn es mit ihr nicht zu regeln ist, dann die Partnerin, um Ade zu sagen... wie sollte eine Beziehung eine solche Kränkung überleben?
 
Küstennebel

Küstennebel

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an der Küste
@mipooh,

ich nehme mal an, dass die Tochter nicht auf die Idee gekommen ist, von sich aus zum Jugendamt zu laufen, da könnte eher die Mutter der Initiator sein. Und wie gesagt, wenn der Stein erst einmal ins Rollen gekommen ist, das Jugendamt sich also berufen fühlt, sich einzumischen, dann kann so manche Lawine losgetreten werden und es erfordert diplmatisches Geschick, die Gemüter wieder zu beruhigen. Vergiß nicht, das Jugendamt soll das Wohl des Kindes wahren... ob die allerdings wissen, was da am besten ist, will ich mal dahin gestellt sein lassen.

Ich denke, auch eine neue Partnerin tut gut daran, sich ein wenig in Geduld zu üben und beiden -Vater und Tochter- ein bisschen Zeit zu lassen, einen Weg zu finden. Ok, im Falle von THZ kann ich auch verstehen, dass sie möglicherweise nicht mehr so geduldig ist... er konnte sich ja ewig lange nicht entscheiden, was er nun will (da er es allen Recht machen wollte, was nun mal nicht geht).

Nach einer gewissen Zeit wird sich meistens alles regeln lassen und oft kommen die Kinder dann von alleine und wollen die neue Frau an der Seite des Vaters kennen lernen. Zwingen kann man sie nicht dazu, sonst gibt es höchstens Trotzreaktionen und schließlich sind die Kinder ja auch noch der Prellbock zwischen den rangelnden Parteien, als wenn alles nicht schon schlimm genug wäre.
 
T

THZ

Gast
Die Lösung von Küstennebel hat er auch genannt. Wenn es nicht anders geht, dann soll ich mal nur am Tag mit der Tochter zusammen etwas unternehmen, übernachten würde sie dann zuhause. Natürlich hat dadurch indirekt wieder meine Frau gewonnen. Die Ablehnung meiner Freundin durch meine Tochter kommt ja hauptsächlich durch das negative Gerede meiner Frau.
 
phi mee

phi mee

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THZ" said:
Die Ablehnung meiner Freundin durch meine Tochter kommt ja hauptsächlich durch das negative Gerede meiner Frau.
Das ist zu vermuten und sicher auch, wie bereits geschrieben, dass sie der Auslöser war, dass deine Tochter zum Jugendamt gegangen ist.

Friedliche Lösung klingt gut, funktioniert aber nicht wenn die Mutter ständig neue Kriegschauplätze eröffnet. Schwierig für dich, weil du nicht voll dagegen halten kannst ohne deine Tochter zu treffen.

Toll wenn dann so ein sesselfurzender Sozialarbeiter das nicht erkennt und das auch noch unterstützt. :fertig:
Das du deine neue Partnerin jedes 2. Wochenende wegschickts ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Aber wenn sie doch sowieso am Wochenende arbeitet sollte sich eine Lösung finden lassen. Wieso muss die Tochter ihr um 23:00 begegnen. Wann geht eine 11-jährige ins Bett?
Schick sie um 22:30 ins Bett wenn sie deiner Freundin nicht begegnen möchte.

Noch bist du der Vater und hast das sagen, oder?
Im Grunde genommen erpresst die kleine Kröte dich (sicher mit der Mutter als Initiator) und das wird auch noch vom Jugendamt unterstützt! :schuettel:



:wink: phi mee
 
T

THZ

Gast
Ich habe mich ans Jugendamt gewandt, da die Durchführung der Besuchswochenenden nicht klappte.
Der Sozialarbeiter hatte ja gestern einen Brief meiner Tochter bekommen, worin sie schilderte, weshalb sie nicht zu mir will. Den Brief überbrachte ihm meine Frau.
Heute hatte ich eine Kopie in meinem Briefkasten. Der ist nicht so harmlos, wie der Sozialarbeiter gestern tat. Mein Haus (Wohnung) sei von Betrug bestimmt und durch meine Freundin verseucht. Ich sei wegen dieser dummen ... von zuhause weg, schreibt meine Tochter.
Hab mich jetzt gerade nochmals an den Sozialarbeiter gewandt. Bin nicht einverstanden, dass er für alles Verständnis hat. Es ist jetzt doch sonnenklar, wie meine Tochter durch meine Frau fremdbestimmt wird. Denkt er ernsthaft, dass das Problem sich löst, indem meine Freundin nicht mehr anzutreffen sei, wenn die Tochter kommt?? Ausserdem hat er noch vorgeschlagen, dass ich allenfalls am Besuchsweekend die Buddhastatuen abhängen sollte, wenn das ein Problem sei für meine Tochter.
 
C

Chak3

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mipooh" said:
Ich finde, Du kannst von Deiner Tochter ruhig verlangen, dass sie Dich und somit Deine neue Frau akzeptiert. Wenn sie die Vorstellung hat, Du hättest Dich ihretwegen von ihrer Mutter getrennt, dann rück das gerade.
Den Gedanken hatte ich auch, als ich die Probleme las.
 
Küstennebel

Küstennebel

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Ich schätze mal, dass das, was Deine Tochter schreibt, nicht alleine aus ihrer Feder stammen kann, sie hat sicherlich eine Menge eigener Gedanken und auch ebenso viel Fantasie, aber das hört sich an als wenn die Mutter da "nachgeholfen" hat.

Ein Machtkampf mit dem Jugendamt wird für Dich immer negativ ausgehen, denn das Jugendamt soll das Wohl des Kindes wahren. Das sie das meistens nicht tun, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Trotzdem, wenn die irgendwann meinen, die Belastung für das Kind wird zu groß, dann hast Du gar kein Besuchsrecht mehr und das ist schwer wieder zu bekommen.

Und was spricht dagegen, die Statuen wegzupacken, wenn Deine Tochter kommt. Machs doch und häng sie nachher wieder hin und gut. Prinzipienreiterei bringt Dich nicht weiter. Und manchmal ist es besser für alle, die Backen zusammenzukneifen.
 
ReneZ

ReneZ

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Hessische Bergstr.
@THZ,

bist wirklich nicht zu beneiden. Selbst habe ich keine
Erfahrungen mit dem Jugedamt. Es liest sich so für mich,
als ob das Jugendamt eher Vorschläge macht als Dich
zu gewisse Sachen auffordert. Ich denke, es ist in dem
Interesse aller drei Beteiligten, dass Du ein gutes
Verhältniss zu denen hältst, und zeigen kannst dass Du
für deine Tochter nur das Beste vor hast. Von Seiten der
Mutter scheint das bei Deinen Beschreibungen eher weniger
den Fall zu sein, und das kann irgendwann dem Jugendamt
auch auffallen.

Die Sachen mit den Buddhabildern finde ich ziemlich
krass. Wie sollen die Deine Tochter schaden?
Ich nehme an, sie stehen nicht im ganzen Haus, sodern
an eine eigene Stelle. Soviel Glaubensfreiheit soll noch
sein, und ich finde es schwer zu begreifen wenn das
JA da irgend was einzuwenden hätte.

Sicherlich überflüssig dass ich es schreibe, aber
Du sollst Dich in dieser Zeit auch extra um Deine
Freundin kümmern, wo es den Schein haben könnte dass
alles nur noch um Deine Tochter und ihre Mutter dreht.

Alles Gute,
Gruss, René
 
M

mipooh

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In weit milderer Form hatte ich dieses Phänomen auch. Ich hatte allerdings niemals sowas wie ein Besuchsrecht, allein das wäre für mich schon "das letzte". Bei uns gab es darüber simple Absprachen, von Rechten war nie die Rede.

Es fiel mir zwar schwer, aber ich habe weitgehend auf (von mir initiierten) Kontakt zu meinen Kindern verzichtet. Wenn es von ihnen ausging, war und bin ich aber sozusagen jederzeit bereit. Natürlich wird man dadurch für manchen zum "Rabenvater".

Meine Überlegung war, dass ich meinen Kindern einen immer wieder neu zu lebenden Verlust ersparen wollte. Jedes oder jedes zweite Wochenende Wunden aufreißen fand ich einfach ungut. Das war schon für mich schwer genug, um wieviel schwerer ist das für ein Kind.

Dabei kam zwar auch heraus, dass meine Kinder teils mit falschen Vorstellungen über mich aufgewachsen sind, die liessen sich aber mE später leicht korrigieren.

Was mir von vornherein klar war, dass ich nie ein normaler Vater sein kann. Da fehlen einfach zu viele Tage dazwischen, an denen man eben nicht als anwesend erlebt wird. Allein in dem Bewusstsein einzuschlafen, dass im Nebenraum der Vater/das Kind schläft oder mit dem Gefühl aufzuwachen, dass man sich gleich sehen wird, erzeugt ein völlig anderes Beziehungsgefühl als wenn das eben nicht so ist, oder nur manchmal.

Ich hab so, weitestgehend auf meine (emotionalen) Kosten, eine Menge Spannungen aus der Beziehung genommen, und ich würde dies jederzeit wieder genauso machen.

Das Problem über ein umgekehrtes Sorge-/Aufenthaltsbestimmungsrecht umzukehren, bringt mE dem Kind auch keinen Vorteil.

Eine Familie zu verlieren ist immer ein Drama, für alle Beteiligten. Man kann auch eine Tragödie daraus machen, wenn man nur genug zankt.

Neulich habe ich nach 6 Jahren meine letzten zwei Söhne wiedergesehen (lag auch daran, dass ich eben in TH gelebt hatte) und wir haben uns prima verstanden. Fast als wären wir nie getrennt gewesen. Meine Sorge, dass sie von ihrer Mutter falsch erzogen werden würden, hat sich als teilweise unbegründet herausgestellt. Und den Rest hätte ich eh nicht verhindern können. Ich glaube, es war gut so, wie ich es gemacht habe. Meine Ex hatte kaum Grund/Möglichkeit, "gegen mich zu arbeiten". Vorher, bei mehr Kontakt, gab es dafür schon (zu viele) Hinweise.

Wie man es macht, wirklich befriedigend wird es nie sein können. Deshalb musst Du auch selbst erspüren, wie es für Euch optimal sein kann. Laß Dich dabei nicht von Konkurrenzdenken leiten, das hilft niemandem und schadet dem Kind. Andererseits hat Dein Kind Anspruch auf Unzerrissenheit. Wenn die vorübergehend nur durch ein Opfer Deinerseits herzustellen ist, dann würde ich das bringen. Es wird sich eines Tages die Gelegenheit bieten, die eigene Sicht darzustellen. Dann, wenn das Kind danach fragt.

Keine Wunschlösung, und sicher nicht für jeden machbar. Soll auch nur eine Anregung zu eigenem Nachdenken sein.
 
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