fragte mich neulich ein alter Klassenkamerad,
wieviel Laufhäuser hast Du bislang in Ost-Deutschland besucht ?
noch keins, erwiderte ich,
klar, der männliche Städtetourismus setzt eine entsprechende Kompetenz vorraus,
Hamburg Grosse Freiheit = bereits Klassenfahrt zu Schulzeiten,
Frankfurt Taunusstrasse, ja, viele Menschen, aber das Ambiente nicht so Moulin Rouge mäßig,
sondern mehr bauliche Tristesse,
Amsterdam, klar, Amsterdam ist einfach ein Begriff, jeder wird, jeder muss Amsterdam erlebt haben,
aber nun in Ostdeutschland, wüsste nicht, ob es sowas in Ost Deutschland gibt, oder was man dahingehend gesehen haben sollte.
in den 90gern war die Zeit in der Thai Community eher dadurch geprägt, dass man nach Berlin Thai-tek fuhr,
und ansonsten bei der Frage, wo man bei der Durchfahrt durch den Osten von der Autobahn abfährt,
auch von dem Gedanken geprägt war, ob man da Indisch oder Thai essen kann.
In Leipzig hatte ich in einem chinesischen Kellerestaurant gegessen, ansonsten sah es mit Thai oder Indern eher mau aus.
Heimat, wo ist die Heimat ?
klar gibt es die emotionale Wunsch Heimat,
aber die realistische Heimat ist dort, wo man meinen Pass haben will, und wo ich ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht erwerben kann, was mir Rechtssicherheit im Alter und bei Krankheit gibt.
wenn ein Land seine Koma-Patienten zu overstayern erklärt,
dann muss man verstehen, dass wechselnde Regierungen wechselnde Beziehungen zu seinen Gästen ausdrücken,
und wer es im Leben nur zum deutschen Pass geschafft hat,
und nicht weitere, andere Pässe verfügt, die ihm Spielräume für seine Orte geben,
der hat nur seine Passheimat sicher, alles andere ändert sich im Spiel der Politik.