Da in Thailand 33% der Hausbaukosten durch das Dach, bz seine Stahlkonstruktion entstehen,
haben sich viele Leute Gedanken gemacht,
wie man das Problem in den Griff bekommen kann.
Holz, wie in den Philippinen, geht nicht, wegen der überall massiven Termitengefahr.
Manche sagten sich nun, wenn man das Dach niedriger macht, liesse sich doch jede Menge teurer Stahl einspahren,
oder,
wenn man 2 kleine Häuser in Kombination baut,
liessen sich Dächer konstruieren,
die nur einen Bruchteil der Stahlkosten verursachen.
In den Köpfen schwebten wohl Hausbaupläne, wie in diesem spanischen Pool Party Video.
Richtig ist zunächst, wenn die jeweilige Dachfläche (siehe 0,05 Minute) sehr klein ist,
kommt man mit wesentlich dünneren Stahlträgern aus, weil die Traglastanforderungen nicht so hoch sind.
Auch wenn diese spanische Schrägdachkonstruktion (mit geschätzten 30% Gefälle) eine Luftzirkulation mit beinhalten,
ist diese Dachkonstruktion für Thailand nur bedingt geeignet,
weil die Dachstuhlaufheizung einfach zu hoch ist.
Man müsste über dem Dach Segel spannen, um die Dachaufheizung nachhaltig zu mindern,
dies ist alles in allem nur ein Konzept,
das im Mittelmeerraum funktioniert,
jedoch bei tropischen Temperaturen versagt (die Aircon müsste den ganzen Tag laufen)
Auch müsste für eine Abschattung der Fensterflächen gesorgt sein,
um die seitliche Innenraumaufheizung zu vermeiden.
(nachträglich noch mehr Segel aufspannen)
Selbst bei einem so grossen Dachstuhl, wo man 80% der Fläche im stehenden Zustand belaufen kann,
ist die Aufheizung so gross, dass man in den Monaten von April bis September, 10 bis 15 Grad mehr hat, als im Erdgeschoss.
Ausserdem werden die kleineren Fundamente für die zwei verbunden Häuser Probleme bereiten,
wenn nicht gerade auf Felsboden oder wirklich solidem Grund gebaut wird,
denn
in jeder Regenzeit findet das Regenwasser seinen Weg, wie es das Grundstück verlässt,
und das am nächsten liegende Fundament wird als erstes schneller absinken (und Setzungsrisse verursachen), als die anderen Fundamente. letzendlich ist die Gefahr gross, dass das Haus an der Verbindungsstelle der beiden Häuser aufreisst.
Da in Thailand eh viele Häuser auf Sand gebaut werden, sind Risse zwar sowieso an der Tagesordnung,
doch man will sich ja nicht unnötig Probleme aufladen,
auch wenn die Kostenlösung von zwei verbundenen Häusern am Anfang verlockend ist.
Die immer lautende Frage,
wie teuer ist es in Thailand zu bauen,
erhält jedes Jahr eine neue Antwort,
sowie sich auch die thailandweiten Durchschnittspreise, wie sie in den jährlich neu erscheinenden Hausplanbücher ausgezeichnet werden,
sich jährlich erhöhen.
Geht man von einem Durchschnittspreis von 10.000 Baht pro m2 aus,
wobei in Thailand überdachte Fläche als Wohnraum gerechnet wird,
so kostet ein 150 m2 grosses Haus nackt 1,5 Mio Baht.
Das Grundstück von einem Rai kann zwischen 800.000 Baht im Isaan, nahe einer Stadt,
bis zu 2 Mio Baht an der günstigen Ostküste (Meeresnähe und Nahe guter Infrastruktur)
(sprich, erhöhter Chance, einen Schlaganfall zu überleben),
bis zu unbegrenzter Höhe in Phuket, Samui pp.
Ein Swimmingpool, den sich viele in den Kopf gesetzt haben, schlägt bei ca. 5 meter x 10 Meter in vernünftiger Verarbeitung (also keine Plastikwanne, die plötzlich bricht, weil der Untergrund nach 4 Jahren weggespühlt war, und die Wanne deshalb gebrochen ist),
ca. 1,5 Mio Baht.
Eine Mauer, die ein Rai grosses Grundstück umgibt, 2.500 Baht pro laufenden meter, ca. 350.000 Baht,
ein grosses massives Tor mit automatischer Öffnung, ca. 100.000 Baht,
eine Zementplatten Einfahrt, dick genug, dass sie nicht bricht, wenn der Sichergruben-Absaugwagen kommt, ( 15 cm), ca. 200.000 Baht, das Fliesen des Aussenbereiches, ein Carport, ein abschliessbarer Aussenraum, ev. noch ein Aussen WC, die Gartenanlage, also Pflanzen,pp alles in allem kommen da nochmal leicht 1,5 Mio Baht zusammen
Von den jetzt zusammen addierten 6,5 Mio kommen dann die Kosten für die Innenausstattung, Schiebegitter, Einbau Küche, Elektrikupdates nach deutschem Sicherheitsgefühl (Erdung, FI Schalter pp), Einbauschränke, ( ohne Technik und Vorhänge) ca. 1.5 Mio Baht,
also alles zusammen 6.5 plus 1.5 gesamt 8 Mio Baht.
Das ist eine Preisklasse, die mit dem Kauf einer gleichwertigen Gebraucht-Immobilie in Spanien absolut vergleichbar ist,
Beispiel Valencia oder Alicante
http://www.green-acres.es/en/properties/17137a-4561-43.htm
solche Häuser,
werden nach einem Verhandlungspreis von 220.000 EUR,
am Ende ebenfalls für 180.000 EUR verkauft,
also demselben Preis, den man in Thailand bezahlt.
Die Mär, alles sei billig in Thailand,
sollte also relativiert werden.
Grund und Boden hat sehr unterschiedliche Preise, je nach Gegend,
Arbeit wird immer teurer, weil es immer weniger illegale Arbeiter gibt, die den Weg bis zum Subunternehmer finden,
Materialpreise sind sowieso vom Weltmarktpreis beeinflusst,
und von der rechtlichen Seite sprechen wir erstmal nicht.
Hinzu kommt dann oft noch der Abschluss-Cartoon;
jeder zweite, ab 60 bekommt dann durch seinen Körper den Gang zum Arzt,
weil irgendwelche Organe rumkaspern,
viele bangen dann mit der Frage - wielange hab ich noch,
soll heissen (in den Pool geht man kaum noch, Interesse verloren)
gerne hätte man einen Arzt, der einem das Problem in Deutsch erklärt,
und dann war es das,
alt werden unter Palmen ist eben auch ein Glücksfall.