Haus Elektrik

Diskutiere Haus Elektrik im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; So scheint es zu sein. Was mir jedoch fehlt, ist die eigentlich angebrachte Liberalität der wahren Fachleute. Die freundliche Korrektur, ohne...
waanjai_2

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Udon Thani
Ich finde das sehr gut, daß DisainaM die Probleme mit thail. Strom hier schildert. Auch wenn er von der Materie wenig Ahnung hat, so geben seine Schilderungen doch für kommende Häuslebauer Hinweise, wie solche Fehler evtl. zu vermeiden sind.
So scheint es zu sein. Was mir jedoch fehlt, ist die eigentlich angebrachte Liberalität der wahren Fachleute. Die freundliche Korrektur, ohne Vorwürfe, der gemachten Fehler.
War früher 'mal anders, meine ich. Da haben wir aber auch die wahren Fachleute geliebt und verehrt. Foren-Ehrensache.
 
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Was mir jedoch fehlt, ist die eigentlich angebrachte Liberalität der wahren Fachleute. Die freundliche Korrektur, ohne Vorwürfe, der gemachten Fehler.
Ok, Waanjai, falls das auf meine Kommentare anspielt, so muss ich sagen, dass ich angesichts der Naivität, mit der DisainaM hier genormte Fachbegriffe durcheinander gebracht hat nicht wirklich gewusst hab, ob ich das ernst nehmen soll oder ob das ganze von ihm als bewusstes Fake angelegt war. Daher auch entsprechend meine Kommentare.

Ich bin kein Elektriker, habe aber seinerzeit die komplette Elektrik in meinem Haus (Österreich) selber verlegt und dann von einem Fachmann abnehmen lassen, bin also nicht ganz unbeleckt, was das Thema betrifft. Im LOS habe ich auch schon "Erdungserfahrung" als wir seinerzeit einen Duchlauferhitzer installiert haben und ich kenne zur Genüge das thailändische System das auf dem Land noch immer Norm ist mit den beiden weißen Kabeln, die überputz verlegt werden.

Also, wen es interessiert, ein wenig Theorie und Praxis (aber es sei betont, nicht von einem ausgebildeten Elektriker):

Wozu Erdung, wozu Sicherung, wozu FI-Schalter, was ist Phase, etc:

1. Der Strom im Haushalt hat (weltweit nicht einheitlich, aber u.a. im DACH und im LOS) eine Spannung von 220-230 Volt. In der Praxis fallen diese 10 Volt Unterschied nicht ins Gewicht. Das bedeutet, zwischen den beiden Polen einer normalen Steckdose gibt es eine Spannung von 220/230 Volt. Die beiden Leiter (Stromkabel) werden als Nullleiter und als Phase bezeichnet.

2. Der Nulleiter führt keinen Strom und sollte auf Erdpotential liegen, könnte also theoretisch mit der Hand berührt werden (TUT DAS TROTZDEM NICHT, denn oft weiß man nicht, wer von den beiden der Nullleiter ist, und im LOS bin ich mir mit dem Erdpotential nicht so sicher). Im Dach ist die Farbe des Nullleiters genormt, nämlich BLAU, im LOS nimmt jeder Elektriker, was er will, bzw. ist es einer der beiden weißen Überputzleitungen (aber welche???).

3. Die Phase ist das eigentlich gefährliche, dort spielt sich das ab, was für den Menschen gefährlich ist. Ob eine Leitung auf Phase ist oder nicht kann man mit einem Phasenprüfer feststellen (im einfachsten Fall ein Schraubenzieher mit einer Kontrolllampe, gibt es in jedem Baumarkt, auch im LOS, und kostet nur ganz wenig). Aber Achtung: Bei einem Kabel das z.B. zu einem Licht führt, kann, je nachdem ob der Lichtschalter an oder aus ist, einmal Phase anliegen, einmal nicht. Daher stets genau schauen wohin ein Kabel führt. Im DACH ist die Farbennorm für Phase sehr weitgesteckt, im Prinzip alle EINFÄRBIGEN Farben außer BLAU (denn das ist, wie erwähnt, immer der Nullleiter).

4. Da Phase das gefährliche ist, muss diese Leitung bei Schaltern unterbrochen werden und nicht der Nullleiter, gerade das ist im LOS aber meist nicht der Fall, da die beiden weißen Kabeln ja keine Unterscheidung erlauben.

5. Kommen wir zur Erdung: Für diese Leitung ist als einzige ein zweifärbiges Kabel genormt, nämlich gelb/grün (im DACH, und soviel ich weiß sogar im LOS, nur wissen das die Elektriker dort oft nicht, weil sie nicht immer wissen was Erdung ist.)

6. Die Erdung - und jetzt wird es technisch und verwirrend, daher nur sehr vereinfacht - ist im Prinzip auch ein Nullleiter. Wenn man die Spannung zwischen Nullleiter und Erde misst sollte es 0 ergeben (wenn der Nullleiter wie gefordert auf Erdpotential liegt). DAS HEISST ABER KEINESWEGS, DASS MAN DIE BEIDEN VERBINDEN (technisch gesagt: kurzschließen) DARF!!!!!! NIEMALS!!

7. OK, wir kennen jetzt die wesentlichen 3 Kabelstränge: Nullleiter, Phase, Erde (über 3-Phasen-Systeme reden wir später).

8. Wozu die Erde?? Einfach erklärt (Techniker formulieren das anders!), fließt der Strom von der Phase in den Nullleiter. Das was an Strom bei der Phase reinkommt muss 1:1 auch über den Nullleiter abfließen, dann ist alles ok. Nun kann es aber sein, dass ein technisches Problem vorliegt, etwa, dass das Gehäuse der Waschmaschine unter Strom (Phase) steht, weil es einen Kurzschluss gibt, oder ein Mensch kommt mit seiner Hand in den Stromkreis, usw. In diesen Fällen fließt ein Teil des Stroms über diese Fehlerquelle ab (was im Falle des Menschen durchaus böse enden kann), oder anders formuliert, beim Nullleiter fließt weniger Strom ab, als bei der Phase hereinkommt. Diesen Unterschied misst der sogenannte FI-Schalter, und wenn er einen Unterschied feststellt, unterbricht er alle Leitungen (alle Phasen und den Nullleiter). Daher muss alles, was aus Metall ist und in den Stromkreis geraten kann auch geerdet sein, d.h., muss mit der Erde verbunden sein (u.a. auch der Zählerkasten, worüber sich DisainaM so gewundert hat).

9. Die Sache mit der Erdung und dem FI-Schalter ist in der Theorie eine ganz tolle Erfindung, aber es gibt auch Tücken: Jeder hat schon einen Krimi gesehen, wo der Mörder einen Fön in die Badewanne wirft und die (hoffentlich hübsche) nackte Badenixe durch Stromschlag stirbt. Ist ein typischer Fall von Strom, der über das Wasser, den Körper und die geerdete Wanne abfließt statt über den Nullleiter im Fön und daher meist letal endet). Hier schaltet der FI zwar auch aus, aber die Badenixe hat nur dann eine Chance, wenn es einen schnellauslösenden FI gibt (kostet mehr, ist aber in diesem Fall u.U. lebensrettend). Andererseits: Gibt es keinen FI und keine Erdleitung im Fön (und die Wanne steht auf Gummifüßen oder auf Holzboden), dann kann der Strom nicht über Köper und Wanne abfließen und die Nixe kommt mit dem Schrecken davon. Sollte man auch wissen, wenn man über das Thema 'FI' spricht.

10. Nullleiter und Phase kommen von außen ins Haus, die Erde muss man selbst anlegen. Dazu gibt es im LOS diese Kupferstäbe, über die hier im Thread schon geschrieben wurde, die hat jeder Baumarkt. Wer sein Haus gerade neu baut, sollte vieleicht auch, so wie im DACH üblich, zusätzlich eine verzinkte Erdleitung mit ins Fundament einbetonieren. Was auch immer, diese in der Erde/im Fundament liegenden Teile gehören mit einer möglichst dicken Leitung mit der Erdungsleiste im Sicherungskasten verbunden (Leitungsdurchschnitt sollte schon 2,5mm sein, besser 6mm oder aber gleich mehrere Leitungen parallel verlegen). An diese Erdungsleiste kommen ALLE Erdungskabeln aller Leitungen im Haus und zwar direkt, ja nicht über eine Sicherung! Bei manchen Geräten, wie etwa konkret einem Durchlauferhitzer wird in den Bauanleitungen eine Erdleitung direkt vom Kupferstab zum Gerät verlangt. Ich vermute freilich, dass das daher kommt, dass man davon ausgeht, dass die Haushalte im LOS gar keine Erdung haben. Eine vorhandene Erdung über den Sicherungskasten sollte den Zweck m.E. genauso erfüllen, schließlich tut sie es im DACH ja auch.

11. Mehrere Phasen: Die haben in einem Einfamilenhaus vor allem den Sinn, die Belastung aufzuteilen. Erwähnt wurde hier schon der E-Herd, bei uns im DACH braucht man das aber manchmal auch für Drehtromgeräte (z.B. Betonmischmaschine). Es kommen also statt 1 Phase gleich 3 nebeneinander ins Haus (die sind phasenverschoben, wodurch Drehstrom erst möglich wird). Wenn man jetzt die Stromleitungen vom Sicherungskasten in die diversen Räume oder zu den diversen Geräten leitet, schaut man bei 3 Phasen sinnvollerweise darauf, dass der zu erwartende Stromverbrauch in etwa gleich auf die 3 Phasen verteilt wird. Beispiel: Die eine Phase (z.B. L1) geht ins Wohnzimmer und ins Bad, L2 in Gänge, Stiegenaus und Schlafzimmer, L3 in Küche (ohne Herd) und Kinderzimer. Zum Herd muss natürlich ein eigener Strang aller 3 Phasen gelegt werden. Dennoch: Im LOS gibt es (auf dem Land) im Normalfall nur 1 Phase, mit 3 würde man den "Elektriker" hoffnunglos überfordern.

12. Sicherungen: Sie dienen dazu, zu verhindern, dass die Leitungen bei einem Kurzschluss durchbrennen und womöglich einen Brand auslösen. Prinzipiell gilt, dass jede Leitung die von einem Sicherungskasten in ein Zimmer/zu einem Gerät führt, den Kasten nur über eine Sicherung verlassen darf, und zwar Phase(n) und Nullleiter, NICHT ABER die Erdleitung. NIEMALS Erde über eine Sicherung laufen lassen! Wirklich Sinn machen nur die Sicherungen, wo zwei Leitungen (Phase und Nullleiter) gleichzeitig unterbrochen werden (sind als verbundene Einheit erhältlich). Bei Drehstrom ist es allerdings üblich (wieso weiß ich nicht) nur die 3 Phasen, aber nicht den Nullleiter abzusichern (war das einzige, was der Elektriker bei meiner oben erwähnten Installation beanstandet hat). Auch ist es sehr ratsam folgenes zu beachten: Eine Leitung ab Sicherunskasten führt durchaus sinnvollerweise zu mehreren Steckdosen und Lichschaltern in einem Raum, aber wenn Geräte direkt angeschlossen werden (Herd, Klimaanlage, Durchlauferhitzer, etc.), dann pro Gerät eine eigene Leitung und daher ein eigenes Sicherungset ab Sicherungskasten. Dafür gibt es nicht nur technische, sondern auch praktische Gründe (wenn z.B. Klimaanlage und Herd an derselben Leitung hängen und ein Gerät davon ist defekt, dann ist auch das andere blockiert, da die Sicherung ja beide abschaltet).

13. Was für Sicherungen? Übliche Sicherungen lösen bei 10 Ampere oder 16 Ampere aus, d.h. wenn diese Stromstärke erreicht wird, dann wird der Stromkreis unterbrochen. Welche Sicherung man nimmt, hängt davon ab, welchen Querschnitt die Kabel zwischen Sicherung und Gerät/Stecker haben, und zwar stets der kleinste Querschnitt. Um auf der sicheren Seite zu sein sollte man davon ausgehen: Kabelquerschnitt 1,5mm braucht eine 10-Ampere-Sicherung, 2,5mm kann mit 16 (maximal 20) Ampere abgesichert werden. Alles was mehr Ampere braucht fällt schon unter Sonderfälle und da sollte man ohne geschulten Elektriker die Finger von lassen! Zwar liest man manchmal, auch 1mm-Kabel würden 10 Ampere zulassen, aber wenn man bedenkt, dass ein leichter Knick im Kabel den Querschnitt bereits verkleinert, ist das u.U. eine gefährliche Sache. Übrigens: Keine Litzenkabel, sondern Kabel mit Vollquerschnitt sind gemeint. Litzenkabel in Leitungen können gefährlich werden, da immer ein paar Litzen bei Krümmungen brechen können und dann ist der Querschnitt sehr schnell kleiner und das Kabel brennt dann u.U. schon bei weniger Ampere als die Sicherung erlaubt. Bei Leitungen zu Steckdosen oder zum Licht reichen 10 Ampere und 1,5mm Kabel in aller Regel aus. Bei Geräten hängt das von der Leistung ab (Watt) und man sollt sich die jeweilige Beschreibung genau ansehen, denn dort steht normalerweise, was für eine Sicherung erforderlich ist, aber es kann nicht schaden, schon mal vorsorglich die 2,5mm Leitungen zu verlegen. 1

14. Was passiert, wenn ich ein Gerät, das eine 16Ampere-Sicherung verlangt an eine Leitung mit 10Ampere-Sicherung hänge? Nichts schlimmes, denn wenn das Gerät zuviel Strom haben will, schaltet die Sicherung den Stromkreis aus. Das ist zwar nicht lustig, abr nichts und niemand kommt zu Schaden.

15. Lichtschalter: Hier gibt es verschiedene Schaltertypen und Verkabelungsarten. Im einfachsten Fall gibt es nur einen Schalter für das Licht im Zimmer. Etwas komplexer wird es, wenn man 2 oder mehr Schalter für das selbe Licht hat, über weitere Varianten will ich mich hier nicht auslassen. Der Schalter funtioniert natürlich, wenn man eine der beiden Leitungen unterbricht, aber logischereise sollte man nicht irgendeine Leitung unterbrechen, sondern stets die Phase.

16. Kleiner Tip aus der Praxis: Die Farben blau (Nullleiter) und gelb/grün (Erde) sind im DACH genormt, wie erwähnt, und man tut sich natürlich leichter, wenn man als gebürtiger DACH-ler sich auch im LOS daran hält. Für die Phase kann man sich die Farbe aussuchen (z.B. schwarz), und bei Drehtrom ist es u.U. praktisch, wenn man die 3 Phasen auch farblich unterscheidet, aber nötig ist es nicht wirklich. Was allerdings Sinn macht, ist, sich eine Farbe (z.B. weiß) für alle Leitungen zu reserviern, die über einen Schalter laufen, also nicht immer auf Phase liegen. Man erspart sich damit einiges an Kopf-Arbeit bei der Installation bzw. einer Fehlersuche.

17. Zuletzt der FI-Schalter: Phase (bzw Phasen) und Nullleiter die vom Zähler in den Sicherungskasten kommen werden dort angeschlosssen und ab da gehen die Leitungen für jeden Kabelstrang dann zu den einzelnen Sicherungen. Diese Leitungen müssen ebenfalls einen Querschnitt aufweisen, der zu der jeweiligen Sicherung passt, sonst schmorrt u.U. auf diesem kurzen Stück etwas durch. Da es aber üblich ist, diese Leitungen von Sicherung zu Sicherung in Serie zu schalten, muss dieser Querschnitt theoretisch dick genug sein, um den Strom zu verkraften, den alle Sicherungen gleichzeitig erlauben würden. Daher gibt es üblicherweise dafür vorgefertigte Leiterbahnen die man unbedingt verwenden sollte, ansonsten 4mm-Leitungen in jedem Fall, besser 6mm.

OK, das war's, viel Text, das meiste wahrscheinlich ohnedies klar, aber konstruktive Beiträge waren gewünscht. Und für DisainaM dürte einiges hier neu sein, denn das hat er mit seinen Beiträgen ja gezeigt.
 
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Volker M. aus HH.

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Die wirklichen Fachleute sollten daher ein Auge zudrücken und ihr Fachwissen offenlegen, bzw.
muessten sich erstmal hier anmelden.

Wer, wie hier praktiziert, deutsche Massstaebe anlegt, sollte sich der Komplexitaet bewusst sein.
Das ist kein Thema fuer Pseudo- oder Jubelelektroniker.

Mal ein Beispiel:http://www.lange-ohlemeyer.de/vat/Meister_info_MessenVDE0100-610.pdf

Da wird beifaellig der FI Schalter benickt. Wie waere es mal damit? Schutzklasse (Elektrotechnik)

Fuer die Auswahl des Leitungsquerschnittes waere so etwas hilfreich:Stromdichte

Spezifischer Widerstand waere noch ein Stichwort: R= rho * l/a. Fuer Kupfer gilt der Wert ca. 0.017

Dann noch Auswahl von Leitungsschutzschaltern, Ausloesecharakteristik, Kurzschlussstrom Elektrischer Kurzschluss... laesst sich beliebig fortsetzen.

Aber da wird lieber ueber den doofen Thaielektriker geschrieben, anstatt sich mal Gedanken ueber Lieferantenauswahl zu machen.
Anstelle des Dorfelektrikers, den panraya anschleppt, vielleicht mal eine renomierte Firma beauftragen.

Ich wuerde jedenfalls einen guten Thaielektriker einem Thaiforum vorziehen.
 
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Volker M. aus HH.

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Und für DisainaM dürte einiges hier neu sein, denn das hat er mit seinen Beiträgen ja gezeigt.
Nicht nur fuer DisainaM, sondern auch fuer jeden gelernten Elektriker.

2. Selbstverstaendlich fuehr der Nulleiter Strom. Dafuer isser ja schliesslich da. Er hat nur kein Spannungspotential gegenueber der Erde (sollte zumindest so sein).


3. Die Phase ist nur dann fuer den Menschen gefaehrlich, wenn er eine leitende Verbindung zur Erde hat. Man geht davon aus, dass ab etwa 50mA die Gefahr von Herzkammerflimmern besteht. Deswegen nennt man FIs mit 10 bzw 30mA Ausloesestrom auch Personenschutz FI. Steht Mensch auf einem guten Isolator, kann er ohne Probleme die Phase beruehren.

6. Das Verbinden von Null und PE war bis in die 70er Jahre durchaus gangbar. Das nennt man Nullung. Heute gibt es in Einzelfaellen nur noch die moderne Nullung.

7. Bitte nicht.

8. Ein Kurzschluss ist eine so niederohmige Verbindung zwischen 2 Phasen, Phase/Null oder Phase/PE das der elektromagnetische Teil des Leitungsschutzschalters ausloest. Das schaftt ein Mensch nie im Leben. Kommt ein Mensch mit Spannungsfuehrenden Teilen in Beruehrung spricht man von Fehlerstrom, ein Fall fuer den FI.

11. Unser Thai Elektriker hatte mit dem Drehstrom keinerlei Probleme.

12. Leitungsschutzschalter unterbrechen nicht den Nulleiter. Wozu auch? Lediglich der FI schaltet allpolig.

13. Ein 10A Leitungsschutzschalter loest eher nicht bei 10A aus. Es gibt 2 Ausloesemechanismen. Der thermische Ausloeser wird ansprechen, wenn der Nennstrom ueber einen laengeren Zeitraum fliesst, der elektromechanische loest bei einem Vielfachen (Ausloesecharakteristik) des Nennstromes aus.

15. Das nennt man Wechsel- bzw. Kreuzschaltung. Wer die die Phase nicht dauerhaft an der Lampe will, muss auf Stromstossrelais umruesten
 
Rosenheimcop

Rosenheimcop

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Endlich mal zwei gute Kommentare von Volker und CCC.
Wenn einer seinen Fehler in der Hauselektrik laienhaft mitteilt ist es nicht schlimm.
Wer kann schon als Laie Fehler genau beschreiben, wenn die Grundkenntnisse fehlen.
Das gilt für alle Bereiche des täglichen Lebens. Schlimm wird es erst, wenn
es hier um Formeln der Elektrik geht, die kaum einer kennt. Wenn ich schon lese, dass mehrere Kabel
eine Kondensator Wirkung haben, frage ich mich, was die Aussage soll. Mit solchem Pseudo wissen ist
niemanden geholfen.
Wenn man zwei Phasen mist kommt dann 380 Volt raus. Sie sind physikalische bedingt und hat nichts
damit zu tun, dass zwei mal 220V gleich 440V sind. Wenn ich solche Aussage im Forum von Laien höre,
frage ich mich, wie man damit das Problem von Disaina lösen kann. Es liegt an der Erfahrung und der
guten Ausbildung, dass solche Fehler wie bei Disaina nicht vorkommen.

Beim Schaden von Disaina war halt die Installation falsch und die Thais können wie viele Hobby Elektriker
hier im Forum, keine Anlagen fachmännisch installieren. Da gehört Berufserfahrung dazu. Alle Laien
sollten sich bitte mit ihren Infos zurückhalten. Ich kann auch kein Auto reparieren obwohl ich
fehlerfrei tanken und Reifenwechsel durchführen kann. Schuster bleib bei deinen Laisten.
 
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didi

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.... und die Thais können wie viele Hobby Elektriker hier im Forum, keine Anlagen fachmännisch installieren.
Das ist wieder mal so eine typische globale Aussage, die nur aus Überheblichkeit und Unkenntnis getroffen wird!
 
Rosenheimcop

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Kannst dich ja bei den Thais hinten anstellen, didi
Wenn man die Wahrheit nicht vertragen kann, selber schuld, sog i
 
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didi

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Wenn man die Wahrheit nicht vertragen kann, selber schuld, sog i
Du beschreibst Dich damit sehr treffend. Ich steh aber auch vermutlich lieber hinter einem Thai als hinter Dir!
 
Rosenheimcop

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Dann bist ja noch dümmer als ich geglaubt habe. Ja die dummen Deutschen in Thailand.
Sie sind dümmer als die Polizei erlaubt.
 
wingman

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Nun, ich habe auch Thais gesehen, die Erdungen und elektrische Schaltungen sauber und anständig verlegen. Das Problem ist der jeweilige Grad an Ausbildung.
Hier wäre ein allgemeiner Ausbildungsgrad der Handwerker nach deutschem Standard durchaus wünschenswert. Dazu muss es jedoch Ausbildungsbetriebe geben mit Ausbildungskräften/Meister/in.
Ein weiter Weg.

Zum Thema FI habe ich noch interessantes gefunden. Von Interesse dürfte die Drehstrom und die Einphasenvariante sein.

fi-schaltung.jpgfi1phaseb.jpg(c) www.wiemachtman.de


800px-Siemens_lethal_RCD.jpg

Hier noch einmal das innere eines 40mA Siemens FI, bestimmend für den auslösenden Fremdstrom ist der kleine Widerstand, der unten rechts am Multimeter gemessen wird.
Insgesamt eine ausgeklügelte wirksame Technik.
 
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didi

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Dann bist ja noch dümmer als ich geglaubt habe. Ja die dummen Deutschen in Thailand.
Sie sind dümmer als die Polizei erlaubt.
Sorry for OT!

Boahh, das hat aber gesessen! Rosenheimcop, sag mal, merkst Du eigentlich nicht, wie Du Dich hier selbst zum Deppen machst? Was soll denn dumm daran sein, nicht hinter Dir stehen zu wollen?
 
waanjai_2

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Der neueste Streit ist ja ohnehin so überflüssig wie ein Kropf.

Zur Kompetenz der thail. Elektriker. Hmmm. Ich kann die Arbeit meines Elektrikers, der alle Arbeiten beim Hausbau durchgeführt hat, nicht im Einzelnen fachlich würdigen. Ich würde gerne einmal einen Fachmann zu mir einladen, der dann alles einmal überprüfen sollte. Der Mann muß oberhalb der Zimmerdecke. Kein Problem wir haben dort ein eigenständiges Stahlgitter verlegt. Und durch eine normale Luke.

Der Elektriker, der bei uns von Null an alles machte, der freute sich auf seine Arbeit. Die noch nicht einmal überdurchschnittlich entlohnt wurde. Sein Verdienst war Teil einer pauschal kalkulierten Gesamtvergütung für die Arbeitskosten aller. Materialkosten gingen immer direkt auf mich.
Er freute sich, weil er - wie er sich ausdrückte - mal machen konnte, so wie er es gelernt hätte. Ja, so war es. Denn die Thais würden nicht so viel Geld für die Elektroinstallation ausgeben wollen, wie ich wohl.
Ich denke dass dies die Antwort ist: Viele thail. Elektriker würden schon gerne wollen, aber sie dürfen es nicht. Und vielleicht vergessen sie dann auch vieles, weil sie selbst keine praktischen Erfahrungen bekommen.
 
Phommel

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Mitteleuropäer bauen ja gerne für Jahrhunderte. Mir persönlich ist es echt egal was mit dem Teil in 30 - 40 Jahren abgeht. Und so lange hält auch Thaistyle, wenn man nicht das billigste Material nimmt und die Arbeiten nicht allzu schlampig ausgeführt wurden.
 
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Mitteleuropäer bauen ja gerne für Jahrhunderte. Mir persönlich ist es echt egal was mit dem Teil in 30 - 40 Jahren abgeht. Und so lange hält auch Thaistyle, wenn man nicht das billigste Material nimmt und die Arbeiten nicht allzu schlampig ausgeführt wurden.
Genau, es sei denn, man kriegt einen Schlag. Dann gilt aber der selbe Spruch wie für Elektriker in Thailand.
Es gäbe entweder nur gute oder tote.
 
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Genau, es sei denn, man kriegt einen Schlag. Dann gilt aber der selbe Spruch wie für Elektriker in Thailand.
Es gäbe entweder nur gute oder tote.
Und manche haben offensichtlich eine Paranoia was das Elektrische angeht. Wohnen aber mutig im Condo weit oben. ;-)
 
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Volker M. aus HH.

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Das ist wieder mal so eine typische globale Aussage, die nur aus Überheblichkeit und Unkenntnis getroffen wird!
Ich wuerde mich nicht weiter echauffieren. Farang kee nuk neigt nun mal dazu, die eigenen Unzulaenglichkeiten mit der Verunglimpfung ganzer Berufsgruppen zu kompensieren. Ob nun Politik, Prostitution oder Handwerker, man frisiert das eigene Leben, indem man andere herab stuft. Nicht untypisch fuer Thaiforen, somit alles im gruenen Bereich.

Ich hoffe, dass mein Post dazu beitraegt in Sachen Hauselektrik etwas Vorsicht walten zu lassen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Laie nach Unterweisung einen Lichtschalter auswechselt. Aber eine Hausinstallation, in der eh schon der Wurm drin ist, gehoert eindeutig in Fachhaende.
Gute Handwerker in Thailand zu finden, ist wegen des fehlenden Ausbildungssystems nicht leicht. Einfach mal nach Referenzen suchen oder den lokalen Versorger fragen.
 
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Gute Handwerker in Thailand zu finden, ist wegen des fehlenden Ausbildungssystems nicht leicht. Einfach mal nach Referenzen suchen oder den lokalen Versorger fragen.
Das fehlende bzw. unzureichende Ausbildungssystem ist natürlich das Hauptproblem, besonders auf dem Land, woher auch meine Erfahrungen mit Thaielektrikern stammen. Und auf dem Land kann man auch nicht immer "nach Referenzen suchen", denn die einzige Referenz die man dort bekommt ist der lokale Elektriker, den alle im Ort rufen, wenn sie etwas brauchen. Da gibt es keine Firmen wie in einer Stadt und auch keine Konkurrenz.

Wenn man es korrekt machen will, so müsste man auf dem Land einen echten Elektriker aus zig km Entfernung kommen lassen. Bis man da jemanden findet, dem man auch vertraut, muss man also lange suchen und hat danach ein Problem das ewig andauert: Die gesamte Dorfgemeinschaft inklusive der Verwandtschaft hat man für alle Zeiten gegen sich, denn einerseits hat man nicht auf die Empfehlung der Verwandtschaft gehört (in meinem Fall war es der Schwiegervater meines Schwagers, den konnte man nicht übergehen) und andererseits hat man gegen ein ungeschriebenes Gesetz verstoßen, dass in diesem Ort nur dieser eine die Elektrik macht. Die Verwandtschaft verliert daduch auch noch im Ort an Gesicht. Man kann sich als Falang natürlich über dieses psychologische Moment hinwegsetzen, aber man tut sich damit nichts gutes. Letzteres war mir damals (ca. 1990) schon klar, als wir im Urlaub einen Durchlauferhitzer bei der Schwiegermutter einbauten, damit unsere Kinder warm duschen konnten, da sie beide damals stark verkühlt waren.

Der Dorfelektriker kam, betrachtete lange staunend das Gerät und verlegte schließlich ca. 25m 2-poliges Kabel quer durchs Holzhaus von der einzigen Sicherung im Haus bis ins Bad, dort hängte er das Gerät an, das war's. Er hat nicht einmal überprüft, ob es funktioniert. Mein Hinweis auf die Erdung und den FI (die ich ja schon gekauft hatte) wurde damit abgetan, dass man in Thailand so etwas nicht braucht, weil es hier immer warm ist (sic!). In Wirklichkeit hat er nicht gewusst, was der FI-Schalter soll, den hat er nämlich auch ziemlich lang staunend betrachtet.

Die Wasseranschlüsse haben mein Schwager und ich verlegt und natürlich passierte beim ersten Versuch genau das was ich allen vorhergesagt hatte, nämlich die Sicherung ging durch, weil die Belastung zu hoch war. Mein Schwager holt den Elektriker, der weiß sofort Rat und baut eine stärkere Sicherung ein (was elektrotechnisch zwar das Problem löste, aber sicherheitstechnisch eindeutig verstärkte).

Das einzig gute das der Elektriker gemacht hatte, waren die 25m Kabel. Er hätte das ganze ja auch an der dem Badezimmer nächstgelegenen Steckdose anhängen können, wäre ja die gleiche Sicherung gewesen, nur machen Thai-Elektriker (ich betone: auf dem Land) sowas nicht, da geht jede Leitung für jede Dose immer bis zur meist einzigen Sicherung bzw. zum Generalschalthebel.

Jedenfalls habe ich dann mit Schwager nicht nur eine Erdung verlegt (wie sie übrigens in der Montageanleitung des Geräts ausdrücklich auf Englisch und Thai vorgeschrieben war), wie haben auch einen eigenen FI nur für das Gerät mit eigener Sicherung eingebaut (funktioniert bis heute, falls jemand im Haus warm duschen will). Der Elektriker hat natürlich davon erfahren, war sicherlich um einen Gesichtsverlust besorgt, wir haben es aber dann so erklärt, dass unsere Methode moderner sei und ganz neu in Thailand und er daher einer der ersten, die die neue Methode kennen lernen durfte. Das hat er dann als Antwort hingenommen.

Also, um zum Thema zurückzukommen: Generell kann man zwar sicher nicht sagen, dass die Elektriker im LOS ihr Handwerk nicht verstehen, aber es gibt große Unterschiede, und anders als bei uns, wo ein Elektriker eine mehrjährige Ausbildung braucht, um überhaupt etwas anschließen zu dürfen, kann das im LOS im Prinzip jeder machen, der sich als Elektriker bezeichnet (ich betone: auf dem Land jedenfalls). Einfach eine echte Fachkraft zu suchen kann durchaus zu Familienzwist führen und man ist als Falang gut beraten hier sehr diplomatisch vorzugehen.
 
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Natakwan
generell hängt einen das hemd am nächsten (das leben). unser FI sichert das gesamte haus ab. einschliesslich der Sicherungsautomaten habe ich alles selbst verdrahtet. So wie weiter oben auf der Schaltung.....hinter dem Zähler, die Vorsicherungen, den Hauptschalter, den FI, dann die Automaten auf die Phasen verteilt. Ab hier konnte auch ein Thai keine grossen Fehler mehr einbauen. An den Kabelenden stand auf Thai für welches Gerät, für welches Zimmer.........und immer mit Erdleiter!
 
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Volker M. aus HH.

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...einen Durchlauferhitzer bei der Schwiegermutter einbauten, damit unsere Kinder warm duschen konnten, da sie beide damals stark verkühlt waren.
Genau da liegt das Problem.
Die typische Elektroinstallation in der Pampa ist darauf ausgelegt Fernseher, Kuehlschrank, Miefquirl und einige Leuchtstofflampen zu versorgen. Dafuer braucht es weder PE noch FI. Dann kommt der Farang und will Durchlauferhitzer, E-Herd, Klimaanlage etc. anschliessen.

Was nun den Gesichtsverlust angeht, der eh mehr Futterneid ist: Warum nicht nach erfolgter Installation den Dorfelektriker mit der Abnahme der Anlage beauftragen?
 
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