EO, in Österreich ist es zwar noch nicht ganz so schlimm wie in Deutschland, aber ich finde diese Vertragskonditionen auch nicht in Ordnung. Ich meine damit, dass ich es nicht in Ordnung finde mir 50% meines Verdienstes abzugeben um mich dann vor irgendjemand rechtfertigen zu müssen wenn ich keine Arbeit habe.
Ich sehe das aber eher pragmatischer, wenn ich mit Konditionen in einem Vertrag nicht zufrieden bin muss ich nach einer anderen Lösung suchen, Nachteil ist, dass befriedigende Konditionen für Leistungsträger in der deutschsprachigen Heimat nicht zu finden sind.
Das ist wie mit einer Versicherung, wenn ich meine mich gegen irgendwas versichern lassen zu müssen suche ich das passende Angebot, gibt es kein Angebot von dem ich mir irgendeinen Vorteil verspreche lass ich es bleiben.
Die Konditionen einer Solidargemeinschaft wie in Deutschland oder Österreich zu akzeptieren waren für mich nicht möglich, wenn ich ein Jahr, oder 2 Jahre nicht arbeiten möchte dann tu ich es einfach nicht, ohne Rechtfertigung, leisten kann ich mir das aber nur deswegen, weil ich während meines Arbeitslebens nicht andere Arbeitslose mitfinanziert habe sondern für meine eigene Arbeitslosigkeit, in meinem Fall würde man das dann "Privatier" nennen, vorgesorgt habe. Rechtfertigungen gibt´s folgedessen dann auch nur mir selbst gegenüber :-)
Ist genauso wie mit dem Ruhestand, den möchte ich dann geniessen wenn ich selber der Meinung bin, wann der richtige Zeitpunkt dafür da ist, nicht wann irgendein Beamter der Meinung ist, dass der Zeitpunkt richtig sein könnte, leisten werde ich mir das nur deshalb können weil ich während meinem Arbeitsleben keine anderen Rentner mit meiner Arbeit mitfinanziere, sondern für meinen eigenen Ruhestand arbeite.
Dieses Gefasel wie gut der Staat nicht zu den Arbeitslosen ist kann ich nicht mehr hören, der Staat ist gut zu Jemandem der nach 2 Jahren Arbeit Langzeitarbeitsloser ist, aber er ist nicht gut zu Jemandem der nach 20, oder gar 30 Jahren in die Arbeitslosigkeit rutscht, dieser fleissige Mensch bekommt das gleiche zugebilligt wie der nach 2 Jahren Arbeit sein Berufsbild Richtung Langzeitarbeitslosigkeit ausrichtet. Das nennt man dann Solidarität, kritisiert man es wird einem Sozialneid unterstellt, oder Schlimmeres
