Hartz IV Verfassungswidrig?

Diskutiere Hartz IV Verfassungswidrig? im Sonstiges Forum im Bereich Diverses; Irgendwie hast Du Recht. Nur kann man die Leute nicht verurteilen. In manchen Bereichen des "Gesellschaftsknast" geht es nun mal so zu. Nicht ohne...
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Paddy

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Loso" said:
Pee Niko" said:
Jeder Mensch, der körperlich in der Lage ist, einen Job, gleich welcher Art, auszuüben, hat dieses auch zu tun, ansonsten betrügt er die Solidargemeinschaft.
Ich finde, manchen der nicht mehr körperlich dazu in der Lage ist, weil er im Trainigsanzug Chips essend auf dem Sofa im überheizten Zimmer sitzt (wie es der Berliner Senator Sarrazin treffend formuliert hat) und sich durch Bewegungsmangel und falsche Ernährung fettgefr... hat, den sollte man auch mit etwas Druck zu einer gesünderen Lebensweise durch eine sinnvolle Tätigkeit verhelfen. Man kann es mit der Rücksichtnahme auch übertreiben.
Irgendwie hast Du Recht. Nur kann man die Leute nicht verurteilen. In manchen Bereichen des "Gesellschaftsknast" geht es nun mal so zu. Nicht ohne Grund stellt das Verfassungsgericht einen Verstoss gegen das Grundgesetz fest.

Dazu gehören aber Programmangebote in Verbindung mit den Krankenkassen und vor allem das Vermitteln eines Wertgefühls. Menschen die das verloren haben, sind nicht besonders effektiv für die Volkswirtschaft.

Und deren Situation auszubeuten, wäre moralisch widerum nicht vertretbar - weil sie alle Kinder unserer gemeinsamen Gesellschaftsentwicklung sind.

Bei diesem Gesellschaftsproblem besteht eindeutig mangelnde Kreativität auf Entscheiderebene. Oder verantwortungsloses Handeln entgegen den eigenen Erkenntnissen; des schnöden Mammons willens. :fertig:
 
Pee Niko

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Retourniert
Paddy" said:
[...] und vor allem das Vermitteln eines Wertgefühls. Menschen die das verloren haben, sind nicht besonders effektiv für die Volkswirtschaft.[...]
Ein interessanter Gedanke, "Wertgefühl".

Mal ganz ohne Sarkasmus: Ist nicht das Fehlen dieses Wertigkeitgefühls die eigentliche Motivation, an seinem Schicksal etwas zu ändern?

Ich kann mich erinnern, dass mein Selbstwertgefühl nicht besonders ausgeprägt vorhanden war, als ich vor ein paar Jahren nachts die Fleischreste in der Verpackungsabteilung einer Fleischverabeitung vom Boden entfernt habe.

Icn Nachhinein betrachtet war es der Wunsch, vor mir selber wieder etwas darzustellen, der mir den benötigten Tritt gab, mein Leben wieder selbst zu gestalten.
 
ChangLek

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......da warst Du wohl noch jung genug um Dich aufzurappeln. Bei 50, oder gar 60+ ist jedem/jeder klar das er/sie bis zum Renteneintritt - obwohl höher qualifiziert - nur noch Fleisch abkratzen darf. Sollte auch dieser Job - von Arbeit kann man da wohl kaum noch reden - verlorengehen, weil irgendjemand aus einem Billiglohnland es für eins, zwei Euro weniger macht, dann ist selbst der letzte Rest Motivation dahin. Die einen sitzen dann natürlich chipskauend - weil völlig desillusioniert - vor dem Fernseher, bei den anderen tritt dann eine regelrechte Trtozhaltung auf, welche sich auch darin äußert, das eben jede rechtliche Möglichkeit, um nicht mehr arbeiten zu müssen, ausgeschöpft wird. Es geht aber nicht einmal so sehr darum, ob dieses Verhalten richtig oder falsch ist, eher darum das schon seit Jahren eine falsche Arbeitsmarkt,- wie auch Finanzpolitik gemacht wurde, welche auch dazu beigetragen hat, das es eben nur noch Jobs, aber keine Vollzeitarbeitsplätze mit entsprechender Entlohnung mehr gibt. Letztere machen ein menschenwürdiges Leben und eine Zahlung von Steuern und Sozialabgaben erst möglich. Eigentlich sollte jeder wissen, das ein(e) Arbeitslose(r) in der Regel das kostet, was er/sie sonst an Steuern und Abgaben zahlen würde. Also warum wird nicht entsprechend - und vor allem vernünftig - gegengesteuert :gruebel: ..... :cool: :cool:

......zum Schluß: braune Soße sollte man nur zum Sontagsbraten genießen und nicht über Alte, Kranke und Arbeitslose ausschütten..... :hilfe: :fertig:
 
Pee Niko

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Retourniert
ChangLek" said:
[...]
Also warum wird nicht entsprechend - und vor allem vernünftig - gegengesteuert [...]
Wie sieht ein "vernünftig" aus?

Mehr staatliche Eínmischung in der Sozialdynamik der Firmen, die hier in D die Vorreiterposition einnenhmen? Ziel: Beenden des Jugendwahns.

Konzentration auf die schulischen Misstände in Regionen mit Ausländerüberhang ("Migrationshintergrund" trifft m. E. nicht den Kern). Ziel: Den Anforderungen an das spätere Berufsleben gerechte Ausbildung.

Schaffen von Anreizen für langjährige Beziehern von Sozialleistungen, dass sie ihren Arsch von der Couch herunterbewegen. Ziel: Eingliedern in die Wertegesellschaft, Ändern der Volksmeinung.

Jedes dieser Projekte ist geplatzt wie eine Seifenblase an den Bestimmungen, Verordnungen, Regelungen und Gesetzen zum Schutze der freien Marktwirtschaft und den Rechten des Einzelnen.

Aber wenn du weitere Vorschläge hast...?
 
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Volker M. aus HH.

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erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, als man ueber 50 jaehrige lieber gestern als heute in den Vorruhestand geschickt hat, um Arbeitspaetze fuer die juengeren frei zu machen ? Nur dummerweise hat im Zeitalter der Globalisierung und der Kapitalgesellschaften kaum einer diese Arbeitsplaetze nachbesetzt, sondern erstmal nach Ratio geschaut.
Das im Zuge der Vergreisung Kummerlands die Fruehrentner Geld kosten, kam da wohl auch ueberraschend. Dann noch die Wiedervereinigung, die den Sozialversicherungen noch zusaetzliche Kosten beschert hat, nur damit Birne als Wiedervereinigungskanzler in die Geschichtsbuecher eingeht.
Und heute verkuendet ungestraft ein Sozi die Rente mit 67.
(Was nichts weiter ist als eine unverschaemte Rentenkuerzung)

Was hat das nun mit Hartz4 zu tun ?
Nun nachdem man den ueber 50 jaehrigen jahrelang eingebleut hat, das sie eigentlich nur einen Arbeitsplatz eines juengeren besetzt halten, wundert man sich ueber mangelnden Arbeitseifer.
Ich habe Verstaendnis fuer Leute, die nur noch ein paar Jahre bis zur Rente haben und es mit der Arbeitssuche ruhig angehen lassen.
Das dabei manchem im Anblick seines Steuerbescheides die Zornesader schwillt, ist auch verstaendlich. Nur ist der Hartz4ler das falsche Feindbild. Sicher gibt es ein paar notorische Schmarotzer, aber Otto Normal Hartz4 lebt doch wohl in einer [s:a202ecb459]beschissenen[/s:a202ecb459] wenig erstrebenswerten Situation.
Offensichtlich liegt es aber im Interesse der Politik, dass der Volkszorn sich gegen die Schwachen richtet und nicht gegen die, die diese Situation zu verantworten haben.

Also liebe Gemeinde:
Es gibt ihn nicht "DEN HARTZ4LER", es gibt nur Menschen, die aus unterschiedlichsten Gruenden ihren Lebensunterhalt nich selbst bestreiten. Die groessten Verlierer sind hierbei immer die Kinder in solchen Familien, erleben sie doch taeglich, dass sie "anders" sind.
Populistische Aeusserungen a la "die sollen mal..." finde ich zum kotzen.

Gruss Volker
 
kcwknarf

kcwknarf

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Bangkok
Nokgeo" said:
Da schreibt der kcwknarf was von 10 Bewerbungen pro Tag ? Woche ?..
Das wären dann Bewerbungen auf Jobs von A-Z ? Aufschlüsselung meinerseits hoffentlich unnötig?!

Er, der mit seinem A..rsch in TH huckt, sein Geschäft per Internet macht?
Tränenreich von Steuern in D land hier erzählt..
Ja und? Es gab halt auch eine Zeit vor Thailand. Und das war ein Auf und Ab.
10 Bewerbungen am Tag? Ja. Warum nicht?
Das ist sogar ein guter Nebenverdienst als Arbeitsloser.
Die Arbeitsagentur zahlt 5 Euro pro Bewerbung (zumindest war das vor 5 Jahren noch so). Wenn man keine Kosten hat (z.B. wegen Bewerbung per Mail), macht das ganz schnell 150 Euro auf Konto - das war damals die Höchstgrenze in einem bestimmten Zeitraum.

Und je mehr Bewerbungen man schreibt desto höher sind die Chancen.
Viele geben doch schon nach 20 Bewerbungen aus.
Dabei ist es eine klare Rechnung.
Geht man von 100 Bewerbungen pro Jobanzeige aus, bedeutet das, dass man auch mind. 100 Bewerbungen schreiben muss, um statistisch einen Job zu bekommen - bei durchschnittlicher Eignung.
Wenn man nun noch einrechnet, dass etwa die Hälfte aller Jobs durch persönliche Beziehungen vergeben werden, benötigt man schon 200 Bewerbungen. Fehlt es an mancher Eignung, kommt man locker auf 500.
Unter 500 Bewerbungen - mindestens deutschlandweit - braucht man eigentlich gar nicht erst anzufangen. es sei denn, man optimiert einiges (Eignung, Bewerbungsform, persönliches Anschleimen etc.).
Und das schafft man halt nur, wenn man mind. 10 Bewerbungen pro Tag schreibt.
Ist schlimm, aber eine Realität.
Wenn ich dann höre, dass manche schon erstaunt sind, dass man gerade mal 200 geschrieben hat, dann kann ich das nicht nachvollziehen.

Und wenn es dann in Deutschland nichts gibt, dann muss man halt weltweit suchen. Oder man muss sich halt mit seinem H4-"Gehalt" zufrieden geben.
Ich wollte das nicht (zumal ich damals noch dachte, meine Eltern müssten zahlen, bevor H4 gezahlt wird) und habe dann halt mein eigenes Ding gemacht.

Wingman said:
ich verstehe nicht (und habe das nie verstanden) warum sich immer an den ALG II beziehern aufgegeilt wird.
Auf mich kannst du das nicht beziehen. Ich geile mich weder auf, noch nehme ich es einem H4ler übel, dass er vom Staat lebt.
Genauso wenig nehme ich jemanden übel, der seine Konten in Liechtenstein hat oder der Menschen nach Deutschland einschmuggelt.
Auch ich sehe die Schuld am System. Solange das miserabel ist, kann jeder die Lücken ausnutzen, wie er will. Würde ich in bestimmten Situationen ja nicht anders machen.
Die Frage ist nur: wie fühle ich mich persönlich dabei. Geht es mir dabei auch gut. Dann ist alles in Ordnung. Aber das scheint ja nicht bei jedem der Fall zu sein.
Und dann kann man doch mal Ratschläge geben, oder?

Jeder Mensch geht mit Schicksalsschlägen halt anders um. Da kann man nicht pauschalisieren.
Ein Beispiel sind 5 Leute aus meiner IT-Abteilung damals aus Hamburg, die durch die Massenkündigung in die Arbeitslosigkeit glitten.
Deren Verlauf war sehr verschieden.
Einer ist nach Australien ausgewandert und macht jetzt bei einer Bank richtig viel Kohle.
Ein anderer arbeitet in Spanien für eine IT-Firma und verdient auch gut.
Eine Mitarbeiterin hat 3 Jahre nichts gefunden und arbeitet nun als Sekretärin.
Einer ist leider völlig abgerutscht. Hat seine Freizeit lieber mit Sport am Morgen und Biertrinken ab Mittag verbracht, um die Situation besser zu ertragen. Schließlich wurde er Alkoholiker, seine Ehe zerbrach und nun lebt er sozusagen unter der Brücke.
Und ich liege da irgendwo zwischendrin als Lebenskünstler in Thailand.

Aber keiner hat wieder eine IT-Anstellung in Deutschland gefunden.
Soll heißen: es ist sehr schwer, wieder etwas geichartiges am Ort zu finden. Man sollte sich schon global umsehen oder sich mit dem Geschenk des Staates zufrieden geben.

Dennoch sollte man Sozialleistungen abschaffen. Warum?
Weil dann sehr viele Menschen echte Probleme haben werden. Und dann bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als eine Revolution gegen das marode System zu starten.
Vielleicht werden dann ja mal mehr Arbeitsplätze geschafft und die ganzen Hürden abgeschafft. Danach geht es allen gut und man benötigt gar keine Sozialleistungen mehr.
 
Conrad

Conrad

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Mordor
Nokhu" said:
Lamai" said:
29 Euro Stundenlohn entspricht bei einer 40 Stundenwoche einem Bruttolohn von 4872 € im Monat bei 168 Stunden Arbeit.
Jetzt hastes geschafft. Für die Kohle schmeiss ich meinen Job hin und lass mich gerne als Schmarotzer bezeichnen.
See you in Arbeits-Agentur. :wink:

Man muß es eben auch mal so rum betrachten.
;-D ;-D ;-D :lachen: :lachen:
Mach ich ja gerade.

Aber Du glaubst ja nicht wirklich was du da schreibst, oder?
Das hat mit Glauben nichts zu tun, eher mit Rechnen.

Hartz4 inklusive Warmmiete 704 € plus 60 Std/Monat Zuverdienst für 165 € ergibt zusammen 869 €. Richtig ? Richtig !

869 € geteilt durch 60 Stunden ergibt 14,48 € Netto. Vielleicht sind das auch nur 25 € Brutto-Stundenlohn, aber 25 € Stundenlohn ist ja auch nicht schlecht.

Da verdient manch einer hier im Nitty sicher weniger.

Das einzige an Hartz4 was Verfassungswidrig ist, ist die Tatsache, das einem als Arbeitnehmer mit Steuerklasse 1 knapp 50% vom Gehalt/Lohn abgezogen werden. So gesehen ist man als Hartz4-ler eindeutig besser gestellt, vor allem, wenn man schwarz noch etwas mehr dazuverdient, was sicher viele tun.

Mein Mitleid hält sich da in Grenzen mit den Hartz4-lern.

Denn es gibt wirklich schlimmeres, als wenig Geld zu haben. Statt zu jammern und im Selbstmitleid zu zerfliessen sollte man sich lieber aktiv um Alternativen bemühen !

Wir leben schließlich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, es gibt viel was man machen kann.

Davon will bloß keiner was wissen.

Also wird weiter gejammert :rolleyes:

Wir hatten das hier ja schon oft, dieses Thema und es kommt nichts dabei raus. Mal abwarten, was das Verfassungsgericht sagt.
 
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mipooh

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869 € geteilt durch 60 Stunden ergibt 14,48 € Netto. Vielleicht sind das auch nur 25 € Brutto-Stundenlohn, aber 25 € Stundenlohn ist ja auch nicht schlecht.
Wie kann man denn daraus einen "Stundenlohn" konstruieren? Du übersiehst dabei, diese Leute haben eben keinen Stundenlohn, sondern müssen von Sozialleistungen leben. Für so manchen ganz sicher eine Sache, bei der von Würde nicht viel bleibt.

Wenn nun jemand zu diesem Stundenlohn arbeiten geht, dann hat der die Möglichkeit 168 Stunden zu arbeiten, vielleicht sogar Überstunden zu machen und kommt in etwa auf 2400 €. Der kann dann einen ganz anderen Lebensstandard halten während der andere nur zugucken darf.

Der Neid gegen Unterprivilegierte kotzt mich ziemlich an.
(Wobei ich bei echten Sozialschmarotzern dasselbe fühle. Die gibt es auch, dürften aber so wenige sein, wie Rotlichtsünder im Straßenverkehr.)
 
Conrad

Conrad

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Mordor
In Deutschland ist es ja normal, Mitleid heischend die Schuld für die eigene Misere bei anderen zu suchen.

Von Timothey Leary stammt der Ausspruch: Mitleid ist was für Opfer.

Wer sich als Opfer fühlt ist gefangen im Selbstmitleid und ist nicht mehr in der Lage selbständig zu agieren, sondern nur noch zu reagieren. So kommt man aus einer misslichen Lager aber nicht heraus.

Wenn man in seinem Leben etwas ändern will, muß man agieren, und aktiv auf andere zugehen. Nur so kann man etwas erreichen, etwas in seinem Leben ändern.

Seinen Verdienst bestimmt so gesehen jeder selbst. Es ist eine Frage wie hoch oder wie niedrig ich selbst meine Arbeit/Leistung einschätze. Daraus resuliert mein Verdienst, wieviel jeden Monat auf meinem Konto landet.

Sicher gibt es Leute die mit Hartz4 u. den 165 € Zuverdienst zufrieden sind, vielleicht verdienen sie auch schwarz noch mehr dazu.

Ich kritisiere das gar nicht, ich bin auch nicht neidisch. Neid ist mir persönlich völlig fremd, weil wie bereits gesagt, jeder seinen Verdienst selbst bestimmt.

Weder bin ich neidisch auf den Hartz4ler, der Schwarz vielleicht sogar mehr verdient wie ich, noch bin ich neidisch auf Ackermann oder Wiedeking.

Es ist Sache der Arbeitsagentur, Schwarzarbeit bei Harz4lern zu unterbinden, die Mittel dazu sind ja seit dieser Reform vorhanden.
 
Loso

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ChangLek" said:
... ein menschenwürdiges Leben...
Da über zwei Drittel der Menschheit von einer Vollversorgung auf deutschem Sozialhilfe-Niveau nur träumen kann, gilt die Menschenwürde wohl nur für Deutsche.
Für mich ist es ausserdem menschenunwürdig, sich Unterschichten-Talkshows am Mittag reinzupfeifen, während die aus dem Kinderzimmer der Lärm von Ballerspielen dringt.
 
Loso

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Hallo HPollmeier,

meine Beiträge sind eine Reaktion auf den allgemeinen Tenor hier, dass die Umwelt für alles verantwortlich ist und grosse Schwei... kleine rechtfertigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du in deinem Berufsleben die Verantwortung jedes Einzelnen für sein Leben ganz ausser Acht gelassen hast.
 
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antibes

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Loso" said:
Da über zwei Drittel der Menschheit von einer Vollversorgung auf deutschem Sozialhilfe-Niveau nur träumen kann, gilt die Menschenwürde wohl nur für Deutsche.
Für mich ist es ausserdem menschenunwürdig, sich Unterschichten-Talkshows am Mittag reinzupfeifen, während die aus dem Kinderzimmer der Lärm von Ballerspielen dringt.
Jetzt hast aber alle Schubladen herausgezogen, vom normalen Leben leider keine Spur. Nicht immer die Vorzeigeassis zitieren.
Du als Isaanpatriot solltest dich nach deinen Lieblingen orientieren. Die haben z.T. das Sozialsystem als Schmarotzer auf Kosten der Farangs sehr verinnerlicht.
 
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Paddy

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kcwknarf" said:
10 Bewerbungen am Tag? Ja. Warum nicht?
Das ist sogar ein guter Nebenverdienst als Arbeitsloser.
Die Arbeitsagentur zahlt 5 Euro pro Bewerbung (zumindest war das vor 5 Jahren noch so). Wenn man keine Kosten hat (z.B. wegen Bewerbung per Mail), macht das ganz schnell 150 Euro auf Konto - das war damals die Höchstgrenze in einem bestimmten Zeitraum.
Falsch.

Die ARGE zahlt maximal 50 Euro pro Monat, 5 pro Bewerbung.
Dazu muss jeder einzelne Vorgang aufgelistet werden und jeweils das Anschreiben in Kopie beigelegt werden. Emails werden, bei der Zahlung, nicht berücksichtigt

Die Erstattung entspricht ca. dem Kostenaufwand. Ein Nullsummenspiel jedenfalls.
 
wingman

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Natakwan
Ich sehe zu das alle Bewerbungen online abzuwickeln sind, dazu habe ich nur die versendet welche Sinn machen.
Luftbewerbungen nutzen keinem.
Allerdingst kamen auch von der ARGE Vorschläge die einem mit dem Kopf schütteln lassen z.B. solche die als Sprache russisch oder spanisch zur Bedingung setzen.
 
kcwknarf

kcwknarf

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Paddy" said:
Die ARGE zahlt maximal 50 Euro pro Monat, 5 pro Bewerbung.
Dazu muss jeder einzelne Vorgang aufgelistet werden und jeweils das Anschreiben in Kopie beigelegt werden. Emails werden, bei der Zahlung, nicht berücksichtigt
Dann wurde das geändert. Zu meiner Zeit waren es 150 Euro und E-Mail-Anschreiben wurden anerkannt. Ist ja auch logisch, weil einige Firmen nur noch elektronische Bewerbungen akzeptieren. Sollte das jetzt nicht mehr gehen, zeigt es nur, welch geistig armes Kind die ARGE ist. Völlig weltfremd.
Auflistung der Bewerbungen gab es auch. Hatte ich eh gemacht, weil ich ja selber Überblick über meine Bewerbungen haben wollte.
 
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antibes

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Ich glaube es werden pro jahr nur max. 150 Euro an Bewerbungskosten bezahlt. :nixweiss:

also stimmt die Rechnung von Knarf überhaupt nicht.
 
ChangLek

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.....@Pee Niko, in Post #124 hast Du in den ersten drei Absätzen eigentlich das wesentliche gesagt. Wäre dieses auch in positiver Weise so umgesetzt worden, wäre es für alle am sozialem System beteiligten einfacher. Bei positiver Umsetzung würden sich weitere Vorschläge nur noch im Detail ergeben - aber wer von den bornierten Behördenjonnys hört schon aufs, ihrer Meinung nach, dumme Volk :nixweiss:. Vor dem Hintergrund, das auch Geld aus den Sozialkassen wie beim Roulette verwettet, also verspekuliert worden sind, bekommt Absatz vier eine ganz besonders pikante Note: vielleicht wurden absichtlich bürokratische Hürden aufgerichtet, um mit dem Geld auf dem Börsenparkett mittanzen zu können :gruebel:. Denn bei, wie schon gesagt, positiver Umsetzung Deiner drei Lösungsansätze hätte man zumindest anfangs eben Geld gebraucht. Doch statt dessen haben die Sachwalter der Sozialgelder sich gegenseitig ein fröhliches "Faites vos jeux" - bis zum kürzlich eingetretenen "Rien ne va plus" - zugerufen :hilfe:.

......das ist die Meinung des kleinen Elefanten, der hoffentlich ;-D, durch den wohlgehüteten Porzellanladen einiger Texter hier gestamfpt ist..... :undweg:

......@Volker M aus HH: selbstverständlich sind die Bezieher von H4 Menschen :cool:. Der Ausdruck "H4-ler" ist oft so geläufig, das man ihn manchmal einfach - ohne Hintergedanken - verwendet..... :wai:
 
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Natakwan
Hartz IV ein Begriff der mir schon wegen des Arbeiterveräters Peter Hartz nicht gefällt. Man sollte diesem Mann nicht noch durch diesen Begriff unnötig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
 
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Hartz IV Verfassungswidrig?

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