Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartner

Diskutiere Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartner im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; Re: Wahl des Namens und Heirat Eins verstehe ich nicht, warum werden in Thailand die ausländischen Ehepartner so schlecht behandelt. Ich will das...
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matthi

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Re: Wahl des Namens und Heirat

Eins verstehe ich nicht, warum werden in Thailand die ausländischen Ehepartner so schlecht behandelt. Ich will das nicht so negativ darstellen, aber (leider) war ich schon mal verheiratet. Man heiratet eigentlich nur einmal. Aber es passieren Dinge, die hat man nicht unter Kontrolle. Meine Exfrau war Philippina, mittlerweise hat sie die deutsche Staatsangehörigkeit. Wenn ich zusammen mit meiner (Philippina)Ehefrau einreiste, brauchte ich vorab kein Visum. Ich erhielt bei Einreise ein 1-jähiges Visum. Warum geht das in Thailand nicht ? Ich habe es schon erlebt, dass ich getrennt eingereist bin, da ich vorher geschäftlich anderswo in Asien zu tun hatte. Bei Einreise erkannte der Beamte anhand der Stempel (Balik Bayan), dass ich mit einer Philippina verheiratet sein müsste und auch hier erhielt ich meinen Jahres(Balik Bayan)-Stempel. Ist die Bürokratie in Thailand der deutschen so ähnlich, dass sie übergenau sein müssen ??? :heul:
 
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seven

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Re: Wahl des Namens und Heirat

Hallo Matthi,

es ist einfach nicht politisch gewollt. Wenn ich mich nicht täusche gab es diesbezüglich erst vor kurzem ein Urteil in Thailand, dass diese Ungleichbehandlung auch mit der Verfassung vereinbar ist. Das Ausländer- und Einwanderungsrecht ist recht nationalistisch, das deutsche mit all seinen Schikanen im Vergleich immer noch recht liberal.
 
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Chak

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Re: Wahl des Namens und Heirat

ausländische Frauen von Thais können vereinfacht die Staatsangehörigkeit erwerben, umgekehrt funktioniert es nicht (also für die meisten von uns).
 
Jinjok

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Thailand hat unter dem Druck von immer mehr illegal eingereisten Dauergästen/Schwarzarbeitern seine Visabedingungen immer mal wieder angepaßt. Wir Deutsche haben da noch bessere Karten wenn man bedenkt, wie schwer ein Visum für Deutschland für einen Thailänder zu bekommen ist.

Thailand und die Phillipinen zu vergleichen ist dabei nicht ganz passend. Ich vermute das letztere kein ähnliches Migrationsproblem haben.
Jinjok
 
Otto-Nongkhai

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Ich wurde von Jinjok aufgefordert mein Posting hier zu zensieren.
Da das Posting aber der Warheit entsprach habe ich ,ausser eine Rausnahme des Geschriebene ,keine andere Moeglichkeit gesehen.

Warheit ,auch wenn sie unangenehm ist ,ist eben nicht mehr gefragt
 
AndyLao

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Otto-Nongkhai" schrieb:
Jetzt reisen wir meistens immer getrennt ,bzw meine Frau bleibt zu hause.

Otto
He, he, he Otto! Moderne Ehe ???

Übrigens hat Thailand die geringsten Probleme mit uns Asien-Deutschen. Was man Verhindern will, ist die (bei uns immer noch so einfache) Immigration über reale oder virtulle Ehen aus Myanmar, Laos, Kambodscha ...

Ähnliches Problem wie bei uns, nur sehr sehr pragmatisch gelöst und wir stellen einfach nur die Kollateralschäden dar. Immerhin: gleiches (un)Recht für alle Nicht-Thais.

Wenn ihr mal ein volles Lachen ernten (aber trotzdem den Farang-Preis bezahlen) wollt, sagt im Museum, dass ihr eigentlich Thai-Jai seid.
[hr:b6da05b683]
The whole life is vive la merde [Ringelnatz], aber nicht immer [ich]!
 
Micha

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Hallo Otto,

wenn ich so Deine Mitschnitte von erlauschten Gesprächen unter Thailändern lese, sollte ich vielleicht doch mal versuchen Englisch zu reden. Na ja, ich nehm es mir ja auch jedes mal vor, aber bisher...
 
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seven

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Jinjok" schrieb:
Thailand hat unter dem Druck von immer mehr illegal eingereisten Dauergästen/Schwarzarbeitern seine Visabedingungen immer mal wieder angepaßt. Wir Deutsche haben da noch bessere Karten wenn man bedenkt, wie schwer ein Visum für Deutschland für einen Thailänder zu bekommen ist.

Thailand und die Phillipinen zu vergleichen ist dabei nicht ganz passend. Ich vermute das letztere kein ähnliches Migrationsproblem haben.
Jinjok
Das kann ich nicht so ganz teilen. Wenn man die Rechte von ausländischen Ehepartner in beiden Ländern vergleicht, dann hat deine Frau wesentlich mehr Rechte in Deutschland als Du in Thailand. Ihr ist es möglich hier uneingeschränkt zu leben und zu arbeiten.
Wenn es denn wirklich stimmt, dass diese Regelung in Thailand nur auf ausländische EheMÄNNER zutrifft, dann ist es Diskriminierung pur. Möchte wissen, was es für einen Aufschrei geben würde, wenn Deutschland solche rückständigen Gesetze hätte.
 
tira

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

hallo seven,

das ist thailand...... :motz:

männliche farangs soll auf alle fälle der erwerb von grund und boden
verwehrt werden.... ist es das.... :???:

aus dem farang kopiert:

Es bleibt wie gehabt: Mit einem Thai verheiratete Ausländerinnen k๖nnen schneller und problemloser die thailändische Nationalität erlangen als mit einer Thai verheiratete Ausländer. Das Verfassungsgericht hat Anfang Oktober mit Stimmenmehrheit (9:4) ein zügigeres, auch kostenneutraleres Einbürgerungs-Verfahren für Ehemänner abgelehnt. Das Justizministerium sieht in der ungleichen Behandlung einen Verstoss gegen das Grundgesetz. Die Mehrheit der obersten Richter sehen das anders.

gruss :cool:
 
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seven

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Franken
Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

tira" schrieb:
aus dem farang kopiert:

Das Justizministerium sieht in der ungleichen Behandlung einen Verstoss gegen das Grundgesetz. Die Mehrheit der obersten Richter sehen das anders.

gruss :cool:
Wenn es das Justizministerium so sieht, warum ändert dieses Ministerium dann die bestehenden Gesetze nicht? :nixweiss:
Dafür ist es doch da. Richter bewerten doch nur bestehende Gegebenheiten.
 
tira

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

seven" schrieb:
...Dafür ist es doch da. Richter bewerten doch nur bestehende Gegebenheiten.
hallo seven,

will es mal schlicht so umschreiben, in thailand gibt es ja fast keine korruption. richter sind auch nur individuen, stammen aus irgendwelchen bedeutenden oder weniger bedeutenden familien, die nun mal stäkere oder weniger interesse haben. natürlich entscheiden die modernen richter darob völlig unabhängig und vorurteilsfrei.

interessenskonflikte hat auch die richterschaft hierzulande je nachdem welches parteibuch in der rocktasche schlummert oder kann man ohne selbiges in unserem rechtsstaat karriere machen. :???:

gruss :cool:
 
Jinjok

Jinjok

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Hallo Seven
Ich antwortete Matthi auf seinen Beitrag zum Thema Visa-Politik (Einreisebestimmungen). Du schreibst jetzt über Aufenthaltstitel (Bleiberechte). Dazu habe ich mich nicht geäußert. Aber wenn Du von Aufenthaltstiteln sprichst hast Du natürlich Recht. Da sind Ausländer in Deutschland besser gestellt als Ausländer in Thailand.

Wenn es aber um ein Visum geht, dann sind Ausländer in Thailand bedeutend besser gestellt als Ausländer in Deutschland. Oder um es noch auf die Spitze zu treiben: In Thailand kommt man zwar leicht rein aber um dort dauerhaft zu bleiben sind die Rechte beschränkt. In Deutschland ist realtiv schwer reinzukommen, wer aber erstmal hier ist, der hat umfangreiche Rechte.

Aber die meisten Deutschen in Thailand, die mit einer Thailänderin verheiratet sind, werden wohl bestätigen können, daß sie keine unlösbaren Probleme haben ihren Aufenthalt dauerhaft zu managen. Lediglich gibt es kein Gesetz über welches sie diesen einklagen könnten.
Viele Grüße
Jinjok
 
x-pat

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Hallo Jinjok & Seven,

Ich stimme dem Gesagten zu. Vielleicht sollte man noch folgendes ergänzen. Das "leichte Hereinkommen" in Thailand beschränkt sich auf den Tourismus und auf Länder, die in Thailand als devisenstark angesehen werden, sprich EU Länder, USA, Canada, Nordasien, usw. Für Inder, Pakistanis, Burmesen, Afrikaner zum Beispiel stehen die Türen in Thailand keineswegs weit offen. Thailand hat natürlich ein ökonomisches Interesse an Touristen und ausländischen Investoren. Das Ein- und Ausreisen zu diesen Zwecken ist daher einfach.

Was die Immigrations Gesetzgebung angeht ist Thailand vermutlich weltführend in der Restriktion der Rechte von Ausländern, zumindest wenn man andere Demokratien und Schwellenländer zum Vergleich heranzieht. Mir persönlich ist kein anderes Land bekannt, in dem die Kombination von Landbesitz, Besitz eines Unternehmens, und Ausübung von Berufen so stark beschnitten ist wie in Thailand. Obwohl es legale Hintertüren gibt, die diese Beschränkungen teilweise umgehen, sind sie fast immer zum Nachteil des Ausländers.

Ich würde jedoch nicht sagen das Thailand ausländerfeindlich ist. Die Gründe sind eher ökonomisch und historisch. Thailand war lange von "feindlichen" Kolonialmächten umgeben und hat folglich lange um seine nationalen Interessen ringen müssen. Die heutige Gesetzgebung basiert auf einem tief verwurzelten Protektionismus, der die ökonomischen und politischen Interessen von Thailand weit über soziale Werte stellt. Thais haben ein sehr feinen Sinn für Machtgefüge. Es gibt daher immer noch ein gewisses Gefühl von ökonomischer und politischer Unterlegenheit gegenüber den grösseren Nationen. Gleichzeitig gibt es auch einen starken Willen zur Unabhängigkeit. Dies führt dazu das nationale Interessen auf Kosten von sozialer Gerechtigkeit, zur Not auch mit diskriminierenden Gesetzen (siehe Ausländergesetze) bewahrt werden.

Dies hat zuletzt deutliche Äusserung in der Kampagne des amtierenden Premierministers zur Rückzahlung der IMF Verschuldung und den Rückzug aus den damit verbundenen Programmen Im Juli gefunden. Thaksin hat dies als Erfolg in der Manier einer thailändischen Unabhängigkeiterklärung feiern lassen. Man braucht nicht zu erwähnen das das Volk ihm zujubelt; dem denkenden Menschen ist jedoch klar das hier grösstenteils Luftschlösser gebaut wurden. Man sieht jedoch das populistische und nationale Identitäts-bestärkende Kraftmann-Politik immer gut ankommt.

Cheers, Thomas
 
Wittayu

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Re: Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartne

Otto-Nongkhai" schrieb:
Ich wurde von Jinjok aufgefordert mein Posting hier zu zensieren.
Da das Posting aber der Warheit entsprach habe ich ,ausser eine Rausnahme des Geschriebene ,keine andere Moeglichkeit gesehen.

Warheit ,auch wenn sie unangenehm ist ,ist eben nicht mehr gefragt

Hallo Otto,

Dein Beitrag interessiert mich, falls Du ihn noch auf der Platte haben solltest schick ihn mir bitte als PN.

Gruß,
Wittayu
 
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Geteilt: Ungerechte Politik gegen ausländische Ehepartner

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