Gesichtsverlust ?

Diskutiere Gesichtsverlust ? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Ich lese immer wieder in den Foren, z. b. im letzten Posting von idnittaya, dass eine Thaifrau ihr Gesicht verliert, wenn sie einen Farang...
G

gruffert

Gast
Ich lese immer wieder in den Foren, z. b. im letzten Posting von idnittaya, dass eine Thaifrau ihr Gesicht verliert, wenn sie einen Farang heiratet. Das ist nach meiner Erfahrung keineswegs der Fall, zumindest nicht für die Mädchen die der Farang in einer Bar kennen gelernt hat (und das ist- obwohl es immer wieder lauthals bestritten wird - für den allergrößten Teil der thai-deutschen Verbindungen der Fall). Ein Mädchen, das aus einem Isaan Dorf nach Pattaya oder Phuket geht und von daher zum Unterhalt der Familie beisteuert, ist schon mal per se in den Augen der Familie ein “gutes Mädchen’. Und wenn sie es dann schafft sich einen Farang Mann zu angeln, ist sie ein “sehr gutes Mädchen” und die Familie wird von den Nachbarn beneidet. Ein Gesichtsverlust ist erst dann gegeben, wenn der Farang sich weigert zum Unterhalt der Familie beizutragen, oder gar die Frau sitzen lässt.

Es wäre vielleicht auch mal interessant die Frage anders herum zu stellen: Warum heiratet ein Farang ein Mädchen das er in einer Bar kennengelernt hat, und das für Geld mit ihm schläft ? Kaum jemand wäre in Deutschland je auf den Gedanken gekommen eine Frau zu heiraten, die er in einem Puff kennengelernt hat. Irgendwie haben wir uns doch die Thai-Denkweise oder Moralauffassung zu eigen gemacht, dass es nicht verwerflich ist mit Prostitution Geld für den Unterhalt der Familie zu verdienen. Und was den Gesichtsverlust betrifft, so wird wohl jeder ein Lied davon singen können, wie er von der eigenen Familie und den Nachbarn angesehen wird, wenn er mit einer Frau aus Thailand nach Deutschland kommt.

Günther
 
I

Iffi

Gast
@Günther,
dein Posting ist in meinen Augen mal wieder ein guter Hinweis darauf, dass es darauf ankommt "wie" und "welche" Frage man in einem bestimmten Zusammenhang stellt.

Die Sache mit dem Gesichtsverlust wg. Thai-Farang Partnerschaft war mir von Anfang suspekt. Dafür wurde mir in allen Gegenden Thailands zu oft die Frage von den Thai-Erwachsenen (Mutter, Vater, Grossmutter, Tante, etc.) gestellt, ob ich denn dieses oder jenes Mädel nicht hübsch und lieb fände, oder ob ich noch einen Bruder, Freund, etc hätte, der sie mal kennenlernen möchte. Das wurde immer ziemlich lustig, mit einem Anschein von Augenzwinkern vorgetragen, aber von jeglicher Scham oder etwa schmutzigen gesichtsverlierenden Gedanken weit entfernt.

Die Frage in deinem zweiten Absatz hat es in sich und ich ringe seit meinem ersten Thailandaufenthalt mit der Antwort. Meine Geschichte darüber war nur der Versuch einer Beschreibung, aber eine schlüssige Erklärung für das Wohlbefinden (und mehr), dass einem selbst eine Service-Dame aus dem Puff bereiten kann, habe ich keine. Ausser, ihre Zuwendungen wirken einfach so selbstverständlich, ohne Anschein von Arbeit, zeitliche Hektik, Abscheu oder gar nuttenhaft. Selbst ohne Antwort auf die Frage, wieso, möchte ich diese Zeiten nicht missen.

Wie wir wissen, gehen auch diese Zeiten vorüber. Im "Baggerstadium" kann ein solches Mädel alles übertreffen, was einem je im Leben begegnet ist. Wie sie sich benimmt, wenn sie "ihr Ziel" mal erreicht hat, steht auf einem anderen Blatt...und da unterscheiden sich die persönlichen Farang-Erfahrungen, wie man an so manchen "Streit-Gesprächen" sieht, signifikant.

Auf die anderen Antworten auf deine Frage, warum meist keine Heiratsgedanken bei einer dtsch. Service-Dame, aber bei einer Thai, bin ich mal gespannt...
 
J

Jakraphong

Gast
@ Günther
Zitat:
Und was den Gesichtsverlust betrifft, so wird wohl jeder ein Lied davon singen können, wie er von der eigenen Familie und den Nachbarn angesehen wird, wenn er mit einer Frau aus Thailand nach Deutschland kommt.Günther Zitat Ende


Dem kann ich so nicht zustimmen, im Gegenteil. Seitdem meine Frau hier in Deutschland ist, habe ich niemals in irgendeiner Weise Ablehnung gegen diese Frau gespürt, im Gegenteil. Mit Ihrer freundlichen, netten, zurückhalten Art, hat sie sich von Anfang an,
einen Sympatiegürtel aufgebaut, der bis heute nicht durchbrochen ist. Meine Eltern haben diese Frau sehr gerne und lieben sie wie eine eigene Tochter. Ich persönlich kann mich also in dieser Hinsicht nicht beklagen. Nur ein einziges mal, hat mich mein jetziger Arbeitgeber gefragt "sag mal Günter du bist doch mit einer Thaifrau verheiratet"?
Ich sagte ja, und er fragte mich "was kann die denn noch, ausser gut fi (zensiert von Jakraphong) cken"? Ich lächelte, doch innerlich habe ich geweint wenn s ihr versteht was ich meine.

schönes Wochende
Jakraphong
 
I

Iffi

Gast
@Jakra,
den interessanten Ausdruck: Sympatie-Gürtel kann ich nur bestätigen, seitdem ich deine Frau kenne. Möchte allerdings noch das Adjektiv: gigantisch, hinzufügen.

Ich vermute mal, Günther, wollte hier nur der Klarheit halber den Blickwinkel etwas verschieben, ohne zu verallgemeinern.

Das Zitat deines Kollegen stecken wir einfach wech. Das bissel Stärke bringen wir auf, oder?
 
Didel

Didel

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Pfalz und CEI
Original erstellt von gruffert:
.....
Und was den Gesichtsverlust betrifft, so wird wohl jeder ein Lied davon singen können, wie er von der eigenen Familie und den Nachbarn angesehen wird, wenn er mit einer Frau aus Thailand nach Deutschland kommt.

Günther
Jakraphong hat genau das gesagt wofür ich noch die Worte gesucht habe.
"Ich habe niemals in irgendeiner Weise Ablehnung gegen meine Frau gespürt, im Gegenteil. Mit Ihrer freundlichen, netten, zurückhalten Art, hat sie sich von Anfang an, einen Sympatiegürtel aufgebaut, der bis heute nicht durchbrochen ist. Meine Eltern haben meine Frau sehr gerne und lieben sie wie eine eigene Tochter."

Hatte am Anfang auch gedacht was wohl die "anderen" sagen würden aber zum Glück hat sich nichts negatives ergeben.
Aber....
.. sollte mich jemand fragen ob meine Frau ausser gut ...... noch was anders kann dann würde ich bestimmt nicht nur lächeln. :zorn:

Gruss Didel
 
DisainaM

DisainaM

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@Günther,

Und was den Gesichtsverlust betrifft, so wird wohl jeder ein Lied davon singen können, wie er von der eigenen Familie und den Nachbarn angesehen wird, wenn er mit einer Frau aus Thailand nach Deutschland kommt.
Zum Glück leben in den Großstädten Deutschlands seit über 15 Jahren genügend Asiaten, sodas es zunächst für die mittelbare Umgebung (Nachbarn) überhaupt nicht realisiert wird, ob die neue Lebensgefährtin nun in Deutschland schon länger lebt, oder nicht.

Bei der unmittelbaren Umgebung (Familie) reagiert diese sehr unterschiedlich, denn in normalen Verhältnissen sollte die Rasse und Herkunft keine Bedeutung haben, deshalb ist man einfach froh für dessen neue Liebe / neues Glück.

Richtig ist aber bestimmt, je mehr man in Deutschland in die Provinz geht, desto spießiger werden die Ansichten, und in Orten, wo man noch nicht einmal ein China Restaurant kennt, und der Anblick einer Asiatin ein Schlüsselerlebnis für die Umgebung darstellt, man mit allen möglichen Gedanken und Reaktionen rechnen muß.

Sollte sich allerdings für die unmittelbare Umgebung herausstellen, das sich das Familienmitglied seit der neuen Partnerschaft negativ entwickelt, Jobverlust, Agressivität, neue Verhaltensmuster,
das man dann schon reservierter auf den Lebenspartner reagiert, aber das ist auch normal.

Zu den Milieufragen;

Warum heiratet ein Farang ein Mädchen das er in einer Bar kennengelernt hat, und das für Geld mit ihm schläft ?
Hier gibt es zunächst die Trennung zwischen denjenigen, die entweder aus dem Milieu kommen, bz. sich damit beschäftigt haben, und denjenigen, die davon noch keine Ahnung haben.
Wer in Deutschland in einer Großstadt lebt, und seit vielen Jahren in der Thaiszene unterwegs ist, hat sich mit Sicherheit mit dem Milieu etwas auseinander gesetzt, und kann Deutsche aus dem Milieu auch erkennen.
Während meiner Schulzeit war ein Klassenkamerad aus einer Milieufamilie. Das heißt zunächst nicht, das er selber etwas mit dem Rotlicht zutun hat, weil das Milieu weit größer ist, als nur das Rotlicht. Nur ist dies eine besondere Gemeinschaft, es gelten besondere Regeln, und beim Thema Gesichtsverlust stehen die den Thais oft in nichts nach.
Vor 10 Jahren lernte ich einen Zahnarzt kennen, der ebenfalls aus einer Milieufamilie kam, und es zu einem solieden Millionär gebracht hatte.
Mal in den Raum gestellt,
ist eine Thai mit jemanden aus dem Milieu zusammen, passieren oft viele der Spiele nicht, weil man genau die Folgen abschätzen kann.

Daher funktionieren oft Thai/Farang verbindungen, wo das Mädchen im Thairotlicht war, und der Farang aus einer Milieufamilie kommt, einfach besser.

In dem Fall, wenn der Farang nicht aus dem Milieu kommt, und die ganzen Spiele und Rituale nicht kennt, ist es eine Lotterie.
(dies ist im übrigen ein eigener Thread ...)

[hr:83a6ab2ccb]

dass eine Thaifrau ihr Gesicht verliert, wenn sie einen Farang heiratet. Das ist nach meiner Erfahrung keineswegs der Fall, zumindest nicht für die Mädchen die der Farang in einer Bar kennen gelernt hat
Auch für die Frauen, die ein Farang nicht an der Bar kennen gelernt hat, muß es nicht wahr sein.
Dies hängt sehr von der Bildung und Einstellung der Eltern der Frau ab.
Aus meiner Erfahrung kommt die größte Ablehnung, aber auch die größte Akzeptanz aus Familien, wo der Vater und die Mutter selber nicht aus 100 % Thaiblut stammen, und damit einverstanden sind, wenn die Tochter im Ausland glücklich werden will.
 
G

Guest

Gast
@Jakraphong,

prinzipiell kann ich Deinen Ausführungen nur zustimmen. Möchte allerdings die Einschränkung machen das diese Aussage nur auf Personen zutrifft, die einem kennen. Aber leider kennen die wenigsten Leute meine Frau oder mich persönlich wenn wir uns in der Öffentlichkeit bewegen.

Es ist meiner Meinung nach etwas blauäugig anzunehmen das die Mehrheit der Menschen in z.b. einem Warenhaus denken: „Ach was sind die doch für ein schönes Paar“. Je grösser der Unterschied in Sachen Alter, Attraktivität etc. ist, um so eher denken die Leute wahrscheinlich etwas wie: „Aha, wieder einer der Zuhause nichts anständiges gefunden hat“ und dies ist noch ein relativ anständiger Gedanke. Sagen würden dies selbstverständlich nur die wenigsten, aber die Gedanken sind frei.

#Günther,

Deine Ausführungen betreffend dem „Gesichtsverlust“ (ich schreibe es in Klammern, da ich der festen Überzeugung bin, dass niemand aus dem westlichen Kulturkreis den Umfang und die Bedeutung dieses Wortes wirklich mit seinem gesamten Inhalt erfassen kann) kann ich nur zustimmen. Möchte allerdings anfügen, dass dies meiner Meinung nach lediglich auf die „Isan Gemeinde“ zutrifft, solange sie unter sich ist. In den Augen der Thailändischen Oberschicht oder für jeden Thai der „anständig“ sein Geld verdient, haben alle Mädchen die im Rotlicht Milieu ihren Lebensunterhalt verdienen kein „Gesicht“ mehr. Und wer zu allem elend noch einen Falang heiratet ist ganz unten durch. Hier wäre sicherlich auch noch das allgemeine Klassensystem der Thais anzusprechen, aber ich glaube dies würde den Rahmen sprengen.

Sanuk
 
I

Iffi

Gast
@Dauwing,
interessanter Beitrag, besonders was die Nicht- oder Kenntnis des Milieus oder der Szene betrifft.

Bei der grösseren Bereitschaft der "gemischten" Thais für eine Farang-Partnerschaft bin ich mir nicht sooo sicher. Kann aber was dran sein. Vermute auch, dass die soziale Schicht eine Rolle spielt.

Natürlich ist es auch möglich eine klassische Thai dazu noch aus reichem Hause zu heiraten. Brauchst nur den entsprechenden Farang-Namen zu haben und die nötige Knete auf dem Konto. Hauptsache, der soziale Status passt.

Noch eine Frage zum Gesichtsverlust. Passiert der eigentlich nur im eigenen Kopf, oder kann der einem auch zugefügt werden? :nixweiss:
 
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Kali

Gast
Original erstellt von Iffi:
Noch eine Frage zum Gesichtsverlust. Passiert der eigentlich nur im eigenen Kopf, oder kann der einem auch zugefügt werden? :nixweiss:
Hallo, Iffi,
eigentlich könntest Du Dir die Frage selbst beantworten:
zitat:[hr:4ec944502b]Ist der Ruf erst ruiniert, postet's sich ganz ungeniert.[hr:4ec944502b]

Do you remember ?
Seitdem Du Dein Gesicht verloren hast, kannst Du schreiben was Du willst. Es macht Dir doch nichts mehr aus, oder.....:rofl:
 
I

Iffi

Gast
Recht hast du, Kali. Frage beantwortet.:super:

Hätte mich nur an den eigenen Kopf zu fassen brauchen.:crazy:

Wünsche euch ein schönes Wochenende auf dem Deich mit guter Fernsicht...
 
G

Guest

Gast
Original erstellt von Iffi:
Natürlich ist es auch möglich eine klassische Thai dazu noch aus reichem Hause zu heiraten. Brauchst nur den entsprechenden Farang-Namen zu haben und die nötige Knete auf dem Konto. Hauptsache, der soziale Status passt.
Theoretisch ja. Praktisch eher nicht. Und sollte das Töchterchen doch Ihren Kopf durchsetzen, muss sie damit rechnen von der Familie verstossen zu werden. Nur ein kleines Beispiel: wie allgemein bekannt, hat eine Tochter des Königs einen Amerikaner geheiratet. Mit diesem Schritt musste sie auch das Wohnrecht in Thailand und wahrscheinlich viele andere Dinge auch aufgeben. Wie die Japaner neigen leider auch die klassischen Thais dazu, sich selbst als die Krönung der Schöpfung zu betrachten. Nochmals ein kleines Beispiel: Das Wort für Ausländer in Japan ist „Gaijin“. Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist allerdings Barbar. Die Abneigung in Japan geht sogar soweit das eine „Gheisa“, von welcher bekannt ist, dass sie mit einem z.b. Weissen die Nacht verbracht hat, von den einheimischen Freiern zukünftig geschnitten wird.

Sanuk
 
DisainaM

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@ Iffi,

Du sprichst beim Gesichtsverlust die Rituale an, die einem zugefügt werden können.

Da gibts ja die berühmte Geschichte von dem Farang, der nicht wußte, das seine Frau in der Zeit, wo er auf Auslandsmontage war, in der gemeinsamen Wohnung anschaffte.
Das örtliche Kleinstadtmilieu im Rotlicht war darüber sehr wütend, weil es sich merkbar auf ihre Einnahmen auswirkte, und man von der Annahme ausging, ein neuer will sich hier breit machen.
Als der Ehemann wieder zurück kam, und nur bemerkte, das seine Frau ein neues Handy mit viel Betrieb hatte, rief ihn ein entfernter Bekannter an, er solle doch vorbei kommen, er müsse etwas ernstes mit ihm besprechen.
Nichts ahnend kam er zu dem besagten Lokal, und ging in den Clubraum in den Keller.
Dort war eine größere Gruppe, und als er sich hinsetzte, hörte er, wie mit einem lauten Knall die Tür zugeschlagen wurde, und abgeschlossen wurde.

Was danach passierte, hatte für die gesamte Persönlichkeit derartige Folgen, das man sagen kann, Gesichtsverlust kann man auch erleben, wenn man das Gesicht vor sich selber verliert.

Es ist also überhaupt nicht erforderlich, das jemand in einer Gemeinschaft lebt, und dann aufgrund eines Fehlers von der Gemeinschaft durch Nichtachtung gestrafft wird, also gezielte Nichtachtung als dokumentierter Gesichtsverlust von aussen.

Ob man nun einfach sagen kann Gesicht = Achtung, also sowohl Selbstachtung, als auch Respekt durch andere ?

Bei Thais kommt da natürlich noch die soziokulturelle Prägung hinzu, das der Lebenssinn sich u.a. durch Tam buhn gegenüber der Familie ausdrückt, und dadurch die Achtung innerhalb der Familie, das eigene Gesicht innerhalb der Familie, eine zentrale Rolle spielt.

Wenn eine Thai das Gesicht gegenüber ihrem Farang-ehemann verliert, dafür aber Gesicht innerhalb ihrer Familie gewinnt, wie fällt dann die Entscheidung aus ?
(gehört wohl zu den Grundthemen, das der Ehemann begreift, das sein Leben nun auch davon abhängig ist, welche Erwartungen die Eltern und Brüder in ihre Tochter/Schwester projezieren.)


Wenn nun ein deutscher Arbeiter wegen des guten Verdienstes für 2 Jahre auf Auslandsmontage geht, läßt sich das auf keinen Fall damit vergleichen, wenn eine Thai in eine Farang-ehe entsendet wird, weil eine Thai auf den emotionalen Hintergrund achtet.
Wenn 2 Männer zur Auswahl stehen, der eine alt und reich, der andere jung mit bischen Geld, dann gibt es immer noch genug Thais, die den Jüngeren auswählen.
 
fusch1

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Andere Frage zum Thema:
Wie sollte man als Tourist ohne grössere Sprachkenntnisse in Th Mädchen aus normalen und besseren Kreisen kennenlernen? Das ist meiner Meinung nach fast unmöglich, weil die Leute(auf dem Land) die mit dem Millieu nichts zu tun haben sich gegen Farangs sofort abschotten, auch wohl, um ihr Gesicht nicht zu verlieren, da sie kein Englisch sprechen?. Habe das selbst erlebt, als ich ein bestimmtes Postamt gesucht habe und :-) natürlich mehrere junge Mädchen:-) nach dem Weg fragen wollte, sind sie einfach davongelaufen. Scheu, Angst? Dachte eigentlich, alle lernen Englisch in der Schule
 
Jinjok

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@Guenther
@DisainaM

Ihr sprecht nur vom Geschichtsverlust der Frau in ihrer Familie. Bei allem was wir ueber die Mechanismen des Gesichtsverlustes bei Thais gelernt haben, wissen wir auch, dass mit Geld in Thailand auch sehr unangenehme Dinge wieder gerade gerueckt werden koennen. Sprich, da in vielen Faellen die Familie direkt von der Farang-Beziehung mitprofitiert, ist durch das Eingehen einer Ehe mit einem Farang auch bei der Familie kein Gesicht zu verlieren und damit die von Guenther beschriebene Situation sehr verstaendlich.

Wie verhaelt sich das aber in der Allgemeinheit, also bei Begegnungen auf dem Amt oder auf der Strasse mit Thais die die Frau nicht persoenlich kennen? Denn die wenigsten Thais denen man auf der Strasse begegnet kennen ja die Familie oder die Thai selbst. Meine gelegentlichen Beobachtungen zeigen da unterschiedliche Reaktionen. Waehrend sich die meisten gleichgueltig verhalten, einige wenige neugierig-freundliche Blicke haben, senden andere (sehr wenige) schon mal recht geringschaetzende Blicke und Mimik. Das aber das selbe Bild wie hier in der U-Bahn.

Dennoch nochmal die Frage wie es sich mit den unpersoenlichen Begegnungen also dem allgemeinen Ansehen in der Thaigesellschaft/Hirarchie-Pyramide verhaelt. Ich denke z.B. die Prostituierte im lokalen Massage-/Karaoke-Schuppen verliert noch am wenigsten ihr Gesicht, obwohl in der Gesellschaft schon recht weit unten angelangt, gefolgt von der Bar Beer Dame und am meisten die Farang-Ehefrau. Dazwischen und danach kommen natuerlich jede Menge andere, waren nur Beispiele. Oder muss man Gesichtsverlust und gesellschaftlichen Rang ganz trennen???

DisainaM, wie spiegeln die La-Korns das wieder? Auf dem Gebiet bist ja sowas wie eine deutsche Referenz ;-)
Jinjok
 
DisainaM

DisainaM

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Die Frage ist, was passiert, wenn eine Thai vom Lande Skytrain fährt.

Wird sie angeschaut nach dem Motto, Naaa ? Dürfen wir denn hier sein ?

Natürlich gibt es in der Hackordnung des Alltags diese Blicke,

nicht Thai genug (100 % Thai Blut),

tiefer als man selbst,

noch tiefer (fast burma-mäßig)

und so weiter.

Und dann gibt es die Reaktionen, das man sich nicht darum kümmert.

Je nach dem, wie dick die eigene Haut ist, oder wieviel 'Gesicht' man in seinem Privatleben trinken darf, macht es einem nichts aus, 'wenn der Vogel gequetscht wird', b.z. wenn man draussen ist.

[hr:204565faa9]

Die anderen Sachen,
bei Begegnungen auf dem Amt
da nimmt eine Thai lieber jemanden mit, der schon einigemale dort war, und die zuständige Person kennt, dem man was dafür gibt, um sicher zu sein, das man auf dem Amt nicht schwach angeredet wird.

Im übrigen ist diese Empfindlichkeit gegen das schwach rumreden bei den Thais nicht weniger ausgeprägt, wie bei den Bayern.
(alter Münchner Witz : Will ein alter Benzfahrer rückwärts einparken, da kommt ein junger Porschefahrer, und nimmt ihm den Parkpaltz weg. Beim aussteigen sagt er - jung muß man sein, Porsche muß man fahren -
darauf antwortet der Benzfahrer - na, olt mußt sein, Geld muscht haben - gibt Gas, und kracht in den geparkten Porsche)
Dieses Muskelspielen nimmt unter Thais eine wichtige Rolle ein,
keiner will sich drücken lassen.
Doch die Ordnung baut nicht auf Geld, sondern auf gesellschaftliche Zuweisung auf welcher Stufe man halt steht, und welchen Einfluß man hat.

Zwar gibt es auch in der westlichen Kultur den Satz,
Geld ohne Macht ist nichts.
Doch gerade in Thailand ist Geld alleine kaum etwas wert,
ohne eine Gemeinschaft, die einem Respekt gibt.

In den Lakorns geht es nicht nur um die soziale Stellung, die jemand hat, sondern insbesondere um sein Verhalten.

Mal im Ernst, wenn ich in Spanien mich an der Strand lege,
was kümmert es mich, ob meine Person den Nachbarn ärgert.
Wenn bei jemanden die Haut dünner ist, geht man im Westen in einen Club, wo man zahlt, dafür, das man respektiert wird.

Hier legt übrigens auch der Grund, warum Japaner immer nur in Gruppen Urlaub machen (sie sind damit von den Reaktionen der Umgebung abgekoppelt, und geben sich nur innerhalb ihrer Gruppe den Respekt und die Aufmerksamkeit - der sicherste Weg halt.)
 
I

Iffi

Gast
Hier legt übrigens auch der Grund, warum Japaner immer nur in Gruppen Urlaub machen (sie sind damit von den Reaktionen der Umgebung abgekoppelt, und geben sich nur innerhalb ihrer Gruppe den Respekt und die Aufmerksamkeit - der sicherste Weg halt.)
Auch so ein Thema, was mich interessiert. Ist mir nämlich nicht nur bei den Japanern aufgefallen. Die chinesischen Touristen sind auch gerne in Horden.

Nur mal so in den Raum gestellt. Für die wäre sooo ein Forum mit all der dtsch. Verzweiflung, Analyse, der Frage: bin ich denn von den Thais geliebt oder nicht, und dem teutonischen Drang, alles erklären zu müssen, völlig daneben.

Kein Vorwurf. Aber so sind wir nu mal, oder?

Wir sind eben anders...;-) :rofl:
 
K

KLAUS

Gast
Hi Iffi,
Dein "wir sind eben anders" habe ich nun verstanden...:-), in deinem anderen posting war das fuer mich nicht eindeutig...:-)
damit hat sich das auch erledigt...
Gruss Klaus
 
S

somsak

Gast
hallo guenther
bin voll deiner ansicht ueber das thema gesichtsverlust.
allerdings habe ich gelesen dass viele den abschnitt gesichtsverlust in deutschland anders sehen.
ich habe schon seit jahren immer wieder,im bekanntenkreis,die selben
ansichten gehoert die uns negativ verfolgen.
das hat sich seit ich verheiratet bin gelegt,nicht aber die meinungen
der selben personen,die es jetzt natuerlich mir nicht mehr ins gesicht sagen.auch bei mir ist nach aussenhin alles ok.
aber ueber hintere tueren hoert man oefters noch die gleichen argumente wie sie schon von anderen angedeutet wurden.
es macht mir nichts mehr aus da ich zu meiner entscheidung stehe,
aber viele menschen im umkreis ,sogar in einer grossstadt wie die
in der ich lebe,sind kleindenker.
nicht das es immer boese gemeint waere,aber was sollen die menschen sagen die im tv auch nur sexberichte und pattaya dort sehen.
das gesicht wuerde nur der hier verlieren der sich dadurch beeindrucken laesst.
gruss somsak
 
S

sam

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Das Wort für Ausländer in Japan ist „Gaijin“. Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist allerdings Barbar.
ich dachte fremde teufel??

ansonsten gilt wie so oft wenn man die dinge nicht verändern kann:
take it or leave it!

in diesem sinne noch nen schönen tag
sam
 
DisainaM

DisainaM

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Wenn ich mich an die Zeit zurück erinnere,
wo wir in Deutschland viele Neu-Türken hatten,
die von ihrer Heimat nur die Steh-Toilette kannten,
und deshalb auch in Deutschland immer sich auf die Klobrille draufstellten, und im Stehen ihr Geschäft verrichteten,

da waren die Toilettengänge auf den Autobahntankstellen oft ein Härteeinsatz.

Wer jedoch im Kopf multikulturell eingestellt ist,
ärgert sich nicht darüber,
verneift seinen Drang halt für weitere 30 Minuten,
und bleibt locker.

Warum sollte man sich auch über die türkische Landkultur ärgern,
es ist halt nicht so wichtig.

So sollte man es auch im Ausland halten, wenn man bemerkt,
das man vielleicht unwissentlich zum Elefant im Porzellanladen geworden ist.
Keine Beachtung schenken, nur registrieren, was der angebliche Grund für die Disharmonie war, und zu anderer Zeit und mit anderen Personen klären, ob es wirklich ein Fehler war (dann erst ändern !)
 
Thema:

Gesichtsverlust ?

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