Dass man als Kind meistens für die Eltern aufkommen muss, wenn die Eltern zu alt oder zu krank sind, um zu arbeiten, wenn diese Eltern nicht in irgendeiner Weise Pensionsleistungen erhalten, wird niemand bestreiten.
Und dass man als Ehemann seiner thailändischen Ehefrau das Leben nicht zur Hölle macht, indem man ihr die Hilfe für die Eltern unnötig schwer macht, dem dürfte auch jeder zustimmen. Ich weiß, wie wichtig das meiner Frau manchmal ist, den Eltern irgendwas zukommen zu lassen, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie das erzieherisch abgelaufen ist, dass sie sich da so unter Druck fühlt - vielleicht kann Disaina das mal erklären. Ich habe auch nicht so richtig Einblick, inwieweit sie dies als "gute Tochter" tut, oder inwieweit die Eltern Forderungen an sie richten.
Dennoch rechne ich als Ehemann auch mit. Wenn die Eltern beide altersmäßig oder gesundheitlich durchaus noch arbeiten könnten, dazu aber keinerlei oder nur sehr mangelnde Anstrengungen unternehmen, und die Gattin sich aber massiv verpflichtet fühlt, den Eltern alles zu bezahlen, sollte man als Ehemann durchaus mal drüber reden, denn dann läuft da was schief - und für das "Gesicht" der Eltern bei den Nachbarn sind die selber verantwortlich. Wer einen großen Kopf haben will, soll dafür auch selber hart arbeiten.
Das man im Krankheitsfall oder bei außergewöhnlichen Belastungen einspringt, ist klar - aber eben nicht im Stile des Bankomaten, aus dem einfach folgenlos Geld abgehoben wird. Und wenn das die Gattin nicht einsehen will oder kann, sorry, aber dann sollte man sich trennen, oder zumindest seine eigenen Interessen durchsetzen, und abwarten, was passiert.
Man sollte seinen Platz in der Familie einnehmen, also mit unterstützen, wenn es gerechtfertigt ist, aber man sollte auch klar machen, dass alle Kinder für den Unterhalt der Eltern gleichermaßen (und zu gleichen Teilen) verantwortlich sind, und nicht nur der Farang. Und vor allem sollte man nicht mehr geben, als einem problemlos möglich ist. Da haben dann halt die Eltern einfach Pech gehabt, dass die Tochter keinen Millionär gefunden hat - so ist das Leben.