Laut amtlicher Bevölkerungsstatistik fehlen den deutschen Männern im Alter zwischen 20 und 49 Jahren, die eine Familie gründen möchten und vergeblich eine Frau zum Heiraten suchen, eine Million junge Frauen (rd. 600.000 + 400.000 wegen Altersunterschied bei Heirat). Dieser Blog beleuchtet die Hintergründe :
Frauenmangel und Männerüberschuss
Das Bundesamt für Migration für Flüchtlinge hat gerade für das Jahr 2014 bestätigt, dass drei von vier Asylbewerbern in der Altersgruppe unter 35 Jahren männlich sind. Vom Gefühl her glaubt man(n), dass in Asylbewerberheimen zu 90 % junge männliche Asylbewerber untergebracht werden, weil die in der Öffentlichkeit mehr auffallen.
Die demografische Entwicklung geht in Richtung verstärkter Frauenmangel, wenn nicht deutlich gegen gesteuert wird.
Aus meinem persönlichen Umfeld (meine Frau ist Thailänderin und meine Schwiegertochter ist Philippina) sowie aus Gesprächen mit befreundeten Beamt(inn)en weiß ich ziemlich sicher, dass die Anträge auf Schengen-Besucher-Visa gerade von unverheirateten, jungen, und sehr vorzeigbaren Philippinas und Thaifrauen unter 35 Jahren in den Konsulaten der deutschen Botschaften von Bangkok und Manila mehrheitlich abgelehnt werden mit der stereotypen Begründung:
“Fehlende Rückkehrwilligkeit !” (Diese unverheirateten Frauen könnten ja in Deutschland einen Ehemann finden !)
Hinzu kommt die Bevölkerungsstatistik, dass z.B. von 100 Millionen Einwohnern der Philippinen ein gravierender Frauenüberschuss von einer Million Philippinas in der Altersgruppe unter 35 Jahren besteht. (Für Thailand kenne ich ich die Demografie nicht.)
Die von den Konsulaten Manila und Bangkok herausgegebenen Statistiken in der bisherigen Form lassen die restriktive Ablehnungspraxis insbesondere von jungen und unverheirateten Frauen bei Schengen-Visa nicht erkennen. Die erste und wichtigste Prüfung der Visa-Anträge in den Konsulaten Bangkok und Manila wird überwiegend von älteren einheimischen Frauen durchgeführt, die dort häufig schon Jahrzehnte tätig sind.
Meine philippinische Schwiegertochter ist bei mir zu Besuch und sitzt mir gerade gegenüber. Sie lebt seit 3,5 Jahren in Deutschland, besitzt seit Dezember einen deutschen Pass und ist in einem anspruchsvollen Mangelberuf voll integriert.
Sie bestätigt meine Erfahrungen vom Konsulat in Manila voll und ganz:
"Die Befragungen im Konsulat bei Visaanträgen führen fast immer weibliche philippinische Angestellte durch. Die Fragen werden beim Antrag auf Schengen-Visa so gestellt, dass absolut sicher gestellt ist, dass die Antragstellerinnen nach dem Besuch zu 100 Prozent wieder in die Philippinen zurückkehren."
Meine philippinische Schwiegertochter meint noch:
"Dies scheint vermutlich von den deutschen Politikern und dem Auswärtigen Amt so gewollt zu sein."
In Schweden gibt es bei Einladungen von asiatischen Frauen durch schwedische Männer ein Besuchervisa für zwei Jahre, damit sich die jungen Leute in aller Ruhe kennen lernen können.
Wie man vom Verwaltungsgericht Berlin erfahren kann, bei dem zentral alle Klagen gegen abgelehnte Visa-Anträge gegen das Auswärtige Amt eingelegt werden, liegt die Erfolgsquote der Kläger(innen) fast bei 90 %, wenn man die gerichtlichen Vergleiche einbezieht.
Bei diesen Ablehnungsbescheiden der Konsulate Bangkok und Manila habe ich Verständnis für die Wut und den Groll von deutschen Junggesellen, die - obwohl in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebend - keine Braut fanden und die im Urlaub in Thailand oder auf den Philippinen Freundinnen kennen lernten, die sie auf eigene Kosten für ein paar Wochen oder Monate in ihre Wohnung in Deutschland vergeblich eingeladen haben.
Für die demografische Entwicklung Deutschlands wäre es günstiger, wenn das Auswärtige Amt mit den Konsulaten in Bangkok und Manila den Besuch von netten unverheirateten christlichen Philippinas und buddhistischen Thaifrauen zukünftig nicht mehr behindern würde !
Die Rechtsabteilung 5-B-2 sowie die beiden Referate 509 und 510 im Auswärtigen Amt sind verantwortlich für die in den Konsularabteilungen Manila und Bangkok gängige - jedoch bisher geleugnete - Ablehnungspraxis von Anträgen auf Schengen-Besucher-Visa für unverheiratete Asiatinnen. Dies ist wegen des gravierenden Frauenmangels im Interesse einer günstigen demografischen Entwicklung in Deutschland nicht länger hinnehmbar.
Ich empfehle den betroffenen deutschen Junggesellen auf Brautschau eine Schilderung ihrer persönlichen Situatuation per E-Mail an das Auswärtige Amt
poststelle@auswaertiges-amt.de
und eine Kopie an den zuständigen Bundestagsabgeordneten zu senden.