Farang und Neger

Diskutiere Farang und Neger im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Eine Sache die ich überhaupt nicht verstehe, ist daß manche Leute in den Foren der Meinung sind, die Bezeichnung Farang wäre eine Beleidigung...
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gruffert

Gast
Eine Sache die ich überhaupt nicht verstehe, ist daß manche Leute in den Foren der Meinung sind, die Bezeichnung Farang wäre eine Beleidigung. Jeder der mich hier in der Gegend kennt, redet mich mit meinem Namen Günther an. Das gleiche kenne ich von meinen deutschen und englischen Bekannten die hier in der Gegend wohnen. Wenn aber jemand der meinen Namen nicht kennt über mich spricht, so ist es doch ganz selbstverständlich, daß er mich als Farang bezeichnet. Er kann doch nicht unterscheiden ob ich Deutscher, Engländer oder Australier bin. Für ihn bin ich als weisshäutiger Ausländer ganz selbstverständlich ein Farang. Meine kleine Nichte die gerade 3 Jahre ist, kann die Namen meiner deutschen Freunde nicht behalten. Für sie heißen sie je nach körperlichen Merkmalen „Farang phom yao“ (mit den langen Haaren) oder „Farang phum phui“ (mit dem dicken Bauch). Und niemand findet das etwa beleidigend.

Vor 300 Jahren waren die ersten Europäer die nach Thailand kamen Franzosen. Frankreich war auch das erste Land mit dem die thailändischen Herrscher diplomatischen Kontakt hatten. Im 19. Jahrhundert beherrschten die Franzosen die Nachbarländer Laos und Kambodscha, und die Thais mußten sich mit ihnen wegen ihrer Grenzen herumstreiten. Logisch daß alle Europäer für sie deshalb „Francais“ waren. Und da Thais nicht zwei Konsonanten hintereinander aussprechen können wurde daraus „Farangcais“ und abgekürzt Farang.

Es wurde in den Foren auch manchmal die Bezeichnung Farang mit der abwertenden Bezeichnung Nigger gleichgesetzt. Wenn ich einen Schwarzen aus Afrika sehe, bin ich nicht in der Lage zu sagen ob er aus Nigeria, oder Kenia stammt. Fuer mich ist das ohne jede Beleidigung ein Neger. Das Wort Nigger mag in Amerika ein Schimpfwort sein. Das Wort Neger ist es keinesfalls. Der Begriff „negroid“ ist die wissenschaftlich gebräuchliche Bezeichnung fuer Menschen schwarzer Rasse.

Auch finden einige Leute die Frage nach der Rasse im Thai Visa Antrag diskriminierend. Als ich vor fast 50 Jahren zum ersten Mal nach Amerika reiste, war dazu eine Visaprozedur erforderlich, gegen die heute die Erteilung eines Thai Visas ein Kinderspiel ist. Als ich in den 3 Seiten langen Visa Antrag auf die Frage nach der Rasse das Wort Weißer hinschrieb, mußte ich mich belehren lassen, daß ich „Caucasier“ bin, obwohl keiner meiner Vorfahren das Land je gesehen hatten. (Mit Ausnahme meines Vaters allerdings, den Hitler vor fast 60 Jahren mal dahingejagt hatte. Da ich aber damals schon 15 Jahre alt war, kann der gezwungene Aufenthalt meines Erzeugers im Kaukasus wohl keinen Einfluß auf meine Gene gehabt haben).

Es gehört nach meiner Meinung also schon eine gute Portion böser Wille dazu, es als diskriminierend zu empfinden, wenn man als Farang bezeichnet wird, oder im Visa Antrag nach der Rasse befragt wird.

Günther
 
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odysseus

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Servus Gruffert :-)
Dieser Begriff, Farang stammt vermutlich aus den Wort das Volk der Franken von der Zeit Karl des Großen. Es ist ein Sammelbegriff für Westeuropa. Denn das Reich der Franken umfasste damals viele Teile vom Westen. Ganz Frankreich, Deutschland und auch Einfluss auf Italien wurde Ausgeübt. Die Moslems bezeichneten uns auch als Franken. Diese These ist nur eine Vermutung von Mir
:computer:
 
Mang-gon-Jai

Mang-gon-Jai

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Hallo Günther

Deine Ausführungen kann ich voll bestätigen.
Auch ich lebe ja schon etliche Jahre im Issaan. Meinen europäischen Namen kennt in unserem Dorf allerdings fast niemand. Für die Dorfbewohner bin ich Mang-gon.
Für die Wenigen, die diesen Namen nicht kennen, bin ich „der Farang“ - das, obwohl es in unserem Dorf einen weiteren Europäer gibt, der mit einem Kathoi zusammenlebt.
Jindis Tochter nennt mich "POO Farang" = Farang-Vater. Diese Bezeichnung (manchmal auch POO Mang-gon) haben auch andere Dorfkinder übernommen.
Auch ich sehe in dem Begriff „Farang“ keineswegs etwas Negatives. Es ist eher eine Klassifizierung.
Bei deinem Beitrag interessiert mich jedoch das Warum. Beziehst du dich mit deinem Text auf einen Thread hier im Forum?


Gruß und frohe Weihnachten nach Buriram.

Mang-gon Jai
 
DisainaM

DisainaM

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Würden wir nicht gerade von Thailand sprechen, kann ich den Ausführungen von Günther bezüglich Farang zustimmen.

Da wir aber von Thailand sprechen, spielt eben auch etwas anderes die Rolle, nämlich wie etwas gesagt wird.

Hier spielt die entsprechende Gesichtsmimik eine entscheidene Rolle.

Es gibt zwar solche Äußerungsformen (Sprache + Gesichtsmimik) auch in anderen Kulturen, doch in Thailand kommt es häufig vor, das eben auch der Grund, warum eben mit negativer Mimik über eine Person gesprochen wird, gleich mitgeliefert wird.

Es wird Farang gesagt, und das bedeutet damit auch,
ein unwissender in dieser Kultur.

Hätte man in dieser Situation statt farang den Namen z.B. Peter erwähnt, könnte der Eindruck entstehen, Peter sei ein schlechter Mensch.
Das ist aber nicht gemeint, und sollte nicht ausgedrückt werden.

Es ging einzig und alleine darum, auszudrücken, das ein unwissender Fremder in der Kultur diesen Fehler gemacht hat, oder diese Fehler macht.
Manche mögen darin vielleicht noch versteckt die Einstellung sehen, mit einem Thai wäre das nicht passiert, aber das ist schon Situationsabhängig.

Aber eben weil in der Thaikultur die kombinierte Sprach/Mimik Ausdrucksform verwendet wird, kann man wenig erklären, wenn man nur über den Teil, der ausgesprochenden Worte spricht.
 
M

MrLuk

Gast
@odysseus,

Das ist wieder typisch Deutsch, daß allllllles verdeutsch werden muß. Deutschland ist soweit ich weiß nicht das Zentrum des Universums. Es ist so wie Günther sagt, basta.

@Günther,
Gut daß du mal wieder einen Beitrag bringst - verstehe aber bitte daß ich ihn so nicht ganz stehen laßen kann....und ihn etwas zu objektivieren versuche.

"Farang" ist an sich kein Schimpfwort, und wird wie du richtig beschreibst oft als Sammelbegriff oder aber als "Eselswort" benutzt wenn man den Namen des Ausländers (weißer Hautfarbe) nicht kennt oder behalten hat etc. Mich nennen die Leute auch meistens Khun Luk, (oder aber Lung Luk) nachdem sie meinen Namen kennen, und nachdem ich angenommen wurde.
Die Bezeichnung Farang kann aber ebenfalls zum "Schimpfwort" ausarten, oder aber unangebracht sein.
Unangebracht, oder unhöflich "mai supab" ist es dann wenn man den Namen kennt und ihn nicht aussprechen will. Somit kann man seiner Geringschätzung z.B. Ausdruck geben!
Als Schimpfwort kann man es ebenfalls benutzen wenn man
Wertungen vor oder hinter das das Wort Farang hängt :-)

Ich habe ebenfalls schon (mehrfach) von gebildeten Thais gehört daß das Wort Farang kein "schönes Wort" sei, und daß man es nicht benutzen sollte wenn man nicht unbedingt muß....

Ähnlich verhällt es sich mit der Bezeichnung Neger (Nigger etc.)
Allerdings ist diese Bezeichnung nicht direkt mit dem Wort Farang zu vergleichen, da es eine ganz andere Vorgeschichte hat. Und hier hat man ja auch ganz klar definierte Alternativen: Schwarzer, Farbiger, Affrikaner, Schwarzaffrikaner, Nordaffrikaner, Affroamerikaner, etc, etc...welche deutlich weniger belastet sind. Wenn man das Land kennt aus dem diese Leute kommen, dann ist es auch manchmal angebracht sie als Senegalesen, Marokaner, Tunesier Sudanesen oder Egypter zu bezeichen, wenn man von diesen Personen redet (Solche weiter obengenannten Alternativen hat man für "Farang" ja leider nicht).
Allerdings verwechseln die Thais seltsamerweise immer die Nationalitäten der Farangs, und es ist manchmal nur irreführend wenn sie von einem Holländer reden, der eigentlich Östereicher ist, oder einem Australier der tatsächlich ein Franzose ist ;-)
Hier gleichen Thais und Deutsche sich, Geschichte und Geografie - schwach :nixweiss:
Es ist alles eine Frage der Situation und der entsprechenden individuellen Auslegung. Missverständnisse beiderseits sind natürlich inklusive ;-)

Es gibt übrigens relativ wenige Schwarze, Affrikaner und Affroamerikaner die Thailand bereisen. Möglicherweise deshalb weil sie in Asien leicht desorientiert sind. Falls sie gewohnt sind als Minorität unter Weissen zu leben, dann wißen sie plötzlich gar nicht mehr wie sie sich als Minorität einer Minorität (Touristen) zu verhalten haben. Die wenigen die ich in Thailand gesehen habe, waren seltsamerweise (vielleicht aus purer Verlegenheit) extrem arrogant und sind mit den Thais recht rüde umgesprungen, sowie es im Allgemeinen die Israelis tun. Die ja auch in ihrer gewohnten Umgebung von "Feinden" umzingelt sind und keine "Fremden Freunde" kennen....

Soweit ich weiß gibt es sogar Eine Art abgeänderte Wörter für die Bezeichnung "Farang" - für die, die wissen was das Wort bedeutet.
So z.B. "Foroa", es klingt anders, bedeutet aber das Gleiche. Benutzt man dieses Wort, können die Farangs die etwas Thai sprechen nicht wissen daß man gerade von ihnen redet! :nixweiss:

PS: Erfahrungen wie sie hier geschildert werden sind immer individuell, seien sie nun authentisch oder übertrieben - daß sie idealisiert werden oder negativ rüberkommen ist ebenfalls nur von der Persöhnlichkeit des Verfassers abhängig.
Eine Meinung einer einzelnen Person ist immer nur eine einzelne Meinung, egal wer derjenige ist der sie preisgibt.

Und auch wenn 100.000 Leute auf die Straße gehen, will es noch lange nicht heißen daß sie die Wahrheit verkünden, oder daß das was sie anprangern falsch ist ;-)
 
N

Nelson

Gast
Hallo Leute,

ich habe mal irgendwo gelesen, dass sich Thais nicht als "thai" sondern als "khon thai" ( Mensch thai ) bezeichnen.

Deshalb wäre es unhöflich, unsereinen als "farang" und nicht korrekt als "khon farang" zu bezeichnen.

Ist da was dran??? :nixweiss:

Weihnachtlicher Gruß, Nelson
 
DisainaM

DisainaM

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Obwohl schon oft in divers. Foren angeführt, kann man eine
Aufstellung vom Wort 'Farang' in verschiedenen Kulturen sich hier ansehen.

Doch man sollte nochmals die verschiedenen Ebenen anführen :

1. man sagt das, was man meint

2. man sagt etwas anderes, als man meint
(word and matter are not the same / King Lear)

2a. man gibt die andere Bedeutung offen zu erkennen

2b. man gibt die offene Bedeutung nicht offen zu erkennen

[hr:e32f595e35]

(einige kennen das kleine alkoholische Getränk, welches den vieldeutigen Namen 'kleines A***loch' hat. Es kommt mittlerweile schon sehr häufig vor, das man eine Person zu einer Getränkerunde 'kleines A.' einläd, wobei der eigentliche Sinn darin besteht, den Namen des Getränkes als versteckte Beleidigung an den Anderen zu richten) - also eindeutig 2a.

Es gibt für eine Thai, die einen Farang aufrichtig liebt, die Situation, mit einem höheren Familienmitglied über ihre Beziehung zu reden. Da sie aber ihre tatsächlichen Gefühle nicht offen legt, spricht sie zum Schein schlecht über den Farang, jedoch so, das der Andere es nicht merkt, das es nur zum Schein ist. - also eher 2b.

Dazu würde man in unserer Kultur die Situation unzutreffend beschreiben, 'mit den Wölfen heulen', aber es trifft den Punkt,
das man nicht das sagt, was man denkt.

Oder, eine andere Möglichkeit, Thais versuchen einem Farang eine 'dickere Haut' zu verschaffen, und sie versuchen ihn solange mit Worten über ihn zu provozieren, bis er darauf überhaupt nicht mehr reagiert. - 2b wird zu 2a, weil der Farang am Ende versteht, worum es geht.

Es stellt sich daher in dieser Diskussion grundsätzlich die Frage,

warum man sich lediglich über die möglichen Übersetzungsbedeutungen des Wortes Farang beschäftigt, weil es doch letztenendes überhaupt nicht darauf ankommt.
 
M

MrLuk

Gast
@ Dauwing,

Worauf kommt es denn schlußendlich an?
Du sprichst ganz klar "Verleugnung" an...

Jesus sprach bereits zu Petrus: (Du bist Petrus der Fels, auf diesem Fels werde ich meine Kirche aufbauen) bevor der Hahn dreimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Als man Jesus verhaftet hatte, er bei Pontius Pilatus beim Verhör war, ging Petrus im Hof nervös auf und ab. Er wurde von mehreren (insgesamt 3) Personen angeredet und gefragt: du bist doch ein Freund von diesem Nazarener, diesem Agitator, diesem Verbrecher, diesem Jesus? Und Petrus verleugnete Jesus dreimal binnen kürzester Zeit: nein, ich kenne ihn nicht, nein er ist nicht mein Freund, nein, ich bin und war nie sein Jünger.

Und du glaubst die Thais würden ihre weißen Freunde, weißen Ehemänner etc, auf ähnliche Weise verleugnen, indem sie sie als Farang bezeichnen? Vielleicht manchmal schon....aber geht das nicht zu weit? Oder besser gesagt: muß man dann nicht noch ganz andere Dinge aufführen, die Gründe erörtern weshalb sie ihre weißen Freunde verläugnen? Und: würden sie ihn auch verläugnen wenn er in Not, verhaftet oder unter ähnlichen Umständen leiden würde? Das sind Fragen die man pauschal eh nicht beantworten kann...

Aber diese Dinge, siehe meine Einleitung, sind auch wieder nicht Thaitypisch, so wie vieles das hier als typisch Thai beschrieben und durchdiskutiert wird. Ist es nicht manchmal die Waschfrauenmanier, die indem man von anderen Leuten (und Ländern) redet, von den eigenen persönlichen Problemen ablenken soll?
 
M

mehling

Gast
@KhunLuk

Hier gleichen Thais und Deutsche sich, Geschichte und Geografie - schwach
Wie kommst du denn auf das schmale Brett??? - Oder sind das Erfahrungen mit dem Personenkreis mit dem du verkehrst???

mehling
 
M

MrLuk

Gast
@mehling,

Das war eine Andeutung ;-)
Thais und Deutsche tendieren dazu alles aus "eigener" und nicht aus globaler Sicht zu sehen. Amerikaner übrigens auch....
 
J

Joe-SixPack

Gast
@Dauwing

Interessanter Beitrag von dir.
---------


Mich darf man in Thailand mit dem Vornamen ansprechen.
Das wird so vom Hotel, Polizei, Immigration, Freunden und allen die mich kennen gehandhabt.

Einige sehr gute Freunde sprechen mich auch mit einem Spitznamen an.

Dann gibts noch die Variante von Sir die einige Thais und die Amis bei mir benutzen.

Wenn mich mal ein Thai mit Farang anspricht gibt direkt ein

"Alai wa" zu hören.

Dann wissen die was die Stunde geschlagen hat. :lol:

Joe :wink:
 
Micha-Dom

Micha-Dom

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Ich bin der Meinung der Begriff Farang beinhaltet mehr als vermutet. Dieser gehört zur Kultur Th, diesen gebrauchen diesen Begriff. Viele Thais sehen etwas in den Farang und erhoffen sich was. Ganz normal in der Welt. Nur was der Begriff im Zusammenhang der eigene Persönlichkeit steht, da ist jeder selber des Glückes Schmied. Im allgemeinen hebt ein „weiser" Schwiegersohn die Stellung im Dorf an, die Kreditwürdigkeit des Schwiegervaters steigt. Da ist die Annahme, das ein Farang jetzt die Family stützt, ein Argument. Schein und Sein. :rofl: :rofl: :rofl:
Baut ein Farang ein Unfall, ist mal dieser erst Schuld, den er ist der Reichere. Klar, wenn ein paar neue Verwande und deren Freunde mit unterwegs sind, wer zahlt, der Farang. Unser Ruf als Farang, der Zahlmeister in allen Lebenslagen, der Naivling, keine Ahnung im Beziehungsgeflecht der Bindungen und Verwicklungen. Er kann noch mehr, die Rente, das Gesundheitswesen, die Vollkaskoversicherung in allen Bereichen, all das kann dieser finanzieren. Dieser kommt aus einem Land, wo soziale Wohltaten für alle gilt. Wenn man es besonders geschickt anstellt, tauscht man eine Tochter ein und bekommt ein Pickup mit den zugehörigen Wohnhaus und hat ausgesorgt für alle Tage. Das sind so die gängige Klischees. :wink:
Wir, viele Farangs, erhöhen auch den guten Ruf oder werden diesen gerecht. Manche zeigen gerne ihr dickgefüllten Brieftaschen und geben an wie die Könige. Wer wie ein König behandelt werden will, erweckt halt Erwartungen und Erfüllung diverser Wünsche. Also, jeden sein Königreich, König sein ist halt lieb und teuer.
Also mault nicht und zahlt den Scheinkönig, denn zahlen muss ja jeder in diesen Land (D), von einen Euro verdient bleiben nicht mal 40 Cent übrig. :fertig: Man hat sich daran „gewöhnt" und König hier ist man nicht. :heul:
!!!Welcome Farang!!!

jon Farang.... :undweg:
 
Jinjok

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Vor 300 Jahren waren die ersten Europäer die nach Thailand kamen Franzosen.

Es scheint im Westen eine unausrottbare Legende zu sein, daß die Franzosen die ersten Europäer in Siam waren. Jedoch scheint mir das nur ein Gerücht oder Übersetzungsfehler zu sein? Übereinstimmend berichten die verschiedensten Quellen darüber, daß die ersten Franzosen erst Anfang des 17. Jahrhunderts nach Siam kamen.

Aber bereits um 1516 (heute vor 486 Jahren) errichteten die Portugiesen aus Malacca kommend in Ligor (Nakhon Si Thammarat) einen Handelsposten mit der Genehmigung des Ayutthaya-König Rama Thibothi dem II. Danach kamen noch Ende des 16. Jahrhunderts auch die Spanier und die Engländer nach Siam. Demnach waren die Portugiesen die ersten Europäer, die sich in Siam aufhielten und mit denen die Vorfahren der Thai es zu tun hatten.

Warum wir dennoch heute in Thailand als Farangs bezeichnet werden, muß einen anderen Grund haben, da die Franzosen jedenfalls als letzte der 4 großen europäischen Seefahrernationen in Siam ihre Aufwartung machten nachdem bereits Portugiesen, Spanier und Engländer hier waren.
Jinjok (ein Farang)
 
M

mehling

Gast
@jinjok

genau so isses, die Portugiesen waren die ersten Europäer in Siam...und sie waren es auch die den Siamesen die Chillies mitgebracht haben, vorher war das Essen nämlich nicht pet pet :lol:

mehling
 
Micha-Dom

Micha-Dom

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Nicht nur pet pet .. super pet.
Die haben halt auch einen Waschzuber noch dazu gestellt und verlangt, dass die weisen Teufel sich endlich mal waschen…..
:rofl: :rofl:
Falang aloi di mag ... phuut dom.
Farang ist eine Frucht, schmeckt gut…
:nixweiss:
Die Portugiesen haben halt nicht eine bedeutende Rolle gespielt, die Franzosen später schon. Die haben die östlichen Nachbarländer besetzt und haben schon Eindruck auf die Thais gemacht. Diese haben schnell erkannt, dass man die Farangs nicht so einfach besiegen kann, die haben die besseren Waffen. Also spielt man in den Reigen der Nationen mit und wer fähig ist, das Beste aus dem Ausland sich anzueignen, überlebt. Geschicktes Taktieren und ein reger Diplomatischer Plausch hat was, Schutzbündnisse auch. Thailand ist nicht besetzt worden, wie andere Völker, erinnert mich auch an etwas ungeschickt ausgedrückt an Japan. Also Farang – Thai und nicht Massa - Buano oder so was. Sondern der thailändische Weg.
:cool:
:undweg:
 
T

Thorsten

Gast
Am Anfang haben auch alle nur Farang gesagt wenn sie über mich gesprochen haben.

Das hatte mich ein wenig gestört und da hab ich meiner Frau gesagt, sie soll doch bitte klarstellen, dass ich auch einen Namen habe.

Seitdem sprechen mich alle mit meinem Namen an. Bei Fremden ist es mir egal. Farang ist für mich keineswegs ein Schimpfwort. Es stört mich auch nicht, dass nur Farang gesagt wird und nicht Khun Farang um mal auf Nelsons Frage zurückzukommen.
 
T

Thaisanuk

Gast
Wo gibts denn sowas. Wenn mich ein Thai mit Farang anspricht is kurz vor ultimo. Erst wird ihm laechelnd mein Name gesagt, den kann er natürlich nicht aussprechen und dann wird er gnadenlos ausgelacht, danach gehts dann ab zum Singh. Nur so kann man die fast schon legendaere Ueberheblichkeit mancher Thais brechen. Stolz kann man nur mit Stolz beantworten um nicht das Gesicht zu verlieren. So hat mir das jedenfalls meine Mia beigebracht, die es sich allerdings bei keiner Gelegenheit entgehenlassen kann ueber mich als Farang zu sprechen. Aber da ist man ja generoeser :rofl:

Plost Falang!
 
Thema:

Farang und Neger

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