Es geht doch darum, dass viele keinen Ausgleich mehr haben... also nur noch vor dem PC sitzen... und das ist wie bei allen Übertreibungen, ungesund... für Körper & Geist...
Es geht hier ja nicht um Übertreibungen. Wer 8 Stunden am Tag vor einem PC sitzt hat immer noch 8 Stunden für den körperlichen Ausgleich und 8 Stunden zum Schlafen.
Aber es gibt ja Leute, die einen PC, Internet und Facebook komplett verfluchen. Da gibt es so einen Idioten, der gerade ein Buch geschreiben hat und bei Lanz diese Woche einen völlig abartigen Auftritt hatte. Der lehnt Computer komplett ab, weil er schädlich für die Menschheit sei. Solche Leute gehören für mich in die Psychiatrie. Das Schlimme dabei ist, aber dass das Publikum das glaubt und fleißig Beifall klatscht. Das ist ja schlimmer als die Islam- oder Europhobie. Ich frage mich, was das Volk wirklich so krank gemacht hat.
Erst nach einer langen Therapie kam er wieder auf die Beine und ist heute Lehrer.
Eigentllich wollte ich schreiben "Dann hat die Therapie ja nichts genützt", aber das lasse ich lieber.
Spiele die heute keiner mehr kennt... wie z.B. Völkerball...
Na, und?
Dafür kannte in den 70er keiner Angry Birds. Spiele ändern sich. Die Jugend von heute hat eine riesengroße Auswahl. Ich spiele mit meiner Tochter sowohl PC-Spiele (PC, iPad und Wii), alte und neue Brett- und Kartenspiele und auch Federball und andere Sportarten - also bunt gemischt. Ich weiß nicht, was daran negativ sein sollte. Und wer behauptet, ein Sieg an der Wii macht weniger Freude als auf der Straße beim Federballspiel, der irrt sich.
Der Vorteil ist, dass man auch mal alleine spielen kann. Wie willst du denn Völkerball spielen, wenn du alleine bist???
Als ich früher alleine war konnte ich höher Patience alleine spielen. Man konnte eben auch nicht früher erwarten, dass alle Freunde ständig Zeit hatten, denn auch damals gab es Schule, häusliche Verpflichtungen, Ferienzeiten, Fulltimejobs der Eltern usw.
Früher hatte ich viel Radio gehört und Musik mit dem Kassettenrecorder mitgeschnitten. Heute geht das eben über PC, Youtube, MP3-Player. Das alles ist doch nur ein techischer Unterschied. Das Prinzip bleibt doch gleich.
Früher hatte man Brieffreundschaften in Zeitungsinseraten gesucht, heute geht das über Facebook. Oftmals hatte man einen Brieffreund nie live gesheen, aber ihm trotzdem jede Menge intime Dinge anvertraut. Und das war auch nicht geheim, da die Geheimdienste ja Briefe immer schön mitlesen oder Telefonate abhören. Also wo ist da der Unterschied zu Facebook? Nur hat niemand vor Brieffreundschaften gewarnt. Damals war eben die Phobie noch nicht so extrem.
möglicherweise haben wir unterschiedliche Ansichten von Freundschaft... denn eine Freundschaft ist für mich etwas besonderes... ich habe nur sehr wenige wirkliche Freunde, weil ich nicht mehr möchte... und mit diesen verbindet mich etwas, das man nur im realen Leben erleben kann... Lebenszeit, die man miteinander verbracht hat...
Es geht gar nicht darum, wie ich Freundschaft definiere. Ich weiß jedoch, dass es jeder anders sieht. Und das war schon immer so - auch in der "realen" Welt. Ich spreche daher auch lieber von Kontakten, da alles andere wirklich zu undefinierbar ist. Und genau da geht ja der Trend hin. Niemand wird in 50 Jahren mehr von Freundschaften sprechen, weil sich das Zusammenleben ja eh verändert. Du kannst eben nicht erwarten, dass es in Zukunft noch so etwas wie einen besten Freund gibt. Das mag man zwar bedauern, aber man kann es nicht verhindern. Der Trend geht klar in Richtung Vernetzung mit allen. Und das wierderum klingt doch gar nicht so schlecht. Jeder versteht sich dann mit anderen. Es gibt dann vielleicht keine intimen Freunde mehr, aber eben auch keine Feinde.
Anstatt sich persönlich näher zu kommen, teilt man die Welt eher in Themen auf. Bei einem Thema ist man dann eben einer oder mehreren Personen näher als bei anderen. Und da macht ja durchaus Sinn.
Aber es geht hier ja weniger um Sinn. Es geht doch viel eher mal wieder um das Nachtrauern von Traditionen nach dem Motto "Früher war alles besser". Das ist einfach logisch gesehen Unsinn. Ich fand früher auch viel Dinge sehr gut. Aber wenn ich das dann mal näher betrachte und vergleiche, dann möchte ich nicht mit der Vergangenheit tauschen. Die heutigen Möglichkeiten und Chance sind einfach so enorm hoch - für Kids und unsere Generation.
Und ich bedauere einfach jeden, der das nicht erkennt, sondern der Vergangenheit hinterherjammert.
wenn man die Abhängigkeiten erlebt, ist eine Warnung und etwas Zurückhaltung nicht verkehrt... oder würdest Du Deinem Kind auch Haschisch empfehlen... nur weil Du (?) damit einige schöne Momente hattest...?
Auch hier kennen wir die Gefahren und warnen.
[/QUOTE]
Ich warne mein Kind nur vor gefährlichen Dingen. Das hat aber wenig mit Abhängikeit zu tun. Ich bin auch abhängig, was viele Dinge betrifft. Natürlich bin ich auch PC- und Internetabhängig, so wie ich auch Eiskaffeabhängig bin. Das weiß ich, doch sehe ich das als ungefährlich an, da ich ja weiß, dass es mir und meiner Umwelt nicht schadet. Daher warne ich auch nicht davor.
Man kann ja auch gerne Gefahren aufzählen, doch normalerweise zählt man erstmal die Eigenschaften und Vorteile auf, bevor man dann im Kleingedruckten die Gefahren nennt.
Ein Arzt sagt ja auch nicht, wenn er ein ein Medikament verschreibt "Dieses Medikament macht Aua-Bauch". Dann wird der Patient dämlich schauen und fragen, warum er es ihm verschreibt. Und erst dann fügt der Arzt hinzu "Na ja, ich habe gehört, es soll ganz gut helfen gegen ihre Krankheit".
Nein, der Arzt sagt zurecht zuerst, dass er eine gute Medizin gegen die Krankheit hat. Und evtl. fügt er dann noch in einem Nebensatz oder auf Rückfrage hinzu, dass es in selten Fällen Aua-Bauch machen könnte.
Warum aber wird bei modernen IT-Dingen immer erst groß gewarnt??? Das geht in meinem Kopf nicht rein.