Ich glaube wir deutschen sind mitunter die einzigen, die sich bei niedrigen Zinsen Sorgen um ihre Ersparnisse machen. Das liegt vor allem daran, das wir unser Erspartes nicht investieren, sondern auf quasi risikolosen Sparbüchern "parken" und dann erwarten, dass daraus dann nennenswerte Erträge erwachsen.
Anderswo sieht man niedrige Zinsen sehr viel positiver, da sie zu steigenden Sachwerten wie Gold oder Aktien führen.
Ich sehe hier eine Hauptursache in den Lücken unseres Bildungssystems. Man kann hierzulande mit bestandenem Schulabschluß zwar Goethe rauf und runter zitieren, ist in finanziellen Dingen aber Analphabet. Welcher normale Schulabgänger kann denn heute eine Hypothek von einem Darlehen oder eine Dividende vom Anleihezins unterscheiden. Da darf man sich dann nicht wundern, warum der Großteil der "Sparer" für die Rente auf das Sparbuch oder unsinnige Versicherungspolicen vertraut.