Export generell bzw. Kleidung aus Thailand exportieren

Diskutiere Export generell bzw. Kleidung aus Thailand exportieren im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Super Tipps! Bin in 2 Wochen mal wieder in Deutschland und werde mich um das alles kümmern. Firma in Deutschland hab ich bereits aber mich eben...
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Jay25

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Super Tipps! Bin in 2 Wochen mal wieder in Deutschland und werde mich um das alles kümmern. Firma in Deutschland hab ich bereits aber mich eben noch nicht um die Einzelheiten gekümmert. Richtig verkaufen werden wir eh erst in 3-4 Monaten bis dahin hab ich das geregelt.

Würde mich über noch mehr Informationen in der Richtung freuen. Es sollte hier ein virtuelles "buy a beer" button geben, um einen auszugeben.
 
songthaeo

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irgendwie vermisse ich einen Beitrag von mir in dieser Rubrik. :heul:
 
Mr_Luk

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Ich bin bestürtzt Helmut! Es war doch nicht etwa der ellenlange, mit den wichtigen Infos und wertvollen Insidertips, oder? ;-)
 
songthaeo

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nein Luc,
es war nur ein Einzeiler mit 3 Smilies.Ist aber nicht wichtig, da es mittlerweile gute Expertenratschlaege gibt. :computer:
Prost zum demnaechstigen virtuellen Bier in Chiang Mai :-)
 
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Talingchan

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Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Firma Interfracht aus Bremen in den letzten Jahren gemacht.( www.Interfracht.de)Emails werden innerhalb einer Stunde beantwortet und dadurch ist man immer auf dem Laufenden wo die Fracht sich befindet.
Hier mal eine aktuelle Rechnung vom 1.Februar fuer 2meter :

LCL Sercice Charge 30,00 Euro
Kaigebuehren 37,56
Delivery Order Fee 35,00
GSC Security 3,14
Zollabfertigung 65,00 Euro

Dazu kommen dann natuerlich die 19 % EUST
und die Frachtkosten per LKW an den Zielort .

Von Bangkok nach Hamburg dauert die Seefracht 25 Tage .
Kosten fuer den ersten meter 6500 Baht, inklusive :
Original Bill of Lading ( Seefrachtbrief ) aus Thailand,
Handelsrechnungen und das Begasungszertifikate.
Jeder weitere meter kostet 4800 Baht .

So kompliziert ist es garnicht Waren aus Thailand nach Deutschland zu importieren wenn man auf beiden Seiten die richtige Spedition hat.Bis ich diese allerdings gefunden hatte durfte ich auch eine Menge an Lehrgeld bezahlen !

Gruss aus Bangkok Noi - Frank
 
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Tramaico

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Export von Bekleidung in die EU:

China hat zwar fuer seinen Ramsch preisliche Vorteile, unterliegt aber weiterhin in Bezug fuer Bekleidung und Schuhe der Quotenregelung.

Fuer Thailand besteht die Quotenregelung seit ca. 2 Jahren nicht mehr, jedoch ist es erforderlich, dass ein Ursprungszeugnis, zertifiziert vom thailaendischen Ministry of Commerce ausgestellt wird. Ohne dieses Ursprungszeugnis ist eine Zollabfertigung in Deutschland nicht moeglich.

Um ein Ursprungszeugnis anfordern zu koennen, muss der
lizenzierte Exporteur (Inhaber einer sogenannten Smart Card) zusaetlich bei thailaendischen Ministry of Commerce gelistet sein. Die Firma erhaelt dann eine weitere entsprechende Mitgliedskarte.

Das Flagschiff dieser Karte ist die Textile-Card, die praktisch berechtigt alle Arten von Ursprungszeungnissen einzufordern, inklusive des Form-A. Bei Form-A handelt es sich um sogenannte Praeferenzware, dass heisst Ware, die mit einem reduzierten Zollsatz belegt wird. Statt der gewoehnlichen 12% kommen lediglich 9,6% zum Tragen.

Nur mit sehr wenigen Ausnahmen (z. B. Badebekleidung) unterliegt der Import von Textilien aus Drittlaendern (= Nichtangehoerige der EU) Handelsbeschraenkungen oder zumindest einer Handelsueberwachung. Die Beibringung von Ursprungszeugnissen, die nur dann vom thailaendischen Handelsministerium autorisiert werden wenn der stichhaltige Beweis erbracht werden kann (speziell in Bezug auf Form-A), das die Ware ihren Ursprung auch tatsaechlich in Thailand hat und nicht aus China oder Vietnam kommt und lediglich in Thailand umetikettiert wurde.

Werden Textilien nach Deutschland eingefuehrt muessen sie auch entsprechend gekennzeichnet sein (Herkunftsland, Textilkomposition, Pflegeanleitung). Soll die Ware nur in Deutschland vertrieben werden, muss die Etikettierung in deutscher Sprache sein. Achtung: Bestimmte Faerbuengsmittel sind in der EU verboten und gegebenenfalls fordert der Zoll ein Zertifikat vom Exporteur, dass die Ware frei von diesen Farben ist.

Auch ist Vorsicht geboten, wenn die Ware Logos bzw. Markennamen aufweist. Gegebenenfalls muss dann ein Zertifikat beigebracht werden, dass die Ware mit Erlaubnis des moeglichen Markeninhabers vertrieben wird.

Grundsaetzlich ist immer zu empfehlen VOR Veranlassung einer Warensendung mit dem zustaendigen abfertigenden Zollamt (haengt vom Warenendzielort ab) Ruecksprache gehalten wird. Welche Dokumente und welche Etikettierung ist erforderlich. Auch ziehen es die meisten Zollaemter vor, wenn vom Exporteur vortariffiert wird, also die Ware nach dem Harmonized System (HS), der sogenannten Taric-No, klassifiziert wird, da es den Job der deutschen Zoellner erheblich einfacher macht.

Wesentlich bei der Klassifizierung von Textilien ist die Warenart (teilweise wird sogar zwischen maennlichen und weiblichen Verbrauchern unterschieden), verwendetete Materialienart(en) (Naturfaser oder Chemiefaser), Herstellungsprozess ("woven" oder "knitted".) Man muss somit ueber die vollen Artikelparameter verfuegen, um korrekt klassifieren koenne. Falschklassifikation kann zur Beschlagnahmung der gesamten Warensendung fuehren oder es kann auch bereits bei Anforderung des thailaendischen Ursprungszeugnisses zu Problemen kommen.

Auch nach erfolgtem Export ist der thailaenische Exporteur noch nicht aus seiner Pflicht entlassen. Er muss beim thailaendischen Handelsministerium innerhalb von 30 Tagen nachweisen, dass die Ware tatsaechlich ordnungsgemaess ausgefuehrt wurde. Ausserdem, dass die Sendung im Versendungsmonat auch ornungsmaessig steuerlich (Formular Por Por 30) gemeldet wurde. Ein Versaeumnis und hierzu gehoert bereits die nicht firstgerechte Meldungen, fuehrt unweigerlich und unwiederuflich zu einer Sperrung als Textilexporteur. Thailand will und kann es sich nicht leisten auf die schwarze Liste seiner Handelspartner zu kommen und somit haelt das Handelsministerium ein waches Auge auf diesen Angelegenheiten.

Logistische Kosten: FOB-Kosten pro Sendung ca. 6.000 - 10.000 Baht (wenn sich die Ware in Bangkok befindet). Kleinere Sendungen (= LCL, Less than Container Load)
Transportkosten bis zum deutschen Bestimmungshafen: ca. 60 US$ pro Kubikmeter
Zollclearing in Deutschland: Ca. 60 Euro

Luftrachtkosten abhaengig vom Gewicht: Bis 45kg ca. 250 Baht pro KG, danach wird es wesentlich billiger

Generell ist zu empfehlen leichte Sendungen wie 20 oder 30kg nicht auf dem Frachtweg abzuwickeln, sondern es ist meist guenstiger per Post, da Frachttransporte ein recht umfangreiches Handling erfordern und somit relativ hohe FOB-Kosten zum Tragen kommen, plus zusaetzlicher Aufwand im Bestimmungshafen, waehrend Post bzw. auch Kurierdienste alles inklusive von Tuer zu Tuer liefern.

Mit vielen Gruessen,
Richard :wink:
 
Mr_Luk

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Wie aus dem Schulbuch Richard, allerdings nicht wirklich praxisbezogen. Certificate of Origin und Form "A" besorgt jede Cargo Firma die auf Export spezialisiert ist, von sich aus. Unter Umständen ist der Importsteuersatz über Form A sogar noch günstiger, und manche Waren sind sogar steuerfrei. Textil allerdings nicht.

Der Lizensierte Exporteur ist in dem Fall die gewählte Cargo Firma in Thailand selbst und sie kümmert sich ebenso um den Nachweis für den innländischen Ursprung der betreffenden Waren, als auch um die Meldepflicht. Im Prinzip wird die globale Rechnung (der gesamten auszuführenden Waren) von der Cargo Firma ausgestellt, somit fungiert sie auch offiziell als Exporteur und ist haftbar im Falle von Versäumnissen und Irregularitäten. Das entlastet den "Kunden" natürlich enorm.

Die Zahlen die du angibst sind teilweise "Netto-transportkosten" bei denen keine Verpackung und andere annexe Dienstleistungen inbegriffen sind. Wie schon vorher angemerkt verdienen die Transportfirmen ihr Geld aber mit Verpackungskosten, Anfahrt nach BKK (z.B. im Falle von Chiang Mai als Ursprungsort) und natürlich über die Beschaffung der beschriebenen Formulare, Zertifikate und Papiere, sowie andere Formalitäten. Da das ganze bevorzugt als Pauschale verrechnet wird, bleibten die einzelnen Dienstleistungen preislich nicht sehr transparent. Es ist also am Besten einen kompletten Kostenvoranschlag bei der Firma seiner Wahl zu machen. Zahlen die hier genannt werden sind wirklich nur grobe Richtlinien.
 
ohlahoppla1

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Hallo Jay25,
versuche über das Internet doch eine Firma zu finden die schon nach D Textilien exportiert.
Die haben dann Erfahrung, Volumen mit günstigeren Frachtraten.Da kann Du dann mit Deinen Teilen einen größeren Container weiter auffüllen.In der Regel haben die auch dadurch einen Vorteil, da mit Deinen Teilen auch für die es immer leichter wird größere Container zu belegen,Dies machen sogar große Handelsunternehmen um
Engpässe mit nicht genügend eigener Tonage billig und schnell nach D zu bringen.
Aber suche Die in Th einen Geschäftspartner der entweder schlecht Deutsch, besser noch sehr gutes Englisch beherscht
und zumindest alle Incoterms beherscht.
Tipp Versuche aber auch das der für Dich die Verzollung
in D am Hafen abwickelt und auch bis dahin Dir einen durchgängigen Versicherungsschutz schriftlich garantiert.
Versicherungen und Verzollungen am Bestimmungshafen sind nicht gerade ein Lieblingsthema der meisten asiatischen (China, Hong Kong. Singapure und Th ? ) Trader.

Die Teile die Du nach D exportierst, sind das hochwertige Teile die man nur schwer in D erhalten kann und es nicht dabei schon zuviele Mitbewerber (Profis) hier bereits gibt ? Dann kämpfst Du gegen den Strom.

Viel. viel Erfolg und gutes durchhalte "vermögen" wünsche ich Dir.
 
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Tramaico

Gast
Mr_Luk" said:
Der Lizensierte Exporteur ist in dem Fall die gewählte Cargo Firma in Thailand selbst und sie kümmert sich ebenso um den Nachweis für den innländischen Ursprung der betreffenden Waren, als auch um die Meldepflicht. Im Prinzip wird die globale Rechnung (der gesamten auszuführenden Waren) von der Cargo Firma ausgestellt, somit fungiert sie auch offiziell als Exporteur und ist haftbar im Falle von Versäumnissen und Irregularitäten. Das entlastet den "Kunden" natürlich enorm.
Luk, diese Praxis ist aber "halb-kosther" und eventuell sind die Tage gezaehlt. Habe vor nicht allzu langer Zeit einen Anruf von einem Deutschen erhalten, der Ersatzteile exportieren wollte, aber das Verfahren des "Proxy-Exporteurs" anscheinend nicht mehr funktionierte.

Die Cargo-Firma ist kein Exporteur, der unter seinem Namen die Packliste und die Handelsrechnung erstellt und in der Regel verfuegt die Cargo Firma auch nicht ueber eine Exportlizenz oder die Karte des Handelsministeriums. W

as allerdings ueblich ist, dass der "echte" Exporteur Personen einer Cargo Firma nominiert, fuer seine Exportfirma die Zertifikate anzufordern. Auch koennen sie natuerlich in dieser Repraesentantenfunktion dann auch die entsprechenden Nacharbeiten machen, naemlich den Ausweisnachweis erbringen, aber alles weiterhin unter der Fahne des Exporteurs.


Kurzum ein Speditionsunternehmen ist kein Handelsunternehmen. Der Trick, der angewendet wird ist, dass sich die Indentitaet eines "Handelshauses" ausgeliehen wird.

Steuerlich auch nicht unproblematisch, denn der Exporteur muss ja die Ware auch irgendwo her haben und es muessen entsprechende Kaufbelege existieren, gemaess der doppelten Buchfuehrung. Was rausgeht (natuerlich mit Handelsaufschlag) muss vorher reingekommen sein. Margen muessen realistisch sein, damit nicht der Verdacht der Geldschieberei oder Geldwaesche aufkommt. Selbst multinationale Unternhemen sind in Bezug auf "Tranferpreise" nicht voellig handlungsfrei.

Natuerlich gibt es Tricks und graue Praxis im internationalen Handelsgeschaeft, aber nun ja, kann natuerlich auch einmal ins Auge gehen.

Letztes Jahr erhielt ich einen Anruf von einem Deutschen, der 1.000 T-Shirts nach Deutschland importieren wollte. Eingekauft im Bereich Pratunam und von einer dubiosen Speditionsfirma auf den Weg gebracht. Das "Ursprungszeugnis" war eine Farce. Nicht das autorisierte und durchnummerierte Zertifikat vom Handelsministerium sondern eine pauschale Bestaetigung des Spediteurs/Exporteurs aus eigener Feder, dass die Ware ihren Ursprung in Thailand hat.

Kurzum die Ware ist im Zoll haengengeblieben. Die Dokumente eine Katastrophe. Die Frage kam auf, wie kommen ich jetzt im Nachhinein (natuerlich moeglichst kostenfrei) an die Zertifikate fuer das Zoll-Clearing. Antwort: Gar nicht - Sendung abschreiben.

Das ansich sehr hilfsbereite Handelsministerium gab mir letztes Jahr ganz klar zu verstehen: "Wenn Du als Exporteur Mist baust und dies bringt uns (Thailand) in Miskredit, dann ziehe Dich warm an". Ja, man versucht in der Regel so viel wie moeglich zu helfen, weil man natuerlich am Exportgeschaeft interessiert ist und drueckt auch mal ein Auge zu (Thailands Pragmatismus) aber dennoch muss sich alles doch im groben vorgebenen Rahmen bewegen.

Als SME (kleines bis mittelstaendisches Unternehmen) muss man sich natuerlich weitaus eher ueberlegen, ob man sich gegebenfalls erlauben kann eine Sendung abzuschreiben. Im Extremfall kann es sogar den Ruin der Firma bedeuten.

Was passieren kann, ist das Beispiel China vor ca. 1 Jahr. Die EU hatte beschlossen die Quotenregelung fuer Textilien gaenzlich aufzugeben. China-Ware flutete nun in einem Mass in die Region, die die EU kalte Fuesse kriegen liess. Fazit: Fuer China wurde wieder eine Quote etabliert und ueber Nacht standen auf einmal unzaehlige chinesische Container in europaeischen Haefen. Ein Clearing war nicht moeglich, da keine Quotenzertifikate vorlagen.

Die Importeure kamen nicht an ihre bereits bezahlte Ware. Chaos. Keine Ware und im ueberaus hinaus mussten die Importeure natuerlich fuer die Lagerkosten der Container aufkommen. Vermutlich hat dieses dem einen oder anderen das Genick gebrochen, ohne dass eigentlich fuer den Importeur eine Schuldfrage bestand. Wie ist es dann erst, wenn jemand beim bewussten Schummeln ertappt wird?

Ja, generell ist es in Thailand fuer einen erfahrenen Haendler moeglich, alles auf den Weg zu bringen, doch die Probleme tauchen dann auf, wenn die Ware im Zielland eintrifft. Im Extremfall Beschlagnahmung der gesamten Sendung, selbst wenn sie nur teilweise nicht kosher ist.

Der Threadstarter will ja auf Nummer sicher gehen. Dies kann fuer mich aus meiner Sicht nur eines bedeuten. Er registriert selbst als Exporteur und der damit verbundenen Fahrigkeit Packlisten, Rechnungen, Ursprungszeugnisse unter eigenem entsprechenden Namen zu erstellen oder aber schaltet einen "echten" Exporteur ein.

Noch abschliessend ein paar Worte aus eigener Erfahrung. Es macht keinerlei Sinn sich im Billigwarengeschaeft zur verstricken und mit China in einen Preiskampf zu gehen. Es macht auch keinen Sinn E-Bay als Vertriebsschiene zu waehlen, falls es ueber den Rahmen des Eigenimports per Koffer hinausgeht. Qualitaetsware zum angemessenen, sprich moderaten Preis, hier liegt die einzige Chance fuer den thailaendischen Haendler, speziell auch derzeit beim recht starken Baht. Fuer Commodities ist meist nur ein mark-up von 10% drin und manchmal noch nicht einmal dieses.

Discounter aller KIK zu beliefern ist reine Umsatzschoenung und vielleicht Beschaeftigungstherapie aber aus kaufmaennischer Sicht eigentlich absolut unakzeptabel.

Es gibt hier in Thailand speziell im Textilbereich sehr schoene Ware. Fashionable, qualitativ anstaendig zu guestigen Preisen. Diese jedoch auf deutschen Flohmaerkten oder E-Bay verhoekern zu wollen und das auch noch mit Profit ist unrealistisch. Die Distributionsschiene muss somit eine andere sein. Es sind die Boutiquen, die kleinen Einzelhandelfashionshops, dort wo der Kunde noch bereit ist einen oder auch zwei Euros mehr zu lassen.

Ein Container Unterhosen im Zehnerpack fuer 99 Cents? Nein Danke. Hierfuer gibt es derzeit nur einen einzigen Majorplayer und der heisst China. Die Betonung liegt auf derzeit, denn es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange die Brueder ihr Preisdumping noch durchziehen koennen.

Geiz ist geil? Schoen und gut. Das Mekka hierfuer heisst China und E-Bay. Als buddhistischer Kaufmann fuehrt mich selbst mein eigener Weg aber nicht dort hin. Liegt wohl daran, dass meine kaufmaennischen Schulbuecher aus den 80ziger Jahren stammen.

Einfach so in die Kladde geschrieben und aus Zeitmangel nicht korrekturgelesen. Hoffentlich nicht zu wuest bezueglich Schreibfehler und Gramatik, denn manchmal koennen die Finger einfach dem Gedankenschwall nicht folgen.

Viele Gruesse,
Richard :wink:
 
heini

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Kummerland
:bravo: richtig.....
war eigentlich bis vor ein paar jahren immer verwundert, das ich ein einzelteil, an irgendeinem straßenstand in bangkok, wesentlich günstiger kaufen konnte, als eine containeranfrage bei einem rennomierten textilhersteller.... :rolleyes:
wohlgemerkt, das einzelteil in durchaus guter qualität!

gruss heini
 
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Tramaico

Gast
Heini,

meist Produktionsueberschuesse von teilweise sehr namhaften Textilherstellern. Pratunam ist voll von diesen Anbietern.

Problem ist, falls Du dort kaufst, dass diese Haendler nur relativ kleine Mengen anbieten koennen und manchmal bezueglich gewuenschter Farbe oder auch Groessen limitiert sind. Auf die Frage, wann denn wieder diese Jeans in Groesse 32/34 reinkommen wuerden, wird meist mit Schulterzucken beantwortet.

Die Preise dort sind tatsaechlich recht knapp kalkuliert und selbst wenn Du einen Posten von mehreren Hundert Teilen abnimmst gibt es dann nur einen relativ "kleinen" Rabatt von 20 oder 25% vom Einzelhandelspreis.

Problem bei diesem Einkauf bleibt aber weiterhin die Zertifizierung. Ja, ein Exporteur kann auch hier Ursprungszeugnisse besorgen, aber hierfuer muss der thailaendische verkaufende Haendler einen astreinen Cash-Sale Beleg ausstellen. Ort des Verkaufes, Belegnummer, genaue Nennung der Art und Anzahl der verkauften Artikel. Zusaetzlich ein Schriftstueck unterschreiben, dass besagt, das die Ware tatsaechlich thailaendischen Ursprungs ist und dass man mit Falschaussagen gegen das Gesetz verstoesst und belangt werden kann. Zusaetzlich dann noch eine Kopie der Thai-ID.

Echte renommierte Textilhersteller koennen natuerlich mit weitaus bessere Dokumentation aufwarten, speziell wenn es um Form-A geht (hier muessen Angaben zum Produktionsprozess und den Produktionskosten gemacht werden), wollen aber auch Menge sehen. Ein Container ist nicht viel. Einige erwarten eine Abnahme im Rahmen einer kompletten Monatsproduktion, sprich 50.000 oder 100.000 Einheiten.

Viele Leute machen den Fehler und meinen sie koennten eine Ladung Jeans, die man hier fuer 250 Baht erwirbt in Deutschland einfach (praktisch kostenfrei) einfuehren und dann dort fuer 50 Euro oder mehr an den Mann/die Frau bringen. Sozusagen im Vorbeigehen ein paar Tausend oder auch paar Zehntausend Euro verdient.

Viele Gruesse,
Richard :wink:
 
Mr_Luk

Mr_Luk

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Richard,

Ich beschrieb an dieser Stelle wie selbstverständlich die legale und zweifelsfrei korrekte Praxis der vereinfachten Prozedur. Entweder sind die Cargo Companies tatsächlich Exporteur und haben die entsprechende Lizenz, oder sie haben eine Partnerfirma die als Exportunternehmen fungiert und den administrativen Teil des Exports übernimmt. Ich ging ebenso davon aus dass Rechnungen vorliegen und dass die Waren tatsächlich in Thailand hergestellt sind! Das Certificate of Origin ist vom Handelsministrium ausgestellt und echt, echter geht's nicht - und das Form "A" ebenso! Auch wenn es aus Zeitmangel "issued retrospectively" ist und nachgeliefert wird. :cool:

Es ist auch offensichtlich weshalb diese vereinfachte und (wenn man so will) pragmatische Prozedur eingeführt wurde: es gibt hunderte, wenn nicht tausende Einkäufer und Agenten, die täglich für einige Millionen Baht Waren aller Art in Thailand einkaufen und auch herstellen lassen - und diese Waren auch unkompliziert exportieren wollen. Die sind auch nicht daran interessiert sich in Thailand zu etablieren und/oder eine Exportlizenz anzufordern.

Die anderen Zwischenfälle, Katastrophen und Abstürze wegen der Missachtung von Quotenregelungen oder ähnlichen groben Patzern, die du zusätzlich beschreibst sind zwar nützliche Hinweise, gehören aber nicht in den Zusammenhang der von mir erklärten Entlastung durch die Transportfirma beim Export. Vielleicht hast du da im Eifer ein wenig argumentativ über's Ziel hinausgeschossen... ;-)

Kein Land tritt sich selbst in den Hintern bei der "ökonomischen Legislatur", solange alles legal abläuft. Luxemburg hat sogar seine Steuergesetzte komplett zum Vorteil des Steuerzahlers und der Investoren geändert. Ausländische Unternehmen sind bei einem gewissen Investitionskapital (und bei der Schaffung von X Arbeitsplätzen) sogar 10 Jahre Mehrwertssteuerfei! Die Good Year hat es sogar soweit getrieben alle 10 Jahre ein Firma aufzugeben und eine ganz neue Filiale plus Werk aufzubauen - und das ist keinem "aufgefallen". :lol:
 
tira

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Mr_Luk" said:
...Luxemburg hat sogar seine Steuergesetzte komplett zum Vorteil des Steuerzahlers und der Investoren geändert. Ausländische Unternehmen sind bei einem gewissen Investitionskapital (und bei der Schaffung von X Arbeitsplätzen) sogar 10 Jahre Mehrwertssteuerfei! ..
thx luk,

jetzt weiss ich auch weshalb der weltgrösste stahlkocher in luxemburg beheimatet iss.

gruss :wink:
 
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Jay25

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Echt toll euch beiden Luk und Richard zuzuhören weiterhin Danke Danke Danke an euch und alle anderen die ihre Tipps geben!


ohlahoppla1" said:
Die Teile die Du nach D exportierst, sind das hochwertige Teile die man nur schwer in D erhalten kann und es nicht dabei schon zuviele Mitbewerber (Profis) hier bereits gibt ? Dann kämpfst Du gegen den Strom.

Viel. viel Erfolg und gutes durchhalte "vermögen" wünsche ich Dir.
Wir haben eine eigene Marke und arbeiten an der Sache schon seit einem Jahr. Die Produkte und Käufer wie schon vorher erwähnt kaufen die Marke wegen dem Image und Qualität der Verarbeitung. Wir verkaufen exclusive Produkte und hatten schon mal einen Testlauf bei dem wir sogar den Flohmarkt (eBay) mit einem ganz guten Proft verlassen haben.

In Zukunft lassen wir aber die Hände von eBay. Das wir dort verkauft haben kam einfach nur aus reiner Bequemlichkeit weil ich keine Lust hatte einen Shop zu bauen und wir auch damals noch nicht die anderen Webseiten soweit etabliert hatten das wir genügend potentielle Kunden ohne Werbekosten hätten.
 
Thema:

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