Erbrecht

Diskutiere Erbrecht im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; Hallo, ich habe eine Frage zu folgender Situation: Ein Freund hat Grundstück und Haus in Thailand gekauft. Er hat beides, aus welchen Gründen auch...
E.Phinarak

E.Phinarak

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Hallo,
ich habe eine Frage zu folgender Situation:
Ein Freund hat Grundstück und Haus in Thailand gekauft.
Er hat beides, aus welchen Gründen auch immer, auf die
Mutter seiner Frau eintragen lassen. Was passiert wenn
die Mutter nun das Zeitliche segnet ? Erbt seine Frau
beides ohne Probleme, oder gibt es Schwierigkeiten
(von wegen: eine Thai, die mit einem Farang verheiratet
ist, darf kein Grundstück erwerben) ? Oder ist das
Blödsinn?

Da mein Freund keinen PC besitzt, hat er mich gebeten
diese Frage einmal hier zu stellen.
 
K

KLAUS

Gast
Hi Pinarak,
die Gesetzeslage ist derzeit so, dass sowohl eine mit einem Auslaender verheirate Thai, als auch der Auslaender selber, ein Erbrecht gemaess dem thailaendischen Erbrechtsgesetz,
wahrnehmen kann!!
es wird also keine Probleme geben, wenn die Umschreibung erfolgen sollte, die eh unnoetig war, falls der Kauf nach dem 01.04.1999 stattfand, seitdem koennen Thai, die mit Auslaendern verheiratet
sind, Land erwerben, wenn der/die Thai den Kauf aus eigenen Mitteln vornimmt, was aber eine Formsache ist, die nichjt weiter von Belang ist, da durch Unterschrift des "Falang" die Anerkenntnis des alleinigen Besitzes durch die Ehefrau und ein spaeterer Anspruch ausgeschlossen ist.
Sollte ein Auslaender Land erben, dann muss er aufgrund einer anderen Gesetzesnovelle, dieses Land innerhalb einer festgelegten Frist an einen Thai verkaufen/ueberschreiben...
Tut er das nicht, geht der Landbesitz nach einem Jahr an den Staat ueber...:-)
Du siehst, es ist alles bestens geregelt...:-)
Vielleicht noch ein Hinweis fuer Deinen Kumpel,
wenn die Frau keine Geschwister hat, duerfte alles ohne Probleme und grossen Papierkram vonstatten gehen, ist aber und sogar eine aeltere Schwester/Bruder vorhanden, kann es durchaus zu erbrechtlichen Schwierigkeiten kommen, und besonders die Umschreibung des Landes(auch wenn die anderen Geschwister das einverstaendlich mittragen)
kann aufwendig bei den Landamtsbehoerden sein...:-(
Hier mein persoenlicher Rat fuer das weitere Vorgehen in diesem Falle, beim naechsten Besuch in der Familie, sollte der Land/Hausbesitz der auf die Mutter eingetragen ist, (also zu Lebzeiten) als Geschenk(wegen der Steuerfreiheit) an die Ehefrau uebertragen werden, das geht und kostet nicht all die Welt, spaeter ist es teurer und vorallem aufwendiger...:-)
Deshalb, jetzt handeln!!
Gruss
Klaus
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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KLAUS schrieb:
als auch der Auslaender selber, ein Erbrecht gemaess dem thailaendischen Erbrechtsgesetz,
wahrnehmen kann!!

Gruss
Klaus
Tut mir wirklich leid ,Klaus ,aber ich warte bis heute auf eine gesetzliche Untermauerung deiner Behauptung.

Ich will den Streit von damals nicht wieder aufleben lassen ,
aber ich kann mich noch gut daran erinnern ,dass ich bei Grundstuecksuebertragung fuer meine Frau ,ich auf saemtliche Rechte verzichten musste ,darunter auch das Erbrecht.

Kennst du einen Auslaender ,der nach dem Tode seiner Thai Ehefrau das Grundstueck ,zumindest fuer die Frist von einem Jahr ,
als Eigentuemer im Chanot eingetragen bekommen hat ???

Gruss

Otto
 
K

KLAUS

Gast
Hi Otto,
bitte, wenn es Dich so sehr interessiert und wenn Du meiner Aussage nicht glaubst, dann gehe zu einem Anwalt Deines Vertrauens und lass Dich dort ueber das thailaendische Erbrecht rechtsberaten, dann hast Du sicher auch die Gesetzesgrundlage, ich jedenfalls kann sie nicht lesen und verstehen, daher berufe ich mich auf mir vertrauensvoll erscheinende Informationen, die bisher auch Niemand widerlegt hat.
(auch Du nicht)
Ich habe auch bisher noch nicht erfahren, dass es eine durch den Gesetzgeber neue Gesetzaeslage geschaffen wurde.
Deine Forderung, nach einem schriftlichen Nachweis(Gesetzestext, ist unbillig und wuerde Dir kaum helfen, denn ich zweifele, dass Du diesen Text lesen kannst und auch verstehst, ich wuerde es jedenfalls nicht...:_)
Da ich weder Thai lesen und schon ganicht schreiben kann...:-)
Solltest Du es wider erwarten koennen, na dann gehe ins Buchhandelsgeschaeft, dort kannst Du dann den Text nachlesen, sogar kostenlos...LOL;-)
...aber vielleicht haben wir ja einen Experten hier, der das nachweislich klaeren kann...??:-)
Bitte bedenke, dass ich ich und sicher auch andere hier, Dir nicht beweisen muessen, was sie sagen, nur , weil Du es anzuzweifeln gedenkst, aber bitte, Du kannst ja selber gerne den Gegebeweis hier einbringen, so wie Du ihn forderst, mit dem entsprechenden Text, aber bitte durch Dich ins Deutsche uebersetzt und beglaubigt, damit waere dann der "Fall" geklaert und Du haettest die Rechtsgrundlage auch fuer Dich klar umrissen...:-)
Nur zu, ich brauche es zwar nicht, aber wenn es Dich geluestet, es hilft ja schliesslich auch allen, diese Frage zu klaeren...!:-)
Gruss
Klaus
PS:
Vielleicht solltest Du davon ausgehen, dass hier im Forum gegebene Informationen, z.B. zu Rechtslagen, helfende und meisst unverbindliche Informationen sind, die nach bestem Wissen und Gewissen gegeben werden um anderen Forenteilnehmnern eine Orientierung zu geben, Rechtsberatung in verbindlicher Form, verbietet sich auch aus vielen anderen Gruenden und befreit den Informierten nicht von seiner Pflicht, sich an ordentlicher,also offzieller Stelle, seine Rechtsinformation verbindlich zu holen, hier ist es unverbindliche Information zur allgemeinen Vorinformation, mehr nicht, von daher eruebrigt sich, die Texte der Gesetzesgrundlagen zu bringen zu fordern und hier reinzustellen...:-)
Wer diese verbindlichen Texte jedoch sowieso , warum auch immer, zur Verfuegung hat undd as in einer lesbaren Form(english oder gar deutsch), dem wird sicher nicht verboten, sich dieser verbindlichen Texte hier zu bedienen...:-)
------------------------------------------------------------
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Irgenwie kommt es mir vor ,als rede einer um den heissen Brei herum.

Als pensionierter Beamter weis ich doch das eine Gesetzeszitat das A und O ist.
Mir hat gerade so etwas auch in Thailand sehr gute Dienste geleistet ,
wenn ich einen entsprechenden Paragrafen hatte und die Fundstellen habe ich von der D.Botschaft bekommen.

Das hat bestimmt nichts mit Rechtsberatung im Internet zu tun ,sondern damit ,das man seine Behauptung untermauert und fuer andere glaubwuerdig macht.

Was meinst du denn , Klaus ,ich waere ja so froh ,wenn du Recht hast ,dann bekaemest du von mir 1.000 Kuesse uebers Internet ,denn wenn ich erst mal ,durch Erbschaft als Eigentuemer im Chanot stehen wuerde ,dann faende ich auch eine Moeglichkeit ,dieses ueber ein Jahr auszudehnen.
Meinst du ich gebe das Geld fuer einen teuren Anwalt aus um eine Frage zu eroertern ,die fuer mich heute noch nicht akut ist ???
In der Familie meiner Frau ist ein Anwalt ,aber der hat von Auslaenderrecht 0 Ahnung.

Es muesste doch unter den vielen Lesern und Membern hier einer sein ,der mal einen Erbfall mitgemacht hat ,oder sind eure Frauen wirklich so jung ,dass sie nur erben?

Meine Frau kannte mal einen Fall ,da ist die Frau eines Farangs gestorben.
Da wurde der Farang nur gefragt ,wehn er als neuen Eigentuemer vorschlagen wuerde und konnte sich noch ein Wohnrecht einreumen lassen.
Das hat aber nichts mit Erbschaft und Grundstuecksuebertrag zu tun.

Gruss

Otto
 
E.Phinarak

E.Phinarak

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Maha Sarakham / NDS
Hallo Otto,
vielleicht "mußtest" du ja "verzichten" ? Und du hattest damals
gar nicht gewußt, welche rechtlichen Möglichkeiten du hast ?
War der zuständige Beamte etwa ein Verwandter deiner Frau ?

Ich denke du verstehst worauf ich hinaus will.
Wenn man der Sprache in Wort und Schrift nicht mächtig ist,und die aktuellen Rechtsgrundlagen nicht kennt, könnte einem doch sowas passieren.
Ich würde auch einem Anwalt in irgendeiner Provinz jedenfalls nicht
vertrauen. Der ist womöglich noch nie mit so einem Fall konfrontiert
worden,ist völlig überfordert und biegt die "Sache" irgendwie hin
(um nicht sein Gesicht zu verlieren),natürlich zu Gunsten seiner Landsleute.
Aber an wen kann man sich vertrauensvoll wenden ?

Trotzdem, vielen Dank für eure Mühe

Grüsse nach Thailand, wo ich jetzt auch gern wäre
 
K

KLAUS

Gast
Hi Otto, ich will mich mit Dir nicht streiten,
Deine letzte Einlassung zeigt mir, dass Du mein Posting nicht verstehen moechtest, dabei war es sehr deutlich ich meine eindeutig formuliert, also Deine meinung, ich "rede um den heissen Brei", ist nicht gerade diskussionsfoerdernd...:_)
Sei Dir aber verziehen, denn ich kenne ja Dich und deine Art mit manchen Dingen umzugehen nun ausreichend...:_)
Deshalb moechte ich auch nicht weiter darauf eingehen, nur vielleicht soviel, wenn DU mir nicht glaubst, solltest Du fairerweise, statt mich des falschen Aussagens zu b eschuldigen, den Beweis antreten, dass ich falsch liege, dann darfst Du mit Sicherheit darauf warten, (nur den kleinen Moment)...:-), dass ich mich nicht nur bei Dir fuer meine Fehl-Info entschuldige, sondern generell hier!
Das erfordert mein mir hoffentlich noch nicht verlorengegangener Anstand...!:-)
Also, rede nicht rum, sondern handle, oder lass Deine Unterstellungen, die nicht gerade sinnvoll sind, einfach sein...!!:-)
Es bringt nichts....:-)
Ich koennte jetzt ueber einen Fall berichten, der nicht nur mir bekannt ist, sondern (ich glaube bis etwa 2000/01, durch die deutschsprachige hiesige Presse ging, es war ein "Fall" hier aus dem Norden, es steht mir nicht zu, diese Dinge ohne Einverstaendnis der Betroffenen hier zu publizieren, waere auch zu umfangreich...:-)
Statt also , dass wir uns streiten, solltest Du beweisen, dass ich unwahr geschrieben habe...!:-)
(das nennt man wohl Beweisumkehr?...:-)
Ist hoffentlich verstaendlich und beruehrt Deine "Beamtenseele" die Du ja selber ins "Spiel" gebracht hast , hoffentlich nicht...:-)
Also, nichts fuer ungut, einen schoenen Tag noch und zukuenftig mehr Glueck im Umgang mit den hiesigen Gesetzen, wuenscht
Klaus
 
C

CNX

Gast
Hallo,

habe zu diesem Thema kürzlich mal vom Konsulat folgende Information erhalten:

Der Ausländische Ehegatte kann erben. Er darf das Grundstück jedoch nicht in seinem Besitz behalten, sondern ist verpflichtet dies innerhalb eines Jahres zu veräussern. Alternativ kann er das Grundstück aber, falls vorhanden, an seine Kinder weiterschenken oder vererben. Dies jedoch nur, wenn sie auch die thail. Staatsangehörigkeit besitzen.

Werde mal sehen, wo es diese Info schriftlich gibt und dann die Quelle veröffentlichen.

Gruss
C N X
 
W

woody

Gast
So wie es nun Klaus und Otto in (un)missverständlichen Beschreibungen des Sachverhaltes bekundet haben, ziehe ich folgenden Schluss: ein Farang kann ein Grundstück erben, wird aber nicht als Eigentümer in den Chanot eingetragen und muss das Grundstück in ´angemessener´ Zeit verkaufen.
Das bedeutet für mich, wenn man als Ausländer in Thailand ein Grundstück erbt, kann man es nicht für sich nutzen, sondern man ist verpflichtet, es an einen thailändischen Staatsangehörigen zu verkaufen.
 
K

KLAUS

Gast
Hi Woody,
natuerlich , kann ein Auslaender, nachdem er ein Grundstueck geerbt hat und dieses innerhalb einer Frist an einen Thai abgeben muss, trotzdem nutzen, da gibt es Moeglichkeiten, zwar nicht Eigentuemer zu sein, aber es wie ein Eigentuemer zu nutzen...:-)
Man muss es nur entsprechend regeln...:-)
Da gibt es sicher indivuduell verschiedene Moeglichkeiten, das haengt dann sicher auch vom Auslaender und seinem Umfeld ab.
Es gibt sicher genug Beispiele, wo ein Auslaender nicht Besitzer, aber Nutzer auf Lebenszeit eines Grundstueckes mit Haus ist...!
Will sagen, die thailaendische Rechtssprechung/Gesetzgebung, hat da genuegend Moeglichkeiten offen gelassen um ein Nutzungsrecht fuer Auslaender zu realisieren, Besitzrecht auf Dauer gibt es natuerlich nunmal nicht...
Muss auch nicht sein, denke ich, da die anderen Rechtsformen sicher ausreichen um sein Nutzungsrecht ordentlich aufzubauen,
Da sollte man bei Bedarf einen Fachanwalt konsultieren, der dann sicherlich die verschiedenen Varianten erlaeutern kann, wenn man Glueck hat...:-)
Gruss
Klaus
PS:
Dies hier zu diskutieren halte ich fuer nicht sinnvoll, da es zuviele, verschiedene Meinungen gibt, aufgrund des individuellen
Wissensstandes der Forenteilnehmer...:-)
 
W

woody

Gast
Hallo Klaus,
ich schrieb: wenn man als Ausländer in Thailand ein Grundstück erbt, kann man es nicht für sich nutzen, sondern man ist verpflichtet, es an einen thailändischen Staatsangehörigen zu verkaufen.

Will sagen:
Eigentümer mit Eintrag im Chanot kann ein Ausländer nach heutigem thailändischem Recht nicht werden.

Mir ist klar und ich glaube den meisten hier am thread Beteiligten auch, dass es als Farang in Thailand viele Möglichkeiten gibt Grundstücke sogar als Besitzer zu nutzen, wenn man keinen Schaden erleiden will, sollte man dabei immer das thailändische Recht beachten und keinem Winkeladvokaten vertrauen, der einen dabei unterstüzt das Recht zu umschiffen.
Eine legale Möglichkeit ist, wie Du auch aufgeführt hast, die Langzeitpacht z.B: auf 30 Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit. Dann ist man zwar der Besitzer und Nutzer, aber nicht der Eigentümer.
In den meisten Fällen ist das wahrscheinlich ausreichend. Aber man muss dabei beachten und bedenken, dass der Eigentümer sein Grundstück jederzeit verkaufen oder beleihen kann, der Pachtvertrag ist zwar in jedem Fall weiterhin gültig, aber im schlimmsten Fall, nichts mehr wert.
gruss woody
 
K

KLAUS

Gast
Hi Woody,
sorry,
da habe ich wohl Deine Ausfuehrung ein Stueck missvestanden, Du hast natuerlich recht, Nutzung und Eigentum sind zwei Dinge, die nur bedingt etwas miteinander zu tun haben, besonders in TH...:-)
..um es mal locker zu sagen...:-)
Im Prinzip ist ja nun alles gesagt:
Man kann Erben und Nutzen,
man muss es nur gestalten koennen und wollen...:-)
wie Du richtig schreibst unter Ausnutzung der rechtlichen, also legalen Moeglichkeiten Thailands...:-)
Uebrigens,
wenn wir hier von Erben schreiben, dann meinen wir nicht nur Land, sondern mit Erben ist das gesamte Erbrecht gemeint, nur zur Ergaenzung, damit man nicht auf eine "falsche Spur" gefuehrt wird...
:-)
Um die Sache mal ein Stueck komplizierter zu machen, ich kann ein Haus erben und besitzen, aber eben das Land mit der erklaerten Einschraenkung, nicht...:-)
Ich denke aber, das ist inzwischen verstaendlich...?:-)
Gruss
Klaus
 
E.Phinarak

E.Phinarak

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Maha Sarakham / NDS
ähm, ich kann ein Land benutzen um ein Haus zu besitzen. :-)
Was ist wenn jemand kommt und sagt: nu brauch ich dein Land,
wir wollen hier eine Straße,o.ä. bauen.? :zorn:
egal auch...
ich danke euch
 
W

woody

Gast
Wenn dein Haus einer Strasse im Weg ist und Du willst Dein Grundstück inklusive Haus nicht verkaufen, dann kann der Staat, das Grundstück enteignen.
Das ist hier in D so und ich nehme an in Thailand nicht anders.
Das hat aber nicht viel, genau gesagt garnichts, mit der aktuellen Diskussion zu tun.
 
K

KLAUS

Gast
Hi Pinarak,
Du schreibst:
" nu brauch ich dein Land,
wir wollen hier eine Straße,o.ä. bauen.?"
Also nehmen wir mal an, Deine Person des vertrauens (wer immer das ist, aber ein(e) Thai), hat einen ordentlichen Landtitel fuer das Grundstueck(es gibt ja meines wissens nach mindesten 3 verschiedene Landtitel), sagen wir mal es ist der Hoechste, also durch den Staat n icht antastbare Landtitel...:-)
Dann wuerde ich Deine Frage wie folgt beantworten:
Eine Strasse "durch" Dein Haus, kann NUR DER STAAT bauen bzw. unter bestimmten Bedingungen verlangen, dass der Eigentuemer das Land der "Oeffentlichen Hand" zur verfuegung stellt, dazu allerdings ist es noetig, dass der Staat erstens, eine dem Verkehrswert entsprechende Entschaedigung zahlen muss und zweitens ein Stueck "Ersatzland" zur Verfuegung stellen muss, diese Prozedur kann ueber einen Gerichtsentscheid abgewickelt werden, wenn der Eigentuemer des Landes mit der Absicht des Staates , z.B. dort eine Strasse zu bauen nicht einverstanden ist(Oeffentliches Interesse anzweifeln, z.B.) oder andere Argumente...:-)
Also, ich will sagen, Deine Befuerchtung ist eher grundlos, sei denn, Du hast halt an eine sensiblen Ecke gebaut...LOL:-)
Will auch sagen, dann geht alles rechtens zu, mit vielleicht der Einschraenkung, dass das recht auch mal "gebeugt" wird, wie es in TH ja oft ueblich ist, das aber hat dann nichts damit zu tun, dass Du als Auslaender auf dem Land Nutzung hast, denn der Eigentuemer ist einTHAI, also eine interne Auseinandersetzung...:-)
ohne Falang-beteiligung..:-)
direkt jedenfalls...
Will sagen, auch in TH kann nicht irgendwer kommen und eine Strasse bauen wollen...:-)
Gruss
Klaus
 
E.Phinarak

E.Phinarak

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@Woody
war ein bißchen blöd ausgedrückt von mir.Aber dennoch:
einem Bekannten von mir ist auf den Phillipinen folgendes passiert.
Auf dem Land seiner Schwiegermutter baute er vor ca 10Jahren
ein kleines Häuschen.Die Mama starb und vermachte das Land ihrem Sohn.
2x im Jahre flog mein Bekannter auf "seine" Insel und verschönerte mit seinem Schwager das Haus, der auch darin wohnte, wenn mein Bekannter zum Geldverdienen wieder nach Deutschland mußte.Das ging 3Jahre gut.
Dann kam ein Anruf und der Schwager erzählte nun seiner Schwester,
daß er aus Geldnot (zocken) das Land an den Distrikt verkauft hätte.
Wär aber kein Problem,da das Haus ja noch ihm,meinem Bekannten gehören
würde.Ungefähr ein halbes Jahr später flog mein B. wieder rüber.
Als er ankam folgte der nächste Schock. In der Zwischenzeit hatte der Distrikt das Land an eine phillipinische Familie verkauft.Diese Großfamilie meldete nun sowas wie Eigenbedarf an.Das Oberhaupt dieser Familie war aber ausgesprochen fair gewesen und hatte bereits das Haus fein säuberlich abgetragen und ordentlich auf ein entferntes Grundstück verbracht.Es wurden sogar Plastikplanen über den nun vorhandenen Bausatz gelegt um das Material vor dem anstehenden Monsun zu schützen.Alle nun folgenden Behörden- und Anwaltsgänge führten zu nichts. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich ein neues Grundstück zu kaufen und mit Hilfe seines Schwagers noch mal von vorn zu beginnen.
Eine kleine Geschichte, nur mal so am Rande.Ist wirklich so geschehen.
Aber das war noch nicht das Ende.In den folgenden Jahren wurde sein Haus 2x von Wirbelstürmen platt gemacht.Er hat aber nie aufgegeben,buckelt Überstunden, um irgendwann einmal mit seiner Frau und seinen inzwischen 2 Kindern seinen Lebensabend in seinem
Traumland zu verbringen.
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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woody schrieb:
Aber man muss dabei beachten und bedenken, dass der Eigentümer sein Grundstück jederzeit verkaufen oder beleihen kann, der Pachtvertrag ist zwar in jedem Fall weiterhin gültig, aber im schlimmsten Fall, nichts mehr wert.
gruss woody
Das ist doch der springende Punkt !!!!!

Was nuetzt einem das Nutzungsrecht ,wenn es dem Eigentuemer nicht passt.

Moeglichkeiten gibt es fuer einen Thai genug ,einen Farang loszuwerden !

Wir reden hier sowiso von 2 Paar Schuhen :

Wenn ich Erbe ,dann bin ich Eigentuemer und genau das laesst die Thai Verfassung nicht zu.

Wenn ich aber nach dem Tode meiner Ehefrau " nur " das Nutzungsrecht bekomme ,dann habe ich nicht geerbt ,denn das Nutzungsrecht hatte ich frueher schon durch Vertrag und Eintragung im Chanot .

Alles klar ???

Otto
 
K

KLAUS

Gast
HI Otto,
Du schreibst:
"Wenn ich aber nach dem Tode meiner Ehefrau " nur " das Nutzungsrecht bekomme ,dann habe ich nicht geerbt ,denn das Nutzungsrecht hatte ich frueher schon durch Vertrag und Eintragung im Chanot . "

Da ist leider nicht alles klar...:-)
Denn,
als Beamter solltest Du wissen, dass es einen Unterschied zwischen einer privaten Auslegung eines Gesetzes und des Gesetzs selber gibt, somit sagt das thailaendische Erbrecht, dass Du als Auslaender Land in TH ERBEN kannst!!
Das ist unbestritten die Gesetzesrealitaet, dass es nun ein weiteres Gesetz(Verordnung) gibt, die dieses Erbrecht einschraenkt, hat mit dem Erbrecht ansich nichts zu tun, es sind zwei verschiedenen Gesetzesvorlagen.
Also zusammengefasst und NUR formaljuristisch, denn nur das ist entscheidend!!, erbt , wenn die erbrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, ein Auslaender sein ererbtes Land .
Das nun die Einschraenkung erfolgt aus einem anderen Gesetz , um dieses Erbrecht einzuschraenken, ist eine andere Sache, die allerdings und da gebe ich Dir gerne recht, dazu fuehrt, dass der Auslaender nicht lange im Besitz seines Erbes bleiben kann, mit Nutzungsrecht hat dies nur soweit zu tun(den wohl kaum alle Falangs haben bereits ein Nutzungsrecht auf dem Grundstueck ihrer Frau eintragen lassen(viele, da gehe ich von aus, wissen von dieser Moeglichkeit nichts oder zu wenig),als dass man man dieses nach dem Erbe gestalten kann...:-) Es ist aber nicht zwingend erforderlich, dies bereits vorher zi tun, erleichtert sicher die Rechtslage...:-)
Also,
ich denke wir sind uns da einig, die eine seite ist die Rechtsgrundlage(n), diese sind Rechtralitaet, udn die andere seite ist deren praktische Umsetzung, erst beides zusammen, lassen das Recht wirksam werden!
Ich kann nicht einfach das Gesetz nach meinem Privatverstaendnis auslegen, ich kann das (die) Gesetz(e) aber nach meinen privaten Beduerfnissen ausnutzen, das sind 2 Dinge...:-)
Im Endeffekt ist festgestellt, es gibt ein Erbrecht fuer Auslaender, dieses wird durch eine andere Gesetzgebung wiederum eingeschraent und man ist als Auslaender in der Lage, ueber ein Nutzungsrecht seine Nutzung auf Lebenszeit zu sichern, dabei sind die menschlichen Unzulaenglichkeiten(z.B. Besitzbegehr eines anderen Thai) unerheblich , wenn man die Gesetzslage fuer sich betrachtet und das ist und sollte der fall sein, alles andere ist menschliche "Spekulation" aus menschlichem (Fehl)-Verhalten heraus...:-)
...und schon ist alles klar...schon klar...:-)
Gruss
Klaus
 
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