Emanzipation in Thailand auf dem Vormarsch

Diskutiere Emanzipation in Thailand auf dem Vormarsch im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Aufmacher der gestrigen Nation war ein Artikel ueber das "annual Sex Meeting" welches im Bangkok Palace Hotel stattfindet. Das ist ein Treffen...
Jinjok

Jinjok

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Aufmacher der gestrigen Nation war ein Artikel ueber das "annual Sex Meeting" welches im Bangkok Palace Hotel stattfindet. Das ist ein Treffen, bei dem private Soziilarbeitergruppen offen ueber Tabus in der Thaigesellschaft sprechen koennen und unter anderem unorthodoxe Gedanken zum Thema Sex, Liebe und Beziehung diskutieren koennen. Der Artikel trug die Ueberschrift:

Fuer einige [Frauen] ist ein Mann nicht genug - selbst wenn er "Mr. Perfect" ist.

Eine gewisse Autorin mit Namen Kasama Satayahuraksa [Khun B.] bekannte dort, dass sie sich nach 10 Jahren Ehe und 2 Kindern von ihrem reizenden Ehemann scheiden lassen wird. Als Grund gab sie an, dass sie es nicht einsieht, dass sie jeden Morgen neben dem selben Mann aufwachen soll. Warum nicht Montag mit Mann #1, Dienstag mit Mann #2 und Mittwoch mit Mann #3 aufwachen? Sie moechte ihr Sexualleben mit verscheidenen Maennern ausleben koennen.

Polygamie ist in Thailand schon seit Jahrzehnten ungesetzlich und praktisch haben die Frauen auch nur einen Ehemann aber ein grosser Teil der Maenner hat 2 oder mehr Frauen. Das soll sich nun nach ihrer Meinung aendern. Die thailaendischen Frauen sollen ihre Gleichberechtigung einfordern und Polygamie in der gleichen Weise geniessen duerfen wie die Maenner.

Ettliche Frauen reagierten ueberrascht und befreit auf Kasamas Beitrag. "Ich habe niemals Kasamas Standpunkt in Betracht gezogen. Scheidung ist eine alltaegliche Sache in Thailand aber unter dem Aspekt, sich einfach einen neuen Sexpartner zu suchen, das ist voellig neu - besonders fuer mich und die anderen normalen Frauen," sagte eine Lehrerin. Eine andere Frau antwortete folgendes: "Das Forum hat meinem Leben eine voellig neue freiheitliche Denkweise gegeben."
[hr:1fafcea02e]
Nun, da kommt was auf die Thais zu denke ich.

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Letzte Änderung: Jinjok am 06.09.02, 04:23
 
K

KLAUS

Gast
Hi Jinjok,
ich denke, man sollte diese Exotin nicht ueberbewerten in Ihrer Aussage und Wirkung..:-)
was dort auf solchen Foren versammelt st, das sind nicht die Frauen TH, sondern eine kleine Schicht der satten und auf ihre Art "verrueckten", die sich aus Langeweile westlich unmoralisches Gedankengut zueigen machen wollen um ihre exentrische Eigensucht zu befriedigen...:-)
Ich denke nicht, dass dies die Gesellschaft veraendert, die Farmersfrau , die Marktfrau und Arbeiterin in der Stadt, ich denke, die haben andere Sorgen, sich und ihr(e) Kinder durchzubekommen, mit einem Mann, der meisst abhaut...
Und diese Gesellschaft ist nunmal auch auf Besitz ausgerichtet, wer also sollte bereitstehen, die Frau zu versorgen, bestensfalls im Bett...LOL:-)
Also eine Wohlstandsdame mag sich mehrere Freier leisten koennen, wie es ja auch der Wohlstandsmann normalerweise hier in TH tut und sich eine , oder zwei oder drei,
Mianois haelt.
Die Gesellschaft wurde dadurch nicht geaendert bisher...:-)
uebrigens, wer das "richtige Landleben" beobachtet und erkennt, wird wissen, dass das Leben sooo "pruede" wie es in der Oeffentlichkeit dargestellt ist, eben gerade nicht ist, weder in der Stadt noch auf dem Lande...:-)
Seltsamerweise(oder auch nicht) sind es die Aelteren die da fehlen, und den Jungen aber Moral predigen....:-)
Wll sagen, wird alles nicht so heiss gegessen...
Ein paar "verrueckte Weiber" koennen die Gesellschaft bestimmt nicht aendern...
Da sind andere am werken, erfolgreicher, die Gesellschaft, deren Werte und Moral zu untergraben durch schlechtes Vorbild und Taten...
Beste Gruesse
Klaus


Letzte Änderung: KLAUS am 06.09.02, 05:10
 
MichaelNoi

MichaelNoi

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Aber interessant ist es schon, dass solches Gedankengut überhaupt öffentlich in Thailand verfügbar geworden ist !
Das wäre doch vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen.
Der Wandel hin zum westlichen Gedankengut hat doch unübersehbar gerade bei den jüngeren Menschen in den größeren Städten schon länger eingesetzt.
Nein, ich finde das auch nicht gut, dass der ganze westliche Müll übernommen wird ( und dazu gehört für mich auch die übertriebene Emanzipation ), aber wenn wir das nicht wollten, hätten wir und unsere Vorfahren nie nach Thailand fliegen/schippern dürfen.
Dieser Vorgang der Verwestlichung ist auch nicht mehr aufzuhalten und wird, so fürchte ich, jedes Jahr schneller um sich greifen.
Was können wir dagegen tun ? Nichts...oder wie sollten viele der Familie auf dem Dorf klar machen, dass die finanzielle Unterstützung besser künftig unterbleibt, damit die Kultur erhalten bleibt.

Das Bild, das ich vor 1 Jahr noch von Thailand hatte, mußte ich in manchen Teilen gründlich überarbeiten...manches sieht jetzt positiver aus...manches negativer.
 
H

Harakon

Gast
Ich würde das nicht als Verwestlichung, sondern als Emanzipation der Frau sehen. Daß die Entwicklung ähnlich verlaufen mag, ist meiner Meinung nach eher eine Parallele und wird durch gemeinsame Ursachen bedingt - zum Beispiel geringere finanzielle Abhängigkeit vom Mann. Oder könnt ihr euch vorstellen, daß die oben genannte Frau auf das Geld ihres Mannes angewiesen ist? Sie würde sich hüten, weil sonst bald in Armut.
 
DisainaM

DisainaM

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Schätze, der Trend geht eher in die gegenteilige Richtung.

Um das Ruder rumzureissen, beginnt man scheinbar, beim einen Extrem zu baggern, bevor sich dann der Wind dreht, und es auf die polygamen Männer losgeht.

"I totally disagree with the idea. According to our traditions, women should cherish virginity until they marry. Our culture is the best guide in this issue. The important thing in a woman's life is to remain chaste, and then to have only one husband. We should discuss ways of preventing men from practising polygamy instead of allowing women to have more husbands."

- Siriwan Prassachaksattru, Democrat MP
Und da ist er wieder, der Anspruch an die Frau, jungfräulich in die Ehe zu gehen.
Gernot war ja der Meinung, das Jungfräulichkeit in Thailand nicht diese Große Bedeutung spielen dürfte, aber tatsächlich sieht es so aus, das man es als eine westliche Eigenart ansieht, wenn Frauen nicht jungfräulich in die Ehe gehen.

In Western cultures, women may sleep with many men before marriage...
- Duangta Tungkhamanee, veteran actress and television host
Von daher zeigt die aktuelle Diskussion in The Nation doch sehr gut, das das thailändische Denken sehr konservativ geprägt ist.

Das es dennoch Thailänderinnen gibt, die im Ausland aufgewachsen sind, oder die eine sehr liberale Erziehung hatten, und daher als Ausnahme, eine andere Meinung einnehmen, steht dem nicht entgegen.


Gruß

Dauwing
 
H

Harakon

Gast
Original erstellt von KLAUS:
uebrigens, wer das "richtige Landleben" beobachtet und erkennt, wird wissen, dass das Leben sooo "pruede" wie es in der Oeffentlichkeit dargestellt ist, eben gerade nicht ist, weder in der Stadt noch auf dem Lande...:-)
Das sagst du so einfach... Was das genau heißt, kann ich mir jetzt nicht vorstellen. Aber es erinnert mich sehr an etwas, was ich über Irland gehört habe. Mit dem Land hab ich mich auch mal ein bißchen beschäftigt. Irland gilt ja auch als ziemlich prüde und religiös. Aber anscheinend gibt es da die Tradition (also keine neue Entwicklung), einmal im Jahr während eines Festes in der Nacht wild durcheinanderzuvögeln. So als kleine Ausnahme von der tagtäglichen Strenge.

Könnte doch ein kleiner Hinweis darauf sein, daß der Mensch an sich polygam ist, aber sich von der Gesellschaft in eine monogame Schiene drängen läßt.

Eine bekannte Theorie sagt ja, daß der Mann versucht, seinen Samen so weit wie möglich zu verbreiten, während die Frau sich möglichst einen häuslichen (dummen?) Mann sucht, der sie versorgt, aber für den Nachwuchs gerne mal außerhalb nach schönen Exemplaren der Gattung Ausschau hält. Die Eifersucht des Mannes bezweckte also vor allem, daß er nicht die Kinder eines anderen großziehen muß, während die Eifersucht der Frau vor allem von der Sorge geprägt sei, daß er sich nach dem Schwängern davonmacht und sie mittellos dasteht. Emanzipation und Gleichberechtigung hin oder her, aber Männer und Frauen sind nicht gleich. Gleichberechtigung, nicht Gleichheit. Nach dieser Theorie ließe sich erklären, warum Thailänderinnen es möglicherweise eher tolerieren, wenn der Mann zu einer Prostituierten geht. Solange er sich nicht verliebt und mit ihr von Dannen zieht, alles OK. In unserer gleichberechtigten Welt sieht das natürlich anders aus.
 
O

odysseus

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Servus Jinjok
Hoffentlich haben sich die Thai Frauen nicht zu viel abgeschaut von ihren Schwestern aus Germanien. Stellt euch vor, sie lassen sich mit all möglichen Trents Beeinflussen, zb. Pircing, abscheuliche Tetowierungen und zu guter letzt richtige Kraut Stampfer, ich meine damit dicke fette Schuhe, so das der Fuß wenig Luft bekommt, und so richtig der Fußpilz gefördert wird, aber die Liste ist lang, was man alles lernen kann von der Frau aus dem Westen.
http://www.vitel.net.tc
 
K

KLAUS

Gast
Hi Harakon,
ich moechte Deine Meinung von der thailaendischen Landidylle nicht zerstoeren...:-)
Nur soviel, es geht hierbei nicht um Dein zitiertes Irlandbeispiel...:-)

Hi Odysseus,
Deine Satire ist herzerfrischend, nur,
ob sie alle verstehen, ist nicht ganz klar...?:-)
Gruss Klaus
 
W

woody

Gast
Nur soviel, es geht hierbei nicht um Dein zitiertes Irlandbeispiel
Das kann ich mir, für Thailand auch nicht vorstellen, solche Ausschweifungen sind erst nach einer erfolgreichen Christianisierung möglich.:lol::lol::lol::lol::undweg:

Letzte Änderung: woody am 07.09.02, 18:03
 
H

Harakon

Gast
Original erstellt von KLAUS:
ich moechte Deine Meinung von der thailaendischen Landidylle nicht zerstoeren...:-)
Nur soviel, es geht hierbei nicht um Dein zitiertes Irlandbeispiel...:-)
Erst gackern, dann nicht legen... Wenn du ein Thema anschneidest, solltest du auch mit dem Inhalt rausruecken!
 
K

KLAUS

Gast
Hi Harakon,
nu sei maa nich gleich sauer...:-)
Schliesslich sollten ja andere hier auch Gelegeneheit haben,
ihre erfahryungen vom Dorf und Sexleben zu erlaeutern..LOL:-)
Also allgemien bekannt ist, dass die menschen auf dem Dorf genausolch Sexleben haben wie die in der Sradt, der Unterschied ist nur, dass die Verfehlungen schneller offenbar werden und man sich deshalb mehr Muehe gibt, sie zu vertuschen...:-)
das ist eigentlich schon alles, es ist halt eines der wichtigsten Themen im Dorf tuschel, tuschel ueberall...LOL:-)
Und natuerlich nach aussenhin immer schoen brav...:-)
Als Besucher eins Dorfes bekommt man das natuerlich selten mit....
...trozdem wird es "unter der Decke" praktiziert...LOL:-)
ist also nichts aufregendes, jedenfalls fuer unser allgemeines "westliches" Verstaendnis von Partnerschaft, treue und Sexualleben...:-)
Gruss Klaus
PS:
Mit Einzelheiten kannst Du da nicht rechnen,
die musst Du Dir in "Deinem" Dorf selber erarbeiten...:-)
 
Jinjok

Jinjok

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Hallo Odysseus
Alle von Dir beschriebenen Auswuechse hab ich in Thailand schon mal gesehen. Vielleicht waren die Damen aber nur mal in Farang-Land zu Besuch bei der ausgewanderten Verwandschaft und haben sich in der Fussgaengerzone nach den neuesten Trends umgeschaut. :lol:

Hallo DisainaM
Nun ist die Demonstration auf dem Platz vor der Ratchadamnoen Avenue fast ein Jahr her. Dort hatten ca. 800 junge Frauen einen oeffentlichen Eid geleistet, sich dem vorehelichen Sex zu enthalten - um die alten gesellschaftlichen Werte wieder in das oeffentliche Interesse zurueck zu rufen. Der Event sollte von nun an jaehrlich stattfinden. Mal sehen was daraus wird.

Hallo Harakon
Deine Erklaerung zur Eifersucht ist ja ganz aufschlussreich und wird mit dem Thema weiter an Bedeutung in der Gesellschaft erlangen. Ich habe Eifersducht ja mehr fuer gekraente Ehre oder verletzte romantische Gefuehle gehalten. In Thailand mag die existenzielle Seite natuerlich viel staerker ausgepraegt sein.

Hallo Klaus
Dir moechte ich widersprechen. Bisher toleriert die Frau (egal welcher Schicht sie entstammt), dass der Ehemann sich irgendwann nach dem ersten Kind eine Mia Noi nimmt, wenn er sich es leisten kann und so lange er sich es leisten kann. Nur die wenigsten Frauen kaemen aber heute auf die Idee sich einfach scheiden zu lassen und zu einen besseren Hengst zu gehen, sobald sie einen an der Leine haetten.

Aber genau dazu will Khun B. die hiesige Damenwelt ermuntern. Und warum sollte das die Frau vom Samlor-Kutscher nicht auch tun, wenn ein Tuk-Tuk-Fahrer sie heiraten wuerde? Sie und die Kinder stehen damit besser da und wenn es gesellschaftlich nicht mehr geaechtet waere, wo soll das Unmoegliche/Unwahrscheinliche darin liegen?

Viele Gruesse
Jinjok
 
K

KLAUS

Gast
Hi Jinjok,
Du scheinst mich da sehr missverstanden zu haben!
Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass eine verheiratete Frau NICHT die eventl. MiaNoi akzeptieren wuerde, klar ist vielmehr, dass dies heute gaengige und uebliche also taegliche Praxis ist!

Zu den Taetowierungen ist sicher anzumerken, dass diese schon von alterher aus alter Tradition in Thailand bekannt sind u.a. zur Abwendung von Unheil oder Herbeifuehrung von Glueck usw.,
schon,
als es noch keine Mode in Europa war....:-)

Auch die anderen sogenannten "westlichen Symbole" sind schon lange in TH bekannt und Praxis, schon vor etwa 10 Jahren habe ich Thaimaedchen(Frauen) mit "warmen festen Schuhen, Marke "deutscher Winterstiefel(Halbstiefel) rumrennen sehen, im schoensten Sommer bei ueber 30 Grad Hitze...:-)
Das Piercing, das koennte neu sein....:-), sieht man aber auch schon ne weile hier in TH und ist sicher uebergeschwappt, wohl aber eher aus Amerika, hier wird naemlich meisst alles aus Amerika "importiert", Europa hat da meiner Meinung nach nicht unbedingt den Stellenwert, den wir meinen...:-)

Zu den Frauen und ihrer "Keuchheit",
das sollte man nicht ueberbewerten und die paar Damen die da vielleicht etwas demonstrieren wollten oder wollen, na, die kann
man(n) getrost vernachlaessigen, wenn ueberhaupt, in ein zwei Jahren spricht kein Mensch mehr hier in TH davon, handeln danach...:-)
Wer glaubt, wird....:-)
Wie soll eine Gesellschaft, die immer mehr zerfaellt, etwas positives hervorbringen?
Da muss wohl erst der Tiefpunkt erreicht werden, damit Besserung, was immer man darunter verstehen mag, dann, eintreten und greifen kann...
Deswegen meine ich nach wie vor, dass die paar Exoten-Damen, nicht das gesellschaftliche Gefuege repraesentieren oder gar aendern koennen...!

Gruss Klaus
 
G

Guest

Gast
Sehr interessanter Thread. Deshalb möchte ich meine 2 Pfennig Meinung auch noch dazu abgeben.

Die Eingangs erwähnte Dame sowie Ihre Zuhörerinnen gehören mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Thailändischen Oberschicht an. Und persönlich bin ich sehr dankbar für das Engagement dieser Damen und dies obwohl mich deren Sexualleben einen Pfifferling interessiert.

Folgender Grundgedanke: Es ist ein Faktum das Thailand nach einem Klassensystem funktioniert. Ähnlich den Kasten in Indien, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Es gibt da diese „Oberschicht“ Damen, vielfach chinesischer Abstammung, die gemäss den Traditionen keusch in die Ehe gehen sollten und ihren Angetrauten (fast ausschliesslich Thailändischer Abstammung) ein Leben lang gehorsam zu dienen haben.

Dann gibt es da diese anderen Damen zum Beispiel aus dem Isaan. Viele von Ihnen (bei weitem nicht alle, aber viele für Europäische Verhältnisse) haben bereits minderjährig ein Kind, aber von einem Ehemann weit und breit keine Spur. Andere oder die gleichen, ziehen mit Falangs durch die Gegend und Promiskuität ist Tagesgeschäft.

Aus diesen und vielen anderen Gründen werden diese Damen/Mädchen von der sogenannten „Oberschicht“ verachtet und geschnitten.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe nicht gegen Frauen aus dem Isaan, im Gegenteil.

Wie auch immer. Nun setzten sich also einige „Oberschichtlerinnen“ dafür ein, dass sie auch die selben sexuellen Privilegien „geniessen“ dürfen wie ihre verachteten Mitbürgerinnen. Meiner Meinung nach kann dies doch nur zu einem besseren Verständnis der verschiedenen Schichten führen (ich bin ein Träumer ich weiss). Und wenn’s nicht hilft schadet es auch nichts.

Also, davon ausgehend das eine Mehrheit der Thais in Armut lebt und nicht der Oberschicht angehört ist bereits heute, Keuschheit vor der Ehe, Monogamie und ähnliches in Thailand im grossen und ganzen ein alter Zopf. Die Damen in diesem Klub kämpfen nicht gegen thailändische Traditionen im allgemeinen, denn diese werden schon lange nicht mehr gelebt, sondern dagegen das sie in dieser Hinsicht unterprivilegiert sind.

Sanuk
Siam
 
K

KLAUS

Gast
Hi Siam,
Du bringst da zwar mit Sicherheit einen "neuen" Aspekt ins Gespraech, wenn Du meinst, dass die "Verachtung" der Isaaner Maedchen, durch die Bangkoker Oberschicht, durch deren Forderung nach offener Sexualitaet(gleich den Maennern), in der Gesellschaft entschaerft oder gar angeglichen werden kann....
Ich denke aber, das wird so nicht geschehen, denn
es ist nicht alleine das "andere sexuelle Verhalten", dass die "Verachtung" ausmacht, sondern die Tatsache, dass die Isaaner insgesamt als "Minderwertig" betrachtet werden, da sie "LAO" seien,
nicht nur arm, was sie in eine bestimmte Gruppe draengt, sondern eben "LAO", das IST es, was das ausmacht...!
Diese Maedchen mit Falangs gibt es ja auch hier im Norden, im Sueden und ueberall, und ueberall werden sie "schraeg" angesehen, ob ihrer Herkunft und dann als 2. ob ihrer Situation, alles zusammen macht die "Einordnung" aus,
will sagen, selbst, wenn es der sog. Oberschicht gelingt(was ich derzeit nicht glaube), die Traditionen aufzubrechen, wird sich an der Einstellung zu den Isaanern NICHTS aendern, meine ich.
Aber vielleicht gibt es ja Aspekte, die ich uebersehe...?:-)
Noch was zu den "Chinesen" also heute hatte ich beim Lunch Gelegenheit mit zwei Studenten(die als Paar-unverheiratet) aus China kommend hier in CNX Englisch studieren, sie leben nach eigenen Ausagen schon 3 Jahre(also auch in China) zusammen und die Studentin meinte sie, wohne sowohl bei der Familie des Freundes als auch er bei ihrer Familie zeitweilig...
Heiraten wollen sie erst nach Abschluss des Studiums und Rueckkehr in die Heimat...:-)
Wills agen, kann also in China garnicht mehr so "verklemmt" dahergehen, wie man es sich vielleicht vorstellt??
Ich denke, wir muessen uns insgesamt in unserer Betrachtung der asiatischen Kultur und ihren landesueblichen Fazetten, an eine eher der Moderne zugewandten lebensweise zuwenden, das Bild das man(n) hatte wird nicht mehr so stimmen...:-)
Ich sehe das auch nicht als "Einfluss" des Westens, im Sinne einer "Schuldzuweisung", davon sollten wir uns sehr schnell frei machen!!
Ich denke auch, wir treffen heute auf alle Varianten der Gesellschaft, die sich im Umbruch befindet und somit umschichtet, von alten Traditionen, hin zur modernen Gesellschaft, mit allen ihren Vor- u. Nachteilen...
Und das ist gut so, denn Bewegung bringt ein Land vorwaerts, nicht starres Verharren!!
Ich bin fuer Fortschritt nach Mass, das Mass muss das Volk hier
bestimmen, wir duerfen zuschauen...:-)
Gruss Klaus


Letzte Änderung: KLAUS am 08.09.02, 17:25
 
M

MrLuk

Gast
Der große Unterschied zwischen einer Emanze und einer emanzipierten Frau ist doch folgender:

Die emanzipierte Frau gelangt zu einem selbsständigen tun und denken, unabhängig und unbeeinflußt von (unserer) skurilen Männerwelt. Sie will, und ihr gelingt es auch, so Frau zu sein wie es ihrem Wesen und ihrer Persönlichkeit entspricht - unabhängig von jedem männlichen Einfluß. Was aber nicht heißen will daß sie die Männer nicht mehr liebt oder achtet. Sie wird sich allerdings eher mit Männern einlaßen die ebenfalls emanzipiert sind, getrennt von der Nabelschnur der Mutter, niemandem und nichts hörig außer ihrem Willen und ihrem Herz.

Eine Emanze hingegen erkennt zwar die Ungerechtigkeiten, Machtgehabe und Dominanz der Männer, aber ihr fällt nichts besseres ein als: die selben Irrtümer zu begehen wie die Männern, ihre ganzen Marotten zu übernehmen - sie insgesamt, geradewegs und auch noch schlecht zu kopieren:-)
Die allerblödesten Ausbruchsversuche enden dann damit daß sie den Raum den sie für sich beanspruchen nicht einmal auszufüllen wissen, weil sie das was sie aus Neid kopiert haben nicht einmal ihr Ding ist!
 
G

Guest

Gast
Hallo Klaus,

ich glaube wir sprechen exakt vom selben. Bin Deiner Meinung. Betreffend Klassenunterschied und deren Ursachen ist das Ausleben der Sexualität nur ein kleiner Aspekt. Aber wie gesagt: dieser Sinneswandel einiger Oberschicht Damen ist dem Abbau von hausgemachten Vorurteil wohl eher förderlich als schädlich.

Sanuk
Siam
 
DisainaM

DisainaM

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Aus meiner Sicht kann ich die Überzeugung von Klaus nicht teilen.

Beispiel chinesische Studentin;

ein Bekannter war sehr lange mit einer chinesischen Studentin zusammen. Als die Beziehung auseinander war, stellte sich der neue chinesische Freund bei meinem Bekannten vor, und erwähnte, das es ihm nichts aus mache, mit einer Chinesin zusammen zu sein, die vorher sich mit einem Weissen eingelassen hatte. Er weiß, das nicht alle so liberal seien, und er werde diesen Makel vor seinen Eltern verheimlichen müssen. Aus diesem Grund erbat er von meinem Bekannten Zurückhaltung, das wenn er sie auf der Strasse zufällig mit anderen Chinesen wieder sehe, sie nicht zu grüssen, und zu ihr hinzugehen.
Das entsprach auch ihrem Willen (was er später überprüfte).

Diese Überzeugung, das Nichtasiaten eine niedrigere Rasse darstellen, trifft man sehr oft wieder.

Wird in Thailand sehr oft das westliche Gewinnstreben angeprangert, so muß man auch dort feststellen, das seit ein gewisser Wohlstand sich breit gemacht hat, man auf bestimmte Geschäfte verzichtet.
Dazu gehört z.B. auch oft das Bedienen von reichen Schwarzen.

The female Thai manager told us that they were not allowed by the owner to serve "blacks" in their bar.
Nachzulesen unter dem Bericht - Beer bar's racist attitude -.

Wir reden hier zwar nicht direkt von einer Emanzipation, hin zu einem stärker werdenden Rassenbewußtsein, doch wenn es eine Entwicklung gibt, die auf dem Vormarsch ist, dann ist es ein starkes Nationalbewußtsein.
In den USA ist das Thema Asian-Pride ebenfalls ein Dauerbrenner, denn die Einstellung, alles und alle in Klassen einzuteilen, macht auch vor den einzelnen Ländern kein Halt. So gelten die Phillipinen als die niedrigsten Asiaten... (alles in allem eigentlich ein unschönes Thema, aber der Zug macht schließlich bei uns in Europa ja auch kein Halt /Haiders wo man hinsieht)

Aus diesem Grund wird demnächst auch sämtliche Entwicklungen, seien sie in Thailand, oder bei den Thais im Ausland, immer darauf untersucht, ob dies denn auch den asiatischen Werten und dem asiatischen Stolz entspricht.

Aus diesem Grund ist eine Diskussion über eine stärkere weibliche Freizügigkeit auch nur eine Schattendiskussion, da es niemals dazu kommen wird - nur game show.
 
G

Guest

Gast
Quote:
Aus diesem Grund ist eine Diskussion über eine stärkere weibliche Freizügigkeit auch nur eine Schattendiskussion, da es niemals dazu kommen wird - nur game show.

Ich bin mir fast sicher das hat mein Grossvater, in Bezug auf die Schweiz in den 50iger Jahren auch gesagt resp. gemeint :)

Sanuk

Letzte Änderung: siamtalotcan am 08.09.02, 21:20
 
Jinjok

Jinjok

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05.07.2001
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Dortmund
Hallo Klaus
Khun B. sprach zwar davon, dass die Thai Maenner Mia Nois haben, hat aber nicht dazu aufgefordert, dass sich nun die Frauen Sami Nois zulegen sollen. Sie ermunterte sie dazu, ihre Ehemaenner nunmehr nicht mehr nur aus oekonomischen Gruenden zu verlassen, sondern auch aus sexuellen Aspekten (wobei der oekonomische sicher nicht aussen vor bleibt). Also es geht darum, die eine Ehe zu beenden um eine Neue zu beginnen und sei es nur der sexuellen Abwechslung wegen. Was da sonst hineininterpretiert wurde, hat mit dem Annual Sex Meeting nichts zu tun.

Was die gesellschaftliche Stellung/das Ansehen/den Rang dunkelhaeutiger Thais angeht, und da sind besonders die Prostituierten (fuer Farangs) aus dem Isaan gemeint, dazu habe ich eine sehr interessante Meinung einer Thai gefunden, die ich gerne hier zu Diskussion stellen wuerde. Das muss ich aber verschieben, bis ich wieder mehr Zeit fuer das Forum habe.
Viele Gruesse
Jinjok
 
Thema:

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