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Eine interessante Statistik

Diskutiere Eine interessante Statistik im Thailand News Forum im Bereich Thailand Forum; Es sind im letzten Sommer 204.000 Leute aus Deutschland nach Thailand geflogen. Das heisst nicht, dass es nur Deutsche waren. Und das heisst noch...
P

papa

Gast
Es sind im letzten Sommer 204.000 Leute aus Deutschland nach Thailand geflogen. Das heisst nicht, dass es nur Deutsche waren. Und das heisst noch lange nicht, dass alle in Thailand geblieben sind.
Von dieser Zahl also kann man etwa 50 Prozent abziehen, die Bangkok nur als Drehkreuz nutzten. Die Mehrzahl der restlichen 102.000 Personen waren Thais, auf Geschäfts- oder Privatreise. Da bleiben noch rund 50.000 Ausländer aus Deutschland übrig, die sich in den sechs Sommermonaten in Thailand aufhielten.
Und auch das waren nicht nur Urlauber, sondern auch Geschäftsreisende oder hier Verheiratete.
Ziehe ich geschätzte 10.000 Personen ab, die in die obige Sparte fallen und gehe von 40.000 restlichen Personen aus, so ergibt das in sechs Sommermonaten etwa 6.666 Urlauber pro Monat, verteilt auf alle Urlaubszentren plus Rundreisen.
Diese Zahlen zeigen ein ganz anderes Resultat als die offizielle Statistik der staatlichen Tourismusbehörde (TAT). Es wird halt viel verschönert in diesem Lande.

Das merke ich auch, wenn ich mir Nachrichten im Thaifersehen ansehe. Da wird seit Wochen über König Taksin den Grossen berichtet . Welche Triumphe er feierte. Angefangen von Chantaburi über Pattaya nach Ayutthaya, Befreiunge der Stadt und des Landes vom Erzfeind Burma. Aufbau einer neuen Hauptstadt (Thonburi) und Schaffung eines neuen Siams. Das wird den Thais nun tagtäglich und nicht nur im Fernsehen eingetrichtert.
Welch ein Herrscher, was für ein einmaliger König!
Als ich vor langer Zeit meinen Fuss auf thailändischen Boden setzte, war jener König Taksin eine Persona non grata. Geschweige denn „der Grosse“! Da wurde den Thais beigebracht, dass dieser Mann aus der Provinz Tak ein Thai chinesischen Ursprungs war (Tak = die Provinz und Sin = chinesischer Abstammung). In seinen 15 Jahren Regierungszeit, so wurde im vorgeworfen, versuchte er Siam mit China zu verbinden, ja, es sollte ein Vasallenstaat Chinas werden. Als das einem seiner Generäle (Phya Chakri) und anderen auffiel, nahm man ihn in Gewahrsam, und er wurde später in einem roten Seidensack zu Tode geprügelt. Diese Version galt bis in die Regierungszeit von Prem Tinsulanonda, also bis in die 80er Jahre. Die Vorgänger dieses Premierminister waren reinblütige Thais. Pa Prem hatte schon chinesisches Blut in den Adern. Und so alle seine Nachfolger bis hin zum heutigen Premier Thaksin Shinawatra, dem das chinesische Element aus dem Gesicht springt. Und erstaunlich: Er hat den gleichen Namen wie jener einst bei den reinen Thais in Ungnade stehende König, der wiederum bei den Chinesen und Thai-Chinesen in hohem Ansehen stand und steht.
Und nun betrachte der aufmerksame Thailand-Kenner die Politik des Herrn Thaksin . . .
Aber ich gehe etwas weiter zurück in der Geschichte des letzten Jahrhunderts. Nach Einführung der Demokratie 1932 wurden Thais mit chinesischer Abstammung unterdrückt. Farang hingegen wurden unterstützt, übrigens schon seit 1862, als Rama IV., König Mongkut, den Thron bestieg. Im Zweiten Weltkrieg verband sich Thailand mit den Achsenmächten, und somit wurde China zum direkten Feind. Nach dem Krieg wurde die Farang-freundliche Politik fortgesetzt. So war es in den 60er und 70er Jahren überhaupt kein Problem, ein Residenten-Visum zu erhalten. Zu geringsten Kosten. Das war unter Premierminister Mom Luang Seni und Mom Luang Kukrit Pramoj, beide Abkömmlinge von Rama IV. = Mom Luang. Unter Pa Prem verschärften sich die Auflagen für Weisse, die Gesetze für Chinesen oder Bürger chinesischer Abstammung wurden gelockert. In den 90er Jahren wurde es immer schlimmer für die Farang. Erst jetzt tauchten übrigens die Doppelpreise auf. Kurze Lockerung unter Chuan Leekpai, und nun S.E. Thaksin Shinawatra. Jeder Farang-Resident und sogar Tourist weiss, was in den letzten Jahren für neue Bestimmungen in Kraft getreten sind.
Da mache ich mir, diesmal mit Sorgenfalten, Gedanken über die Zukunft der Farang in Thailand. Man kann es drehen wie man will, es wird immer chinesischer. Man denke nur an die APEC-Konferenz, zu der Khun Thaksin alle in „thailändische“ Hemden kleidete. Selbst der renommierten „Bangkok Post“ war das zuviel, und man schrieb von chinesischer Kleidung.
Heute sind in fast allen Wirtschaftszweigen bis hin zu Haus- und Grundbesitzern Thais mit chinesischer Abstammung zu finden. Sie dominieren in fast allen Sparten. Reine Thais findet man hauptsächlich nur noch als Bauern und Arbeitskräfte. Es sind wenige, die es bis ganz nach oben geschafft haben.
Papa
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Man kann es drehen wie man will, es wird immer chinesischer.
Richtig beobachtet,Papa.
Ich hatte mal vor Jahren einen Thread ueber Chinesen gebracht ,wo ich dann virtuelle "Pruegel" bezog.

Gute Geschichtskenntnisse!

Otto
 
ChangLek

ChangLek

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Das würde ja bedeuten das die reinblütigen Thai´s im eigenen Land klein und niedrig gehalten werden. Wenn ja, dann wäre hier eine Menge sozialer Zündstoff verborgen, und nicht nur im Süden !!! Braucht nur einer zu kommen der nicht nur Thai rak Thai sagt, sondern es auch genau so meint (hoffentlich nicht).

Die in letzter Zeit nicht gerade farangfreundliche Politik beobachte auch ich mit Sorge, zumal ich als Ehemann eine Tailänderin doch einen tieferen Bezug zu Thailand habe als der typische Urlaubstourist. Der Umstand das in der Karibik auch Palmen wachsen ist da nur ein (äußerst) schwacher Trost. :heul:
 
S

Schulkind

Gast
die gleiche Statistik habe ich eben im TIP - Forum gelesen. :bravo:
 
Dieter1

Dieter1

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Thailand unter der Regierung von TRT fährt sicher einen sehr nationalistischen Kurs, ich denke aber im Zuge der Globalisierung wird auch Thailand nicht umhin kommen, sich schrittweise mehr nach aussen zu öffnen. Hoffe ich zumindest.

Gruss Dieter
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Denkt aber auch daran,
auch China braucht den Auslaender!!!

Darum:die Chinesen sind sehr an unserem Wissen und Technologi interessiert!
 
DisainaM

DisainaM

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Es gibt in Thailand keine einheitliche Gruppe von Thai-Chinesen.
Man findet Thais mit chinesischer Abstammung, die sich völlig in die Thaikultur eingegliedert haben;
ebenso gibt es z.B. in der China-Town in BKK thailändische Chinesen, die sich bewußt von der Thaikultur abschotten, und in ihrer Kultur verankert sind.

Da in asiatischen Familien das Gruppendenken vorrangig ist,
werden aus Unternehmen schnell Familienbetriebe, wo vorrangig der eigene Clan seine Versorgung findet;

und dank des Umstandes, das Thais über viele bezaubernde Frauen verfügen,
haben sich viele Thai-Chinesen mit Thais vermischt, daß es im Grunde keine Rolle mehr spielt, ob der Vater oder der Großvater von chinesischer Abstammung war.

Nur die abgeschotteten, die nur unter ihren Leuten leben und heiraten, stellt es sich anders dar.
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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DisainaM" schrieb:
Nur die abgeschotteten, die nur unter ihren Leuten leben und heiraten, stellt es sich anders dar.
Gibt es aber auch genug und die weigern sich sogar Thai zu lernen.

Wieso liest man so oft von der chinesischen Mafia,Michal und warum bringt man die Chinesen oft mit Geldverleihgeschaeften in Verbindung?
 
C

Chonburi's Michael

Gast
Otto-Nongkhai" schrieb:
Wieso liest man so oft von der chinesischen Mafia,Michal und warum bringt man die Chinesen oft mit Geldverleihgeschaeften in Verbindung?
Weil es der Tatsache entspricht.

Doch auch hier gilt: Nicht pauschal Verurteilen. Gerade du Otto, kennst dich im Land des Laechelns sehr gut aus un dweisst auch das es eine bestimmte Gruppe von Chinesen gibt die ihre Geschaefte im Finanzbereich taetigen. Es ist auch erkennbar, das gerade die Chinesen einen Geschaeftssinn auf Grund ihrer Vergangenheit in Thailand, entwickelt haben.
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Irgendwo im Outback!
Nicht pauschal Verurteilen.
Das ist 100 % richtig,Michael
und ich habe in meinem Freundeskreis auch ein paar nette Chinesen.

Nur wenn die eine Party geben ,bringe ich mir das Essen lieber selbst mit. :lol:
 
M

martinus

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Ich hab selbst mal Statistik gemacht und sag deshalb
Traut keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Martin
 
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