Eine Geschichte die das Leben schrieb! Teil XIII
Wir sind doch nicht Japaner!
Um 09:00 trafen wir Poh in der Lobby. „Hallo, wir gehen gleich los, denn wir haben ein dicht gedrängtes Programm vor uns.“ „Wo gehen wir den überall hin?“ „Zuerst mieten wir ein Boot und fahren zum Wat Arun, dann geht’s weiter zum Wat Pho und zum Wat Saket und weiter zu Wat Traimit. Dann gehen wir auf den Bajok-Tower, in den Lumpini Park und wenn wir noch Zeit haben besuchen wir den Zoo.“
„Hä, habe ich das richtig verstanden? Du willst mit uns an einem Tag vier Wat’s, einen Tower, einen Park und einen Zoo besuchen?“ „Ja, kein Problem. Ich möchte Euch soviel wie möglich zeigen.“ „Lieber Poh, es ist mir ein grosses Vergnügen, mich von Dir führen zu lassen. Aber ich bin hier in den Ferien und will mich erholen (Was auch stimmte, denn ich war zu dieser Zeit mitten im Studium). Wir sind ja keine Japaner, die innert sieben Tagen durch ganz Europa reisen.“
So haben wir am Morgen den Wat Arun besichtigt, haben im Bajok zu Mittag gegessen und am Nachmittag haben wir den Zoo besucht. Allen dreien hat es sehr gefallen und wir hatten sanuk maag maag. Poh ist ein sehr guter Reiseleiter. Er weiss überdurchschnittlich viel über Thailand. Glücklich und zufrieden kehrten wir in unser Hotel zurück. „Ich hole Euch um 20:00 hier in der Lobby ab. Ich habe eine Überraschung für Euch.“ Sagte es und war verschwunden. Welch ein Energie geladener Mann. Ich glaube, Poh ist früher mal in einen Zaubertrank gefallen.
Phet und ich hatten genug Zeit, um uns auf unserem Zimmer zu erholen. Sie massierte mir meine und ich ihre wunden Füsse. Phet säuselte: „hoffentlich müssen wir heute Abend nicht mehr so weit laufen. Ich bin fix und fertig.“ „Ich auch, das war ja schlimmer als in der Armee.“
Die Massage hatte uns und unseren Füssen gut getan. Wir fuhren mit Poh nach China-Town und ich ass zum ersten Mal Dim-Sum. Köstlich, einfach köstlich. Ich war glücklich. Thailand war erst mein drittes Land, das ich bereiste. Und jetzt nach knapp 2 Wochen im Land of Smile hatte ich schon so viel erlebt, wie in meinen 24 vergangenen Jahren nicht. Das kann einem schon zu denken geben. Die Krise brach jedoch erst in der Schweiz aus, als mein Kopf die Reise, die Eindrücke, das Erlebte und meine Beziehung verarbeitet hatte.
Wenn die Glückshormone verrückt spielen! In der nächsten Folge.