Eine Geschichte die das Leben schrieb!

Diskutiere Eine Geschichte die das Leben schrieb! im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Hallo @Alle Die Geschichten in diesem Forum finde ich super. Vor allem merke ich beim Lesen der Texte, dass ich nicht der einzige Mensch auf...
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Marco

Gast
Hallo @Alle

Die Geschichten in diesem Forum finde ich super. Vor allem merke ich beim Lesen der Texte, dass ich nicht der einzige Mensch auf Erden bin mit komischen, traurigen, lustigen, dramatischen, scharfen (ich meine das Essen Du Perverser) Erlebnissen aus Thailand. Darum habe ich mich entschlossen, Euch mit meiner, wahren Geschichte zu langweilen. Falls Ihr die Geschichte gut findet - sagt es weiter. Falls nicht - klickt sofort eine andere Geschichte an.

Ich bin ein zynischer, ironischer Wichtel. Mit meiner Geschichte will ich niemanden in die Pfanne hauen. Falls sich jemand/jefraud (es lebe die Emanzipazion) betroffen fühlt denkt daran: mai pen rai khap!

Es war Ende der 80er Jahre als ich während dem Studium einen guten Kollegen kennenlernte. Mit Willi verstand ich mich auf Anhieb. Nachdem ich Ihn einige Wochen kannte, erzählte er mir von seiner Freundin. "Sie lebt in Thailand." Naiv, wie ich nunmal war (und immer noch bin) fragte ich, bei welcher Schweizer Firma sie den arbeite und wie lange sie noch in Thailand bleiben würde? "Sie arbeitet nicht für eine Schweizer Firma sondern in einem Restaurant. Sie ist auch keine Schweizerin sonder Thailänderin." - - Schock - - "Was? Du hast eine thailändische Freundin? Findest Du denn keine Schweizerin?" (wenn Ihr wüsstet wie ich mich Heute noch dafür schäme) Alle Vorurteile, die ich über Thailand, die Thaifrauen und die Sextouristen gehört habe kamen mir plötzlich in den Sinn. (darum bin ich heutzutage auch niemandem böse, wenn er mich das Gleiche frägt)
Mein Freund, denn das wahren wir mittlerweilen klärte mich auf (Wie wenn ich das als Weltenbummler nötig gehabt hätte, ich war ja schon einmal in Italien und einmal in Frankreich in den Ferien).Ich konnte mir Bücher und Reiseberichte über Thailand ausleihen und verschlang diese geradezu. So ist das also in Thailand.
Und dann kam der Hammer. Willi sagte zu mir, dass er in den Semesterferien seine Freundin besuchen wolle. "Komm doch einfach mit!" Sagenhaftes Angebot, dachte ich. "OK, ich komme mit, aber nicht dass du mich noch verkuppeln willst. Sag das auch Deiner Freundin. Denn so einer bin ich nicht!" (Wieder diese blöden Vorurteile)
Tagelang planten wir unsere Reise. Am meisten Spass hatten wir, den Unterricht ausfallen zu lassen um alle Reisebüros in Zürich nach dem billigsten Angebot abzusuchen. Der billigste Flug war ein Nonstopp mit Thai Airways mit Anschlussflügen. In drei Wochen Ferien konnten wir nicht ganz Asien bereisen (wir sind ja keine Japaner). Also nur eine kleine Tour - zuerst nach Pattaya, um Noi, Willis Freundin abzuholen, dann mit dem Flugzeug nach Singapore, von dort aus mit dem Zug via Koala Lumpur nach Bangkok, noch schnell einen Abstecher nach Hua Hin, weiter nach Kho Samui, retour nach Pattaya und dann wieder zurück nach Zürich. "Du weisst, keine Versuche mich mit einer Thai zu verkuppeln!" (Schon wieder diese blöden Vorurteile - aber gut Ding will Weile haben!)
Ticket gekauft, Pass beantragt, neue Kleidung gekauft (Thais stehen auf schön gekleidete Männer!) Impfungen gemacht, Familie informiert (aber nicht dass Du mir eine Thailänderin heimbringst - ja, mein Vater hat mich sehr streng erzogen und ich bin ihm heute sehr dankbar dafür), Koffer gepackt, Post umgeleitet, Abschiedsparty gefeiert (kommt gesund aus dem Urwald zurück!?) und ab an den Zürich Airport.

Super Planung, viele gute Vorsätze doch die Realität sah anders aus.



Doch dies erzähle ich Euch ein andermal!

Freundliche Grüsse aus Helvetien
Khontingtong
 
phimax

phimax

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vor'm Monitor
Da du uns ja schon verraten hast, das du 10 Jahre mit deiner Stupsnase ( :love: ) zusammen bist,
lass dich nicht lange bitten und schreib, wie du letztlich doch verkuppelt wurdest ;-)

Der Anfang ist vielversprechend :super:

Michael
 
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Harry55

Gast
Da wartet man nun auf die Fortsetzungs-Geschichten von Waldi und Irrlicht und dann diese neue wirklich gute Story aus der Schwyz (und TH). Super! :bravo:
Gruß, Harry55
 
M

Marco

Gast
@phimax und harry55

[schild=54,fcolor=,fsize=1,fstyle=,font=Druck,scolor=,sshadow=,bcolor=,align=:9b91559f02]Vielen Dank[/schild:9b91559f02]für das Lob.

Jetzt geht´s weiter:

Eine Geschichte die das Leben schrieb! Teil II

Am Zürich Airport angekommen checkten wir zuerst ein. Die Dame am Schalter sagte: „ Es tut mir leid, der Flug nach Bangkok ist in der Economy ausgebucht. Sie müssen mit Swissair (gab’s damals noch) nach Frankfurt und von dort einen Tag später nach Bangkok fliegen. (Sch....e)
„Das darf ja nicht wahr sein. Wir müssen unbedingt auf diesen Flug..... Wir haben in Bangkok einen wichtigen Termin!.... Sie wollen doch nicht, dass wir uns ein gutes Geschäft entgehen lassen, nur weil irgend jemand einen Fehler gemacht hat..... Wir haben vor zwei Monaten eine eigene Firma gegründet und wenn dieses Geschäft nicht zustande kommt können wir Konkurs anmelden.... Bitte, bitte schauen Sie doch nochmals nach, ob wir nicht noch zwei Plätze erwischen.“ So viele Lügen und Schmeichlerei habe ich noch nie erlebt. Aber wie heisst es so schön – der Zweck heiligt die Mittel!
Willi sagte mir noch vor dem Kofferpacken: „Zieh deinen neuen Anzug mit Krawatte an. Dann sehen wir seriöser aus.“ Ich verzichte darauf, meine Antwort hier zu wiederholen, denn gleich danach tat es mir leid und ich entschuldigte mich sofort (Ihr wisst schon - diese dummen Vorurteile)
„Ich habe da noch eine andere Lösung, wir machen einen kostenlosen Upgrade in die Businessclass. Sind sie mit diesem Vorschlag einverstanden?“ und ob wir waren. Dank Willi und seiner Idee, in Schale zu reisen, hatten wir zwei Plätze im Flugzeug nach Thailand. Leider durften wir im Flughafen die Businesslobby nicht betreten, aber das war uns egal. Deshalb gingen wir auf die Aussichtsterrasse und dabei staunte ich nicht schlecht. Das erste Mal einen Flieger von nahem gesehen. War schon eindrücklich. Wir haben dann zu Mittag gegessen (hau rein, man weiss ja nie ob der Thaifood geniessbar ist. Zur Not hatte meine Mutter noch ein paar Sandwiches gemacht. "Dass Du mir ja nicht verhungerst").
Dann der Abflug in Zürich. Wir haben uns richtig wohl gefühlt in der Businessclass. Unsere Lügengeschichte haben wir dann zu unserem Spass auch im Flugzeug weitergelebt. „Wo gehen sie hin?“ (Brust raus) „Wir sind geschäftlich unterwegs und treffen in Bangkok einige Geschäftsfreunde.“ „Oh, in welchem Hotel steigen sie denn ab?“ „Äh, ja, nun, im Shangri – La“. „Oh, das ist aber ein gutes Hotel, waren sie da schön öfter?“ „Ja, natürlich logieren wir immer da, wenn wir in Bangkok sind. Das Oriental ist nur etwas für ältere Leute.“ Das hat so richtig Spass gemacht und ich bin heute noch überzeugt, dass unser Schauspiel nicht durchschaut wurde. (zum Glück bin ich überhaupt nicht überheblich!!!)
Die Hostessen waren sehr aufmerksam, äusserst freundlich und sehr hübsch (he, das erste Mal keine Vorurteile). Und noch ein guter Rat von Willi: „Während dem Essen muss Du viel Rotwein trinken, dann kannst Du anschliessend besser schlafen. Nach dem Essen rauchen wir noch eine und dann schnarchen wir bis Bangkok“. (Mit Wehmut blicke ich in vergangene Zeiten zurück. Heutzutage gibt’s weder Gratis Wein, noch Raucherabteile. Welch eine Schande).

„We al landing in Bangkok, the wetel is good and hot.” “He Willi, was hat er eben gesagt? Ich dachte ich könne sehr gut englisch?“ „An das Thai-Englisch muss Du dich gewöhnen. Am besten Du vergisst alles was Du gelernt hast und sprichst mit Thais wie mit einem kleinen Kind. Nicht im Tonfall aber in der Wortwahl.“ „Hä, wer hat denn hier Vorurteile?“

Endlich gelandet. Erster Schock war die drückende Hitze in BKK zum Glück war das Flughafengebäude klimatisiert, dann der zweite Schock der lange Marsch zur Passkontrolle. „Komm, wir stehen hier an. Da hat es fast keine Leute.“ „Lies mal das Schild da oben. Da dürfen wir nicht anstehen.“ „Das ist Thai, das kann ich nicht lesen.“ „Na eben, wir müssen dort anstehen wo es Englisch angeschrieben ist.“ Beim Zoll durften wir gleich durch, ohne die Koffer aufzumachen. „Siehst Du, alles wegen unseren Kleidern!“ (übrigens reise ich heute noch in Schale und ich bin überzeugt, das hilft)
„Zuerst wechseln wir mal Geld. Dann essen wir etwas und in einer Stunde geht unser Bus nach Pattaya.“ „Hoffentlich ist der Bus klimatisiert.“ (Ich hätte als Schweizer niemals gedacht, dass ich froh bin in einem Bus mit Klimaanlage zu sitzen. Wir schauen beim Autokauf zuerst auf eine Leistungsfähige Heizung) Der Trip nach Pattaya war sehr interessant. Zuerst fuhren respektive standen wir auf Bangkoks Strassen (Highway gabs noch nicht). Dann, boing, sah ich Thailand. Grüner als grün, schöner als schön. Noch nicht mal 3 Stunden in Thailand und schon das erste Mal das Herz verloren.

Über Pattaya schreibe ich das nächste Mal


Gute Nacht
khontingtong
 
I

irrlicht

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super !!! :super: :super: :super:

freue mich schon auf die fortsetzung.

irrlicht
 
tira

tira

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:bravo:

nette schreibe, nach möglichkeit nicht so lange pausieren.... ;-D

gruss
 
C

CNX

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Lass uns jetzt aber nicht zu lange warten. :computer:

Sehr schön zu lesen, besonders die eigenen Anmerkungen () finde ich gelungen.

Gruss
C N X
 
Olli

Olli

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Isernhagen
Gut geschrieben :super:
ohne viel schnörkel mach weiter so
aber bitte schnell :lol:
Olli
 
Monton

Monton

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Wiang Pa Pao
khontingtong" schrieb:
Hallo @Alle

Darum habe ich mich entschlossen, Euch mit meiner, wahren Geschichte zu langweilen. Khontingtong
Du langweilst natürlich nicht! :talk:
Ich finde deine Art zu Schreiben erfrischend und interessant.
Deshalb bitte auch ich um schnelle "Fortsetzung"

Herzl. Gruß Monton
 
M

Marco

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@Alli (@Alle)

Vielen Dank für die Aufmunterung. [schild=54,fcolor=,fsize=1,fstyle=,font=Druck,scolor=,sshadow=,bcolor=,align=:1055b52637]DANKE[/schild:1055b52637] Bitte treibt mich nicht zu schnellerem Schreiben an, sonst werden die Texte schlecht. Das wollen wir doch vermeiden. Ich fange sofort mit dem nächsten Teil an, verspreche Euch aber nicht, es heute zu posten.
Waldi hat für Heute einen neuen Bericht über Adolf angekündigt. Den will ich unbedingt lesen. Teil III muss vielleicht bis Morgen warten.

Nochmals vielen Dank für die Blumen, das ist Balsam auf meine Wunden.

Freundliche Grüsse aus den verschneiten Bern
khontingtong
 
M

Marco

Gast
Eine Geschichte die das Leben schrieb! Teil III


Busbahnhof Pattaya, Willi wird von seiner Freundin Noi begrüsst. „Ja was ist denn das für eine Begrüssung? Gib ihr doch einen langen Kuss! Jetzt hast Du sie sechs Monate nicht gesehen. Das verstehe ich nicht!“ Noi hängte uns Blumen um den Hals und gab nicht mal die Hand. Stattdessen legte sie beide Handflächen aufeinander und betete. Musste ich in der Kirche auch immer so machen. „Hey Willi, ich dachte Thailänder sind Buddisten? Ist Deine Freundin Christin?“ (Ja, ja ich weiss was ihr jetzt denkt aber ich war und bin halt naiv)

Erst gingen wir etwas kleines Essen und dann wollte ich die beiden alleine lassen. Hab mir in meinem Zimmer vorgestellt, was sie denn gerade tun. (dachte aber nicht ans Beten) Dann bin ich müde aber zufrieden eingeschlafen. Um 20:00 trafen wir uns in der Hotellobby. Ich ausgeschlafen, Willi müde aber rundum glücklich. Ich weiss auch nicht warum er nicht geschlafen hat. Noi hat wohl zu laut gebetet! :lol: :rofl:

Im Restaurant haben mich die zwei Verliebten in die Thaiküche eingeführt. „Das da musst Du versuchen und das da und dies und jenes.“ „He, he, jetzt mal langsam. Wisst ihr eigentlich wie viel das kostet?!“ „Ja, hier kannst Du mit sehr wenig Geld, sehr viel essen.“ Die beiden haben Speisen bestellt, die ich weder kannte, noch ohne die Zunge zu brechen aussprechen konnte. Aber geschmeckt haben die .... mmh. Nach dem Essen sind wir dann erst in eine Bar gegangen. Ich als junger Schweizer Bube war schockiert. Da musste doch eine Thailänderin einem Europäer (Shorts, Sandalen, weisse Socken, ...) erst den Rücken massieren und dann mit einem Erfrischungstuch die Stirn kühlen. „Habt ihr das gesehen, jetzt hat er sie doch tatsächlich noch in ihren Po gekniffen. Das ist ja die Höhe! Dem sage ich jetzt aber mal meine Meinung.“ „Bleib da, das ist hier völlig normal. Hier herrscht noch keine Emanzipation.“ Entrüstet schaute ich mich um. Da kann ja nicht wahr sein. Alle Weissen betatschten die Thaifrauen und denen gefiel das auch noch! Ich war empört und bestellte einen weiteren Mekong. Und noch einen. Nach dem vierten oder fünften hatte ich mich beruhigt. Was für ein Kulturschock! Jetzt war es aber an der Zeit weiterzugehen.

Willi und Noi wollten mich überraschen. Wir gingen in eine A-go-go Bar. Davon habe ich schon gelesen. Da tanzen viele, viele Frauen auf einem Tresen. Sie halten sich an Stangen. Von Zeit zu Zeit tanzte eine so wild, dass es aussah als sein die Stange ein männlicher „Na-ihr-wisst-schon-was“.
Und als ob ich mit staunen nicht schon viel zu tun gehabt hätte, kam SIE. Ein Wesen wie von einem anderen Stern, SIE lief nicht, nein SIE schwebte zu mir herüber. SIE, gross, lange Haare, wunderschöne Mandelaugen, ein zuckersüsses Lächeln, sehr schlank. Aber lassen wir das. Phet fragte, was wir trinken wollen. Wir bestellten unsere Drinks und SIE schwebte davon. „Wenn Du eine Frau haben möchtest, dann such Dir unter den Tanzenden eine aus. Du musst der Bedienung die Nummer nennen. Dann kommt die Dame an unseren Tisch. Wenn sie Dir wirklich gefällt, kannst Du die Bar - fine bezahlen und sie mit ins Hotel nehmen.“ „Spinnst Du, ich bin doch kein Sextourist. Ich habe es nicht nötig mir eine Frau zu kaufen (bla, bla, Moralapostel, bla, bla, habt-ihr-sicher-auch-schon-gehört). Wenn eine freiwillig mitkommt müsste ich es mir nochmals überlegen. Aber eine Frau aus der Bar auslösen – kommt nicht in Frage.“ „Na gut, hab’s ja nur gut gemeint. Ich dachte, wenn wir zu dritt unterwegs sind fühlst Du Dich überzählig!“

Bums das sass. Ich musste jetzt zuerst mal alleine sein. Wo kann man das am Besten. Richtig, auf dem stillen Örtchen, habe ich bei der Armee gelernt. „Wo ist die Toilette?“ Dort drüben, hinter dem roten Vorhang. Thailändische Toiletten sind aber keine stillen Örtchen. Ersten hatte die Bude nur eines und dieses war der Warteraum oder so ähnlich für die tanzenden Girls. Nach meinem Besuch dort zwickte zwar meine Blase nicht mehr, aber mein Problem war noch da. Und wie! Zu dritt reisen, ein Paar und ein naiver kleiner Schweizer als Anhängsel. Da kommen unweigerlich Probleme auf uns zu. Na, guter Rat ist teuer. Was soll ich bloss tun. Erstmal habe ich bei IHR einen neuen Drink bestellt. Als SIE mit dem Drink zurückkam hat SIE mich in ein Gespräch verwickelt.
Mir konnte das nur recht sein. So kann ich wenigstens mein Problem verdrängen. „Where you from?“ „I am from Switzerland and you?“ „I am from Thailand (Depp frag nicht so dummes Zeug).“ “You look good, you handsome men.” „Oh, thank you, you look very beautiful.“ Ganz vertraut hat SIE mir eine Hand auf meinen Oberschenkel gelegt. Ich hatte nicht dagegen. Denn SIE ist ja nicht so eine, SIE arbeitet ja nur im Service. SIE hat mich regelrecht ausgefragt. Heute würde ich sagen ‚gescannt’. Wo ich wohne, was ich arbeite, verheiratet, verliebt, Freundin, was ich verdiene, eigenes Haus, Kinder,....? Das Gespräch (Verhör) lief etwas 10 Minuten, als Willi mich fragte: „Welche Nummer soll Noi Dir bestellen?“ “Ich habe Dir gesagt, ich bin nicht so einer und ich will auch nicht so eine.“ Ich weiss auch nicht wie aber Phet hat unser Schweizerdeutsch verstanden. So fragte Sie: „You wan me to go with you? I like you very mutch, you good men, you handsome men!“ Soviele Streicheleinheiten habe ich noch nie bekommen. “Hey Willi, wie läuft das ab, wenn ich Phet mitnehmen will?” „Wenn sie mit Dir mitkommen möchte, musst Du die Bar bezahlen. Ihren Preis musst Du mit Ihr selbst abmachen.“ Phet wollte kein Geld annehmen um mit mir mitzukommen (ich hab’s ja sofort gesehen, SIE ist nicht ‚so-eine’). Also machten wir uns auf den Weg ins Hotel. Mein Problem, als fünftes Rad am Wagen dem Willi und der Noi hinterherzulaufen, war vorerst gelöst und erst noch ohne nachzudenken. Wie ich erst später erfahren habe bewältige ich meine Probleme wie die Thai. Sprich nicht darüber - irgend wann verschwinden sie von alleine. Ich liebe Thailand!

Über das erste Mal schreibe vielleich schon morgen.


khontingtong
 
dawarwas

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Kölle am Ring
Die schoensten Storys sind immer die, die Erinnerung in mir wiederbeleben.
Bei mir ist mein erster Thailand Trip ja auch schon 15 Jahre her. So das ich mich auch nur noch ganz schwach :heul: an die ersten Erlebnisse Erinnern kann. :heul:

Dein Bericht ist Super.
Weiter. Bitte.
:bravo:
 
tira

tira

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khontingtong" schrieb:
Wenn eine freiwillig mitkommt müsste ich es mir nochmals überlegen. Aber eine Frau aus der Bar auslösen – kommt nicht in Frage.....
hallo ktingtong,

kommt mir irgendwie bekannt vor, da hast du natürlich schwer zu überlegen gehabt..... :lol:

bin schon gespannt auf´s ´erste mal´........ :wink:

gruss :cool:
 
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Marco

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@Alle

Vielen Dank für die nette Aufmunterung. Jetzt gehts weiter:



Eine Geschichte die das Leben schrieb! Teil IV

Untertitel: Das erste Mal - oder der falsche Katoey


Tja was soll ich sagen. Mit Schweizer Frauen hatte ich ja schon viel zu tun gehabt. Eine Freundin kam sogar aus Österreich. Darum liebe ich auch Witze über die Össis – aber das ist eine andere Geschichte. Wir sind also zu viert im Hotel angekommen. Noch ehe ich mit versehen konnte waren Willi und Noi in ihrem Zimmer verschwunden. Nun war ich ganz alleine mit Phet. Auch wir gingen auf mein Zimmer. Phet sagte mir, ich solle schon mal duschen.
„Komm mit, wir können auch gemeinsam duschen“. „Khontingtong!“ (das sollte auch in den folgenden Jahren ihr Lieblingswort bleiben) „Was ist daran nicht gut?“ “Ich bin zu schüchtern, als dass ich mit Dir duschen würde.” Genau, ich hab’s von Anfang an gewusst. SIE ist nicht ‚so-eine’. Ja, da habe ich mir die RICHTIGE ausgesucht. Also getrennt duschen und dann schnell unter die Bettdecke. Licht aus. „He, warum machst Du das Licht aus?“ „Ich bin viel zu schüchtern, darum mache ich das Licht aus.“ „Darf ich wenigstens die Lampe dort in der Ecke anlassen?“ „Nein, im Dunkeln ist es am schönsten.“ Ich hatte zwar schon viel getrunken, aber mein Verstand verstand. Sie ist sehr gross (175 cm) und sie ist wunderschön. Ich hatte ja gelesen, dass die schönsten Frauen in Thailand die Ladymen sind. „Bist Du ein Ladymen?“ „.... :zorn:.... :heul: .... Zensur :zorn: .... :heul: .....“ Da habe ich wohl etwas falsches gesagt. Nach zehn Minuten hatte ich SIE soweit beruhigt, dass ich mich nicht mehr fürchten musste.
Na ja, 1+1 gibt eben nur 2 wenn 1 auch wirklich 1 ist. Schon wieder etwas gelernt.

Also haben wir einen Kompromiss geschlossen. Ich durfte im Bad das Licht anlassen. So hatten wir eine romatische Beleuchtung, damit SIE ihre Scham nicht verliert und ich ihren Körper bewundern kann. Dieser Kompromiss hat unser Zusammenleben bis heute geprägt. Die meisten wichtigen Entscheide fallen mit einem Kompromiss. Aber zurück zur Story, Phet hatte ihr Handtuch abgelegt und nun lag SIE nackt vor mir. Ich wollte Phet zuerst mal von oben bis unten anschauen. Welch eine Schönheit. Ein Katoey ist SIE definitiv nicht (diese Erfahrung hatte ich einige Jahre später - siehe Teil VXXVII :rofl: ). Dann haben wir ein wenig rumgeschmust und mein Drang steigerte sich von Minute zu Minute. Zum Glück hatte ich aus der Schweiz Kondome mitgebracht (übrigens weiss ich bis heute nicht, wer mir die Kondome in den Koffer gelegt hat, schiesslich bin ich ja kein Sextourist ;-) ). Die Nacht war schön und lang.

Um 10:00 klingelte das Telefon. Nach nur drei Stunden Schlaf kann das ganz schön nerven. „Hallo?“ „Hallo, hier ist Willi. Wir treffen uns um 12:00 in der Lobby, dann gehen wir essen.“ Duschen, Zähneputzen und Rasieren – dafür benötige ich niemals zwei Stunden. So viel uns etwas besseres ein und wir blieben noch ne Weile im Bett (natürlich haben wir geschlafen - oder was hast Du gedacht).

Nach dem Essen gingen wir an den Strand. Ich ging mit Phet schwimmen und sie fragte mich, wie lange ich in Pattaya bleiben würde. „Morgen fliegen wir nach Singapore.“ Ah, die traurigen Augen hättet ihr sehen sollen. „I go with you!“ sagte sie scherzhaft. Jetzt hatte ich aber wieder ein Problem. Diesmal konnte ich es nicht nach Thaistyle lösen. Darüber musste ich wirklich alleine nachdenken und so schwamm ich mal ne kleine Runde. Nach einer halben Stunde hatte ich meinen Entschluss gefasst.


Abschieds- oder Freudentränen? Fortsetzung folgt.

khontingtong
 
nokopie

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@khontingtong

Superschöne Geschichte. Ich hoffe, es geht bald weiter.

MfG, Nokopie
 
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Marco

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Eine Geschichte die das Leben schrieb! Teil V

„Hey Willi, hast Du oder Noi etwas dagegen, wenn Phet mit uns mitreist?“ „Nein, sicherlich nicht. So können Noi und ich uns ohne schlechtes Gewissen mal zurückziehen ohne Dich alleine zu lassen.“ „Da habe ich aber noch mal Glück gehabt, habe nämlich das Ticket schon gekauft. Seid mir bitte nicht böse, aber heute Abend will ich mit Phet alleine in den Ausgang gehen.“
Pünktlich (ja, ja, ihr habt schon richtig gelesen, SIE kam pünktlich [vermutlich das erste, sicher aber das letzte Mal in ihrem Leben]) um 20:00 trafen wir uns in der Hotellobby. Nach dem Nachtessen gingen wir am Strand spazieren. Phet war schon beim Essen sehr still und nachdenklich. Nachdem wir etwa 10 Minuten gelaufen waren, fing sie an zu weinen. Still, kaum wahrnehmbar. Sie hatte wohl gedacht, dass es unser letzter Abend war. Als Thailandexperten werdet Ihr jetzt sicher sagen, dass das die typische Thaimasche war. Ja, das dachte ich auch. Erst Jahre später hat Sie mir erzählt, dass es auch bei Ihr Liebe auf den ersten Blick war (ich bin mir jedoch bis heute nicht sicher ob sie sich in mich oder in mein Geld verliebt hat. Als geborener Optimist gehe ich davon aus, dass sie mich und das Geld liebt). Um sie zu beruhigen sagte ich ihr, dass ich für sie ein Ticket nach Singapore gekauft habe. Erst weinte sie noch heftiger und da ich eine lange Leitung habe, versuchte ich sie aufzumuntern und zu trösten. Denkste!
Die Nacht verbrachten wir, wie wenn es unsere letzte war.

Am nächsten Tag reisten vier glückliche Menschen über Bangkok nach Singapore. Am Flughafen von Singapore haben wir direkt ein Hotel gebucht. Dies war ein grosser Fehler, denn billige Hotels kann man nicht am Flughafen buchen. In Koala Lumpur waren wir wesentlich gescheiter, aber dazu später. Singapore war viel sauberer als Bangkok. Das ist mir schon auf der Fahrt zum Hotel aufgefallen. Kein Wunder, bei den hohen Bussen die man kassiert, wenn man etwas auf den Boden wirft. Sogar das Spucken ist verboten. Und ich dachte die Schweiz sei sauber. Sauberes Singapore – aber mit dem Charme von Bangkok nicht zu vergleichen. Genau deshalb liebe ich Bangkok.

Das Beste an Singapore ist in drei Punkten zusammen zu fassen. Ersten eine Bar im besten Hotel. Fragt mich nicht nach Namen, hab ich bereits vergessen. In dieser Bar werden zu den Getränken Nüsse serviert. Die Nussschalen lässt man einfach (ohne Busse) auf den Boden fallen. Zweitens die Vergnügungsinsel Sentosa. Das Aquarium ist eindrücklich und einfach fantastisch. Der dritte Punkt soll den Einkaufszentren gewidmet sein. Zu dieser Zeit konnte man in Bangkok noch keine High-tech Elektronikgeräte kaufen und in Hongkong waren wir erst ein Jahr später. So liefen wir stundenlang durch die Geschäfte und rechneten die Preise in Schweizer Franken um. Einkaufen hätte sich hier gelohnt. Doch der Aufenthalt in Singapore hatte ein grosses Loch in unsere Brieftasche gerissen. Schweren Herzens verzichteten wir auf Fernseher, Stereoanlagen, Fotoapparate, Videocameras, Walkman, Computer, Videorecorder, ......

Am dritten Tag hatte ich dann das erste Mal Streit mit Phet. Wie es genau dazu kam, weiss ich nicht mehr. Sicherlich drehte es sich um eine Kleinigkeit. Da aber sowohl Phet als auch ich einen überaus harten Schädel hat, artete sich der Streit in einen riesigen Wortwechsel aus. Zum Glück verstand sie meine Schimpftiraden auf Schweizerdeutsch nicht. Sonst müsste ich mich wohl Heute noch dauernd entschuldigen. Thailänderinnen können sehr schnell vom Schmusekätzchen zur wilden Furie :zorn: werden. Glücklicherweise hatte uns das Hotelpersonal k e i n Porzelan aufs Zimmer gelegt :rofl: . Fazit dieser Auseinandersetzung waren ein paar kleine Kratzer in meinem Gesicht und dass ich ihren Koffer schneller gepackt hatte als Ihr dies gelesen habt.

Das Schicksal hatte jedoch ein einsehen mit uns beiden und die Versöhnung war umso heftiger :knuddel: . Details will ich Euch an dieser Stelle ersparen. Ich will ja Phet nichts unterstellen aber manchmal vermute ich, dass sie nur der Versöhnung wegen mit mir streitet.

Von Singapore sind wir am nächsten Tag mit dem legendären Oriental-Express nach Koala Lumpur gefahren. Das ist schon eindrücklich. Doch bevor wir den Zoll passierten, filzten wir unser Gepäck. Ich hatte in einem Buch gelesen, dass in Malaysia auf Drogenbesitz die Todesstrafe steht und dass deshalb die Drogenkuriere die Wahre heimlich bei den Touristen im Gepäck verstecken. Ich wollte nicht für einen Anderen am Galgen baumeln. Wir haben nicht gefunden.
Als der Zug losfuhr kam der Schaffner. „Sag mal Willi, sind wir in Malaysia oder in Indien :nixweiss: ?“ Der Schaffner, hatte einen riesigen Schnurrbart und ein noch grösserer Turban auf. „Die Bevölkerung setzt sich aus Malaien, Chinesen und Indern zusammen. Dieser Schaffner ist also Malaie indischer Abstammung.“ Aha, wiedermal etwas gelernt.


Alles über Koala Lumpur - die Stadt der Gegensätze kommt bald!
 
P

PETSCH

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:super:
und bitte auch mehr über den EasternOrientalExpress ;-)

by the way:@all
kommt am 24.1./14h auf SR/SWF ein 25Min.-Bericht zum train
sh.Kalender hier im forum.......
 
K

Kali

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Schöne Beschreibung, auf den Zug bin ich auch gespannt...:bravo:
 
W

woma

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Ich will ja Phet nichts unterstellen aber manchmal vermute ich, dass sie nur der Versöhnung wegen mit mir streitet.
an solch ein Verhalten meiner Ex-Freundin kann ich mich auch noch dunkel erinnern :lol:

woma :wink:
 
Thema:

Eine Geschichte die das Leben schrieb!

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